Our Stories: Puppyshipping

von Letira
GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Katsuya Jonouchi / Joey Wheeler OC (Own Character) Seto Kaiba
08.05.2018
11.02.2019
9
11.560
2
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Dieses Kapitel
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02.12.2018 1.179
 
Erstes Kapitel meines kleinen Weihnachtsspecials ♥ Eigentlich wollte ich zu dieser Zeit alle Kapitel fertig haben, aber die Uni hat mich einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich gebe mir trotzdem alle Mühe^^
Viel Spaß :)
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Es war weihnachtlich in der Kaiba-Villa, viel zu weihnachtlich für den Hausherren, aber eigentlich noch nicht weihnachtlich genug für die 4 Anderen, die die Angestellten dazu angestiftet hatten alles mit Lametta und Tannenzweigen zu behängen.

Das waren zum einen Amelia Winterbottom und ihr Ehemann Henry, die sich seit ein paar Jahren selbsteinluden, wie Seto es formulierte (wobei sie alle wussten, dass Seto großen Wert darauf legte, die Einladungen sogar per Post an sie zu verschicken)...

Bei Amelia hatte man das Gefühl, dass sie schon kurz nach dem Aufstehen Jingle Bells vor sich hin summte und sich nach Plätzchen verzehrte. Henry hatte wahrscheinlich einfach aufgehört sich zu wehren und sich angepasst. Amelia hatte es sogar geschafft, dass er seine Weihnachtsmannmütze aufbehielt.

Dann war da noch Mokuba, der sich in Sachen Weihnachten nicht mehr von seinem Bruder unterscheiden konnte. Er liebte alles daran. Den Schnee, die Plätzchen, die Lieder, das gemütliche beieinander sitzen am Kamin… ALLES! Dass er mittlerweile schon 18 Jahre alt war, hatte daran nichts geändert.

Naja und dann der Vierte im Bunde: Joey Wheeler, der bereits sein zweites Weihnachten in der Villa verbrachte. Letztes Jahr, war er erst seit ein paar Monaten mit Seto ausgegangen, alles ziemlich geheim und er hatte nicht so richtig gewusst woran er war, dann hatte Seto ihm Amelia und Henry vorgestellt. Das hatte Joey sehr verwirrt, denn er hatte eigentlich gedacht, dass Seto ihn ihm nicht mehr sah, als irgendein Betthündchen. Er hatte sich getäuscht, das hatte ihm das letzte Weihnachten deutlich gemacht.

***


Amelia kam kichernd in das Wohnzimmer gestürzt und konnte sich im letzten Moment hinter das Sofa werfen, bevor Seto ihr nachgestürmt kam, er sah nicht besonders glücklich aus. Joey war nicht sicher, ob er seinen Augen trauen konnte, schließlich hatte er sie nur kurz gesehen, aber er war sich fast sicher, dass sie Setos Laptop erbeutet hatte, was einer Heldentat gleich käme, denn Seto gab besagten Gegenstand kaum aus der Hand und auch Weihnachten stellte da keine Ausnahme dar. Er sah, wie sie den dünnen silbernen Gegenstand unter das Sofa schob, bevor sie sich selbst davon weg und in Seto Blickfeld rollte, dabei gab sie Joey unmerklich ein Zeichen und er grinste.

„Rück ihn raus!“, grollte Seto und setzte sich langsam in Bewegung, während Amelia nur noch hysterischer lachte und vor ihm wegkrabbelte, scheinbar unfähig wieder aufzustehen. Seto war nach nur zwei Sekunden bei ihr und griff sie an ihrem rechten Bein.

Joey stand möglichst unauffällig auf und bewegte sich zum Sofa, immer darauf bedacht die Aufmerksamkeit seines Liebsten nicht auf sich zu lenken, was aber gerade kein Problem darstellte. Er griff nach dem Laptop und verließ mit schnellen Schritten das Wohnzimmer. Sein Herz klopfte und er grinste. Am sichersten würde es sein, wenn er den nächsten Eingang in Mokubas Labyrinth aus Geheimgängen nutzen würde, da konnten Seto normalerweise keine zehn Pferde reinbringen. Er ging um zwei Ecken und drückte dann einen Schalter hinter dem Spiegel ein, sodass dieser nach hinten schwang und der Geheimgang vor ihm lag. Er liebte dieses Haus.

Währenddessen hatte Seto Amelia schon an den Boden gepinnt und bemerkte viel zu spät, dass der Laptop nicht mehr bei ihr war.

