Chroniken von Rúenor

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P12
OC (Own Character)
06.05.2018
06.05.2018
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Darvin Tiracar ging zum wiederholten Male an diesem Tag zu Boden und er schmeckte Staub und den salzigen Geschmack von Blut auf seiner Lippe. Herac, sein Waldelfischer Kampftrainer kam auf Tiracar zu und nahm in den Schwitzkasten.
„Streng dich an, Darvin. Du kannst Schmerz nur vermeiden, wenn du deine Gegner vernichtest.“ Darauf konnte Darvin nur Husten und Heracs Faust traf ihn mitten ins Gesicht
Einmal.
Zweimal.
Dreimal.
Beim vierten Mal sah er Blut aus seiner Nase spritzen und brach zusammen. Darvins Muskeln brannten unerträglich, doch er zwang sich mit seinen letzten Kräften auf die Beine, wo ihn ungnädig die nächste Attacke von Herac erwischte. Als Darvin seine Augen aufschlug, lag er immer noch im Staub und Herac rieb sich schadenfreudig die Hände und lachte. Von blankem Hass erfüllt keuchte Darvin: „Was habe ich schon wieder falsch gemacht?“ Herac hörte auf Lachen und überlegte gespielt sehr lange und sagte dann: „Alles. Vieles. Dass du du bist. Dass du existierst. Und dass du denkst, du könntest vor dem Schmerz fliehen.“ Plötzlich betrat ein hochgewachsener, dunkelhaariger, bleicher und hagerer Waldelf die Lichtung. Er trug ein blaues, goldbesticktes Gewand und seine ebenschwarze Haarpracht ruhte auf einer edlen Robe. Er trug ein Langschwert und ein Krummschwert umgegürtet. Es war Thacerius Irenicus III., der angeblich rechtmäßige König der Elfenförderationen. Er war blutdürstiger als der legendäre Schah Qalaray, und durch seine Klinge waren schon über tausende Kreaturen gestorben. Darvin erinnerte sich noch gut an die Nacht, bei der Thacerius Irenicus III. sein Dorf überfallen hatte.

„Es war schon sehr spät abends, als Mutter noch Drachenschach mit uns spielte, und wir hörten laute Rufe. Mutter wies uns an, im Haus zu bleiben. Sie lief rasch aus dem Haus und wir stürzten ans Fenster. Sie war ungefähr drei Minuten weg, als eine Explosion die Wachtürme wegbombte. Ein Feuerball schlug wenig später in ein Strohgedecktes Häuschen ein, und das magische Feuer breitete sich schnell aus. Eine Frau kam die Straße hinuntergerannt, und sie rief: `Verschwindet von hier! Irenicus ist da!´ Wir kannten Irenicus nicht und es war schon zu spät: Ein Pfeil bohrte sich in den Hals der Frau. Mehrere Männer aus dem Dorf versuchten zu fliehen, doch die Waldelfen schlugen sie mit ihren Schwertern nieder. Die Waldelfen drangen in jedes Haus ein, zerrten die Bewohner hinaus und durchtrennten ihre Kehlen schon bald drangen auch welche in unser Haus ein. Dorn, der töricht genug war, auf der Treppe zu bleiben, wurde enthauptet. Die Elfen stürmten in unser Zimmer streckten alle Nieder, bis keiner mehr übrig war, und der Boden blutüberströmt war. Außer mir. Irenicus selbst kam nämlich ins Haus, da er starke Magie entdeckt hatte. Meine Gabe, die Realität zu verbiegen, war nämlich auch noch da. Seine Kleidung und seine Klingen waren Blutverschmiert und er strich mir über den Kopf, wie ein Vater. Und er wendete meine Augen ab, als ich nach draußen gebracht wurde. Das gesamte Dorf brannte, und überall lagen verstümmelte und geköpfte Leichen herum. Irenicus beschloß, mich als Tötungsmaschine auszubilden. Meine Realitätsmagie wurde mir von einer mysteriösen Traumerscheinung allerdings genommen, da sie meinte, mein Zerstörungspotenzial wäre damit zu groß.


