Our Stories: Puppyshipping

von Letira
GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Katsuya Jonouchi / Joey Wheeler OC (Own Character) Seto Kaiba
08.05.2018
11.02.2019
9
11.560
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Dieses Kapitel
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12.06.2018 2.972
 
Heute mit etwas Lime^^ Lasst mir gerne Feedback da :)
Jetzt viel Spaß mit dem neuen Kapitel!
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Stille, Fleiß und Kaffee

Joey Wheeler war nicht zu spät und jeden außer ihn selbst schien das zu wundern, naja fast jeden. Seto Kaiba kümmerte sich selbstverständlich nicht darum, schließlich wusste er fast alles, da war man selten überrascht. Es störte Joey unfassbar, dass der Ältere stets so überlegen tat und nur auf alle anderen herab sah, aber er hatte sich entschlossen, zu versuchen ihn zu ignorieren. Es hatte zwar immer Spaß gemacht, doch letztendlich waren diese Streitereien doch immer sehr energieraubend und seine Noten litten darunter. Als seine Lehrer ihn für das Kunststipendium vorgeschlagen hatten, hatte er versprechen müssen, dass das ein Ende haben würde…

Seto Kaiba:

Es ist still in der Klasse wie es in den letzten Wochen so oft der Fall gewesen ist, die Stille stört mich… Es stört mich, dass ich Wheelers bohrenden Blick nicht in meinem Rücken spüre, weil ich den Schlagabtausch in der Pause mal wieder gewonnen habe. Es gibt keinen Schlagabtausch mehr, selbst wenn ich es wirklich versuche und dass ich es versuche ist schon mehr als erbärmlich!
Er springt wirklich auf nichts mehr an, auch wenn ich den Eindruck habe, dass er gerne würde, aber irgendetwas hält ihn zurück und ich weiß einfach nicht was es ist. Anders als früher macht Wheeler auch regelmäßig seine Hausaufgaben, schläft nicht mehr im Unterricht und beteiligt sich rege, nicht immer mit den allerbesten Beiträgen (kann man von einem Hund auch nicht erwarten), aber diese 180 Grad Wandlung in seinem Verhalten bringt mich völlig aus dem Konzept.

Ich seufze, weil die Schule wirklich nie schlimmer war, alles hier ist unter meiner Würde und jetzt ist mir auch noch dauerhaft langweilig. Moki ist seit dem Anfang des Schuljahres für ein Jahr in Europa, sodass es auch in der Villa still geworden ist. Ich sollte mal wieder nach draußen kommen und nicht nur für mich allein sein… In der Mittagspause cancel ich meine Meetings für den Nachmittag um in meinem Lieblingscafé zu Arbeiten und auch etwas zu entspannen, dabei würde schon helfen, dass es nicht immer nur ruhig um mich herum ist.

„Hey, Joey“, hallt Taylors nervige Stimme durch das Klassenzimmer, dass der Kindergarten soeben wieder betreten hat, während Joey die gesamte Pause an seinem Platz ein Buch gelesen hat… EIN BUCH! Ich war mir bis vor ein paar Wochen noch nicht mal sicher, ob er des Lesens mächtig war!
„Hast du Bock heute mit in die Stadt zu kommen? Wir können ein bisschen chillen und Pommes essen gehen.“
„Das wäre doch cool oder?“, stimmt der Gartenzwerg namens Yugi, seinem Freund zu, „wir haben schon länger gar nichts mehr alle zusammen unternommen.“
Wheeler bleibt eine ganze Weile still und scheint ernsthaft nachdenken (der und nachdenken, ich werde noch verrückt). „Sorry Leute“, brachte er dann hervor, ohne sich von seinem Buch abzuwenden, „ich hab echt noch viel zu tun… Aber Sonntagnachmittag, wäre gut, wie wäre es da mit Picknick im Park?“
Taylor schien etwas nicht ganz freundliches erwidern zu wollen, aber Yugi stößt ihm einen Ellenbogen in die Rippen (bei seiner Größe eher in die Hüfte) und sagte: „Ich finde es richtig gut, dass du jetzt so hart arbeitest, lass uns dann Sonntag unternehmen!“
„Super, Alter“, grinst der Köter, dann doch und ich war fast erleichtert wieder eine bekannte Emotion in seinem Gesicht festzustellen.

