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Our Stories: Puppyshipping

von Letira
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 Slash
Katsuya Jonouchi / Joey Wheeler OC (Own Character) Seto Kaiba
08.05.2018
11.02.2019
9
11.561
2
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Dieses Kapitel
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01.06.2018 1.436
 
Vorstellungsgespräch (Tage in der KC: Teil 1)

Als Seto Kaiba an diesem Morgen, die Personalabteilung seiner Firma betrat war es still, totenstill. Alle Mitarbeiter hatten sich in ihren Büros verkochen und hofften, dass sie ihm nicht unter die Augen kommen würden, bis er bessere Laune hatte… Ein nahezu aussichtsloses Unterfangen.
Die einzige Person in seiner Nähe, die keine Angst verspürte, war offensichtlich seine erste Beraterin Amelia, die neben ihm her schritt. Beraterin war eigentlich der falsche Ausdruck, aber so hatten sie sich gegenseitig beieinander eingestellt, als sie ihre erste Firmenkooperation beschlossen hatten, nur damit keiner von ihnen auf dumme Gedanken kam.
Was als Zweckbündnis begonnen hatte, war in relativ kurzer Zeit zu einer engen Freundschaft geworden, von der beide profitierten, denn es gab schon kaum jemanden, der sich nicht vor wenigstens einem von ihnen fürchtete, wenn sie dann auch noch zusammen auftraten, hatten sie eigentlich schon gewonnen. Eigentlich waren sie schon auf dem Weg nach London gewesen, um an einer Wohltätigkeitsveranstaltung teilzunehmen, zu denen ihn Amelia andauernd schleifte, aber da die Personalabteilung der Kaiba Corp. noch nicht einmal die einfachsten Dinge auf die Reihe bekam, hatte er sich kurzerhand dazu entschlossen, die Personalauswahl für einige leitende Mitarbeiter, der Marketingabteilung selbst in die Hand zu nehmen, da er noch mehr Entlassungen in der Probezeit nicht dulden würde.
„Hättest du dir das nicht überlegen könne, bevor wir unser Gepäck aufgeben hatten?“, fragte Amelia und starrte ihn von der Seite an, „du bist sonst auch nicht so sprunghaft.“
Seto schnaubte nur, jeden anderen hätte er wohl zusammen gefaltet, aber es hatte ohnehin keinen Sinn, weil sie Recht hatte. Er wusste selbst nicht so genau, warum es ihn auf einmal so geärgert hatte, dass es in dieser Abteilung drunter und drüber ging…
„Jetzt ist es eben so“, sagte er dann doch und Amelia zuckte mit den Schultern. „Ich habe sowas ewig nicht gemacht“, schwärmte sie beinahe schon und Seto zog seine Augenbraue hoch. „Was denn?“, fuhr sie ihn an, als sie seinen Blick bemerkte, „tut mir leid, dass ich Spaß an dem habe was ich tue, solltest du auch mal wieder versuchen. Dann würde es in deiner Firma auch gleich wieder besser laufen.“
Seto packte sie so schnell an den Schultern und schob sie an die Wand, dass Amelia nicht reagieren konnte, sie sah aber auch nicht sonderlich überrascht aus, eher amüsiert.Er funkelte sie an und ließ sie dann wieder los, sie schaffte es immer und immer wieder ihn aus der Ruhe zu bringen… Das gefiel ihm und es erinnerte ihn auf eine Art und Weise an…-
„Herr Kaiba! Schön, dass Sie hier sind“, begann der Abteilungsleiter, der wohl aus dem Besprechungsraum gekommen war, in diesem Moment. „Der erste Bewerber wird in ungefähr einer halben Stunde hier eintreffen, dieses Mal sind wirklich nur überaus geeignete Bewerber dabei“, floss es aus dem hageren Mann heraus, bevor er von einem Zitteranfall durchgeschüttelt wurde.

„Sie sind gefeuert!“, kam nur von Seto. Der Mann sah aus, als würde er jeden Moment in Ohnmacht fallen. Amelia gab ein Geräusch von sich und Seto sah sie an. Sie zog die Augenbrauen hoch und machte einen Gesichtsausdruck, der ungefähr so viel sagte wie: „Du hast keine Zeit dir auch noch einen neuen Abteilungsleiter zu suchen, er ist an sich versiert und kann nichts für die schlechte Personalauswahl.“ … Zumindest verstand Seto den Gesichtsausdruck so. Er schnaubte und wandte sich dann wieder seinem Abteilungsleiter zu: „Sie sind für 2 Wochen beurlaubt, danach kommen Sie wieder und erlauben sich nichts mehr. Nie wieder. Haben Sie das soweit verstanden?“

„J-ja natürlich Herr Kaiba! Danke! Sie sind zu gütig!“

Er taumelte an den beiden vorbei und sie begaben sich in den Besprechungsraum um sich auf die Auswahlgespräche vorzubereiten.Die ersten Bewerber waren okay, nichts Besonderes und deshalb eigentlich ungeeignet für die Marketingabteilung einer großen Firma. „Das sollen geeignete Bewerber sein?“, schnaubte Seto. „Entspann dich, es kommen doch noch 20 andere“, gab Amelia nur zurück und sie schwiegen wieder.

Sie hatten es sich zur Angewohnheit gemacht, die Bewerbungsunterlagen einer Person, erst nach dessen Vorstellung zu öffnen, um möglichst lange unvoreingenommen zu bleiben. So wussten sie nicht, wer als nächstes den verglasten Besprechungsraum betreten würde, als es an der Tür klopfte.

