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Meine schlimmsten Feinde sind meine besten Freunde?!

von Franka04
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
Julian Preston Ashton OC (Own Character) Oliver Hector
04.05.2018
25.11.2019
13
27.863
1
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Dieses Kapitel
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15.10.2018 1.696
 
Am nächsten Tag machte ich mich auf den Weg zu diesem See. Er lag etwas nördlich außerhalb der Stadt. Früher, als es sehr warm war, gingen Oliver, Avan, Preston und ich zu genau diesem See, um uns abzukühlen. Aber diese Zeiten waren vorbei. Es wird nie mehr so sein wie es war. Selbst wenn ich mit einen von ihnen zu diesem See wollen würde, wüsste ich nicht mit wem. //Mit Preston? Mir wäre es zu anstrengend und vor allem zu gruselig, seine Leiche mit zu schleppen. Mit meinem Bruder? Von diesem wusste ich nicht einmal den Standort, geschweige denn, ob er überhaupt noch lebte. Dies konnte ich nur hoffen. Oder doch mit Oliver? Er würde sich nur fragen, warum ihn eine Verrückte entführte und ihn zu einem See schleifte.//
Trotz meiner sowohl schlechten, als auch meiner guten Erinnerungen in Verbindung mit diesem Ort, war es ein schönes Gefühl wieder hier zu sein. Fast hätte ich mein Leben als Schnitter vergessen. Als wäre es nie geschehen. Am liebsten würde ich abhauen und von der Bildfläche verschwinden. Vor den Schnittern fliehen und verstecken. Doch das konnte ich nicht. Mein Bruder brauchte mich, wenn er noch lebte. Außerdem habe ich mir geschworen über Oliver zu wachen und Prestons Tod an Vivian oder Agrona zu rächen. Des Weiteren hatte ich auch noch die Pflichten gegenüber Ares, die mich hier hielten. Die perfekte Hölle. Und ich war ein Teil von ihr.
Der See war ein idyllischer Ort. Keine Häuser standen um ihn herum oder der Lärm der Autos störten, wenn man dort saß um sich auszuruhen. Die Natur um ihn herum war wunderschön. Breite Wiesen rahmten den See ein, mehrere Seerosen waren in unregelmäßigen Abständen in ihm verteilt und ein paar Schilfgräser mit Rohrkolben an den Enden waren am Ufer platziert. Zumindest hatte ich diesen Ort so in Erinnerung.
Nachdem ich die kleine Böschung hinauf gelaufen war, und in Richtung des Sees starrte, traute ich meinen Augen nicht. Dort stand ein Haus. Mir stockte der Atem. >> Das ist unmöglich.<< Flüsterte ich. Schnell rannte ich die Böschung wieder runter, in Richtung dieses Hauses. Meine Augen fixierten das Haus, als wäre es eine optische Täuschung. Zehn Meter vor dem Haus blieb ich stehen. Direkt vor mir stand ein Briefkasten mit dem Familiennamen 'Hunter'. Vor Unglauben, hielt ich mir meine Hände vor dem Mund. >> Das hat er nicht getan...<< Meine Stimme war nur ein Hauchen. Heiße Tränen braten mir auf den Wangen. Vorsichtig schritt ich auf das zweistöckige Holzhaus zu. Alles sah so aus wie früher. Jedes kleinste Detail. Nun stand ich vor der Haustür. An der Klingel stand schon wieder 'Hunter'. Das konnte nicht möglich sein. Suchend schaute ich mich um. Preston war ziemlich intelligent, deswegen würde er den Schlüssel so verstecken, dass nur ich ihn fand. Nach einer Weile, des Überlegens, sog ich die Luft in mir ein. // Ein metallischer Geruch... Dieses Mal deutlich schwächer, als gestern...// Ein weiteres Mal atmete ich tief ein und folgte dem Duft des Metalls. Der Geruch kam aus dem See. // Ich muss jetzt nicht ernsthaft schwimmen gehen?!// Meine Frage hatte sich schon beim stellen selbst beantwortet. So zog ich meine Stiefel und Jacke aus und ging eine Runde 'baden'. Dieser Duft kam direkt aus dem Zentrum des Sees. Mit einem tiefen Atemzug tauchte ich unter und begann zum Grunde des Sees zu schwimmen.
