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Meine schlimmsten Feinde sind meine besten Freunde?!

von Franka04
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
Julian Preston Ashton OC (Own Character) Oliver Hector
04.05.2018
25.11.2019
13
27.863
1
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Dieses Kapitel
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13.05.2018 1.204
 
Ich parkte ungefähr fünfzig Meter von der Mythos Akademie entfernt. Mit einem zügigen Tempo lief ich zum Haupttor. Die riesigen Mauern, die die Akademie um gaben, waren überwältigend. // Es wäre schön gewesen, wenn wir alle vier hier zur Schule gegangen wären.// Vorsichtig näherte ich mich dem Tor. Ich schaute auf und sah, dass mich die zwei großen Steinsphinx kritisch musterten. Jedes Mal versetzte es mir einen Schauder, wenn ich an solchen Statuen vorbei kam. Hastig schluckte ich meine Nervosität runter und quetschte mich langsam durch das Tor und gelangte so in den vorderen Bereich des Campuses. Der Campus war mir sehr bekannt, da ich schon öfters Vivian als ''Freundin'' hier her begleitet hatte. Gemütlich wanderte ich über den Hof. Es war noch sehr früh. Deswegen waren nur sehr wenige Leute auf dem Campus. Gedanken verloren ging ich weiter. Ich war so in meinen Gedanken versunken, dass ich nicht bemerkte, dass ich in eine Person lief. >> Oh, Entschuldigung. Ich habe dich gar nicht bemerkt.<< Sagte ich zu der Person, die ich angerempelt hatte. Verlegen kratzte ich mich am Hinterkopf und lächelte ihn an. >> Kein Problem.<< Kam es zurück. Seine Smaragdgrünen Augen trafen meine. Vor schock weitete ich meine Augen. Diese Smaragdgrünen Augen, würde ich unter Tausenden erkennen. Eine Welle aus Glück, Freude und Trauer über kam mich. //Von allen Mythos Schülern hier, laufe ich ausgerechnet in Oliver Hector rein?!// Ich merkte, dass ich den Tränen wieder nah war. Am liebsten wäre ich ihm um den Hals gefallen, doch ich lies es bleiben. Er wusste nicht wer ich war, und dies sollte auch so bleiben. Ich wollte ihm keinen weiteren Kummer bereiten oder ihm zur Last fallen. Es wäre für ihn zu gefährlich, zu wissen wer ich war und ich wollte nicht, dass er in Lebensgefahr schwebte, nur weil ich ihn ''wieder'' haben wollte.
Um dieser Situation zu entkommen, entschuldigte ich mich noch einmal bei ihm und setzte meinen Weg fort. Beim weiter Laufen merkte ich jedoch, dass sein Blick immer noch auf mir ruhte. So gut es ging versuchte ich, dies zu ignorieren und ging weiter in Richtung Bibliothek. An den Treppen der Bibliothek blieb ich stehen und betrachtete die Steingreifen. Mir lief wieder ein Schauder den Rücken runter. Sie sahen so wild und echt aus, als würden sie jeden Moment aus ihrer Steinfassade springen und jeden Schnitter in der Umgebung niedermetzeln. Ein Seufzer entglitt mir und ich stieg die Treppen hoch. Am Treppenende angelangt, ging ich in die Bibliothek.
Sie war so groß und schön wie eh und je. Der große runde Hauptraum streckte sich über mehrere Stockwerke entlang. Um ihn herum standen die Statuen einiger Götter. Ich betrachtete ein paar von ihnen. Unter anderem waren Nike, Sigyn, Eir und Ares dabei. Dem letzteren nickte ich kaum erkennbar zu. Nachdem ich meine Aufmerksamkeit von Ares abgewandt hatte, machte ich mich auf den Weg in die oberen Geschosse. Als ich im obersten Stockwerk angekommen war, kletterte ich aus dem Fenster und weiter aufs Dach. Oben angekommen, setzte ich mich so hin, dass ich den ganzen Campus überblicken konnte.
