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Meine schlimmsten Feinde sind meine besten Freunde?!

von Franka04
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
Julian Preston Ashton OC (Own Character) Oliver Hector
04.05.2018
25.11.2019
13
27.863
1
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
25.11.2018 3.241
 
Auch ich sprang über die Brüstung der Galerie, auf welcher ich stand und landete direkt vor meiner Zielperson. Logan Quinn...

So schnell ich konnte richtete ich mich auf und trat nach Logan. Elegant wich er meinem Tritt aus und setzte zum Gegenangriff. Er versuchte mich in mein Gesicht zu boxen, doch ich konnte noch schnell genug reagieren und setzte meine Amazonenkraft ein, um hinter ihn zu gelangen. Mit einem harten Tritt meiner Seits, wurde Logan gegen die Wand geschleudert. Beim Aufprall, verzog er das Gesicht. Es war kein allzu harter Tritt, weil ich ihn nicht umbringen wollte, doch einige Prellungen suchten sich wahrscheinlich jetzt schon einen Platz auf seinem muskulösen Körper. >> Logan!<< Schrie eine männliche Stimme. Meine Augen schossen in die Richtung, wo die Stimme her kam. Nickamedes rannte auf mich zu. In jeder Hand jeweils ein Schwert. Während er weiter rannte, schmiss er ein Schwert zu Logan, der wieder halbwegs stehen konnte. Ich rollte mit meinen Augen. Logans Onkel war ein lästiger Gegner, dies wusste ich aus eigener Erfahrung. Schnell zog ich einen Dolch aus meiner Jacke und warf ihn vor Nickamedes Füße. Er musste sehen, dass ich es war, damit er mir nicht in die Quere kam. Wie erwartet, landete der Dolch nur wenige Zentimeter vor ihm. Für einen kurzen Moment hielt er inne und starrte den Dolch an. Dann sah er mich mit einem skeptischen Blick an. Fast nicht sichtbar, deutete ich eine Verbeugung an. Selbst wenn es niemand bemerkte, schien sich ein winzig kleiner Hauch eines Lächelns auf Nickamedes Gesicht auszubreiten. Hinter ihm schlich sich ein Schnitter an. Gerade wollte ich ihn mit einer Geste warnen, doch das Aufblitzen einer Klinge lies mich herumwirbeln. So gerade eben konnte ich Logans schlag parieren. Da der schlag überraschender weise stärker war, als gedacht, stolperte ich ein paar Schritte nach hinten. Logan lies mir keine verschaufs Pause und sprang erneut auf mich zu. Dies hatte ich jedoch kommen gesehen und trat nach ihm. Dabei klappte sich ein Dolch aus meinem Absatz heraus und die Reichweite des Trittes wurde einige Zentimeter größer. Mein Gegner konnte so gerade eben noch sein Schwert zwischen meinem Dolch und seinem Bauch bringen. Dennoch verlor er das Gleichgewicht und fiel zu Boden. Lange blieb er aber nicht liegen, denn schon nach wenigen Wimpernschlägen sprang er auf und stürmte erneut auf mich zu. Nun wurden seine Schwerthiebe wilder, stärker und vor allem unberechenbarer. Es kostete mich viel Mühe, seine Bewegungen zu verfolgen. Wäre ich keine Amazone, dann hätte er mich mindestens schon hundert mal umgebracht. Eine Weile ging es so weiter. Mal war ich Diejenige, die kurz davor war zu gewinnen. Mal war es Logan. Wir jagten durch die gesamte Halle. Langsam wurde es lästig, gegen ihn zu kämpfen, zumal er nicht zu ermüden schien. Ich bezweifelte sogar für einen Augenblick, dass er ein Spartaner war. So ein Kampfverhalten, passte besser zu einem Bogatyr. Mit einem tiefen Atemzug verfärbten sich meine Andern von den Augen aus schwarz. Meine Augen nahmen einen intensiven Bernstein Ton an. Nach und nach merkte ich, wie neue Energie in mein Körper floss. Von Schwerthieb zu Schwerthieb, wurden meine Hiebe schneller, präziser und aggressiver. Logan schien dies zu überraschen und er war für eine Sekunde unaufmerksam. Ich nutzte diese Chance und schlug ihn mit einem gezielten Schlag ins Gesicht, Ohnmächtig.