Als ich wieder oben war, rung ich nach Luft, ehe ich zurück zum Ufer schwamm. Dann setzte ich mich neben meine Stiefel und Jacke und sah die kleine Kiste genauer an. Eine schwarze Kiste mit einem bernsteinfarbenen Tigeremblem vorne drauf. >> War ja klar.<< Das Grinsen in meinem Gesicht wurde breiter und ich rollte mit den Augen. Behutsam öffnete ich die Kiste und entnahm ihr einen Schlüssel. Da nichts weiteres in der Box war, schloss ich diese, stopfte sie in meine Jackentasche, nahm meine Schuhe in die Hand, warf mir meine Jacke über den Arm und schlenderte zurück zur Eingangstür. Ich war bis auf die Knochen nass. Am liebsten wäre ich nochmal zurück zum Hotel gegangen um mich umzuziehen, doch meine Neugierde hielt mich davon ab. Schnell drehte ich den Schlüssel im Schloss herum und schob die Tür auf.
Was ich jetzt sah, stellte ich mir nicht einmal in meinen schönsten Träumen vor. Alles sah so aus wie früher. Das Wohnzimmer, die Küche, jedes Möbelstück, jedes Foto, welches wir damals besessen hatten, stand an seinem rechtmäßigem Platz. Eine Treppe führte nach oben. Mit schnellen Schritten stieg ich diese empor. Die Treppe endete in einem kleinem Flur. In diesem Flur waren vier weitere Türen, die zu anderen Räumen führten. Wenn mich mein Gedächtnis nicht täuschte, war hinter der ersten Tür auf der rechten Seite ein großes Schlafzimmer, hinter der zweiten Tür ein weiteres kleineres Schlafzimmer, hinter der Tür, direkt gegenüber der zweiten Tür von rechts ein weiteres Schlafzimmer und hinter der ersten Tür auf der linken Seite ein großes Badezimmer. Ohne weitere Umwege, ging ich zu der zweiten Tür von rechts und trat in den Raum. Meine Erinnerungen hatten mich nicht getäuscht. Genau wie im Erdgeschoss war alles an seinem Platz, als hätte sich nie etwas geändert. Auf dem Bett lag ein Stapel Klamotten, welche mit einer kleinen Notiz gekrönt wurden. Langsam nahm ich den Zettel an mich. 'Kleine Aufmerksamkeit von mir, weil du gerade baden warst.' Und schon wieder schlich sich ein Lächeln auf meine Lippen. Hastig zog ich meine nassen Klamotten aus und zog die trockenen an. Nachdem ich fertig war, inspizierte ich das Haus weiter. Langsam wanderte ich im Haus herum. Die Schlafzimmer, das Badezimmer, die Küche, das Wohnzimmer und der Garten. Alles sah so aus, wie vor fünf Jahren. Kurz nachdem ich wieder in das Wohnzimmer kam, setzte ich mich auf die Couch, da meine Sicht leicht verschwommen war. Die Tränen, die sich in meinen Augen gesammelt hatten, flossen wie ein Wasserfall über mein Gesicht. >> Warum weinst du?<< Meldete sich Luctus besorgt. >> Warum ich weine? Nun ja.. Ich bin endlich zu Hause...<< Verwirrt musterte er mich. >> Du bist zu Hause?<< Ein leises Kichern entfuhr mir und ich lehnte mich zurück. >> Ja...<< Sagte ich verträumt. 'Sie es dir erst an, wenn du an dem See warst!' Mit einem Griff in meine Jackentasche, zog ich die DVD heraus. Für einen Moment starrte ich sie an. Dann sah ich mich um. // Selbst die Elektronik hat er ersetzt..// Mit einem Ruck stand ich auf und ging zu dem großen Fernseher. Unter diesem war ein DVD-Recorder platziert. Schnell schob ich die DVD ein und machte den Fernseher an. Danach setzte ich mich wieder auf das Sofa und Startete den 'Film'.