Irenicus lief zu Darvin und sagte mit heiserer Stimme: „Wir sind von deinem Potenzial nicht überzeugt. Zulange schon wirst du ohne Resultat trainiert. Deine Realitätsmagie ist geschwunden. Du hast kein Nutzen mehr für uns.“ Er zog sein Langschwert und legte es ihm an den Hals. „Es tut uns leid, Darvin.“ Dann drückte Irenicus Darvin in die Knie, aber bevor er ausholen konnte, kam ein Waldelf mit einem Pergament angelaufen. „Majestät! Es herrscht Krieg! Corell hat sich von der Elfenförderation losgesagt und einen Militärputsch gestartet! Das ist eure Möglichkeit den Thron wiederzuerobern!“ Irenicus lachte kehlig und sagte: „Darvin, es sieht so aus, als müssten wir dich doch nicht töten, da ich heute in Feierlaune bin! Was nicht heißt, dass du hierbleibst. Du wirst dich bei den Verbrecherbanden in der Stadt besser machen als hier!“

Wenig später saß Darvin neben einem Menschen auf dem Kutschbock, der ihn für ein paar Silbermünzen in die Stadt brachte. Darvin hatte sich heimlich aus der Waffenkammer der Waldelfen einen dunklen Umhang mit Kapuze und zwei Kurzschwerter gestohlen. Der Verbrecherfürst, dem Darvin dienen sollte, wohnte in einem feuchten Keller, etwas tiefer unter der Erde gelegen, wo es von abscheulichen Kreaturen nur so wimmelte. Der Fürst selbst war ein breitschultriger Mensch, der jedoch keine Pupillen besaß und stattdessen nur feurige Höhlen. Er hatte auch spitzgefeilte Zähne und eine Überzeugungs-, Verführungs-, und Täuschungskraft, wie Darvin noch nie vorher erlebt hatte. Schon bald erfuhr Darvin vom Erzfeind dieses Syndikats, einem gewissen Bhashar Khalid, ein gerissener Dieb und Kleriker von Mask.

Die Jahre der Verbrecherkarriere verstrichen ohne große Ereignisse, (außer dass Darvin einen Goldenen Dolch gestohlen hatte, für den ein unschuldiger Wirt in den Kerker geworfen wurde.) und er wurde zu einem raffinierten Meister der Kampfkunst.

Eines Abends saß Darvin schon länger in einer Taverne, als eine Bande von Schändern in die Stube kam und grölend nach Bier verlangten. Leider entdeckten sie schon Bald den Goldenen Drachenblütigen, der schon länger im Gasthaus saß. Er war ungefähr 2, 15 m groß, trug ein Bastardschwert auf dem Rücken und hatte eine goldene Kette mit Bahamuts Profil auf dem Amulett. Sie grölten: „Dreckiger Drache! Was willst´n hier, Drecksding! Betest scho` wieder dein´ verdammte Tiamat an, du Ketzerding!“ Das genügte dem Drachen und in der Explosion der feurigen Odemwaffe von ihm kam die passende Antwort darauf. Danach griff er zu seinem Bastardschwert und hackte wahllos um sich. Sofort griff Darvin ebenfalls zu seinen Kurzschwerten, machte einen Salto, sprang vor einen der Aufrührer und schlitzte ihm die Kehle auf. Er drehte sich blitzschnell um und streckte einen anderen Nieder. Bald standen nur noch der Drachenblütige und Darvin über den verstreuten Körpern mit gesenkten Waffen da. „Bhalasar Shestendeliath, und wie heißt du?“ Sagte der Drachenblütige und reichte Darvin seine schuppige Tatze. „Darvin. Darvin Tiracar. Wir könnten öfter zusammenarbeiten, wenn du willst.“ Darvin öffnete die Tür und sah, wie Celestar, ein Drow-Freund von Darvin mit einem Messer in der Brust dalag. „Bhalasar!“ rief Darvin seinen neuen Freund zu sich, zückte seine Blutverschmierten Kurzschwerter und sie machten sich gemeinsam auf, den Rest der Rassisten-Bande zu töten.
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