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Meine schlimmsten Feinde sind meine besten Freunde?!

von Franka04
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
Julian Preston Ashton OC (Own Character) Oliver Hector
04.05.2018
25.11.2019
13
27.863
1
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Dieses Kapitel
1 Review
 
18.06.2018 1.502
 
Ich landete elegant auf meinen Füßen. Zwar verspürte ich keinen Schmerz, doch meine Knochen knackten grauenvoll. Dieses Geräusch lies mich mein Gesicht verziehen. >> Kannst du nicht wie ein normaler Mensch einfach die Treppen nehmen? Irgendwann wird dir deine Gypsygabe auch nicht mehr helfen können und von dir wird nur noch eine Pfütze aus Blut und Gedärmen übrig bleiben!<< Luctus, welchen ich kurz vor meinen Sprung noch schnell gegriffen hatte, funkelte mich Böse an. >> Ach hab dich doch nicht so! Das runter Springen hat doch Spaß gemacht. Und außerdem weiß ich, dass meine Gypsygabe nicht Grenzenlos ist!<< Gerade wollte Luctus wieder anfangen mir eine Predigt zu halten, als ich einfach Luctus zurück in seine Scheide steckte und meine Hand auf seinem Gesicht platzierte, damit ich mir sein Gerede nicht anhören musste.
Mit schnellen Schritten lief ich über den Campus in Richtung Amphitheater.
Dort angekommen sah ich, wie Gwen vor allen vorgeführt wurde. // Arme Gwen. Sie kann einem leid tun. Sie hat nichts von dem gemacht, was ihr vorgeworfen wird, aber die Meisten glauben ihr nicht.// Mein Blick wanderte durch das Amphitheater, bis er an einer Person hängen blieb. Es war ein Mann, der in seinen Vierziger Jahren war. Seine schwarzen Haare waren zu einer ordentlichen Frisur gestylt und seine blauen Augen explodierten nur so vor Zorn. Ich folgte seinem Blick. Als ich endlich gefunden hatte, was er anstarrte, musste ich leicht schmunzeln. Er starrte nämlich seinen Schwager Linus Quinn an. Schon früher war mir klar, dass Nickamedes Linus nicht leiden konnte, aber das Linus Gwen jetzt so vorführte, hatte wahrscheinlich dafür gesorgt, dass Nickamedes ihn jetzt komplett verabscheute. Ich wandte meinen Blick von Linus ab und setzte mich in Bewegung. So unauffällig wie möglich ging ich zu Nickamedes. Vorsichtig näherte ich mich ihm von hinten und packte ihn am Arm und zog ihn einige Meter vom Amphitheater weg.
Als wir weit genug weg waren, lies ich Nickamedes los. Gerade wollte er schreien, doch ich hielt ihm die Hand vor dem Mund und er starrte mich an. Seine Augen weiteten sich so stark, als er mich erkannte, dass ich dachte, das ihm die Augen aus dem Kopf fallen würden. Er nahm meine Hand von seinem Mund weg und schaute mich ungläubig an. >> Gott Victoria was machst du denn hier? Du weißt ganz genau, wenn dich hier jemand erkennt, dann bist du Tod!<< Jetzt sah er mich Vorwurfsvoll an. >> Ich weiß, aber ich brauche deine Hilfe. Zwar kann ich dir nicht genau sagen, was die Schnitter vor haben, aber ich weiß wie wir Gwen helfen können, ihrer Strafe weites gehend aus zu weichen.<< Flehend schaute ich zu ihm hoch. >> Du weißt doch was sie vor haben! Sag es mir!<< Ein lautloser Seufzer entglitt mir. >> Ja, da hast du recht. Ich weiß genug. Genug um zu wissen, wie wir Gwen von ihrer Strafe vorerst fernhalten können. Trotzdem kann ich dir nicht sagen, was genau die Schnitter vor haben. Also hilfst du mir?<< Nickamedes sah an mir vorbei, in die Ferne. Wahrscheinlich dachte er über meine Bitte nach. Minuten verstrichen und ich zweifelte daran, dass er meiner Bitte nachkommen würde. >> Na gut, ich helfe dir. Aber wie soll ich dir denn helfen?<< Bei seinen Worten atmete ich erleichtert auf. >> Ganz einfach. Du musst mir nur die Schlüssel für das Akademiegefängnis geben.<< Überrascht und verwundert blickte er mich an. >> Wozu brauchst du diese Schlüssel?<< In Nickamedes Stimme lag ein Hauch von Misstrauen und seine blauen Augen durchbohrten mich. >> Kann ich dir nicht sagen, weil es sonst zu gefährlich für dich werden kann. Du musst mir einfach nur vertrauen. Ich gebe sie dir auch zurück. Aber sie sind Notwendig, sonst muss ich einen anderen Weg ins Gefängnis finden. Dann kann ich dir aber nicht versprechen, ob mein Plan auch aufgeht.<< Immer noch misstrauisch sah er mich an und Seufzte. >> Also gut, ich vertraue dir. Aber verrate mir eines. Warum bist du wirklich hier? Du kannst doch Gwen seit der Sache mit Preston nicht leiden!<< Verstohlen grinste ich ihn an. >> Es gibt einige Schnitter, die mir so auf die Nerven gehen, dass ich sie in ihrem Vorhaben sabotieren will.<< Erzählte ich. >> Des weiteren hasse ich Gwen nicht mehr. Jetzt verstehe ich endlich was Preston mit 'Ist schon okay' meinte. Er hat gelitten und Gwen hat ihn befreit. Dafür bin ich ihr etwas schuldig. Deswegen helfe ich ihr.<< Nickamedes lächelte mich verständnisvoll an und sein Blick wurde etwas weicher. Er nahm meine Hand und legte dort die Schlüssel für das Gefängnis ab. >> Pass auf dich auf.<< Sagte er nur noch, dann drehte er sich um und lief zurück zum Amphitheater.
