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Die Burg der Ahnen

GeschichteMystery, Familie / P16 / MaleSlash
Catherine Corrigan Derek Rayne OC (Own Character) Philip Callahan Rachel Corrigan
07.05.2018
07.05.2018
6
72.119
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07.05.2018 6.254
 
Den Nachmittag verbrachten sie schließlich in den Highlands und genossen das leckere Picknick, welches Seumas von dem Küchenpersonal hatte zubereiten lassen. Nach dem Abendessen machte Lucifer noch mit allen Kindern einen kleinen Ausritt, in die Highlands, wie jeden Abend.
Als die Kinder schließlich im Bett waren, machten es sich die Erwachsenen im Salon bei einem edlen Wein gemütlich. "Habt ihr eine Katze oder einen Hund hier?" fragte Derek, als eindeutig ein Kratzgeräusch zu hören war. Sandalephon schüttelte den Kopf. "Nein. Aber ich höre das Kratzen auch und habe keine Ahnung wo es herkommt. Aber das ist ein altes Gebäude, da ist immer mal ein Knistern im Gebälk." Gegen etwa ein Uhr gingen alle in ihre Schlafzimmer. Sandalephon und Kat liebten sich ausgiebig, da sie nicht befürchten mussten, dass sie durch die Kinder gestört wurden, da diese zuerst zu ihren Eltern gehen würden - zumindest hofften sie das - oder sie würden sie zumindest rechtzeitig hören.
Astaroth und Philip unterhielten sich noch ein wenig, unter anderem über ihren Sohn, der sich auf Norderney und in Lucifers Nähe sehr wohl fühlte. Astarte und Astaroth machte das ja nichts aus, aber da der gefallene Engel, so wie die Dämonin merkten, dass sich ihr Partner noch immer etwas unwohl in der Nähe des Höllenfürsten fühlte und er nicht genau wusste was er davon halten sollte, dass ihr Sohn sich in dessen Gesellschaft so wohl fühlte... Astarte erzählte ihm einiges über ihren Chef und Freund. Sie versicherte ihrem Mann noch einmal, dass Christian in Lucifers Obhut total sicher sein würde und sie ihm blind vertraue. "Ich kenne Lucifer so lange und... wir haben sehr vertraute Gespräche geführt. Er hat mich damals, während unserer jahrelangen Beziehung sogar in seine Höllengeschäfte einbezogen, was er nur sehr wenigen erlaubte. Und... ich habe ihn von einer ganz anderen Seite kennengelernt als nur den Fürsten der Hölle. Er ist an sich sehr feinfühlig, er ist nicht böse, ganz im Gegenteil. Aber du siehst ja selbst, wie er mit den Kindern, mit allen Kindern umgeht und..." Philip nickte. "Ja, du hast ja recht nur... du weißt selbst, dass ich so meine Probleme mit ihm hatte und auch wenn ich mittlerweile mutiger bin im Umgang mit ihm, ... so fürchte ich mich trotzdem noch immer etwas vor ihm. Immerhin, sind selbst seine mächtigsten himmlischen Brüder ihm unterlegen. Aber ich vertraue ihm, dass er gut auf Christian achtet und ich sehe wie sehr Christian ihn mag und so..." Astarte lächelte zufrieden und nahm ihren Gefährten liebevoll in den Arm.
Rachel und Derek machten sich derweil Gedanken über einen Namen für ihren Sohn. Selvaggia lag bereits im Bett, als ihr Mann sich neben sie legte. "Hör mal, wenn dir Allegra nicht gefällt, dann..." "Nein, ist in Ordnung. Allegra ist sehr schön. Nennen wir unsere Kleine also - Allegra. Dann sind wir uns wenigstens dieses Mal von Anfang an einig was den Namen angeht. Ich muss mich nur erst an die Schwangerschaft gewöhnen und..." unterbrach sie ihren Mann. "Fünf Kinder... das ist viel." überlegte sie laut. "Wir schaffen das, Hexlein. Wir kommen auch noch mit einem weiteren Kind klar und Sandy, dem ich übrigens schon die Patenschaft angeboten habe, wird sich gerne um unsere Kinder kümmern, wenn wir mal etwas Zeit für uns brauchen. So wie er das auch jetzt schon mit Kat gemacht hat. Die beiden waren mir eine große Hilfe und sie kümmern sich sehr gut um die Kleinen." Selvaggia kuschelte sich in seine Arme und nickte. "Linnéa mag ihn, das merkt man... Ich glaube, Sandalephon ist einer deiner Brüder, den ich unterschätzt habe... Aber ich sehe hier immer wie rücksichtsvoll, aufmerksam und fröhlich er mit den Kindern ist - und wie gut er zu Kat passt..." flüsterte sie.
"Ja, sie passen wirklich sehr gut zusammen und ich bin mir sicher, dass Sandy Kat niemals vergewaltigen wird oder ihr gegenüber die Hand erheben wird. Und mein Käthchen ist richtig glücklich mit ihm, das sieht man. Und ich habe ihn wohl auch immer falsch gesehen und abweisend auf ihn reagiert. Ich muss aber zugeben, dass er ein echt netter Engel ist und wir uns in sehr vielen Dingen sehr ähnlich sind und auch ein paar Dinge gemeinsam haben. Er liebt Kinder... alle Kinder, er ist auch total hilfsbereit. Er und Kat waren für mich und die Kinder da und haben in letzten Wochen immer versucht mich abzulenken, wenn ich vor lauter Sehnsucht nach dir mal wieder zu trübsinnig war. Und ich glaube ihm liegt daran, dass... na ja... er hat ein spezielles Medikament für mich entwickelt und von Jophiel herstellen lassen, das gegen Kopf- und Magenschmerzen wirkt - selbst bei einem Kater würde es helfen, sagte er." Seine Frau lächelte. "Scheint, er mag dich."