Der Unterricht nimmt seinen Lauf und ich bin froh, dass die Limousine schon auf mich wartet und mich in mein Lieblingscafé bringt. Das Ambiente ist edel, aber nicht so edel, dass sich kein Mensch hinein traut, im Gegenteil, heute scheinen alle möglichen Menschen auf die Idee gekommen zu sein, besagtes Café zu besuchen. Ich seufze, bekomme aber sofort einen Tisch zugewiesen, man kennt mich hier schließlich, was normalerweise nur nervt, heute aber ausnahmsweise nützlich ist. Ich bestelle einen doppelten Espresso um für die Arbeit noch etwas wacher zu sein und klappe meinen Laptop auf um zu beginnen.

Joseph Jay Wheeler:

Als er das Café betrat, waren alle Tische besetzt. Er ließ den Blick schweifen und entdeckte den Geldsack an einem Tisch im hinteren Teil des Etablissements. Er belegte mit seinem Laptop und einigen Unterlagen noch nicht mal die Hälfte des Tisches und so beschloss Joey sein Glück wenigstens einmal zu versuchen. Vielleicht hatte Kaiba gar nichts dagegen, weil er ihn die letzten Wochen nicht genervt hatte, obwohl er sogar das Gefühl gehabt hatte, dass es der Geldsack zeitweise darauf angelegt hatte. So ein Gedanke war völlig absurd…
Er schlenderte also zu Kaibas Tisch hinüber, der erst aufblickte als er schon direkt vor ihm Stand.

„Was willst du hier, Wheeler? Läufst du deinem Herrchen endlich wieder hinterher?“, schnarrte Kaiba nur und grinste hämisch. Aus irgendeinem Grund fiel es Joey sehr leicht sich nicht provozieren zu lassen, er lächelte und antwortete: „Wenn du es so sehen willst, Kaiba… Ist der Teil des Tisches noch frei? Ich muss noch einige Sachen für die Schule erledigen.“Kaiba sagte nichts, aber nickte schließlich doch leicht und schien fast schon… perplex?

Joey setzte sich, bestellte ein Wasser und einen Salat, die Pommes mit seinen Freunden waren zwar verführerisch gewesen, aber nach einem ganzen Nachmittag voller Junk-Food und Rangeleien, wäre er bei sich zu Hause zu nichts mehr gekommen, dabei musste er noch eine ganze Menge lernen um seine Noten zu verbessern!
Er begann mit seinen Mathehausaufgaben, diese fielen ihm immer an schwersten und er konnte mit den vielen Zahlen auch immer noch nicht besonders viel anfangen, aber es ging so langsam voran. Im Internet hatte er sich alle Grundlagen angeeignet, die er für Trigonometrie benötigte.Er bemerkte, dass der Braunhaarige von Zeit zu Zeit zu ihm hinüber sag, sagte aber nichts bis er dem starrenden Blick irgendwann nur noch schwer standhalten konnte.

„Was guckst du denn die ganze Zeit so Kaiba?! So kann ich mich überhaupt nicht konzentrieren!“, entfuhr es ihm.
„Was ist bloß los mit dir? Seit wann interessiert dich die Schule und dann auch noch so sehr, dass du deinen Freunden dafür absagst?"
„Ich hab dieses Kunststipendium bekommen. Aber damit sie es dauerhaft zahlen, muss ich auch meine anderen Noten auf die Reihe bekommen… Und ich hab einiges nachzuholen, da kann ich mir nicht mehr viel Ablenkung erlauben“, antwortete Joey dem CEO und zuckte mit den Schultern, „ich merke ja selbst, dass mir dieses disziplinierte Verhalten schwer fällt, aber so ist es viel besser, als die ständige Arbeit nebenbei um meine Wohnung zu finanzieren, das Stipendium macht alles viel leichter!“
Kaiba sagte eine ganze Zeit lang nichts, dann beugte er sich zu Joeys Hausaufgaben vor und zeigte auf die Aufgabe an der sich Joey schon seit etwa 20 Minuten die Zähne ausbiss.
„Du hast hier ein Fehler im Zwischenergebnis, deshalb geht es nicht auf.“ Kaiba sagte es ganz normal und ohne den typischen Hohn in seiner Stimme, den er immer nutze damit Joey sich unbedeutender fühlte.