So schnell ich konnte eilte ich zum Akademiegefängnis. Ich betrat das Gebäude und rannte die Treppen runter. Endlich stand ich vor der Tür des Gefängnisses. Und wieder durchbohrten mich die Blicke der Steinsphinxen. // Oh Gott, irgendwann werden die mich noch in meine Träume verfolgen.// Dachte ich während ich den Blick der Sphinxen erwiderte. Kurz schüttelte ich mein Unbehagen ab und steckte den Schlüssel ins Schloss. Langsam drehte ich ihn und die gewaltige Tür ging wie in Zeitlupe auf. Sobald ich im Raum stand, machte ich die Tür wieder zu.
Es war ein ziemlich großer Raum. Links und Rechts waren mehrere Glaszellen für die Gefangenen aufgestellt. Wobei rechts zusätzlich ein Schreibtisch stand. Dort saß niemand, aber man sah, dass er in letzter Zeit öfter benutzt worden war. In der Mitte des Raumes stand auch ein Tisch, an dem sowohl an der einen Seite, als auch an der gegenüberliegenden Seite ein Stuhl stand. Das interessanteste jedoch war die Decke. Sie war gewölbt und auf ihr war eine Hand die eine Waage hielt abgebildet. >> Preston hatte wohl recht. Wenn man hier ist, löst es tatsächlich ein Gefühl aus Unbehagen und Angst aus.<< Murmelte ich vor mich hin. Ich schüttelte meinen Kopf, da ich schon wieder abgeschweift war. Den Raum analysierend sah ich mich genauer um, bis mein Blick an einen Korb hängen blieb. Nach einem kurzen nicken zur Bestätigung ging ich zu der Zelle, in dem der Korb stand. Vorsichtig näherte ich mich der Zelle und wollte sie gerade öffnen, als ich bemerkte, dass ich einen Zahlencode zum öffnen brauchte. Auf diese Situation war ich nicht vorbereitet. Lange überlegte ich, was ich tun konnte. Nach einer gefühlten Ewigkeit viel mir doch noch etwas ein. Hastig zog ich einen Dolch aus meiner Jacke und platzierte die Spitze zwischen dem Glas und dem Eingabefeld. >> Okay ganz ruhig Tori du schaffst das schon.<< Versuchte ich mich selbst zu beruhigen, denn wenn Ich auch nur falsch mit der Wimper zucke, löst es den Alarm aus. Mit viel Fingerspitzengefühl, löste ich das Eingabefeld vom Glas. Da ich keinen Schraubenzieher bei mir hatte, nahm ich einfach wieder meinen Dolch und drehte die Schraube raus. Danach machte ich die Hinterwand ab. >> Was für Idioten.<< Lachte ich leise, denn das Eingabefeld wurde mit normalen Akkus betrieben. Deswegen nahm ich einfach die Akkus raus. Nun war der Alarm für diese Zelle deaktiviert und ich konnte sie betreten.
Als ich in der Zelle stand, ging ich in die Knie und öffnete den Korb. Dort war eine Maat-Natter drinnen. Behutsam holte ich sie raus und hielt sie mit meiner rechten Hand fest. Mit der anderen Hand zog ich eine tote Ratte aus dem Korb. Bei diesem Anblick, hätte ich mich am liebsten Übergeben. Die Galle war mir schon den Hals hoch gekrochen, aber ich schluckte sie mit viel Mühe runter. Trotz der Übelkeit, war ich froh, die Ratte noch im Ganzen zu finden. Widerwillig roch ich an der Ratte. Schnell rümpfte ich die Nase, weil es so stark stank. // Gut die Ratte ist noch frisch, das heißt, dass sie erst vor kurzem hier rein gelegt wurde und das die Schlange noch nichts gefressen hatte.// Da ich jetzt wieder beide Hände brauchte, legte ich die Schlange zurück in den Korb und verschloss ihn wieder. Nun holte ich eine Phiole mit einer durchsichtigen Tinktur im Inneren aus meiner Jackentasche und übergoss die Ratte damit. Jetzt konnte ich die Ratte wieder zurück legen und einfach warten, bis die Schlange wieder hunger bekam. Flink bastelte ich das Eingabefeld wieder zusammen und befestigte es am Glas.
Gerade wollte ich meinen Rückweg beginnen, bis ich plötzlich hörte, wie ein Schlüssel im Schloss herum gedreht wurde und die Gefängnistür langsam aufgedrückt wurde. Ich war gefangen und der einzige Weg aus dem Gefängnis, führte durch jene Tür, die gerade geöffnet wurde...

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Hey!! Tut mir leid, dass so lange nichts mehr kam, doch nun habe ich es endlich geschafft dieses Kapitel zu beenden. Das nächste Kapitel wird voraussichtlich auch mit einer kleinen Verzögerung kommen. ( Dieses Mal wird es hoffentlich keinen Monat dauern!)
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