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Meine schlimmsten Feinde sind meine besten Freunde?!

von Franka04
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
Julian Preston Ashton OC (Own Character) Oliver Hector
04.05.2018
25.11.2019
13
27.863
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05.10.2018 2.500
 
Nach dem das Flugzeug zur Landung angesetzt hatte und ich meinen kleinen Koffer vom Gepäckband geholt hatte, lief ich nach Draußen, um mir schnell ein Taxi zu sichern. Vom Taxifahrer wurde mir mein Koffer abgenommen und in den Kofferraum verfrachtet. Danach stieg er auch schon wieder zu mir in den Wagen. >> Wo soll es denn hin gehen?<< Fragte er mich. >> Nach Evanston.<< Antwortete ich. Der Taxifahrer spuckte bei meiner Antwort seinen Kaffee aus, welchen er gerade trank. >> Sind Sie sicher Miss? Die Fahrt dauert von hier nach Evanston gute fünf Stunden!<< Versuchte er mich von meinem Vorhaben ab zu halten. >> Ich weiß, dass die Fahrt von Cheyenne nach Evanston ziemlich lang ist, aber ich muss unbedingt in meine alte Heimat zurück.<< Ich schaute ihn bittend an. Kurz nickte er und wir fuhren los.
Nach fünf Stunden, kamen wir in Evanston an. Vor einem Hotel hielt er an, lud meinen Koffer aus dem Auto und ich bezahlte, ehe ich ins Hotel ging. An der Rezeption war nicht viel los, deswegen kam ich sofort dran. Die Frau die hinter dem Tresen stand, gab mir einen der Zimmerschlüssel. Mit schnellen Schritten ging ich zu meinem zugeteilten Zimmer. Als ich ankam, machte ich mich Bett fertig, weil es bereits Abends war. Dann legte ich Luctus auf das Nachtschränkchen, welches neben dem Bett stand. Danach holte ich die Ordner, die Nickamedes mir gegeben hatte aus meinem Koffer und legte mich mit ihnen zusammen ins Bett. Vorsichtig machte ich den ersten Ordner auf. Es war der Ordner meiner Mutter. Mit einer Welle aus Trauer und Schuldgefühlen lass ich mir durch, was dort stand.

Name: Katherine Hunter
Geburtsdatum: 31.08.1970
Geburtsort: Cheyenne, Wyoming, USA
Spezies: Amazone
Zugehörigkeit: Pantheon
Status: Verstorben
Todes Ursache: Vermutlich im Feuer verbrannt
41° 16'N, 110° 58'W

Ich erinnerte mich an den Tag, an dem sich mein Leben änderte. Der Tag, an dem ich alles verlor. Tränen kullerten mir das Gesicht herunter und ein lautes Schluchzten entfloh meiner Kehle. >> Du hast mir nie wirklich viel über diesen Tag erzählt.<< Vor Schreck, wäre ich fast das Bett runter gefallen. Luctus, von dem ich dachte, das er schlief, hatte mich aus meinen Gedanken gerissen. >> Da gibt es auch nichts großartiges zu erzählen.<< Entgegnete ich. Eigentlich hätte ich Luctus erzählen sollen, was ihn morgen erwarten wird, doch ich hatte angst, dass ich mich selbst davon abhalten würde, morgen dorthin zu gehen. Da Luctus offenbar bemerkte, dass ich ihm nicht weiter meine Vergangenheit erläutern würde, fragte er mich stattdessen: >> Du bist hier aufgewachsen? Das ist aber eine ziemlich kleine Stadt.<< Ein trauriges Lächeln, verließ meine Lippen. >> Ja. Evanston hat ungefähr zwölftausend Einwohner. Da meine Eltern beide für das Protektorat gearbeitet haben und einen sehr hohen Posten dort hatten, wurden sie viel und intensiv von den Schnittern gesucht. Deswegen beschlossen sie, das wir in eine kleine Stadt zogen. Und es hat für viele Jahre funktioniert, zu mal Preston uns immer mitteilte, wie weit die Schnitter schon mit der Suche nach uns waren. Du musst wissen, dass Prestons Eltern Schnitter waren und Preston und Jasmine nach diesen Ansichten erzogen, aber Preston war anders, als seine Familie. Er wollte nie ein Schnitter werden, doch an diesen Tag, als...<< Meine Stimme brach ab. Es war meine Schuld, dass Preston den Schnittern gedient hatte. Folglich, war es auch meine Schuld, dass er ermordet wurde. >> Es ist nicht deine Schuld, dass Preston gestorben ist. Denn 1. Er hat selbst entschieden, dich zu beschützen und 2. Du wusstest, dass er litt und er so erlöst werden konnte.<< Manchmal war es gruselig, wenn Luctus mir Antworten auf meine Gedanken gab. >> Es war aber eindeutig meine Schuld, dass er litt! Wäre ich damals nicht ausgerastet und auf Agrona losgegangen, hätte er diese dämlichen Drogen nicht nehmen müssen!!<< Jetzt flossen noch mehr Tränen meine Wangen runter. Es reichte mir. Ich wollte mich nicht länger bemitleiden, deshalb schloss ich den Ordner, legte ihn zu Luctus auf das Nachtschränkchen und machte das Licht aus. Nach einer gefühlten Ewigkeit schlief ich ein.