Nachdem er schlussendlich zu Boden gefallen war, sah ich mich um. Anscheinend waren Logan und ich die Einzigen gewesen, die noch gekämpft hatten. Alle Mythos Schüler und jeder der noch bei Bewusstsein war, starrten auf Logans Körper. Dabei sah es mehr so aus, als würden sie versuchen herauszufinden, ob er bloß Ohnmächtig oder tot war. Selbst Nickamedes sah mal geschockt aus. Das kam selten vor. Wobei ich nicht wusste, ob er überrascht war, dass Logan verloren hat oder, ob er verletzt war, weil er dachte, dass ich ihn hintergehen würde. Vorsichtig hebelte ich Logan über meine Schultern und trug ihn zu Agrona, die mich zufrieden anlächelte. >> Na also. Ich habe mir doch den richtigen Schnitter für diese Arbeit ausgesucht.<< Obwohl Agrona mich lobte, machten mich ihre Worte wütend. Vor allem das Wort 'Schnitter' ging mir gewaltig gegen den Strich. Agrona kam mir auf halbem Wege entgegen und gab mir, nachdem ich Logan auf den Boden gelegt hatte, das goldene Halsband mit den vielen Juwelen. Ich befestigte dieses Band um Logans Hals und begab mich auf den Weg zu den Mythos Schülern, um sie zu bewachen. Dann sah ich noch einmal zu Agrona und Logan. Sie murmelte irgendetwas vor sich hin, während Logan noch immer Bewusstlos neben ihr lag. Die Juwelen an seinem Halsband und die Juwelen an Agronas Ring und Kette fingen an, in einem widerlichen Rot zu strahlen. >> Ihr könnt die Masken jetzt abnehmen. Unsere Identitäten zu verstecken, wird nicht mehr nötig sein.<< Agronas Stimme triefte förmlich vor Boshaftigkeit. Alle nahmen ohne zu zögern ihre Masken ab. Ich jedoch, blieb einen Moment regungslos stehen. Da ich wusste, dass Gwen alles darauf setzen würde hier her zu kommen, wollte ich eigentlich meine Identität geheim halten. Nach langem zögern nahm ich meine Maske ab. >> Schüchter die Schüler ein, damit sie ja nicht auf dumme Gedanken kommen!<< Bei Agronas Worten sah sie mich intensiv an, deutete aber mit einer leichten Kopfbewegung auf einen Mann, den ich als einen Sportlehrer identifizieren konnte. Er war wie die anderen Erwachsenen, an einem Stuhl gefesselt. Merkwürdig war es jedoch, dass mich Agrona nicht mit meinem Namen ansprach. // Wollte sie meine Identität immer noch geheim halten? Was hatte sie vor?// Ohne etwas zu erwidern, lief ich auf den Mann zu. Dabei schielte ich unauffällig in Nickamedes Richtung. Seinen Unterkiefer, hatte er ein Stück nach vorne geschoben und seine Augen glühten nur so vor Hass. Als er merkte, dass ich ihn beobachtete, drehte er seinen Kopf zu mir. Mich strafte er aber nicht mit einem solchen Hass in den Augen. In seinen Augen stand mehr Verzweiflung und Schmerz. Er dachte mit Sicherheit, dass ich die Seiten gewechselt hatte. Um ihm zu zeigen, dass dies nicht der Fall war, nickte ich ihm unscheinbar zu. Sofort blitzte ein anderes Gefühl in seinen Augen auf. Hoffnung. Dennoch würde ich den Sportlehrer verprügeln. Kurz vor ihm blieb ich stehen. Seine Augen strahlten nur eine Emotion aus. Verachtung. Ich schloss meine Augen und atmete einmal tief ein, danach öffnete ich sie wieder und starrte nun auf meinen Gegenüber. Mit meiner linken Hand holte ich nach hinten aus und schlug sehr kräftig auf sein Gesicht ein. Nach einigen harten Schlägen, war das Gesicht des Mannes blutig und geschwollen. Da ich weiterhin so tun musste, als würde ich zu den Schnittern gehören, lächelte ich zufrieden und ging zurück auf meine Position.