Er erwiderte ihr Lächeln. "Mmmm... möglich. Na ja er ist ganz nett, ich denke wir könnten uns gut verstehen, was ja auch wichtig ist, schon allein wegen Kat und... na ja... ich muss noch mit Vater reden, ob er in Zukunft nur Kats Mann ist, oder Juliens angedachte Stelle in der Botschaft übernimmt. Er ist ja jetzt schon ein Engel beider Seiten. Ich habe den Befehl von oben bekommen, ihn in der Hölle zu integrieren." Abermals lächelte seine Frau. "Er wird seine Arbeit gut machen und ich denke ihr werdet gut zusammenarbeiten. Sandalephon ist wirklich sehr nett, der heutige Tag war... wirklich schön und wie schon gesagt, er tut Kat echt gut. Sie wirkt so glücklich wie ich sie nie zuvor gesehen habe. Und er ist so auf sie konzentriert - ohne so aufdringlich und schleimig zu sein wie Julien, der regelrecht geklettet hat." Belial nickte sofort, da ihm dies auch schon aufgefallen war. "Allein dafür mag ich ihn, weil er mein Käthchen so glücklich macht." Arm in Arm schliefen sie ein, nachdem sie sich noch ein wenig geliebt hatten.
Als sie am nächsten Morgen beim Frühstück saßen ging plötzlich das Radio aus und ein monotones Klopfgeräusch ertönte. Die Kinder zuckten erschrocken zusammen. Die Frauen blickten sich ängstlich um. Die Männer, beziehungsweise Engel sahen sich fragend an. "Gestern früh das Geschirr ... am Abend das Kratzgeräusch ... und jetzt geht wie von Geisterhand das Radio aus und ein nervtötendes Klopfen ertönt ... ich hatte vor Jahren mal einen Fall, mit einem alten Schulkameraden, da hat es auch so angefangen. Als ich recherchiert und bin ich dabei auf Poltergeistphänomene gestoßen. Das hier ist ähnlich." meinte Derek. "Warum sollte ausgerechnet hier ein Poltergeist spuken?" fragte Kat ihren Vater. Dieser zuckte mit den Schultern. "War nur so eine Überlegung. Vielleicht passiert ja auch nichts mehr." "Hoffentlich, das ist gruselig." sagte Christian. Die anderen Kinder stimmten ihm mit einem Nicken zu.
"Sandy, kann ich nachher mal bitte irgendwo ungestört ein paar Anrufe tätigen?" fragte Belial seinen Gastgeber. "Onkel Lucifer! Du sollst doch auch mal Urlaub machen und etwas entspannen!" ermahnte Kat ihren väterlichen Patenonkel, um den sie sich des Öfteren Sorgen machte. Dieser seufzte. "Ach Käthchen, ich möchte doch nur ein paar wichtige Anrufe tätigen. Das dauert etwa eine halbe Stunde und dann genieße ich wieder meinen Urlaub. versprochen." Katherine schüttelte leicht genervt den Kopf. "Das ist sinnlos." murmelte sie leise, jedoch für alle hörbar, da das Klopfen mittlerweile wieder aufgehört hatte. Er schickte ihr lächelnd einen Handkuss zu und sagte nur in ihren Gedanken: "Du magst mich trotzdem... Lucia." Die musste lächeln, weil sie wusste, dass er recht hatte und auch weil er sie in solchen Situationen auch oft liebevoll Lucia nannte. "Natürlich Lucifer... du kannst in meinem Arbeitszimmer ungestört telefonieren." sagte er und betrat kurz darauf eines der großen Turmzimmer, welches sich der Engel als Arbeitszimmer eingerichtet hatte. Der Höllenfürst zuckte leicht zitternd zusammen, überkreuzte die Arme und rieb sich kurz über die Oberarme. "Hier drin ist es eiskalt!" murmelte er. Sandalephon nickte. "Ja, ist mir auch schon aufgefallen. Selbst wenn ich ein Feuer im Kamin mache, wird es nicht wirklich wärmer. Da muss man sich schon dicht vor den Kamin setzen." antwortete er. "Was ich auch tun werde." Er machte eine Handbewegung und im Kamin loderte sofort ein großes Feuer. Er setzte sich in den Sessel der davor stand und zog sein Smartphone heraus. "Sag mal ... spukt es hier schon länger? Ist nämlich schon irgendwie merkwürdig hier... und diese Kälte in diesem Raum... die ist nicht normal." meinte der Höllenfürst.
Sandalephon nickte. "Da geb’ ich dir recht, Großer. Aber... das ist mir noch nicht wirklich so aufgefallen, da ich auch das erste Mal über längeren Zeitraum hier bin und sonst höchstens mal ein, zwei Tage und davon auch im Himmel und sonst wo, wenn hier Nacht war und es den Sterblichen nicht auffiel. Wir werden sehen. Ich schlage vor, wir beobachten und handeln dann wenn der Spuk bleiben sollte oder schlimmer wird ... dann haben wir vermutlich einen neuen Fall." Beide seufzten auf, da sie ja eigentlich alle zusammen Urlaub machen wollten.