Kaiba zeigte ihm an diesem Nachmittag viel und ohne, dass der Blonde darum bitten musste. Er hatte sich lange Zeit nicht mehr so gut unterstützt gefühlt. Sicher seine Freunde, darunter vor allem Yugi und Tea versuchten ihn auch in seinem Vorhaben der guten Noten zu unterstützen, es fiel ihnen aber sehr schwer zu verstehen, dass er einfach länger brauchte um bestimmte Regeln zu verstehen oder bestimmte Verfahren rechnen zu können. Kaiba hingegen schien völlig darüber hinweg zu sehen, selbst wenn er dieselbe Sache zum dritten Mal erklären musste und das hatte Joey wirklich niemals für möglich gehalten.

Seto Kaiba:

Als Joey, die Situation mit dem Stipendium erklärt hatte, schien plötzlich alles wieder einen Sinn zu ergeben. Der Blonde setzte sich ernsthaft für seine Zukunft ein und ruhte sich nicht auf seinem lahmen Erfolg in Duell Monsters aus. Es fühlte sich ganz natürlich an, ihm einige Dinge zu erklären und ihm die ganze Sache so leichter zu machen.

Er war beinahe erschrocken, als ihn der Chef des Cafés darauf aufmerksam machte, dass sie gleich schließen würden. Die Zeit war offensichtlich vorbei geflogen und er hatte auch noch seine Abendmeetings mit der Personalabteilung verpasst. Als sie nach Draußen in die Dämmerung traten fragte Joey: „Ähm… ich kann verstehen, wenn das jetzt komisch kommt oder zu viel verlangt ist und du kannst natürlich nein sagen, wenn du keine Lust oder keine Zeit hast, aber wenn es okay wäre und du nichts dagegen hast-“
Kaiba unterbrach den Jüngeren: „Sag um Gottes Willen was du willst, ist nicht zum Aushalten, wenn du so rumdruckst, gewöhn dir das bloß nicht an!“
„Würde es dir etwas ausmachen mir noch etwas mehr in Mathe zu helfen, bis wir nächsten Dienstag den Test schreiben?“
„…Ich soll dir Nachhilfe geben?“, fragte er noch einmal nach um sicher zu sein, dass ihm sein Kopf nicht gerade einen Streich gespielt hatte.
„Ja… das wäre wirklich super. Ich kann die gute Note wirklich gut brauchen…“
„Samstag 16 Uhr bei mir in der Villa, Roland kann dich an deiner Wohnung abholen, dann bist du wenigstens pünktlich und bring alles mit“, sagte Seto, während seine Limousine vorfuhr.
„D-danke“, stotterte Joey.
„Dank mir, wenn du eine gute Note schreibst“, gab der Größere nur zurück und stieg in das wartende Auto.
In dieser Nacht schlief Seto Kaiba besser als in den letzten Wochen, vielleicht einfach nur weil er normale soziale Konversation betrieben hatte… nicht dass er auf so etwas Banales angewiesen gewesen wäre!

Joseph Jay Wheeler:

Der Rest der Woche verflog fast von allein. Natürlich gab es immer noch viel zu tun und ich versuchte mich besonders gut auf die Nachhilfe mit Kaiba vorzubereiten, denn blamieren wollte ich mich nun wirklich nicht! Die Clique war abgesehen von Yugi langsam wirklich genervt von mir und den Büchern, die ich ständig in den Händen hatte, aber auch das würde sicherlich früher oder später vorbei gehen.
Der Samstag kam ohne besondere Zwischenfälle, obwohl ich das Gefühl hatte, dass Kaiba seit dem Treffen im Café ein besonderes Auge auf mich hatte, ganz so als müsste er mich neu einzuschätzen lernen, aber wahrscheinlich interpretierte ich nur zu viel in die ganze Situation herein und wir waren einfach zu zwei verantwortungsbewussten Erwachsenen geworden.

Roland stand pünktlich um viertel vor 4 mit der Limousine vor meiner Tür, was mir das erste Mal an diesem Tag die Röte ins Gesicht steigen ließ, weil einige Nachbarn bei diesem Anblick sogar in den Vorgarten gelaufen kamen. Es hätte nur noch gefehlt, wenn jemand ein Foto geschossen hätte! Roland öffnete mir die Tür, sodass ich mich schnell auf das weiche Polster sinken lassen konnte und erst einmal tief durchatmete. Die Schulsachen warf ich in den großen Fußraum und schnallte mich an, während sich der Wagen in Bewegung setzte. Aus irgendeinem Grund war ich plötzlich sehr aufgeregt, ich war noch nie bei Kaiba zu Hause gewesen. Davor hatte ich schon gestanden, als wir in der Nacht mal Klingelstreiche gemacht hatten, aber es war gar nichts passiert, Kaiba war offensichtlich nicht da gewesen…

Die Fahrt verging viel zu schnell und als Roland mir abermals die Tür öffnete, bemerkte ich erst, dass wir schon in der Garage der Villa standen, das musste mir durch die getönten Scheiben wohl entgangen sein… Hier standen viele schöne Autos, eins teurer als das andere und ich fragte mich unwillkürlich, ob ich mir später auch nur eins dieser Autos leisten können würde.

