Ten Days

von AnjaAve
GeschichteRomanze / P18 Slash
Riku Rajamaa Samu Haber
08.05.2018
17.09.2019
75
79584
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Hallo Leute,

nachdem ich hier die Kurzgeschichte "You Wanna Make a Memory" hochgeladen hab, die eigentlich auf meiner ersten veröffentlichten Geschichte namens "Ten Days" aufbaut, ist es nun an der Zeit eben diese Geschichte auch hier nach und nach hochzuladen.
Die Story ist abgeschlossen und es werden wahrscheinlich mit jedem Upload gleich mehrere Kapitel zusammen kommen.
Natürlich gehören alle Figuren um Sunrise Avenue und The Voice of Germany sich selbst und natürlich habe ich alle vorkommenden Songtexte nicht selbst geschrieben, sondern von den jeweiligen Verfassern übernommen.
Alle anderen Figuren und auch die Handlung ist frei von mir erfunden. Auch verdiene ich mit dieser Geschichte kein Geld, sondern die dient lediglich der Unterhaltung von euch Lesern.
Ich schreibe bis auf wenige Ausnahmen eigentlich immer aus Rikus oder Samus Sicht und kennzeichne das auch eindeutig.

Immer wieder werden Songs vorkommen, die wichtig für die Handlung sind. Zu denen habe ich jeweils ein Video erstellt und in einer Playlist auf YouTube hochgeladen. Die Links zu den einzelnen Videos werde ich immer passend zum jeweiligen Kapitel anfügen.
Hier solltet ihr die Playlist finden: https://www.youtube.com/watch?v=s3-AqzsCyJg&list=PL5YJADthwksZO96Fctx3qZwZlM8r4Tfc1

So, ich denke das waren genug Worte für den Anfang, hier kommt der Prolog. Das erste Kapitel schließt sich dann zeitlich gesehen genau an.

Viel Spaß und lasst mir doch einfach eure Gedanken zu den Kapiteln da. Ich würde mich freuen!
Eure AnjaAve
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Ten Days

Prolog

Rikus POV

Ich habe mich Jukka anvertraut und das schon vor langer Zeit. Ich kenne Samu nun schon seit über fünf Jahren und hab ihm meine Gefühle immer noch nicht gestanden. Jukka hat es gefasst aufgenommen. Er kann mich verstehen, weil er selbst einmal mit einem Jungen zusammen war und er versteht auch, warum ich es Samu nicht einfach sagen kann. Ich würde damit unsere Freundschaft riskieren, die alles ist, was mich neben der Musik am Leben hält.
Ich genieße jeden Augenblick, den ich mit Samu verbringen kann und ertrage es nicht, wenn wir uns streiten und ich ein paar Tage nicht mit ihm verbringen kann. Wir sind 200 Tage im Jahr unterwegs. Doch das macht mir nichts aus, da ich mit ihm zusammen unterwegs bin.
Doch heute kommt Samu mit der Nachricht, er würde nun doch als Juror bei The Voice Of Germany mitmachen. Ohne uns. Natürlich, nur wegen uns werden sie keinen Viererstuhl erfinden und nur wegen mir bauen sie auch keinen zweiten Doppelstuhl. Wir jubeln natürlich alle, denn das steigert unsere Berühmtheit unvorstellbar stark. Doch mein Herz bricht in mir im Sekundentakt. Nachdem alle gegangen sind gehe ich zu Jukka und weine. Ein ganzes halbes Jahr würde Samu nur die Wochenenden hier in Helsinki verbringen und dann natürlich immer mit Vivianne zusammen sein.
Ein ganzes halbes Jahr würde ich ihn nur kurz zu Gesicht bekommen, wenn wir proben oder zusammen auf der Bühne stehen.