„Du bist so eine blöde Kuh“, zischte er, was sie völlig aus der Fassung brachte. Sie schüttelte sich vor Lachen und ließ sich von Seto auf die Füße ziehen.

„Hab dich selten auf so eine Art fluchen gehört. Joey scheint einen guten Einfluss auf dich zu haben“, stellte sie fest, während sie ihm nacheilte, als er sich auf die Suche nach seinem Laptop machte.

Es dauerte einige Zeit bis Seto eins und eins zusammenzählte und wusste wer seinen Laptop hatte. Danach wusste er auch wo er zu suchen hatte, nämlich an dem Ort an dem er am wenigsten sein wollte. In dem Wirrwarr aus Gängen hinter den Wänden zu denen er sich vor 8 Jahren hatte breit schlagen lassen. Zugegeben, es war manchmal eine praktische Sache um ungesehen in das Schlafzimmer zu gelangen in dem Joey sich gerade „ausruhte“ zum Beispiel, ohne dass Amelia oder Mokuba einen unangebrachten Kommentar abgeben konnte. Er konnte sich die vielen Abzweigungen, Leitern und Rutschen (!!!) aber einfach immer noch nicht merken, weil es nicht hell genug war und auch alles gleich aussah, zumindest hatte er Gefühl, dass es so war. Joey hatte damit überhaupt keine Probleme, aber in irgendwas musste er ja besser sein.

Er fand ihn schnell, viel schneller als er erwartet hatte. Joey hatte sich auf einer Stufe niedergelassen und verschnaufte wohl vom vielen Rennen. Er blickte auf als er ihn kommen sah und grinste.

„Wo hast du ihn hingeschafft?“, fragte er und zog den Blonden auf die Beine.

„Als ob ich dir das sagen würde, du hast ohnehin keine Lust hier alles abzusuchen“, grinste er weiter.

„Da sind wichtige Daten drauf-“, begann Seto wieder, wurde aber jäh von Joey unterbrochen.

„Das weiß ich! Und das würde ich nie gefährden. Ich hab ihn nicht aus dem Fenster geschmissen oder so“, sprudelte aus ihm hervor und er verdrehte die Augen, das konnte man sogar im Halbdunklen sehen, „wir haben den dritten Advent, selbst Amelia hat ihre Arbeit gestern ein für alle Mal zur Seite gelegt, das solltest du auch tun, wenigstens bis nach dem zweiten Weihnachtstag.“

„Und was bekomme ich dafür?“, raunte Seto in sein Ohr und schob ihn näher an die Wand.

Joeys Mundwinkel zuckte nach oben, die warmen Lippen seine trafen und sich der Unterkörper seines Gegenübers sich an ihn presste.

„Du hast doch schon alles“, flüsterte er zurück als sich Seto von ihm löste.

Der braunhaarige Lächelte, das konnte Joey sogar in dem wenigen Licht erkennen.

„Und hätte ich nur dich, würde mir auch das reichen“, gab sein Liebster leise zurück.

Seine Beine gaben ihm nach, aber da er immer noch an die Wand gepinnt war, passierte nichts.

„Ist-ist das dein Ernst?“, stotterte er.

„Hab ich in diesen Dingen je gescherzt?“, schmunzelte der Andere und küsste ihn wieder.

Joey sagte nichts, das war selten. Er ließ es nicht sein, weil er keine Antwort gewusst hätte, aber er hatte Angst den Moment kaputt zu machen und so konnte er ihn noch voll auskosten bevor er vorbei war…

Sie verbrachten den Abend zusammen mit ihren Freunden im Kaminzimmer. Aßen und lachten, dann schnappten sich Amelia und Seto jeweils ein Buch. Mokuba ließ sie allein um mit seiner Freundin in Europa zu skypen, was durch die Zeitumstellung immer schwierig war. Henry ließ irgendeine Abhandlung über Geschichte und er selbst beschloss sie alle zu zeichnen. Zugegeben nur im Licht des Kamins war es schwierig, aber es musste ja auch nicht perfekt werden, wie die Fotografien, die in den Galerien rund um die Welt ausgestellt wurden. Das war nur für ihn, um die wunderschönen Momente niemals vergessen zu müssen.

Der Laptop ruhte währenddessen unter ihrem gemeinsamen Bett, an die Steckdose angeschlossen. Es würde noch eine Ewigkeit dauern, bis der Hausherr ihn wieder finden würde.
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