Im nächsten Moment war eine Person zu sehen. >> Hey Moony! Dir schweben sicher eine Menge Fragen durch den Kopf. Zum Beispiel, wie um alles in der Welt ich es geschafft habe, euer Haus mit allem drum und dran neu zu konstruieren. Oder wo ist Avan? Oder warum konnte ich alles so perfekt vor planen?<< Bei jedem Wort und jedem Satz den Preston sagte, lächelte er warm und die Kamera. Aber in seinen Augen glitzerte Traurigkeit. >> Kommen wir erst einmal zum Haus. Als du damals vor fünf Jahren einen Nervenzusammenbruch hattest, habe ich beschlossen, dir etwas von deinem Leben wieder zugeben. Da mir klar war, dass du Oliver aus der Sache raus halten wolltest, und ich zudem Zeitpunkt Avans Aufenthaltsort nicht kannte, wollte ich dir dein Haus wieder geben. Alle schönen Erinnerungen, die wir dort alle gemeinsam erlebt haben, sollten dir Trost spenden. Ich war früher so oft bei euch und ihr habt mich wie ein weiteres Familienmitglied behandelt. Doch wie konnte ich das alles planen? Nun, du musst wissen, dass ich zu diesem Zeitpunkt schon im Akademiegefängnis war und Gwens Oma überfallen hatte. Als ich bei Geraldine Frost war, hat sie in meine Zukunft gesehen. Vivian war zu sehr damit beschäftigt sich im Auto über mich aufzuregen und ist deswegen erst später ins Haus gestiefelt. Bevor Vivian ins Haus kam, sagte mir Geraldine, dass ich am Gram-Tor durch Gwens Hand sterben werde. Sie meinte auch, dass du bei meinem Tod Anwesend sein wirst und dir selber vorwürfe machen würdest. Aber das brauchst du nicht. Es war bzw. wird meine Entscheidung sein. Wenn ich hätte sehen müssen, wie dir dein Leben genommen wird, hätte ich nicht anders reagiert. Doch es ist anders. Ich habe versprochen dich zu beschützen komme was wolle. Außerdem weißt du, dass ich wegen den Schnitterdrogen gelitten habe. Manchmal hatte ich mich nicht unter Kontrolle. Es waren und sind höllische Schmerzen. Sie sind es mir aber wert. So lange es dir gut geht, geht es mir auch gut. Wahrscheinlich denkst du, dass auch du Schuld daran hast, dass ich die Schnitterdrogen nahm, doch dies war auch meine Entscheidung. Du brauchst dir für nichts Vorwürfe machen. Außerdem habe ich eine Information, die dich sehr Interessieren wird. Ich kenne Avans Standort. Er ist in Colorado an der Mythos Academy. Kannst du dich noch an Corvington erinnern? Er hält Avan in einem der Geheimräume der Bibliothek gefangen und foltert ihn. Und von Vivian habe ich erfahren, das die nächste große Mission darin besteht, Gwen die Auferstehung Lokis in die Schuhe zu schieben. Es kommt aber noch schlimmer. Sie wollen Logan Quinns Körper als Gefäß für Lokis Seele benutzen. Du musst sie daran hindern. Mehr wollte sie mir nicht verraten. Und ich hoffe, dass dir David keine Probleme mehr macht.<< Seine Miene war ernst und als er den Namen Vivian erwähnte, blitzten seine Augen vor Zorn auf. Aber auf einmal zuckten seine Augen nervös und sein Gesicht wurde wieder weich. Er schaute kurz weg, als wäre ihm irgendetwas peinlich. Doch er fing sich schnell und grinste schief. >> Übrigens habe ich alles, was ich in diesem Brief geschrieben hatte ernst gemeint. Vor allem den Letzten Satz. Ich werde immer über dich wachen und hoffe, dass du, wenn's gut läuft, erst in siebzig Jahren zu mir ins Jenseits kommst.<< Damit endete das Video.
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