Auf einmal nahm ich einen anderen Geruch war. Einen mir bekannten Geruch. // Gwen Frost...// Doch da waren noch zwei weitere Gerüche. Beide hatte ich noch nie in meinem Leben gerochen. Dies war aber egal. Gwen war da, dass hieß, dass sie Vivian entweder getötet oder zum Rückzug gezwungen hatte. Wenn es nach mir ging, würde ich mir das Erste aussuchen. Unauffällig schaute ich nach oben und lies es so aussehen, als würde ich mich langweilen. Doch eigentlich suchte ich Gwen. Irgendwann sah ich dann etwas Metallisches Aufblitzen. Ich wandte meinen Blick von Gwen ab und konzentrierte mich wieder auf Agrona. >> Damit wirst du niemals durchkommen.<< Linus' Stimme triefte vor Verachtung. >> Oh, aber ich bin bereits damit durchgekommen, Liebling. Du und die Mitglieder deines ach so edlen Protektorats sind alle gefesselt, und ich habe die Situation vollkommen unter Kontrolle – und noch wichtiger, dasselbe gilt für deinen Sohn.<< Agrona sah Linus herablassend an. >> Es wird nicht mehr lange dauern, bis dein Sohn bereit ist für den nächsten Schritt der Transformation.<< Sprach Agrona weiter. >> Dann wird er alle auf dieser Bühne als Blutopfer für Loki töten.<< Bei Agronas Worten keuchten viele der Schüler auf oder fingen an zu weinen. Selbst die Erwachsenen waren geschockt, auch wenn man es ihnen nicht direkt ansah. Ein lautloser Seufzer entglitt mir und ich trat ungeduldig von einem Fuß, auf den Anderen. Ich wollte endlich nach Hause. Doch wie es aussah, machte Gwen keine Anstalten sich zu bewegen und Agronas Predigt war nicht einmal interessant genug, um ihr aufmerksam zu lauschen. Aber da ich nichts machen konnte, war ich Wohl oder Übel dazu gezwungen, genau dies zu tun. >> Noch ein paar Minuten, und Logan wird ganz uns gehören – genau wie es von Anfang an geplant war.<< Linus sah sie verwirrt an. >> Was meinst du damit?<< Statt Linus zu antworten, wandte sie sich an Nickamedes. >> Du hattest die ganzen Jahre recht mit deinem Misstrauen mir gegenüber. Tatsächlich hat alles angefangen, als Logan noch ein Kind war – und ich eine Gruppe Schnitter angeführt habe, um ihn gefangen zu nehmen. Natürlich ist es nicht ganz so gelaufen, wie ich es geplant hatte, aber das ist jetzt egal. Letztendlich habe ich doch bekommen, was ich wollte. So ist es immer.<< Überrascht schnappte Nickamedes nach Luft. Am liebsten hätte ich Nickamedes dies schon vor Jahren erzählt, aber dann wäre er umgebracht worden. Dann hätte es zwar diesen Krieg etwas verkürzt, dennoch war Nickamedes zur Zeit meine einzige Bezugsperson. Er war der einzige, der mich noch kannte, bevor ich ein 'Schnitter' wurde. Mein Blick richtete sich wieder auf Linus. Sein Gesicht war mindestens genauso überrascht, wie dies von Nickamedes. >> Du...du hast meine Frau und meine Tochter getötet? Larenta und Larissa? Warum? Zu welchem Zweck?<< Linus, welcher als einziger Erwachsene nicht an einem Stuhl gefesselt war, sondern gefesselt auf dem Boden, einige Meter neben Logan saß, sah etwas verzweifelt aus. Um ehrlich zu sein, konnte ich diese Verzweiflung ganz gut nachvollziehen. Doch in meinen Augen, hatte er dies vollkommen verdient. Als damals meine Eltern ermordet wurden, unser Haus niederbrannte und Avan entführt wurde, machte sich das Protektorat nicht einmal die Mühe sich auf die Suche nach mir zu machen. Selbst mein Bruder wurde drei Monate als vermisst gemeldet, bevor sie ihn als tot abstempelten. Aber ich war von der ersten Sekunde an als 'Offiziell tot' gemeldet worden. Nur Nickamedes wusste, dass ich am Leben war. Und dies erst seit ein paar Wochen. Und zwar genau zu dem Zeitpunkt, an dem Preston gestorben war. Denn er war die eine Person, die zu meiner 'Beerdigung' oder eher 'Trauerfeier' kam.
