How could you leave us?

GeschichteDrama, Freundschaft / P16
OC (Own Character) Samu Haber
06.05.2018
09.12.2018
10
13428
2
Alle Kapitel
17 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
Hey
Hier ist die Geschichte von dem Mini Mini One Shot "Burn with me!". :)
Es ist dieses mal keine Love Story zwischen Samu und Yvonne oder einem OC. Es ist... sagen wir einfach was anderes. ^^ ABER es ist wie immer eine "unnormale" FF, wie ich sie nenne *grins* und keine "normale" FF da ich, wie schon gesagt kein Mensch bin der "normale" FFs schreibt... ;D
Zudem hat mich die Geschichte "You can never be ready" (ihr müsst die FF unbedingt lesen, wirklich klasse ^^) von der Autorin *Die Katze im Sack* nochmal über meine Geschichte nachdenken lassen und nun habe ich sie etwas umstrukturiert. ;D
Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen des ersten Kapitels und wie immer freue ich mich auf eure Reviews. ^^

Beste Grüße Alphawolf7








Kapitel 1

Heute war es soweit. Heute würde Mila zu den Blindauditions von „The Voice of Germany“ gehen. Ihre Freundin Laura, 26 Jahre alt, hatte sie heimlich dort angemeldet und ihr es dann an ihrem 16. Geburtstag gesagt. Zunächst war sie etwas überrascht darüber, doch dann freute sie sich.
Nun stand Mila vor dem Spiegel im Badezimmer und schminkte sich ganz leicht. Sie konnte die Mädchen aus ihrer Schule nie verstehen, warum sie bereits mit 14 Jahren mit dem Make-Up begannen. Sie hatten ihr gesamtes Leben noch vor sich und was sie als erstes taten, ganz fett Make-Up auf ihr Gesicht auftragen, sodass die Haut kaum noch atmen konnte.
Mila kämmte ihr langes braunes Haar, während das Radio lief. Ihr Lieblings Song „Is it Love?“ von Rea Garvey begann gerade zu spielen. Sie schloss ihre Augen, gab sich seiner Stimme hin und summte leise mit, während sie sich ihre Haare kämmte.
Als das Lied endete öffnete Mila wieder ihre Augen und das blau in ihren Pupillen strahlte vor Aufregung.
„Mila? Wo bist du?“, Laura’s Stimme hallte durch die gesamte Wohnung.
„Ich bin im Bad!“, rief sie zurück.
Sie hörte Schritte und einen Augenblick später stand ihre Freundin im Türrahmen des Badezimmers.
„Was machst du denn hier so lange? Komm, wir sind schon spät dran.“

„Ich weiß, aber… ich bin so nervös“, gestand ihr Mila kleinlaut.
Diese nahm sie grinsend in den Arm.
„Ich weiß, dass du nervös bist, Süße, aber du schaffst das“, machte Laura ihr Mut, „Du kannst das, ich glaube an dich und deine Mutter würde dir jetzt sagen, dass du nicht klein Beigeben darfst, nur weil du nervös bist! Du packst das!“
Mila lächelte traurig.
„Ich vermisse meine Mum so sehr“, Tränen sammelten sich in ihren Augen, „Ich wünschte sie wäre jetzt hier und könnte meinen Auftritt sehen…“

Laura löste sich von Mila und strich ihr mit einem Lächeln die Tränen von den Wangen.

„Sie wird es sehen, ganz bestimmt!“, versicherte sie Mila, „Und jetzt komm, sonst kommen wir wirklich noch zu spät.“
Mila nickte lächelnd und atmete noch einmal tief durch, bevor sie sich ihre Jeansjacke über ihr weißes T-Shirt zog und mit ihrer Freundin die Wohnung verließ.
Laura und Mila waren Freunde schon seit Mila auf der Welt war. Die Mutter von ihr musste Mila allein groß ziehen, da ihr Vater sich nie blicken ließ. Irgendwann sagte sie ihrer Mutter, dass ihr Vater sie verlassen hatte, doch sie sah es anders. Immer wieder sagte sie, dass er da wäre, Mila ihn jedoch nicht wahrnahm. Bald fragte sie nicht mehr nach, denn dies sagte ihre Mutter immer wieder. Laura kam fast jeden Tag zu Besuch, half beim Haushalt der Wohnung und schlief ab und zu im Gästezimmer.