Die Sonne war schon längst auf gegangen, doch der Himmel war noch in einem Meer aus Rot, Orange und Gelb getaucht. Ich löste mein Schwert aus seiner Scheide und platzierte es neben mir. Sobald dies getan war, klappte das Auge meines Schwertes auf. Sein Bernsteinfarbenes Auge musterte mich eindringlich. >> Ist alles in Ordnung? Ich meine soweit es in Ordnung sein kann.<< Bei diesen Worten musste ich leicht Schmunzeln. Sein russischer Akzent lies mich jedes Mal entspannen. >> Na ja. Eigentlich schon, aber ich habe halt nur wieder von Prestons tot geträumt, mich mit Agrona und Vivian ganz schön in die Wolle gekriegt und das beste kommt zum Schluss. Gerade eben bin ich in OLIVER HECTOR rein gerannt!<< Ich sah Luctus an. Sein halbes Gesicht, welches auf dem Heft meines Schwertes zu sehen war, hatte er zu einer mitfühlenden Miene verzogen. Und sein Bernsteinfarbenes Auge funkelte interessiert. Dieses Auge faszinierte mich immer wieder aufs neue. >> Willst du über den Vorfall mit Oliver reden?<< Fragte mich Luctus. Es war echt süß, wie nett er auf einmal war. Denn er war nicht immer so. Man hätte ihn gut mit Vic vergleichen können, weil er auch immer damit geprallt hatte, wie cool er sei. Aber seitdem Preston von uns gegangen war, ist er viel netter geworden. Als könnte mich jede Beleidigung oder jede Stichelei zum zerbrechen bringen. >> Ich wäre ihm am liebsten um den Hals gefallen, aber du weißt ja, dass dies nicht geht.<< Sagte ich bedrückt. Eigentlich hatte ich nicht große Lust darüber zu reden, aber Luctus wusste immer wenn etwas nicht stimmte, und er würde erst aufhören mich aus zu fragen, wenn ich ihm meine Sorgen berichtete. >> Wann wirst du ihm denn endlich seine Erinnerung zurück geben?<< Ich schluckte. So wirklich hatte ich nie darüber nachgedacht. In meinen Vorstellungen hatten Preston und ich es geschafft meinen Bruder aus den Fängen der Schnitter zu befreien. Dann wären wir nach Mythos gefahren und hätten Oliver seine Erinnerung wiedergegeben und seine Fragen beantwortet. Außerdem hätten wir uns auf die Seite des Pantheons geschlagen. Es ist aber nie so gekommen. Mein Bruder wurde immer noch irgendwo von den Schnittern festgehalten und Preston war tot. Frustriert Seufzte ich auf. >> Wahrscheinlich werde ich es ihm nie sagen. Er hat ein schönes Leben und ich will es nicht Kaputt machen. Außerdem hat er viele neue Freunde gefunden, die ihn unterstützen. Aber ich werde alles dafür tun, dass sein Leben wundervoll bleibt. Koste es was es wolle.<< Entschlossen mein Versprechen zu halten, sah ich Luctus an. Dieser seufzte nur und fragte: >> Und was machen wir hier? Ich weiß, dass du jedes Mal hier her kommst um dich zu beruhigen oder um zu gucken, ob es Oliver gut geht.<< Dieses Mal lächelte ich verstohlen. >> Vivian und Agrona haben vor, eine Zeugenaussage zu machen. Vivian wird behaupten, dass Gwen ein Schnitter ist und das sie Loki befreit hat.<< Erzählte ich. >> Das erklärt aber immer noch nicht, warum wir hier sind.<< Meckerte Luctus herum. >> Das wirst du noch früh genug erfahren.<<
Wir warteten eine Weile. Irgendwann tat sich etwas auf dem Campus. Gwen wurde von mehreren Protektorats Mitgliedern in Richtung Amphitheater geschleppt. Im Amphitheater war eine Menge los. Dort konnte ich auch zwei mir nur zu bekannte Gestalten erkennen. Agrona, die bei anderen Protektorats Mitgliedern stand und Vivian, die sich am Rande des Geschehens aufhielt. Vivian und Agrona mochten zwar einen höheren Stand bei den Schnittern haben, doch ich war eine viel gerissenere und bessere ''Schnitterin''. Des Weiteren wollte ich sehen, ob die Beiden auch mit kleinen Komplikationen ihre Mission erfüllen konnten. >> Jetzt ist Show time!<< Lachte ich gehässig und sprang vom Gebäude runter.

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Falls das jemand wissen will: Luctus bedeutet so viel wie Trauer. ( Kommt aus dem Lateinischen)
Und Victoria bedeutet: Sieg. ( Auch aus dem Lateinischen)
Deswegen heißt Nike auch bei den Römern Victoria. ;D
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