„Mr. Wheeler? Mr. Kaiba erwartet Sie in seinem Arbeitszimmer. Ich werde sie dort hin geleiten“, riss Roland mich aus meinen Sehnsüchtigen Gedanken. Ich folgte ihm in das Innere der Kaiba Villa und konnte meinen Mund überhaupt nicht mehr schließen, so beeindruckt war ich von der Einrichtung. Überall gab es neues zu sehen. Es war noch nicht einmal so protzig, wie ich die ganze Zeit angenommen hatte, aber sehr modern und auch geschmackvoll, hätte ich dem Eisklotz gar nicht zugetraut. Nach einiger Zeit und zwei Treppen erreichten wir eine große dunkle Flügeltür, die Roland nach einem kurzen Klopfen, dass wahrscheinlich nur dem Anstand diente für mich öffnete und mich eintreten ließ.
„Wheeler, noch nicht mal mit Roland schaffst du es pünktlich zu sein. Vielleicht hätte ich dich doch im Wohnzimmer empfangen sollen, auf dem Weg dahin hätte es nicht so viel gegeben, was du hättest anglotzen können.“, lachte Kaiba und schaute mich an. Ich stand nur in der Mitte des Raumes und hatte vor lauter Staunen noch nicht einmal Zeit mich über sein Gerede aufzuregen.

Seto Kaiba:

Wheeler stand da und starrte das Büro an und der Ältere hatte den eindruckt, dass er ein wenig errötete. Es war auch einigermaßen ungewöhnlich, dass der Jüngere gar nicht auf seinen Hohn reagierte.
„Hast du dir die ganze Einrichtung und das Haus ausgedacht?“, stotterte Wheeler und Kaiba konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Es gefiel ihm den anderen so sprachlos und offensichtlich beeindruckt zu sehen.
„Das nennt man designen, Wheeler, aber ja. Ich habe das meiste designt. Mokuba hatte damals aber auch etwas Mitspracherecht, seinetwegen gibt es einige Geheimgänge und Kindereien. Die Decke aus Glas ist auch eine meiner brillanten Ideen gewesen.“
„Echt beeindruckend, Alter“, gab der Blonde zurück, der sich nun sichtlich wieder zusammen riss, zurück. Seto war kurz irritiert von Wheelers offenem Lob an ihm, da sie aber kurz nach diesem „Vorfall“ mit dem Mathematik-Stoff der letzten 2 Jahre begannen, hatte er nicht mehr viel Zeit darüber nachzudenken, denn auch wenn er alle Schritte der Berechnungen verschiedenster Dinge im Schlaf beherrschte, musste er es Wheeler ja auch noch begreiflich machen, was, entgegen seiner Erwartungen nichts Unmögliches war. Das einzig nervige war, dass Wheeler alles hinterfragen musste und sich nur zufrieden gab, wenn er alle möglichen Formeln mit höherer Mathematik herleitete, die der Blonde dann nicht verstand. Nach ein paar Stunden ließ er Kaffee für die beiden in sein Büro bringen, damit sie nicht so schnell müde wurden. Er brauchte dafür einen doppelten Espresso, Joey reichte ein großer Milchkaffee, der, wenn er so darüber nachdachte auch viel besser zu dem Blonden passte, als ein schwarzer Kaffee, wie er auch immer auf diesen Gedanken kam… Möglicherweise aufgrund seiner weicheren und irgendwie auch wärmeren Art, er war nicht so bitter, wie der CEO selbst, das spiegelte sich wohl auch in der Wahl des Kaffees wieder.