"Na ja ... ich geh dann mal wieder, dass du in Ruhe deinen Geschäften nachgehen kannst, aber Lucifer... das mir das hier nicht zur Gewohnheit wird. Du sollst auch mal etwas abschalten und entspannen. Wenn es sein muss wird es eine ärztliche Anordnung." ermahnte er ihn. Sein Bruder sagte nichts dazu, sondern schnaubte nur gereizt. Nachdem sein Bruder den Raum verlassen hatte begann er mit seinem ersten Telefonat.
In der Zwischenzeit wurde unten im Esszimmer überlegt, was sie heute unternehmen wollten. "Ihr könntet doch in eine Whiskeydestille gehen? Ich denke das wird auch Daddy, Onkel Lucifer und Philip sehr gefallen. Und wir Frauen nehmen die Kinder mit und besuchen New Lanark, da gibt es auch etwas für die Kleinen." schlug Kat vor. "Das klingt gut, ich vertraue eurem Urteil." antwortete Selvaggia. Na dann wäre der Nachmittag ja für heute ja auch schon geplant." grinste der Hausherr. Nach etwa eineinhalb Stunden kam auch Belial wieder herunter. "Was dein Arbeitszimmer angeht ... das ist unheimlich! Da gruselt es sogar mir!" sagte er leise und zuckte kurz zusammen. "Du ich war da bisher noch nie länger als zwanzig Minuten drin, da ich selten auf dieser Burg bin um meinen Geschäften nachzugehen." antwortete Sandalephon. "Was war denn da oben so gruselig?" wollte Philip wissen. "Gleich Philip. Sandy könntest du deinen Butler bitten mir einen Kaffee zu bringen? Vielleicht wärmt der mich ja ein wenig auf." Dieser nickte und schickte nach seinem Butler. "Es war einfach merkwürdig." Er massierte sich kurz die Schläfen. "Erstens war es eiskalt, am liebsten wäre ich in den Kamin gekrochen. Und nach etwa einer dreiviertel Stunde... da glaubte ich Schatten wahrzunehmen, ich fühlte mich beobachtet und... unerwünscht." Seumas betrat den Raum. "Für wen ist der Kaffee, Sir?" fragte er freundlich. "Für Lucian." Seumas nickte, lief auf ihn zu und reichte ihm vorsichtig den Kaffee. "Danke." murmelte dieser, griff nach der Tasse und trank gleich einen Schluck. "Ich fürchte... wir werden uns noch damit befassen müssen." seufzte Sandalephon.
"Wäre ja auch mal was ganz Neues, wenn ich einfach mal länger als zwei, drei Tage Urlaub hätte." sagte der höllische Botschafter leise.
"Aber ich weiß etwas, was dich für heute Nachmittag bestimmt aufheitert." sagte Derek grinsend. Erwartungsvoll sah er seinen brüderlichen Freund an. "Wir haben gerade beschlossen, dass wir Männer heute Nachmittag eine Whiskeydestille besuchen, während die Frauen sich mit den Kindern ein Museum ansehen." Die blauen Augen des Höllenfürsten leuchteten kurz auf. "Joah - das hört sich gut an. Astaroth, gehst du mit oder gehst du als Astarte mit den Frauen?" wollte sein Chef und Freund wissen. "Ach, ich denke, ich schaue mir das Museum mit an - aber... Tust du mir den Gefallen und passt auf meinen Süßen auf?"  fragte der Seraphim und Sekretär des himmlischen Botschafters. "Asta, Liebes, ich glaube kaum, dass du Christian mit in die Whiskeydestille schicken willst und darum braucht..." "Nein, Christian kommt mit mir und seinen Freunden - Ich habe Lucifer gebeten auf dich etwas zu achten." Der Höllenfürst grinste in seine Kaffeetasse. Empört blickte Philip seinen Lebensgefährten an. "Was glaubst du von mir? Dass ich ein unreifes Kind bin, das sich besinnungslos betrinkt und seine Grenzen nicht kennt?" Astaroth küsste ihn sanft. "Liebling, du kennst deine Grenzen als Mensch, ja... aber du hast sie als Archai noch nie erprobt und Whiskey hat es manchmal in sich." flüsterte er zärtlich. "Und Lucifer weiß was er tut... vertrau ihm." Derek grinste. "Bei mir macht er es eh, Philip, auch ohne Rachels Bitte... ist nicht so schlimm, allen Ernstes."
Ein Blick des Höllenfürsten traf Derek. "Du bist wie mein kleiner - ehemals sterblicher, aber trotz Frucht vom Baum des Lebens jetzt unsterblicher - nach wie vor menschlicher Bruder! Natürlich passe ich auf dich auf!"