Vor zwei Jahren war dann ihre Mutter an Leukämie erkrankt. Sofort brachten Laura und die vierzehnjährige Mila sie ins Krankenhaus, doch die Ärzte konnten nichts mehr für sie tun. Der Krebs war bereits zu weit fortgeschritten. Daraufhin hatte ihre Mutter darauf bestanden wieder nach Hause zu gehen und dort weiter zu arbeiten. Mila und Laura sagten ihr, dass sie es langsam angehen solle, doch sie antwortete immer nur, dass sie weiter machen wollte, so als wäre nichts.
Später fand Mila Tabletten im Internet die Leukämie zurückdrängen sollten. Sofort kaufte sie zusammen mit Laura welche um sie dann ihrer Mutter zu geben. Diese lächelte sie dankbar an und nahm jeden Tag dreimal eine Tablette.
Daraufhin vergingen die Tage, Mila und ihre Mutter gingen in den Zoo, aßen zusammen Eis, gingen in den Freizeitpark oder in Museen. All das hatten die Beiden nicht mehr gemacht als Mila in die Schule gekommen war. Sie hatte gemerkt, dass sie nun den Gürtel ein wenig enger schnüren mussten und deswegen Mila’s Mutter viel arbeiten musste.
Eines Abends beschlich Mila ein komisches Gefühl, weswegen sie in das Zimmer ihrer Mutter ging. Die Nachttischlampe schien hell an der Seite des Bettes, wo ihre Mutter mit geschlossenen Augen lag.
„Mum?“
Sofort war sie wach und schaute ihre Tochter an. Ein müdes Lächeln erschien auf ihrem blassen Gesicht.
„Mein Kleine, hast du schlecht geträumt?“, ihre Stimme war nur ein Flüstern.
„Nein, ich… ich wollte nur bei dir sein“, sagte Mila leise und nahm die Hand ihrer Mutter, um sie sanft zu drücken.
„Es waren so schöne Jahre mit dir, meine Kleine“, flüsterte sie.
„Ja und es werden noch ganz viele weitere“, sagte ihre Tochter lächelnd.
Ein müdes Lächeln breitete sich auch auf dem Gesicht ihrer Mutter aus.
„Meine Süße… es gibt noch so viel was ich dir sagen will… so viel will ich dir noch erzählen…“

„Das kannst du noch, du wirst durch die Tabletten wieder ganz schnell gesund“, sagte Mila hoffnungsvoll.
„Hör mir gut zu, in Ordnung, Mila?“

Diese nickte.
„Gut… Ich weiß, dass ich dir nie ein Leben schenken konnte, wie die der anderen Kinder, aber ich hoffe, dass du trotzdem ein gutes Leben hattest mit mir.“