Jukka weiß keinen Rat und so fahre ich nach Hause und setze mich in meiner Wohnung allein aufs Sofa und schalte den Fernseher ein. Ganz schlechte Idee. Irgendein Sender hat anscheinend schon davon gehört und ist auch noch stolz darauf, der erste zu sein, der Samu zum neuen Job gratulieren darf. Wütend schleudere ich die Fernbedienung in Richtung Bildschirm. Sie trifft den Standby Knopf und der Fernseher verstummt.
Doch die plötzliche Stille ist noch viel erdrückender als Samus Gesicht auf dem Bildschirm. Ich schreie auf und schlage auf mein Sofakissen ein. Es gibt natürlich nicht nach und so nehme ich es in den Arm, kugle mich zusammen und fange wieder an zu weinen.
Es klingelt, ich ignoriere es, weine einfach weiter in mein Kissen. Es klopft, ich bewege mich keinen Zentimeter. Wenige Minuten lang ist es still. Dann höre ich einen Schlüssel im Schloss und halte den Atem an. Da höre ich Samu schon aus dem Flur nach mir rufen. Laut schluchze ich auf. Was will er hier? Sollte er nicht zu Hause sein, bei seiner Vivianne?
Ich spüre einen starken Arm, der mich hochzieht und an seine Brust presst. Wieder fange ich an jämmerlich zu weinen. Samus Hand streicht beruhigend über meinen Rücken, doch sie verursacht bei mir nur Kälteschauer. Ich zittere, seine Umarmung wird fester. Langsam nehme ich seine Körperwärme in mich auf, sie wärmt mich auch von innen und ich fühle mich geborgen.

Ich öffne die Augen und schaue direkt in zwei eisblaue. Samu starrt mich an und fordert mich eindringlich dazu auf, ihm endlich zu sagen, was mich so fertig macht. Wieder schüttle ich den Kopf, wie gestern Abend wohl schon über hundert Mal. Er seufzt laut auf und nimmt mich in den Arm. Irgendwann löse ich mich aus der Umarmung um mich anzuziehen. Ich lasse Samu alleine und gehe in die Küche, um Kaffee zu kochen. Ich spüre Samus Blick in meinem Rücken und mache mich automatisch so klein wie möglich. Ich erwische mich dabei, wie ich schleichend in der Küche ankomme.
„Wie soll ich für dich da sein, wenn du mir nicht sagst, was los ist?“, kommt da von hinter mir.
Samu hat sich direkt hinter mich gestellt und ich kann seinen Atem an meinem Hals spüren. Meine Haut kribbelt und ich bekomme Gänsehaut. Betreten schaue ich auf die Arbeitsplatte vor mir. Zum Glück habe ich mir eine Jacke über mein T-Shirt gezogen, so sieht Samu meine Gänsehaut nicht an meinen Armen. Als ich keine Anstalten mache, meinen Mund zu öffnen, legt Samu seine Hände auf meine Schultern und dreht mich zu sich um. Mir wird ganz heiß unter dieser Berührung und ich versteife mich, er verstärkt den Druck auf meine Schultern und letztendlich lasse ich es zu und versinke in seinen blauen Augen.
„Ist es, weil ich den Job angenommen habe?“, vermutet Samu genau richtig.
Ich löse meinen Blick von seinen Augen, was mir sehr schwer fällt und schaue auf seine nackten Füße vor mir. Mir ist klar, dass er eine Antwort erwartet und so nicke ich kaum merklich.
„Aber das ist doch total unsinnig. Dann stecken wir doch mitten in der Promotion und sehen uns auch so noch!“, versucht er mir Mut zu machen.
„Mensch Samu, ich sehe dich so schon kaum noch. Jetzt bist du auch noch ab dem Sommer die Woche über komplett in Deutschland. Ich hab einfach Angst, dass ich dich verliere“, das ist zwar nicht die ganze Wahrheit, aber eine Lüge ist es auch nicht. Samu umarmt mich fest und ich genieße seine starken Arme an meinem Rücken.
Mit einer Hand streicht er mir durch die Haare, dann flüstert er in mein Ohr: „Ich werde immer für dich da sein, Riku. Das schwöre ich. Ich will dich doch genauso wenig verlieren!“
Das lässt mein Herz schneller schlagen und ein kleiner Funke Hoffnung flammt in mir auf.
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