"Also ich komme mit in die Whiskeydestille!" verkündete Ilse und hakte sich bei Lucifer ein. Selvaggia musste leise lachen. "Und ich bestehe darauf, dass mein Junge auf mich aufpasst!" Der Höllenfürst lächelte liebevoll auf die alte Dame hinunter. "Immer, Mutti, das weißt du doch." sagte er fast zärtlich. "Komm, Philip, Süßer, ich meine es nur gut." Sandalephon legte dem Legatsleiter von Dublin eine Hand auf die Schulter. "Ich passe auf dich auf, Philip. Sehr starker Alkohol kann auch einen Engel umhauen und auch wenn wir alle nicht so an Folgeschäden leiden werden, wie Leberzirrhose oder ähnlichem, Astaroth will dir nur den Kater ersparen - und glaub mir, als Engel einen Kater zu haben ist... schlimmer als ein menschlicher!" "Ihr behandelt mich hier alle wie ein Kind!" schnaubte Philip. Sandalephon lächelte. "In gewisser Weise... ja. Aber für uns bist du das als Engel, Philip und als ehemaliger Mensch. Lucia ist länger ein Engel als du und Derek ist etwas älter. Jetzt hör also auf eingeschnappt zu sein, weil Astaroth sich um dich sorgt und komm mit. Ich bin sicher unsere Herrenrunde mit unserem "Ehrenmann" Ilse wird sehr amüsant." "Kann ich auch mitkommen?" fragte Christian. Der Höllenfürst beugte sich zu ihm hinunter: "Alkohol ist nichts für dich - noch nicht - in zehn Jahren würde ich dich vielleicht mitnehmen, Chistian, aber nicht heute." erklärte er liebevoll. Ein fragender Blick traf Philip von seinem Sohn, der ihn zu sich runterzog und ihm - für alle Engel hörbar ins Ohr flüsterte: "Papa Phil... bitte... jemand muss auf Onkel Lucifer aufpassen - für Papa Astaroth und mich." Der Höllenfürst hustete um sein Lachen zu verstecken, Astaroth, Kat und Sandalephon wandten sich ab, wobei ihre Schultern verdächtig zuckten. "Genau, dein Sohn hat völlig recht, Philip." meinte der Höllenfürst trocken, klopfte ihm auf die Schulter und fuhr fort: "Asta verlässt sich auf dich - genau wie Christian."
"Hört auf mich hier zu veralbern!" protestierte Philip. "Hör auf eingeschnappt zu sein!" konterte Sandalephon belustigt. Philip seufzte. "Ja, schon gut ich komme mit, aber hört auf euch wie zwei alte Glucken zu benehmen!" Die beiden Seraphim warfen sich einen amüsierten Blick zu. "Was machen wir, passen wir auf ihn auf, oder lassen wir ihn ins offene Messer laufen? Denn der Junge hat keine Ahnung wie der erste Kater auf uns Engel wirkt." fragte Sandalephon seinen höllischen Bruder, so dass nur er es hören konnte, auf dem Weg in die Whiskeydestille. Lucifer grinste teuflisch. "Ich denke wir passen so weit auf ihn auf, dass er nicht zu fertig ist am nächsten Tag, lassen ihn aber dennoch einen heftigen Kater haben... den werde ich wohl auch haben, denn ich weiß jetzt schon, dass ich mich nicht wirklich zurückhalten werde und morgen furchtbar leiden werde. Fragt sich nur... wie weit lassen wir ihn leiden?" Sandalephon sah ihn kurz nachdenklich an. "Ich denke er soll ein wenig leiden - so dass er merkt, dass wir recht hatten und der Alkohol anders auf Engel wirkt. Wir bewahren ihn zum größten Teil erst mal vor Peinlichkeiten und sehen dann weiter." Lucifer nickte. "Ehrlich gesagt, will ich es mir mit Asta nicht verderben und ich habe immerhin das Angebot mit den Tabletten von dir... Helfen die auch einem Archai - nur zur Not?" Sandalephon schüttelte leicht den Kopf. "Nein, sie sind auf Seraphim ausgelegt... für Philip wären sie zu stark..." gestand er, dann betraten sie sie Whiskeydestille.
Der Höllenfürst lief neben Ilse hinein und legte den Arm um sie. "Pass gut auf Mutti, denn ich kaufe dir nachher im Souvenirladen eine Destillieranlage für den Hausgebrauch zum Selberbrennen und dann kannst du mich immer mit Selbstgebranntem verwöhnen." sagte er grinsend. "Das wird Selvi aber nicht so ganz gefallen." Er blickte sie aus den Augenwinkeln an. "Ist mir aber irgendwie egal, denn ich entscheide für mich selbst und auch Selvis Ärger verschwindet wieder." Sie gab ihm einen liebevollen Klaps auf den Oberarm. "Böser Junge!" sagte sie lachend. Nach der Führung begaben sich alle in einen gemütlichen Raum, in dem sie ein paar Kostproben genießen durften. Lucifer und Sandalephon linderten abwechselnd die Wirkung von Philips Glas, ohne dass dieser es bemerkte. Derek lächelte seinen brüderlichen Freund an, der es mittlerweile sehr wohl merkte, wenn dieser zauberte, wenn es ihn betraf und er wusste, dass der tatsächlich auf Philip aufpasste.
"Na das wird lustig, wenn erst die Insulaner merken, dass ich jetzt einen Destillierkolben zum Schnapsbrennen habe." Lucifer sah sie gespielt entsetzt an, er hatte selbst schon einen beachtlichen Rausch. "Mutti! Du sollst das doch nicht auf der Insel publik machen! Du sollst doch für mich Whiskey machen zum so Trinken oder auch für Irish Coffee, der ist nämlich auch nicht zu verachten, für einen Kaffeetrinker. So kann ich zwischen Irish Coffee und Pharisäer wechseln." Ilse lachte laut. "Was glaubst du wie lange das auf so einer Insel geheim bleibt, mein Junge?" "Wenn es keiner von euch rumerzählt." sagte er und zündete sich eine Zigarette an. Ilse grinste. "Ach Junge, du kommst schon nicht zu kurz. Für dich mache ich jeder Zeit extra Whiskey." Die Männer lachten alle. "Sag mal Lucifer, warum trinkst du denn eigentlich immer wieder so viel, wenn du genau weißt, dass du morgen mit einem höllischen Kater aufwachst und seit wann rauchst du soviel?" wollte Sandalephon wissen. "Ach Sandy, ... zwei Laster... die mir nicht schaden, denn an einer Alkoholvergiftung oder an den Folgen des Rauchens kann ich ja nicht sterben. Also was stört es? Und was den Kater angeht... tja das Leiden muss ich wohl in Kauf nehmen, wäre morgen nicht das Erste mal." antwortete er. "Zur Not kannst du ja immer noch Sandalephons Kopfschmerzpillen nehmen." sagte Derek.
