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Meine schlimmsten Feinde sind meine besten Freunde?!

von Franka04
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
Julian Preston Ashton OC (Own Character) Oliver Hector
04.05.2018
25.11.2019
13
27.863
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08.10.2018 1.761
 
>> Koordinaten?<< Fragte Luctus. >> Ja.<< Immer noch ungläubig starrte ich auf mein Handy. >> Welchen Ort zeigen die Koordinaten denn?<< Ich tippte auf meinem Handy herum. >> USA... Wyoming... Evanston?!<< Bei diesen Worten sprang ich von meinem Bett auf und schaute verdattert zu Luctus. Dieser sah genauso verdutzt aus, wie ich. >> Hier in Evanston?<< Luctus konnte es genauso wenig wie ich glauben. >> Ja, hier sogar ganz in der nähe.<< Einen Moment überlegte ich. >> Warte Mal. Wenn im Ordner meiner Mutter die Koordinaten stehen und auf dem Foto, dass SIE geschossen hat ebenfalls, wie kam dann Preston an die Koordinaten dran?<< Mein Schwert sah mich fragend an. >> Was meinst du?<< >> Ich meine, Preston hat genau diese Koordinaten auf die Kette eingraviert. Doch die Kette habe ich erst nachdem meine Mutter gestorben ist bekommen. Also wie ist er an diese Information heran gekommen?<< Abwesend starrte Luctus mich an. >> Es gibt zwei Möglichkeiten. Die erste wäre, dass Katherine ihm die Daten anvertraut hat, da das Foto ein Jahr vorher geschossen wurde. Und die zweite wäre, dass er durch Zufall an diese Information gekommen ist. Wobei ich denke, dass das letztere zutrifft.<< Ich seufzte. >> Wie dem auch sei. Beide wollten offensichtlich, dass wir dort nach sehen und herausfinden, was oder wer dort ist.<< Mit meiner linken Hand steckte ich Luctus zurück in seine Scheide und machte mich auf den Weg, zu dem Ort, den die Koordinaten mir zeigten.
Es war eine dunkle Gasse, die wie ausgestorben war. Die Wände waren links und rechts mit Graffiti besprüht, wobei das Graffiti schon ziemlich verblasst war. Wenig bis kein Licht schien zwischen den Häusern durch. Die Häuser sahen so aus, als würde dort seit Jahren keiner mehr wohnen. Der Boden war feucht und schlammig, während die Luft sehr moderig war. Um sicherzustellen, dass ich richtig war, checkte ich ein letztes Mal mein Handy. >> Okay wir sind bei den Koordinaten. Und was sollen wir jetzt hier tun?<< Fragte ich mich selber. Mit meinen Augen scannte ich die Umgebung, doch fiel mir nichts ungewöhnliches auf. Dann prüfte ich die Luft. Ich atmete tief ein. // Da ist etwas... Etwas Metallisches...// Langsam folgte ich dem Geruch. Er kam aus der Erde. Ohne zu zögern, ging ich auf die Knie und fing an zu graben. Nach einer Weile stieß ich tatsächlich auf eine kleine metallische Box. Vorsichtig nahm ich sie heraus. Sie war erstaunlicherweise sehr leicht. Da die Box verschlossen war, holte ich aus meiner Hosentasche einen Dietrich heraus, und begann das Schloss zu knacken. Als es ich es geschafft hatte, öffnete ich die Box. Eigentlich hatte ich erwartet, ein Artefakt vorzufinden, doch in der Box war nur ein Brief. Direkt vorne stand mit geschwungener Schrift 'Victoria'. Behutsam faltete ich den Brief auf.