„Ja, und-“
„Bitte, Mila… lass mich aussprechen…“, unterbrach ihre Mutter sie und hustete, „Du wirst es vielleicht jetzt noch nicht verstehen, aber du bist etwas ganz besonderes… ein heller Stern an einem dunklen Nachthimmel… der Trost und Wärme spendet… Zweifel nie an dir, schaue immer nach vorn, niemals zurück… Lass dich nicht von anderen einschüchtern… bleib stark und das ist am wichtigsten… bleib so wie du bist… ändere dich nicht, nur weil es andere von dir wollen… du bist so ein wunderbares Mädchen, meine Kleine…“, flüsterte sie, „Ich liebe dich, vergiss das nicht… vergiss niemals… das du… geliebt… wirst…“
Ihre Augen schlossen sich langsam und sie hauchte ihre letzte Lebensenergie aus.
„Mum? Mum? Mum mach die Augen wieder auf! Mama!“, rief Mila, Tränen rannen über ihre Wangen, wie ein Wasserfall, „MAMA!“
Sie rüttelte an ihrer Schulter, doch ihre Mutter antwortete ihr nicht mehr, sie würde es nie mehr tun.
Schnell lief Mila in das Wohnzimmer, schnappte sich das Telefon und rief Laura an. Als sie abhob plapperte Mila sofort drauf los, woraufhin Laura ihr sagte, dass sie sich sofort auf den Weg machen würde.
Nach fünf Minuten war ihre Freundin da und nahm die weinende Mila in den Arm. Tränen hatten sich auch bei ihr gesammelt und flossen stumm an ihren Wangen herunter.
„Warum wacht meine Mama nicht auf?“, flüsterte Mila unter Schluchzern. Laura schloss ihre Augen und drückte ihre kleine Freundin fest an sich.
„Sie ist jetzt an einem besseren Ort, verstehst du? Sie ist jetzt bei den Engeln und schaut vom Himmel auf uns herab.“
„Meine Mum ist jetzt bei den Engeln?“
„Ja, sie ist jetzt einer von ihnen“, erklärte Laura ihr mit einem traurigen Lächeln auf den Lippen.
„Warum muss sie jetzt schon bei den Engeln sein?“, schluchzte Mila, „Sie ist doch noch so jung gewesen und sie hatte mir versprochen, dass wir dieses Wochenende zusammen Kekse backen würden.“
Laura löste sich von ihr und sah ihr in die Augen.
„Wir können das zusammen machen, in Ordnung? Aber vielleicht irgendwann anders. Du solltest jetzt schlafen gehen, Mila, ich werde noch ein paar Dinge klären“, sagte Laura.
Mila nickte und ging in ihr Zimmer, verschloss die Tür hinter sich und kuschelte sich unter die Bettdecke, wo sie erneut ihren Tränen freien lauf ließ.

Nach ein paar Tagen gab es eine Beerdigung für Mila’s Mutter und Laura beschloss in die Wohnung zu ziehen, damit Mila nicht in ein Waisenhaus gesteckt wurde.

„Ist alles in Ordnung, Mila?“, die Frage von Laura riss Mila aus ihren Gedanken und brachte sie zurück in die Gegenwart.
„Ja, alles in Ordnung“, sagte sie und schaute ihre Freundin lächelnd an.
„Du siehst so betroffen aus, so traurig.“
„Ich habe nur an meine Mum gedacht“, antwortete Mila traurig.
Ein trauriges Lächeln huschte über Laura’s Gesicht.
„Ich denke auch an sie“, sagte sie, „Aber jetzt müssen wir uns auf „The Voice“ konzentrieren, Mila, denn du weißt, deine Mutter schaut von oben zu und sie drückt dir ganz fest die Daumen.“

„Ja, ich werde es schaffen!“, sagte Mila lächelnd, „Auf geht’s!“
„Das ist die Mila die ich kenne!“, sagte Laura lachend und drückte aufs Gas.

Nach einer halben Stunde waren die Beiden angekommen und nun stand Laura mit Thore Schölermann in einem Raum mit Bildschirm, der die Bühne zeigte. Nun würde Mila das Lied „Hello“ von Adele singen für ihre Mutter.
Mila ging zum Mikro, schloss ihre Augen und atmete noch einmal tief durch, bevor die Musik anfing zu spielen.