Überall war Feuer. Das ganze Haus brannte. Ich stand mitten in einem Wohnzimmer. Es war unerträglich heiß. Plötzlich hörte ich einen Schrei. Schnell rannte ich dorthin und sah, wie eine Frau aufgespießt wurde. Die Person lies von ihr ab und wandte sich in meine Richtung. Sie lief auf mich zu. Mein Körper war wie erstarrt. Doch die Person lief durch mich hindurch, als wäre ich Luft. Das Bild des brennenden Wohnzimmers wurde durch ein Bild eines anderen Zimmers ersetzt. Ich sah ein Mädchen, dass ungefähr fünf Jahre jünger war als ich, wie sie versuchte die Tür aufzubrechen. Auch dieses Zimmer brannte. Die Fluchtwege über die Fenster waren durch eine gigantische Flammenwand blockiert. Das zwölfjährige Mädchen hämmerte gegen die Tür und schrie um Hilfe. Die schwarzen Rauchwolken des Feuers hatten das ganze Zimmer bereits eingenommen und ihr viel es immer schwerer zu atmen. Sie tippte ständig auf ihrem Handy herum. Vermutlich wollte sie Hilfe rufen, doch niemand nahm ab. Verzweifelt rannte sie im Raum umher. Auf einmal wurde die Tür, welche bis gerade eben noch verbarrikadiert war, zur anderen Seite des Zimmers geschleudert und eine Junge kam zum Vorschein. Er warf das Mädchen über seine Schulter und rannte aus dem Zimmer. Das Szenario wechselte wieder und ich sah wie ein anderer Junge, der bewusstlos war, von einer Frau mit einer grässlichen Maske davon geschliffen wurde. Und schon wieder sprang die Szene zur Anderen. Das Mädchen von vorhin, stand vor einem Jungen mit Smaragdgrünen Augen. Sie hielt seine Wange und murmelte etwas. Dann ging sie ohne ein weiteres Wort an ihm vorbei. Und alles wurde schwarz.
Schweiß gebadet wachte ich auf. Mein Puls schien förmlich zu explodieren, denn mein Herz hämmerte stark gegen meinen Brustkorb. Ich schielte zu Luctus herüber, der auf dem Nachttisch platziert war. Luctus schlief noch. Deswegen beschloss ich so leise wie möglich aufzustehen. Auf Zehenspitzen ging ich zum Fenster und machte die Vorhänge auf. Danach ging ich ins Bad und machte mich fertig.
