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Pride

Kurzbeschreibung
GeschichteAngst, Freundschaft / P12 / Gen
Nyanko-sensei / Madara Takashi Natsume
11.05.2018
11.05.2018
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„Nyanko-sensei, gibt es irgendwo einen Ort, wo du jemals dachtest, dass du dort für immer bleiben möchtest?“
„Ich brauche sowas nicht…“


Das hatte er damals geantwortet, als Natsume ihn gefragt hatte. Es war keine Lüge, aber auch nicht die Wahrheit. Einen Ort brauchte er wirklich nicht. Aber es hatte damals eine Person gegeben, bei der er bleiben wollte. Reiko.

Natsumes Großmutter hatte seinen Namen nie bekommen. Sie hatten am Anfang immer miteinander gekämpft. Er um das Buch, sie wegen seinem Namen. Immer endete es in einem Unentschieden.
Letztendlich beschloss Madara bei ihr zu bleiben. Nicht so wie bei Natsume. Er gab sich nicht als ihr Bodyguard aus. (Bitte, als ob sie das nötig gehabt hätte! Im Gegensatz zu Natsume war sie nicht schwach und ließ sich von jedem x-beliebigen Yokai in die Tonne hauen oder übers Ohr ziehen. Die meisten versuchten es gar nicht erst, wegen ihrem Ruf. Die, die es doch wagten, wurden entweder ins Buch aufgenommen oder versiegelt. Alle außer Madara. Immerhin war er auch kein x-beliebiger Yokai.) Nein, er passte nicht auf Reiko auf. Er achtete nicht auf die Dämonen, die im Schatten auf die Schülerin lauerten und ganz bestimmt vertrieb er sie auch nicht mit seiner spirituellen Kraft.
Er blieb nur bei ihr um sie zu überraschen und zu fressen. (Die „Überrasch sie und fress sie- Taktik“, wie er es nannte.) Nur, dass sein Plan nie wirklich so aufging, wie er es sich vorstellte. (Beim ersten Mal, hätte sie ihn fast auf die Nase gehauen, den Göttern sei Dank war er noch ausgewichen! Er wollte nicht ins Buch! Beim zweiten Mal war es ein Papierfächer gewesen, dem er ausweichen musste. Der Baseballschläger beim dritten Mal war doch etwas zu schroff fand er, doch gesagt hatte er nichts. Seinen Stolz wollte er genauso wenig verlieren, wie seinen Namen.)

Letztendlich wurde er mehr auf Parties der Yokai gesehen, wo er nach Herzenslust aß, sang und vor allen Dingen natürlich trank. Die Kämpfe und Überraschungsangriffe wurden von Tag zu Tag, Woche zur Woche und Monat zu Monat weniger. Freiwillig gab er seinen Namen jedoch nicht ab.
Dann, eines Tages, war er dumm gewesen. Eine Kette von Ereignissen, die er nur über seine Leiche preisgeben würde, hatte dazu geführt, dass er versiegelt wurde und das auch noch in eine Glückskatze! Schlimmer hatte doch es gar nicht mehr kommen können! Er wurde gezwungen in einem Schrein zu warten. Ihm war durchaus bewusst, dass ihn keiner mit Absicht befreien würde. Wer hätte auch kommen wollen? Die Yokai hatten ihn damals schon nicht besonders leiden können. Den einen hatte er Angst eingeflößt, während er anderen den Sake weggetrunken hatte (wenn sie nicht schneller waren, wen juckt´s?) Reiko auf der anderen Seite, war viel zu vergesslich gewesen. Wahrscheinlich konnte sie sich inzwischen nicht einmal mehr an ihre Kämpfe erinnern.
Trotzdem wäre er gerne bei ihr geblieben.

Später, Jahrzehnte später, wie er herausfinden musste, wurde er von einem Jungen befreit, der fast genauso wie Reiko roch. Erst hatte er sie verwechselt, doch ihm fiel es natürlich schnell auf, dass er anders war. Im Gegensatz zu Reikos mörderischer Aura umgab den Jungen eine friedfertige.
Ein netter Volltrottel. Deswegen  hatte Madara ihn unterschätzt. Wieder musste er den Göttern danken, denn der Junge (Natsume nannte er sich selbst) wollte seinen Namen nicht. Doch er gab das Buch der Freunde auch nicht ab, was dem Yokai natürlich nicht gefiel. Leider konnte er deswegen wenig ausrichten. Das Buch konnte nur weitergereicht werden, wenn Natsume es freiwillig übergab oder wenn er starb.
Da Madara ihn leider nicht verschlingen konnte (er hatte es versucht, aber die Kraft des Jungen war einfach viel zu stark) wollte er warten, bis der Junge starb, um sich das Buch zu schnappen. Ein Zeitvertreib eben, immerhin lebten Menschen ein solch kurzes Leben. Manche, wie Reiko, starben sogar noch früher als vorgesehen. Ärgerlich an der Sache war nur, dass Natsume die Namen der Ayakashi zurück gab und das Buch so immer dünner wurde.


Wenn er es ganz genau nahm, dann waren all seine Taten nur Ausreden gewesen. Die Behauptung er wollte Reiko fressen, sobald sie schutzlos war oder die Ausrede, als Natsumes Bodyguard an dessen Seite zu bleiben. Sein Stolz ließ es einfach nicht zu, die Wahrheit zu sagen.
Während er sich an die warme Umarmung des Jungen erinnerte, so wie an seine Worte, fragte er sich, warum er seinen Stolz nicht für ein paar Augenblicke beiseite gelegt hatte und einfach mal ehrlich gewesen war. Ehrlich zu sich selbst und gegenüber diesen Menschen, die immer noch in seinen Erinnerungen herumspukten.
Menschen waren so zerbrechlich und hatten doch eine so kurze Lebensdauer. Damals hatte er nichts zu verlieren gehabt. Nicht mehr, als er schon verloren hatte. Er hätte über seinen Schatten springen sollen.


Es brachte nichts dem nachzutrauern. Es war schon lange zu spät. Es war ja auch nicht so, als bräuchte er einen Ort…


Natsume hob ihn hoch und umarmte ihn innig. „Das versuche ich mir auch immer einzureden, Sensei“, sagte er nur, während er ihn knuddelte. Madara, nach anfänglichen Versuchen sich aus der peinlichen Umarmung heraus zu wurschteln, fügte sich schließlich seinem Schicksal. Also so schlecht empfand er es allerdings doch nicht. Weder er noch Natsume erwähnten sein lautes Schnurren.

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Hey ho, ich hoffe euch hat die Geschichte gefallen und wow eine Geschichte mehr in dieser Kategorie :D

Bevor ihr geht einmal bitte einen kräftigen Applaus für meine Beta:  writingKitten ! ! ! !
(Nee ohne Mist, bitte bedankt euch bei ihr, ich hab zu viele Tempusfehler reingehauen)
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