Hey Moony,

wenn du dies liest, bin ich wahrscheinlich schon tot. Du fragst dich bestimmt, warum du die Koordinaten in den Ordnern deiner Eltern, auf dem Foto, welches Katherine geschossen hat und auf der Kette, die ich dir geschenkt habe, gefunden hast. Ich erkläre es dir. In der Kiste, in welcher jetzt dieser Brief liegt, war ein Mächtiges Artefakt. Der Helm des Hermes. Vermutlich kennst du dieses Artefakt noch nicht. Mit diesem Helm konnte Hermes jeglicher Gedankenkontrolle entfliehen. Sei es das Gedankenlesen oder die Gedankenmanipulation. Deine Eltern hatten diesen Helm in ihren Besitz gebracht, und sollten ihn im Auftrag des Protektorates verstecken. Dies ist ihnen auch gelungen. Aber die Schnitter hatten herausgefunden, dass dieser Helm in ihrem Besitz war. Als ich das deinen Eltern erzählte, fingen sie an, Hinweise zum Aufenthaltsort des Helmes zu verstreuen, damit du und Avan ihn beschützen könnt. Sie versteckten einen Hinweis unter anderem in ihren Akten oder auf dem Foto. Irgendwann erzählten sie auch mir, wo sie dieses Artefakt versteckten und baten mich, darauf aufzupassen.
Wie du sicher feststellst ist dieser Helm nicht mehr da. Das liegt daran, das ich ihn an mich genommen habe.
Die Kette, die ich dir geschenkt habe, ist jener Helm. Ich habe ihn so weiter verarbeitet, das niemand jemals merken würde, dass dies ein Artefakt sei.
Das ist auch der Grund, warum Vivian deine Gedanken nie lesen konnte.
Es tut mir leid, dass ich dich nicht eingeweiht habe.
Übrigens, die Phiole von Oliver wurde mir damals im Akademiegefängnis abgenommen. Nickamedes besitzt jetzt diese Phiole. Ich bat ihn, Oliver dieses Fläschchen zu geben, wenn er meint, dass dies der richtige Zeitpunkt sei.
Egal was geschehen mag, ich werde immer bei dir sein.

In Liebe
Preston

PS. Ich hatte nicht nur die Flug Tickets für dich. An dem kleinen See, an dem wir früher waren, ist ein anderes Geschenk. Ich wollte es dir persönlich zeigen und dir das mit der Kette sagen, doch wenn du diesen Brief liest, ist es wohl anders gekommen.

PPS. Ich habe es dir nie gesagt, aus Angst du würdest mich verabscheuen, und weil Avan mich dann gehasst hätte, aber....
Ich liebe dich!