Mit einem schnellen Tempo verließ ich das Hotel und machte mich auf den Weg. Mein Weg führte mich durch viele Gassen. Irgendwann lies ich die Stadt hinter mir und fand mich auf einer Landstraße wieder. Es war sehr idyllisch. Die Felder links und rechts neben der Straße, bestanden aus Maisfelder und man konnte die Vögel zwitschern hören. // Ich habe diesen Ort so sehr vermisst..// Ich lief weiter und weiter. Nach einer Weile, kam ich an einem Haus an. Oder eher gesagt an Überresten eines Hauses. Zum größten Teil war nur noch Asche übrig. >> War dies das Haus, in dem du aufgewachsen bist?<< Langsam sah ich an meiner Hüfte herab. Luctus sah mich mit seinem Augen fragend an. >> Ja.<< Antwortete ich ihm knapp. Überall lagen verkokelte Holzbalken herum. Alles sah noch genau so aus, wie vor fünf Jahren. Es hatte sich nichts geändert. Das Protektorat hatte sich anscheinend nicht die Mühe gemacht, dieses Chaos zu beseitigen. Sie dachten, dass es niemanden auffallen würde, weil Wyoming einer der Staaten war, in dem die Bevölkerungszahl der USA am niedrigsten war. Zu dem war Evanston die Stadt in Wyoming, mit den geringsten Einwohnern. Behutsam schritt ich durch die Trümmer des Hauses. Nichts war übrig geblieben. Zorn stieg in mir auf. Agrona war Schuld daran, dass ich jetzt für die Schnitter arbeiten musste. Hätte sie damals meinen Bruder nicht mitgenommen, dann wäre all dies nicht passiert. 'Die Vergangenheit kann man nicht änder. Man kann nur das beste daraus machen.' Prestons Worte hallten in meinem Kopf wieder. Es fühlte sich so an, als würde er direkt neben mir stehen und dies mir ins Ohr flüstern. Ein Schauder lief mir den Rücken runter. Der Gedanke, dass der Geist einer verstorbenen Person neben mir stand, war unheimlich. ' Fang da an, wo alles begonnen hat.' // Okay Ares. Ich bin hier und was jetzt.// Ich sah keinen Grund, warum ich hierher zurück kommen sollte. Ares bat mich nach Informationen über neue Artefakte zu suchen, doch warum sollte ich in einem Haufen aus Asche und verkokelten Holzbalken suchen? Es war nervig, wenn Ares in Rätseln sprach.
Irgendetwas glitzerte unter einem Holzbalken in der Sonne. Zügig lief ich darauf zu und nahm es in die Hand. // Das kann doch nicht war sein...// Vor Freude füllten sich meine Augen mit Tränen. Das war das erste Mal seit Jahren, dass dies geschah. Es war ein Eingerahmtes Foto. Dort standen Preston, Oliver, mein Bruder Avan und ich Arm in Arm und grinsten in die Kamera. Dieses Foto wurde an meinem Geburtstag vor sechs Jahren aufgenommen. Der letzte Geburtstag, der noch perfekt war. An dem ich nie geglaubt hätte, dass ich alles verlieren würde. Es wunderte mich, dass das Foto mitsamt Rahmen das Feuer überlebt hatte. Der Rahmen hatte zwar einige Risse, doch das Foto blieb komplett unversehrt. Vorsichtig nahm ich die Hinterwand des Rahmens ab. Mir stachen sofort verschnörkelte Zeichen auf der Rückseite des Fotos ins Auge. 41° 16'N, 110° 58'W.
>> Hey, was machen Sie da? Unbefugte haben hier kein Zutritt!<< Mit einer schnell drehte ich mich um und sah, wie ein alter Mann auf mich zu lief. Er trug eine dunkelblaue Latzhose, ein grün kariertes Hemd, grüne Gummistiefel und einen Strohhut. >> Oh Verzeihung. Ich wusste nicht, dass dies hier ein Sperrgebiet ist. Es ist nur... Ich kannte diese Familie, die bei diesem Feuer ums Leben kam. Und alle paar Jahre komme ich zurück, um hier zu Trauern.<< Versuchte ich mich heraus zureden und setzte eine traurige Miene auf. >> Sie kannten diese Familie?<< Ein langer Seufzer entglitt mir. >> Ja. Wir standen uns sehr nahe.<< // Wir waren sogar Blutsverwandt.// Der Mann sah mich bemitleidend an. >> Ich verstehe. Wenn das so ist, habe ich Sie hier nie gesehen.<< Er lächelte noch einmal zum Abschied ehe er auch schon wieder Verschwand.
Die mittags Sonne prahlte auf mich herab. Da ich keine Informationen über irgendwelche Artefakte erhalten hatte, ging ich zurück zum Hotel. In meinem Zimmer angekommen setzte ich mich auf das Bett, holte die Ordner meiner Eltern heraus und legte das Foto vor mich. Dann löste ich Luctus aus seiner Scheide und platzierte ihn hinter dem Foto. Sofort schlug sein bernsteinfarbenes Auge auf. >> Irgendetwas gefunden?<< Ich schüttelte den Kopf. >> Nein. Zumindest nichts, was uns bei der Suche nach Artefakten hilft.<< Luctus musterte mich. >> Du hast aber was gefunden. Nicht war?<< Gedankenverloren sah ich das Foto an. >> Ja. Ein Foto, von meinem elften Geburtstag. Preston, Oliver, Avan und ich grinsen in die Kamera. Und auf der Rückseite stand: 41° 16'N, 110° 58'W.<< Erstaunt sah mich Luctus an. >> Was stand auf der Rückseite?<< Genervt schaute ich ihm ins Auge. >> 41° 16'N, 110° 58'W. Wieso ist das so wichtig?<< Dieses Mal war es Luctus, der genervt schaute. Er stieß einen lauten Seufzer aus. >> Schlag noch einmal den Ordner deiner Mutter auf und lies laut vor. Ich möchte etwas prüfen.<< Seufzend nahm ich den Ordner meiner Mutter in die Hand.