Der Höllenfürst lächelte. "Das entscheide ich morgen, Brüderchen. Jetzt genieße ich.  Warum macht ihr euch eigentlich immer alle so viele Gedanken um mich? Das hat..." Philip, den Lucifer und Sandalephon nur soweit betrunken werden ließen, dass er keinen Mist redete, oder machte und am nächsten Morgen nur einen leichten Kater haben würde, war trotzdessen sehr betrunken und fing aus unersichtlichem Grund zu lachen an. "Was ist denn so lustig Ex-Priesterchen?" fragte Lucifer mit leichtem Sarkasmus, aber auch charmant. Das bewunderten irgendwie alle an ihm, dass er zwar sarkastisch oder auch abwertend, was er aber im Moment nicht war und charmant zu gleich sein konnte. "Keine Ahnung... "lachen "...die Kerze da..." lachen „... und das Glas." lachte der Leiter des Dubliner Legats.
"So eine Wirkung möchte ich auch mal haben. Ich bin zwar betrunken und merke den Alkohol, weil ich die berauschende Wirkung spüre, die Welt sich leicht dreht und leider..." er hielt kurz die Luft an und stöhnte leise auf. "...rebelliert mein Magen grad etwas, da dieser wohl noch etwas angeschlagen ist... na ja so lange du keine rosa Elefanten siehst." beendete er seinen Satz, trank sein Glas leer und schenkte sich eine neue Whiskeymarke nach, während er sich mit der linken Hand den Magen massierte. Philip musste wegen der rosa Elefanten lachen, ebenso auch Ilse. "Oder ein rotes Pferd!" Sie begann zu singen:
"Da hat das rote Pferd sich einfach umgedreht und hat mit seinem Schwanz die Fliege weggekehrt. Die Fliege war nicht dumm, sie flog mit Gebrumm ums rote Pferd herum. Da hat das rote Pferd mit seinem ..." Philip lachte noch mehr und sang zusammen mit Ilse. Die restliche Männerrunde musste lachen, selbst Lucifer.
Am nächsten Morgen trafen sich alle im Speisesaal zum Frühstück. Während Philip und ein paar andere mit leichten Kopfschmerzen kämpften, hatte der Höllenfürst höllische Kopfschmerzen. Er rieb sich die Schläfen und versuchte gegen den Schmerz anzukämpfen. Außerdem sah er sehr blass aus, wie die anderen feststellten. Er trank seinen Kaffee und starrte wortlos vor sich hin. Kommentarlos legte Sandalephon ihm zwei Tabletten hin. "Gegen Kopfschmerzen ist die grüne und die gelbe ist eine Tablettenform deiner Magentropfen. Ich habe das gestern Nacht noch aufeinander abgestimmt für dich." sagte er leise. Der Höllenfürst griff nach der grünen Tablette und spülte sie mit Kaffee runter. Irgendwie wunderte er sich, dass Sandalephon immer Medikamente für ihn herstellen ließ. Er konnte sich nicht so ganz vorstellen, dass Sandalphon ihn so sehr mochte und dies aus reiner Freundschaft machte, vor allem da er früher eigentlich immer abweisend und unfreundlich gewesen war. Sicher hatte sich das jetzt geändert, aber trotzdem... Noch bevor er die Magentablette nehmen konnte krampfte sich sein Magen so zusammen, dass er hätte schreien können und kaum mehr atmen konnte, gerade als er auch die gelbe Tablette nehmen wollte, wurde ihm seine Kaffeetasse von einer unsichtbaren Kraft aus der Hand geschlagen. Er zuckte vor Schreck zusammen und fuhr vom Stuhl hoch. Die Frauen und Kinder schrien erschrocken auf. "Merde!" entfuhr es dem Höllenfürsten. Er spürte Wut in sich aufkeimen. Wer wagte es ihm seinen Kaffee aus der Hand zu schlagen? "Was soll das denn? Sandy, ich glaub wir müssen reden! Denn hier stimmt ganz eindeutig etwas nicht!" Sandalephon nickte. "Ich befürchte fast, dass jemand etwas dagegen hat, dass wir hier sind." antwortete er. "Geister?" flüsterte Cassandra. "Ich fürchte ja, mein Liebling. Es sieht ganz danach aus als spukt es in Sandys Burg. Lucifer hat recht, wir sollten reden. Wir müssen etwas gegen den Geist oder die Geister unternehmen." antwortete Metatron.
Lucifer, der immer noch die gelbe Tablette gegen Magenschmerzen in der Hand hatte, setzte sich wieder hin, legte diese auf seinen Teller, stöhnte auf und drückte kurz auf den Magen, bevor er sich die Schläfen massierte. "Etwa eine halbe Stunde dann wirken die Tabletten. Seumas, bringen Sie meinem Bruder bitte noch eine Tasse Kaffee." befahl er seinem Butler freundlich. "Wir sollten das nicht vor den Kindern besprechen." hörten alle Erwach
senen die Stimme von Sandalephon in ihrem Kopf. Laut sagte er dann: "Wir sollten das in meinem Arbeitszimmer besprechen." Lucifer zuckte kurz zusammen.