Dieser Brief hatte mich vollkommen aus der Fassung gebracht. // Preston liebt mich?!// Beim lesen fiel mir es nicht auf, aber mir rollten kleine Tränen die Wangen hinunter. Ich wusste nicht, ob es aus Traurigkeit oder aus Glück war. Der letzte Satz war das schönste, was ich in meinem Leben bis jetzt gelesen hatte. Er hatte es mir nie gesagt, aus angst ich würde nicht das selbe für ihn empfinden. Doch da hatte er sich geirrt. Preston war die Person, für die ich ALLES machen würde. Aber jetzt war er tot und ich konnte ihm nicht mehr sagen, dass ich ihn auch liebte. Frustriert stieß ich Luft aus. Gerade wollte ich die Box wieder schließen, als mir auffiel, dass noch etwas im Inneren der Kiste war. Ein runder DVD-Umschlag war dort. Außerdem war eine kleine Notiz am Umschlag angeheftet. 'Sie es dir erst an, wenn du an dem See warst!' Vorsichtig strich ich mit meinen Fingern über den Umschlag. // Das werde ich.// Damit verließ ich die dunkle modrige Gasse.
Ich ging zu einem Park in der Nähe und lies mich dort auf einer der Bänke nieder. >> Das heißt, dass dieses Artefakt, welches Ares meinte, du die ganze Zeit um den Hals trägst?<< Die russische Stimme von Luctus unterbrach meinen Gedankenfluss. >> Sieht so aus. Aber ich muss noch etwas über irgendein Artefakt heraus finden, damit Agrona keinen Verdacht schöpft. Aber morgen werden wir erst einmal eine kleine Wanderung zu diesem See machen.<< Luctus runzelte seine Stirn. >> Warum?<< Verträumt sah ich in den blauen Himmel. >> Weil Preston doch geschrieben hat, dass er noch etwas für mich hat und ich darf mir erst diese DVD anschauen, wenn ich dort war.<< Es war ein schöner Tag. Die Sonne schien und die Vögel zwitscherten unschuldig vor sich hin. >> Weswegen hat er dich am Anfang des Briefes 'Moony' genannt?<< Wollte Luctus wissen. >> Du weißt ja, das mein Spitzname Tori ist, oder? Auf jeden Fall hat Preston mich schon immer Moony genannt. Da ich in einer Vollmondnacht geboren wurde und zusätzlich ein Hamingjur bin. Er meinte, dass der Spitzname zu mir passen würde.<< Verwirrt sah mich Luctus an. >> Okay ich verstehe den Zusammenhang mit deiner Geburt, aber nicht, was es mit deiner Fähigkeit als Hamingjur zu tun hat.<< Ich schaute Luctus direkt an. >> Ares hatte mir schon bei meiner Geburt die Fähigkeiten eines Hamingjur gegeben. Es passiert nicht oft, meist nur bei Vollmond, aber um Mitternacht verwandle ich mich. Meist verliere ich auch die Kontrolle, deswegen hatten wir früher in unserem Haus eine Art Kerker. Dort war eine Zelle. An einer Wand der Zelle ragten fünf Stahlketten aus der Wand, die mit Magie verstärkt waren, damit ich mich nicht losreißen konnte. Wann immer eine Vollmondnacht war ging ich in diese Zellen, kettete meine Arme, Beine und meinen Oberkörper an und wartete bis zum Morgengrauen. Wenn Preston bei uns war, hat er mir oft die ganze Nacht Gesellschaft geleistet.<< Gelassen sah ich wieder in den Himmel. >> Okay, schon klar. Aber ich habe noch nie gesehen, wie du dich bei uns zu Hause angekettet hast.<< Ein Seufzer entfuhr mir. >> Ich weiß. Preston hielt es nicht für nötig, dass wir mich festketten, weil er meinte, dass er mir Vertrauen würde. Das ich ihn nicht aus versehen verletzen oder sogar töten würde.<< Ruhig schloss ich die Augen und genoss die Sonne, die auf ein Gesicht schien. Eines stand fest. Morgen würde ich zu diesem See wandern. Aber viel wichtiger als der See morgen war, dass ich so schnell wie möglich etwas über irgendein Artefakt heraus fand. Deswegen beschloss ich schon heute meine Suche zu starten. Mein Weg führte mich in die Bibliothek von Evanston. Sie war noch lange nicht so groß und vielfältig wie die Bibliothek der Altertümer in North Carolina, aber sie wird führ meine 'Nachforschungen' ausreichen.
Einige Stunden später, hatte ich noch immer nichts relevantes gefunden. Die Bibliothek hatte nicht viele Bücher über Artefakte oder Mythologie. Frustriert lies ich mich gegen die Stuhllehne fallen. >> Sag doch einfach, das du Informationen über den Helm von Hermes hast. Das ist nicht gelogen. Und selbst wenn sie dir nicht glauben, können sie es nicht kontrollieren, wegen deiner Kette oder eher wegen dem Helm.<< Die Idee von Luctus fand ich gut, trotzdem brauchte ich noch 'Beweise', dafür dass ich 'wirklich' Informationen zum Helm hatte. Damit ich weiter mit Luctus darüber reden konnte, holte ich mein Handy heraus, um zu vermeiden, dass ich für verrückt gehalten wurde und noch in eine Psychologische Anstalt gebracht würde, weil ich mit mir 'selbst' sprach. >> In Ordnung, aber ich brauche noch Beweise.<< Ich kam mir wirklich dumm vor, in einer Bibliothek zu telefonieren, zumal mich alle genervt anstarrten. >> Gib Agrona einfach einen Brief deiner 'Mutter', wo drauf steht, wo sich der Helm befinden könnte.<< Ein schelmisches Grinsen legte sich auf meine Lippen. >> Geht klar!<< Dann 'legte' ich 'auf' und begann mit dem schreiben des Briefes. Als ich fertig war, packte ich meine Sachen zusammen und ging aus der Bibliothek. // Jetzt kann ich kaum noch erwarten, morgen zum See zu gehen.//
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