>>Name: Katherine Hunter
Geburtsdatum: 31.08.1970
Geburtsort: Cheyenne, Wyoming, USA
Spezies: Amazone
Zugehörigkeit: Pantheon
Status: Verstorben
Todes Ursache: Vermutlich im Feuer verbrannt
41° 16'N, 110° 58'W...<< Ungläubig sah ich zwischen dem Ordner und der Rückseite des Fotos' hin und her. >> Meinst du, dass es einen Zusammenhang gibt?<< Fragte ich ihn. Wenn Luctus ein richtiger Mensch wäre, hätte er jetzt vermutlich genickt. >> Ich weiß es nicht. Aber bei einem bin ich mir sicher. Das ist kein Zufall.<< Wir überlegten eine Weile, doch wir fanden nicht heraus, für was dies stehen könnte.
>> Das ist doch ätzend! Wir sitzen hier schon seit Stunden und sind genau soweit mit den Informationen, wie zuvor!<< Beklagte sich Luctus. Immer wenn er sich aufregte, wurde sein Akzent stärker und man dachte, dass er nur noch auf russisch sprach. Aber da wir uns schon solange kannten, machte mir dies überhaupt nichts aus. >> Ich weiß. Lass uns eine Pause machen.<< Er willigte ein. Ich stand auf und ging ins Bad. Damit ich einen klaren Kopf bekam, wollte ich mein Gesicht mit Wasser abspülen. Im Bad sah ich mich im Spiegel an. Mein Blick fiel auf die Kette, die ich trug. Preston hatte sie mir kurz nachdem wir bei den Schnittern angefangen hatten geschenkt. Die Kette bestand aus einem schwarzen Lederband und einem Anhänger aus Edelstahl. Der Anhänger sah aus wie ein kletternder Tiger. Bis jetzt hatte ich sie nur zum Duschen abgenommen. Sie war das beste, was ich besaß. Da die Kette nicht nass werden sollte, nahm ich sie ab und legte sie neben das Waschbecken. Nachdem ich mein Gesicht mit Wasser abgespült hatte und getrocknet hatte, wollte ich die Kette wieder nehmen, doch sie fiel mir runter. Als ich mich nach ihr bückte, um sie aufzuheben, inspizierte ich sie auf Kratzer. Auf der Rückseite an einem der unteren Pfoten des Tigers war etwas eingraviert. >> 41° 16'N, 110° 58'W...<< Las ich. So schnell ich konnte stürzte ich aus dem Bad, um Luctus meine neueste Entdeckung zu zeigen. Mit viel Schwung, lies ich mich aufs Bett fallen. >> Luctus! Sie dir das an!!<< Schrie ich ihm förmlich entgegen. Er klappte sein Auge auf und musterte die Kette. Nach einigen Sekunden, riss er sein Auge auf und starrte mich ungläubig an. >> Das ist auf jeden Fall kein Zufall!<< Trotz der neuen Entdeckung lies ich mich frustriert nach hinten fallen. >> Ja, aber wir sind trotzdem nicht ein Schritt weiter, als zuvor.<< Wir schwiegen uns an. Niemand von uns wusste, wie es jetzt weiter gehen sollte. >> Gib doch die Zeichen mal im Internet ein. Vielleicht spuckt es ja nützliche Informationen aus.<< Mit meiner linken Hand klatschte ich mir vor die Stirn. // Natürlich, warum bin ich nicht selbst darauf gekommen.// Schnell holte ich mein Handy heraus und tippte hastig die Zeichen ein. Geschockt sah ich auf mein Handy. >> Das sind Koordinaten...<<


So das war wieder ein Kapitel ich hoffe, dass es euch gefallen hat.
In Utah, USA gibt es eine Stadt, die Logan heißt. ( Als ich das im Internet las, musste ich etwas schmunzeln.)
Falls sich niemand etwas unter dieser Kette vorstellen kann, habe ich euch hier einen Link hinterlassen, wie ich sie mir vorstelle.
https://www.etsy.com/de/listing/239008095/tiger-panther-edelstahl-anhanger-auf?ref=related-1


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