Kurz darauf befanden sie sich in Sandalephons Arbeitszimmer. Da es in diesem Raum sehr kalt war entfachte der Burgherr mit Hilfe von Magie ein Feuer im Kamin. "Die Atmosphäre hier ist ja wirklich unheimlich." meinte Metatron. Die anderen stimmten ihm zu und gesellten sich zu Lucifer, der sofort auf den Kamin zugesteuert war. Sandalephon ergriff das Wort: "Also tragen wir mal die Fakten zusammen. In meiner Burg spuckt es offensichtlich. Ob es sich um einen Geist oder mehrere handelt gilt es heraus zu finden." "Ein Geist scheint recht aggressiv zu sein und... scheint keine Furcht zu kennen, wenn er es wagt Lucifer seinen ersten Kaffee am Morgen aus der Hand zu schlagen." lachte Astaroth. Ein finsterer Blick des Höllenfürsten traf ihn. "Also beobachten wir, ob es mehrere Geister sind, zum Beispiel ob zur gleichen Zeit in verschiedenen Räumen Phänomene auftreten. Alles was ungewöhnlich erscheint wird zusammengetragen, wer sind die Geister, was wollen sie und wenn wir wissen was Sache ist, dann... überlegen wir, wie wir den Spuk beenden können." schlug Philip vor. "Wir sollten beim nächsten Ausflug beobachten ob da etwas passiert, oder nur, wenn wir im Haus, beziehungsweise der Burg sind." meinte Derek. "Ja, das wäre auch wichtig." stimmte Metaron zu. "Hier drin stimmt etwas nicht. Es ist eiskalt und... ich fühle mich in diesem Raum extrem unwohl, so als würde mich jemand beobachten. Sandy, wäre es möglich, dass dies schon damals das Arbeitszimmer des Hausherrn war?" fragte der Höllenfürst. "Das wäre möglich, wenn ich länger hier drin bin, fühle ich es auch. Also beobachten wir heute weiter und vermerken unsere Beobachtungen. Bleiben wir heute hier oder machen wir einen Ausflug, einen habe ich noch, wo wir alle zusammen hingehen, mit den Kindern." sagte der Burgherr.
"Machen wir deinen Ausflug, ich will im Moment einfach mal raus. Und dann verbringen wir einen Tag hier und beobachten was passiert." schlug der Höllenfürst vor. "Okay dann macht euch und eure Kinder fertig, in etwa einer Stunde geht es los." war Sandalephons Antwort. Kurz darauf befanden sie sich im Edinburgh Zoo wieder. Nachdem Sandalephon für alle Eintrittskarten besorgt hatte genossen alle den Zoobesuch. Vor allem die kleinen Kinder waren von den Tieren begeistert, aber auch die beiden großen Kinder sowie die Erwachsen. Man merkte allerdings kleine Spannungen zwischen Lucifer und Selvaggia, da diese aufgrund ihrer Schwangerschaft wie immer etwas zickig war. Lucifer trat zu Derek und Rachel, sowie Philip und Astarte und Metatron mit Cassandra, die gerade zusammen standen, während die anderen sich die Pandabären anschauten. "Darf ich euch einen Vorschlag machen? Ich habe nachgedacht und... mir ist das mit dem Spuk auf der Burg etwas unheimlich, gerade was die Kinder angeht und würde gerne mit eurem Einverständnis einen Schutzzauber auf unsere Kinder legen, so dass die Geister ihnen nichts anhaben können. "Klingt gut. 'Aber ist der Zauber denn auch zu hundert Prozent harmlos? Denn ich möchte nicht, dass Christian und Aine zu Schaden kommen." fragte Philip.
Der Höllenfürst sah ihn warnend und kühl an. "Philip... das garantiere ich dir! Wenn es um das Wohlbefinden der Kinder geht, da kannst du mir wirklich vertrauen! Außerdem ist es ein weißmagischer Zauber, da ich auch die weiße Magie kenne und beherrsche ist es kein Problem diesen Zauber anzuwenden. Die Kinder bekommen den Spuk zwar mit und könnten eventuell auch Geister sehen... aber, diese können ihnen nichts anhaben, sprich keinen Schaden zufügen. Die Kinder, alle Kinder sind mir sehr wichtig, das solltest inzwischen auch bemerkt haben." Philip nickte. "Okay, ich vertrauen dir, Lucian." Astarte lächelte und gab ihm einen zärtlichen Kuss auf den Mund. "Das kannst du auch Schatz!" Sie trat zu ihrem höllischen Herrn, umarmte ihn und drückte ihm ein freundschaftliches Küsschen auf die Wange. Was Philip für einen kurzen Moment die Luft anhalten ließ, da er wusste, dass Astarte und er über eine Ewigkeit eine sehr leidenschaftliche Beziehung geführt hatten, aber er wusste mittlerweile auch, dass zwischen den beiden nur noch eine sehr enge Freundschaft bestand. "Danke Lucifer, die Idee ist sehr gut und beruhigend."
Irgendwie hatte keiner Lust wieder in die Burg zurück zugehen, da keiner Lust auf die Geister hatte, die dort ihr Unwesen trieben. Aber ihnen blieb ja nichts anderes übrig und sie wollten ihre Gastgeber nicht allein mit dem Spuk lassen. Sie genossen den noch den Rest des Tages.