Ein junger Mann mit blonden Haaren trat herein, er musste ungefähr ihr Alter haben. Um Seto herum begann sich alles zu drehen, als er erkannte wer da das Besprechungszimmer betreten hatte.
„Wheeler?! Was suchst du denn hier?“, stieß er hervor.
„Ich bewerbe mich hier würde ich sagen“, der Jüngere kratzte sich am Kopf, „hätte nicht gedacht, dir so schnell über den Weg zu laufen, sonst hätte ich mir da vielleicht noch einmal überlegt." Bei diesen Worten lachte Joey. Sie hatten sich seit bestimmt 5 Jahren nicht mehr gesehen und Seto hatte keine Ahnung gehabt was der Köter mit seinem Leben angefangen hatte. Er hatte eigentlich angenommen, dass er irgendwo Toiletten putzte oder in einem Pappkarton hauste. Entgegen seiner Erwartungen sah der Blonde allerdings sehr adrett, ja nahezu weltmännisch aus… er strahlte ähnlich wie Amelia.

„Das ist der Wheeler?“, fragte Amelia nun ernsthaft interessiert und Seto hätte sie am liebsten getreten. „Ja“, antwortete er, „scheinbar muss ich in der Personalabteilung wirklich alle Leute entlassen, das kann nur ein schlechter Scherz sein.“
„Geldsack, gehst du so mit allen deinen Bewerbern um?“, fragte Wheeler nur und sah ihn an.

Er konnte es selbst nicht glauben, aber Wheeler hatte Recht, er benahm sich unmöglich und das obwohl der Blonde offenbar das Assessmentcenter seiner Firma überstanden hatte. Er räusperte sich und bat dem Kandidaten sogleich den Stuhl ihm gegenüber an.

„Ich lasse euch mal alleine“, sagte Amelia und erhob sich, „ihr habt bestimmt eine ganze Menge zu erzählen.“

Er verfluchte sie dafür, dass sie ihn gerade jetzt mit ihm alleine lassen musste.

„Dann erzähl mal … Joey. Was hast du so gemacht und wie kommt es dass du hier bist?“, versuchte Kaiba möglichst freundlich zu erfragen.

„Ich wusste nach dem Abschluss nicht so richtig wo es hingehen soll. Er war am Ende ja auch gar nicht so schlecht, weil ich mich echt reingehängt habe. Da hab ich beschlossen erst mal ins Ausland zu gehen… Ich wollte irgendwas Interessantes machen, was kreatives, aber man sollte auch davon leben können. Ich hatte echt die Nase voll von Regale einräumen und Nachtschicht beim Sicherheitsdienst. Von meinen Eltern konnte ich ja keine Unterstützung erwarten, deshalb hab ich mich für ein Stipendium beworben an einem College in den USA um meinen Bachelor in Marketing zu machen. Die Amerikaner liegen mir übrigens besser als die Japaner, sind nicht so verkniffen, das gefällt mir! Das mit dem Bachelor lief ziemlich gut und dann hatte ich ein bisschen Heimweh nach Japan und bin für meinen Master wieder hier her gekommen. Internationales Marken- und Medienmanagement ist es dann geworden… Naja, hätte nicht gedacht, dass ich so bald hier lande… Ich fand deine Arbeit immer furchtbar, wahrscheinlich weil ich nicht wusste was du so machst, aber in Marketing bin ich echt richtig gut! Ich bin kreativ und die Zahlen bekomm ich auch auf die Reihe.“ Als Joey geendet hatte, strahlte er über das ganze Gesicht.
Kaiba konnte sich nur schwer von diesem Anblick losreißen, schlug dann aber doch die Bewerbungsmappe des Blonden auf. Alles in allem sah das wirklich ziemlich ordentlich aus, die Noten waren nicht spitzenmäßig, aber Seto wusste dennoch, dass niemand dem Blonden in Sachen Unkonventionalität etwas vormachen konnte, das konnte der Firma sehr nützen.

„Was hattest du dir gehaltstechnisch so vorgestellt, wenn du einer der leitenden Mitarbeiter in meiner Marketingabteilung wärst?“, fragte er deshalb ganz ohne eine Miene zu verziehen.

Joey stockte kurz, fasste sich aber schnell: „Sagen wir zu Anfang 600.000 Yen im Monat, brutto. Wenn ich meine Sache gut mache, will ich mehr!“

„Das sollte sich einrichten lassen, aber ich hoffe du weißt dass ich ganz siche nicht leicht zu beeindrucken bin. Du kannst dich nächste Woche einarbeiten lassen, wenn dir das passt? Meine Mitarbeiter erstatten mir dann Bericht, wenn ich wieder da bin.“

„Du fährst weg?“, fragte Joey, „wieder zu so einem Wohltätigkeits-Ding?“

Es überraschte Seto, dass Joey davon wusste, sagte aber nichts.

„Ja, Amelia schleift mich oft mit. Sie ist weicher als ich…“

„…Ist sie deine Freundin?“

„Warum fragst du Wheeler?“

„Weiß nicht… ich seh euch immer zusammen im Fernsehen“

„Amelia ist verlobt… Aber ich weiß überhaupt nicht warum ich dir das erzähle. Wir sehen uns in 2 Wochen!“, riss Seto sich los bevor er noch mehr brisante Details ausplauderte.

„Ja, dann sieht man sich wohl“, antwortete Joey und schüttelte Seto die Hand.

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Sooo, hoffe es hat euch wieder gefallen und ihr lasst mir Feedback da <3
Wird wohl ein 2 oder 3-teiliger OS :)
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