"Hello, it's me
I was wondering if after all these years you'd like to meet
To go over everything
They say that time's supposed to heal ya
But I ain't done much healing
Hello, can you hear me
I'm in California dreaming about who we used to be
When we were younger and free
I've forgotten how it felt before the world fell at our feet
There's such a difference between us
And a million miles
Hello from the other side
I must have called a thousand times
To tell you I'm sorry for everything that I've done
But when I call you never seem to be home
Hello from the outside
At least I can say that I've tried
To tell you I'm sorry for breaking your heart
But it don't matter it clearly doesn't tear you apart anymore
Hello, how are you?
It's so typical of me to talk about myself I'm sorry
I hope that you're well
Did you ever make it out of that town where nothing ever happened
It's no secret that the both of us
Are running out of time"


Mila öffnete wieder ihre Augen und wischte sich ihre aufkommenden Tränen weg, bevor sie sich weiteten. Alle vier Coaches hatten sich umgedreht, Samu Haber, Yvonne Catterfeld, die Beiden Fantas Michi und Smudo und Andreas Bourani. Ihr Herz klopfte vor Aufregung und nun rannen Tränen der Freude über ihre Wangen.
„Hallo, wie ist dein Name? Woher kommst du?“, fragte Michi.
„Ich heiße Mila, bin 16 Jahre alt und komme hier aus Berlin.“

„16?!“, riefen Michi und Smudo gleichzeitig und lachten, „Das ist unglaublich und mit diesen jungen Jahren so singen zu können! Also wir würden uns sehr auf dich freuen, Mila.“
„Wow, dass war unglaublich Gefühlvoll“, sagte Yvonne, die etwas sagte und alle vier anderen Coaches nickten zustimmend, „Vor allem einen Song von Adele zu singen, ist wirklich mutig und schwer. Du hast mich zum weinen gebracht und das soll schon was heißen, denn so schnell bringt man mich nicht zu weinen, außer es ist ein Lied, dass jemand so voller Emotionen singt.“
„Danke“, ein schüchternes Lächeln breitete sich auf Mila’s Lippen aus.
„Für wen hast du das Lied gesungen?“, fragte Samu und schaute sie dabei ernst an, doch etwas lag in seinen Augen, was Mila nicht beschreiben konnte.
„Ich habe es für meine Mum gesungen“, sagte sie und Tränen stiegen ihr in die Augen, „Ich-Ich hoffe sie konnte es hören und hat mir von dort oben“, sie zeigte mit dem Zeigefinger gen Himmel, „zugeschaut und mir die Daumen gedrückt.“
Erneut wischte Mila ihre Tränen von der Wange, doch immer wieder flossen neue herunter. Samu stand von seinem Stuhl auf, ging zu ihr nach oben und nahm sie in den Arm. Sanft strich er ihr über den Rücken.
„Ganz ruhig, dass hast du wirklich super gemacht“, sagte er leise, während sein schwarzes T-Shirt nass von den Tränen wurde, „Deine Mutter wäre ganz sicher stolz auf dich.“
Samu löste sich wieder von ihr und nickte ihr lächelnd aufmunternd zu. Mila nickte und der Finne ging wieder zurück zu seinem Platz.
„Mit wem bist du denn heute hier, ist dein Vater da oder-“
„Ich habe keinen Vater“, unterbrach Mila Andreas mitten im Satz, „Ich bin mit meiner Freundin Laura da. Sie unterstützt mich mit allem und ich denke, sie flippt gerade aus. Denn sie war es, die mich hier bei „The Voice of Germany“ angemeldet hat und ich denke, dass sie sich jetzt umso mehr freut, dass ich eine Runde weiter bin.“
„Das glauben wir“, sagte Michi grinsend.
„Okay, du musst dich jetzt entscheiden, Mila“, sagte Smudo.
Das Mädchen nickte. Sie schaute von einem Coach zum anderen und dachte nach.
„Also, ich habe meine Entscheidung getroffen… und ich werde zu Samu gehen“, sagte Mila.
„Yes!“, rief der Finne fröhlich, rannte nach ob auf die Bühne und umarmte Mila, „Super, ich danke dir.“
Er führte sie runter von der Bühne und im Backstage wurde Mila von ihrer Freundin Laura jubelnd empfangen.
Review schreiben