Später als es auf das Ende zuging, traten Christian und Jasper neben den Höllenfürsten. "Onkel Lucifer, ich habe etwas gegooglet und in Schottland auf den ersten Treffer, drei Aquarien gefunden und du weißt ja wie sehr mich das interessiert und ... also ich dachte, die Kleinen interessiert dann vielleicht noch eher ein Kinderpark und dann könnten wir drei, also du Jasper und ich vielleicht in die drei Aquarien? Bitte Onkel Lucifer, mit dir macht das immer so viel Spaß!" sagte Christian und Jasper stimmte ihm mit einem Nicken zu. Er fand es mit dem Höllenfürsten auch immer sehr toll und spannend. Ihn faszinierte vor allem auch, dass dieser so viel wusste und so toll erklären konnte, dass auch ein Kind es spielend verstehen konnte. "Wegen meiner können wir das gerne machen, dann kommen wir auch weg von dem ganzen Trubel. Aber nicht weitersagen, dass ich das letztere gesagt habe." Die beiden versprachen es. Gemeinsam liefen sie fröhlich neben dem Höllenfürsten wieder zu den anderen.
Als der Höllenfürst und Metatron ihre Kinder zum Abendessen holen wollten, hörten sie seine Zwillinge lachen – und auch Jan und Luciano. „Callum, Ealasaid, das ist nicht fair, wir können nicht durch Wände gehen!“ rief sein Neffe. „Wo sind die denn? Ich sehe die beiden nicht!“ schmollte Christina Luciana. Christian sagte ruhig: „Ich glaube, wir sollten die beiden allein weiterspielen lassen und... lasst uns ausreiten, ja?“ Christian und Christina Luciana sahen ihre beiden Onkel an, als sie sie bemerkten. "Onkel Lucifer sieht aber böse ... oder wütend aus." flüsterte das kleine Mädchen. "Lucifer! Lass es fürs erste mal gut sein. Es bringt jetzt nichts, wenn du ausflippst. Die beiden Geisterkinder werden unseren Kindern nichts tun, denn du selbst hast zusammen mit Sandy und mir einen absolut wirksamen Schutzzauber auf unsere Kinder gelegt, und irgendwie sehen die Kinder nicht wirklich böse aus. Wir essen jetzt erst mal und wenn die Kinder im Bett sind dann berichten wir den anderen von dem Vorfall und überlegen, wie wir weiter vorgehen." sagte Astaroth.
"Mama, Papa... darf ich an ein oder zwei Tagen mit Onkel Lucifer und Jasper in ein Aquarium gehen? Bitte! Ich habe mir im Internet schon drei ausgesucht und Lucifer hätte nichts dagegen und ihr wisst doch wie sehr mich das interessiert." bat Christian. Philip atmete einmal tief durch. "Na ja... ich finde es ziemlich schade, wenn wir getrennt etwas machen, aber... das wird für die Kleinen wohl nicht so interessant wie der geplante Kinderpark für morgen. Also gut du darfst gehen. Bei Lucifer bist du sicher." antwortete er seinem Sohn. "Du kannst ja mitkommen, wenn Mama und Aine mit den anderen gehen." schlug er seinem Vater vor. Christian und Philip sahen zu Astaroth, der zu Astarte wurde. "Ich finde die Idee gut Schatz. So kannst du mal etwas mit Christian unternehmen und du kannst dich mit Lucifer arrangieren. Du weißt, wie viel es uns bedeutet, Astaroth, Christian und mir, dass ihr euch versteht, beziehungsweise miteinander klar kommt." antwortete die schöne Göttin.
Astarte lächelte ihren höllischen Herrn und Freund an. "Sei bitte lieb zu ihm Lucifer und vielleicht schaffst du es ja irgendwann, dass Philip dich mit anderen Augen sieht und ihr euch zumindest eine klein wenig mögt." flüsterte sie in seinen Gedanken. Der Höllenfürst schloss kurz die Augen und seufzte in Astarte`s Gedanken. "Mmmm, ich gebe mir mal sehen, wie lieb ich bin. du kennst mich. Ich werde freundlich sein zu ihm, aber ein wenig Sarkasmus und Provokation muss auch dein Süßer ertragen, was mich angeht, wie jeder andere auch." Astarte grinste, denn sie kannte ihn ja sehr gut. Er grinste Philip finster an und meinte: "Ich lass dich schon am Leben, keine Angst - und wenn es nur um Christians Willen ist..." Der Dubliner Legatsleiter zuckte zusammen und antwortete: "Na da danke ich..."
Nach dem Essen wurden die Kinder von ihren Müttern und auch Kat im Badezimmer fürs Bett fertig gemacht. Währenddessen berichtete Matatron, was er und sein höllischer Bruder vorher gesehen hatten. Derek und Rachel sahen ihren Freund entsetzt an, doch Astaroth beruhigte sie sofort und erklärte den Schutzzauber, den sie gewoben hatten um die Kinder zu beschützen. Belial nickte seinen geschwisterlichen Freunden bestätigend zu. "Und außerdem sind eure Kinder ja nicht davon betroffen." flüsterte er in ihren Gedanken. "Um ehrlich zu sein... darum mache ich mir auch keine Sorgen ich mache mir eher Gedanken... ich glaube der Butler und die anderen Angestellten wissen was hier vorgeht... zumindest wissen sie mehr als sie sagen und behandeln uns Männer alle etwas... vorsichtiger..." gab Derek zu bedenken. Nachdenklich sah Sandalephon in die Runde. "Stimmt... jetzt wo du es sagst... bisher ist mir das kaum aufgefallen, weil ich selten hier war und wenn höchstens mal für ein, zwei Nächte." er errötete leicht und fügte hinzu: "Und ansonsten hat es mich bisher auch nicht so... tangiert... ich bin durch Lucia... hm... Menschen gegenüber wohl doch empathischer geworden."
"Ich fühle den Leuten mal auf den Zahn!" erbot sich Rachel, was mit einem zustimmenden Murmeln angenommen wurde, bevor sie zu den Kindern zurückkehrten.