Als sie das nächste Mal auf die Uhrzeit achteten, war es draußen bereits stockdunkel geworden, die Uhr zeigte 22.38 Uhr, Roland hatte seit 38 Minuten Feierabend… Joeys Magen knurrte in diesem Moment laut, aber auch er selbst hatte wirklich Hunger.
„Wollen wir etwas essen?“, fragte er den Jüngeren, deshalb und dieser war natürlich sofort begeistert. Er erklärte, dass sein Hauspersonal um diese Uhrzeit bereits frei hatte und sie sich deshalb selbst darum kümmern mussten, dass Joey natürlich nichts anderes gewohnt war, hatte er völlig außer Acht gelassen, dieser nickte nämlich nur und erhob sich aus seinem Ledersessel und streckte sich ausgiebig.

In der Küche entschieden sie sich, entgegen ihrer gewöhnlichen Ernährungsweise (die sie sich seit kurzem ja teilten) für Pommes mit Ketschup. Dann kam noch Bier dazu und ein Absacker und noch 2 Kurze. Sie fanden sich irgendwann auf dem Sofa wieder und Kaiba schaffte es den Kamin anzuzünden ohne sich selbst abzufackeln. Die Stimmung war ausgelassen geworden.

„Ich glaube nicht, dass ich dich so noch nach Hause fahren kann, Joey“, raunte Kaiba, dem anderen ins Ohr. Joey hatte sich gegen ihn gelehnt und summte eine ihm unbekannte Melodie, dann horchte er zu spät für eine normale Reaktion auf und fragte dann kichernd: „Und wie soll ich dann nach Hause kommen?“
„Du wirst heute Nacht wohl mit mir, also mit meinem Haus vorlieb nehmen müssen“, raunte er zurück und der Blonde rutschte noch etwas näher an ihn heran. Er sah den Kleineren an und spürte plötzlich das Verlangen ihn zu küssen…



Eigentlich war dieses Verlangen gar nicht so plötzlich gekommen, er hatte es schon im Café gespürt und in den Wochen davor, hatte den Gedanken nur nie ernsthaft zugelassen. Aber jetzt war niemand außer ihnen beiden da…



Es war für Seto ein leichtes seine Lippen auf Joey zu legen, dieser wusste zunächst nicht so recht wie ihm Geschah, erwiderte den Kuss aber nach einigen Augenblicken. Er griff ihm in die blonden Haare, was mit einem Seufzen in den Kuss quittiert wurde. Seto bewegte sich jetzt gegen Joey, sodass dieser mit dem Rücken auf dem weichen Sofa landete, was der Ältere auch sofort ausnutze. Er platzierte sich rittlings auf dem schönen Körper unter ihm, ohne dabei den Kuss zu unterbrechen.Wie ihre Shirts und sie selbst auf den Boden gekommen waren, wussten sie am Ende nicht mehr, was wohl auch an der enormen Menge Alkohol lag.

Joseph Jay Wheeler:

Kaiba… Seto hatte mich fast in den Wahnsinn getrieben. Er hatte mit seinen Lippen seinen gesamten Körper erkundet. Joey hatte sich unter ihm gewunden, was Seto nur noch mehr angespornt hatte. Seine Lippen waren so weich gewesen und seine Haut so wunderschön unter seinen Fingerspitzen. Zuerst war es ungewohnt gewesen, schließlich hatte er so etwas noch nie gemacht und er hatte sich eigentlich vorgestellt es mit einem Mädchen zu tun…
Aber dann hatte es sich mit Seto so natürlich angefühlt wie morgens ausgeruht aufwachen, wenn man sich keinen Wecker stellen musste…
Mittlerweile musste es auch schon wieder morgen sein. Sie waren irgendwann bei Seto im Bett gelandet und er hatte schüchtern deutlich gemacht, dass er für sein erstes Mal noch nicht bereit war und der Ältere hatte es ohne weiteres nachfragen verstanden. Jetzt lagen sie eng beieinander.„Bist du wach“, fragte Seto in die Stille hinein und er zuckte vor Schreck leicht zusammen.
„Ja ich bin wach… aber mein Kopf dröhnt…“, erwiderte Joey leise.
„Wir haben es wohl wirklich etwas übertrieben…“, lachte Seto und Joey lief deshalb ein wohliger Schauer über den Rücken.

Sie verbrachten den ganzen Tag in der Kaiba-Villa, sodass Joey das Treffen mit seiner Gang total vergaß. (Das würde ordentlich Ärger geben!) Allerdings hatte das viele Lernen endlich mal etwas richtig Gutes gehabt und er hoffte, dass Seto ihm bald schon wieder Nachhilfe geben würde.
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