"Gehen wir dann gleich morgen in ein Aquarium, während die Kleinen mit den anderen in den geplanten Kinderpark gehen? Bitte Onkel Lucifer!" bat Christian. "Ja bitte, Lucian! Für den Kinderpark sind Christian und ich eindeutig zu groß." bat auch Jasper. Der Höllenfürst grinste und nahm einen kräftigen Schluck des schottischen Whiskeys, der den Männern zum Essen serviert worden war. "Von mir aus gerne. Und Philip... kommst du dem Wunsch deiner "Frau" nach und kommst mit?" fragte er mit einem diabolischen Grinsen den Leiter des Dubliner Legats, bevor er frech grinsend zu Astarte sah. Die anderen Erwachsenen konnten sich eine Grinsen nicht verkneifen. Philip schluckte, denn auch wenn er nicht mehr so große Angst vor dem Höllenfürsten hatte, wie zu Anfang, so hatte er doch einen Respekt vor ihm und fürchtete sich nach wie vor ein wenig, vor dem mächtigsten aller Engel, der sowohl die weiße wie die schwarze Magie perfekt beherrschte. All diese Dinge beunruhigten ihn und seine manchmal sehr aufbrausende und provozierende Art trug auch dazu bei. "Ich... na ja, eigentlich habe ich keine andere Wahl... ja ich komme mit. Ich werde es schon überleben." Lucifer grinste. "Mutig bist du Ex-Priesterchen! Aber ja, du wirst es überleben, denn würde ich dir etwas antun, würde ich die Freundschaft zu Astaroth und Astarte riskieren und ebenso Christians Zuneigung verlieren. Du brauchst also keine Angst zu haben." sagte er trocken und wirkte dabei mal wieder sehr arrogant.
"Vielleicht sollten wir mit dem Butler und deinen anderen Angestellten mal reden, falls sie etwas wissen." schlug Derek vor, als die Kinder bereits im Bett waren. Sofort nach Derek`s Worten begannen alle zu frösteln, weil es plötzlich sehr kalt im Raum wurde. Am kältesten war es zwischen Derek und Lucifer, die nebeneinander saßen. Derek sah zu seinem brüderlichen Freund, der irgendwie ein beklemmendes Gefühl in der Brust zu haben schien. "Alles in Ordnung, Lucifer?" fragte Selvaggia ihren Mann besorgt. Dieser schüttelte den Kopf. "Auch wenn wir ihn nicht sehen... da steht jemand neben mir. Und er ist..."
"Haaalt deeeen Muuuund!" zischte es bedrohlich für alle hörbar in Gälisch. Plötzlich gingen Radio und Fernseher von alleine an und wurden immer lauter und lauter. Dies geschah noch einmal, nachdem der Hausherr alles wieder ausgeschaltet hatte. Dann war wieder Ruhe. "Ich glaube das war eine Warnung. Vielleicht sollten wir uns nach unserem geplanten Ausfug für die Kinder - denn den würde ich gerne noch machen, da diese sich so freuen... in die Botschaft... oder besser in eines deiner Domizile zurückziehen, Lucifer. Um den Kindern und Frauen einen gefahrlosen Urlaub zu ermöglichen und um uns ungestört beraten zu können. Und wir kommen dann allein her, wenn es erforderlich ist." ließ Sandalephon alle über den mentalen Pfad hören, Ilse eingeschlossen, da es ihm Lucifer und Metatron ja möglich war auch Menschen mit einzubeziehen. Sie stimmten mit einem Nicken zu. "Ist mir nur mehr als recht, seit ich unsere Kinder mit Geisterkindern reden und spielen hörte." sagte Metatron. Sein höllischer Bruder nickte zustimmend. "Kein Problem... wo wollt ihr hin?" fragte er in die Runde. "Wie wäre es mit Norderney? Die Insel ist geschützt von eurem himmlischen Vater, wenn ich das mal richtig verstanden habe. Und ich denke, da dein Haus noch nicht fertig eingerichtet ist - hat auch mein Junge nichts dagegen, wenn wir uns in unserem Haus treffen." Er lächelte die alte Dame liebevoll an. Eine Antwort war nicht mehr nötig.
Am nächsten Morgen beim Frühstück wirkte der Butler sehr nervös. "Also treffen wir uns heute nach den Ausflügen in Lucifer`s Haus auf Norderney wieder. Seumas , möchten sie mit nach Norderney? Denn ich merke, dass Sie sich hier sehr unwohl fühlen. Allerdings wäre nicht dort der Hausherr sondern mein Bruder Lucian." Der Butler nickte, da er nach dem was er gerade in der Küche erlebt hatte unbedingt weg wollte. "Darf ich fragen warum Sie heute Morgen so verängstigt wirken?" wollte Lucifer wissen und nippte an seiner Kaffeetasse. "Sicher... Sir... in der Küche... da sind gerade sämtliche Gläser aus dem Schrank geflogen und zuvor... haben die Schränke gewackelt wie bei einem Erdbeben. Ich hatte schreckliche Angst." Belial nickte. "Verstehe. Ich habe nichts dagegen, Sie müssen sich nur mit Ilse absprechen, denn da sie sehr gerne für alle backt und kocht, gibt es auf Norderney keine Angestellten." Der Butler nickte und sah etwas unsicher lächelnd zu Ilse. Nach dem Frühstück brachen die zwei ältesten Jungen, Philip und Lucifer in das geplante Aquarium auf und die anderen begaben sich mit den kleinen Kindern in den Park.
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