Agrona starrte auf Linus herab. >> Weil wir selbst damals schon wussten, dass Loki einen neuen Körper brauchen würde, nachdem er so lange in Helheim gefangen war. Also haben wir den perfekten Kandidaten gesucht, weil uns bewusst war, dass es uns Jahre kosten würde, den richtigen zu finde. Und wer wäre besser geeignet als ein Spartaner? Sie sind die wildesten, die tapfersten, die besten Krieger. Niemand wird unseren Herrn aufhalten können, wenn wir den natürlichen Killerinstinkt eines Spartaners mit Lokis Seele und Macht vereinen. Doch keiner der Spartaner genügte unseren Ansprüchen – bis Logan geboren wurde.<< Sie senkte ihren Blick auf ihren Ring. Gehässigkeit blitzte in ihren Augen auf. // Sie denkt allen ernstes, dass ich es ihr so leicht machen würde? Pah, die kann sich noch auf was gefasst machen!// Nun wandte sie sich wieder an Linus. >> Unser Ziel an diesem Tag war es, den Jungen gefangen zu nehmen und jeden im Haus zu töten...auch dich.<< Erzählte sie. >> Aber natürlich wurdest du zum Protektorat gerufen, und der Junge sah uns kommen und hat seine Mutter und seine Schwester gewarnt. Deine wunderbare Ehefrau hat den Kindern zugeschrien, sie sollten sich verstecken. Aber deiner Tochter hatten wir bereits jeden Fluchtweg abgeschnitten. Für sie war es zu spät, und das wusste sie. Aber zusammen haben sie uns aufgehalten, bis der Junge sich versteckt hatte. Nachdem wir die Frauen umgebracht hatten, haben wir das Haus von oben bis unten durchsucht. Aber wir konnten ihn nicht finden.<< Ich richtete meinen Blick auf Logan. Er kniete einfach da und bewegte sich nicht. Seinen Kopf lies er auch hängen. Es sah mehr danach aus, als würde dort ein Zombie sitzen, dem gerade eine Kugel durch den Schädel gejagt wurde und, dass dieser dadurch zusammen gesackt war. >> Nachdem wir den Jungen an diesem Tag nicht finden konnten, mussten wir uns etwas Neues einfallen lassen.<< Ein Seufzer entfloh mir und ich wippte aus Langeweile hin und her. // Gott, hört dieses Weib denn niemals auf zu labern?// Dieses Mal war es Nickamedes, der sprach: >> Also hast du Linus geheiratet, um ein Auge auf Logan zu haben.<< Er klangt ziemlich angewidert. >> Ich habe immer geglaubt, dass du irgendetwas mit Linus angestellt haben musst, damit er dich so schnell nach dem Tod meiner Schwester heiratet. Ich wusste, dass du ihn irgendwie verhext hast.<< Agrona und Nickamedes teilten einen gemeinsamen Blick aus Hass und Ekel. >> Und du hattest recht.<< Dabei berührte sie die Rubine an ihrem Ring. >> Man braucht keine Großen Artefakte wie die Schale der Tränen, um sich den Willen einer Person gefügig zu machen. Wenn man weiß, was man tut, reichen ein paar mit geringer Macht ausgestattete Gegenstände hier und dort vollkommen aus, um jemanden sanft in die richtige Richtung zu lenken – und in Bezug auf Magie weiß ich genau, was ich tue. Vor Jahren habe ich ein paar Ohrringe mit Rubinen und Smaragden entdeckt, die Apate gehört haben. Ich habe die Edelsteine neu fassen lassen, damit niemand sie erkennt. Mit ihrer Macht war es mir möglich, mich ins Protektorat einzuschleichen und dann meinen lieben süßen Linus davon zu überzeugen, dass ich genau das war, was er brauchte, nachdem ich seine Frau ermordet hatte.<< Langsam ging mir Agrona mehr als nur ein bisschen auf die Nerven. Sie wollte Linus leiden sehen. Und dies hatte sie jetzt. Es wäre schön, wenn ich diese Sequenz einfach überspringen könnte. >> Also war unsere gesamte Ehe, alles, was wir gemeinsam durchgestanden haben, all unsere Kämpfe gegen die Schnitter...das war alles eine Lüge?<< Ich rollte mit den Augen. // Nein. Die Gefühle waren natürlich echt. Sie hat dich mehr als alles andere geliebt.// Ein Schmunzeln bildete sich auf meinen Lippen, da ich meinen sarkastischen Gedanken so witzig fand. // Okay, ich muss hier dringend weg. Ich fange an, mich für unlustige Dinge zu feiern.// Agrona beugte sich vor und schaute Linus direkt in seine Augen. >> Jede einzelne Sekunde davon.<< In Linus Augen trat Schmerz und Zorn auf. Jedoch konnte Agrona nur darüber lachen. >> Ich kann dir gar nicht sagen, wie oft ich mir gewünscht habe, genau diesen Ausdruck auf deinem Gesicht zu sehen, Linus. Ich muss sagen, es ist sogar noch befriedigender, als ich gedacht hätte...<<
Auf einmal wurde die Tür zum Konzertsaal aufgerissen. Alle Schnitter wirbelten angespannt herum. Selbst ich spannte mich ein wenig an. Doch dies löste sich ganz schnell, als Vivian herein trat. Da Gwen hier war und Vivian jetzt auch kam, musste dies heißen, dass Vivian doch nicht tot war. // Zu schade aber auch, aber es passiert endlich mal was spannendes!// Nachdem Vivian Agrona erreichte, schimpfte diese Vivian auch schon aus: >> Warum hast du so lange gebraucht? Hast du dich um die Angelegenheit im Kolosseum gekümmert?<< Vivian schüttelte ihren Kopf. >> Nicht wirklich. Mein Rock wurde beim Durchbrechen der Glasdecke verletzt und Gwen...ist entkommen.<< Das letzte Wort murmelte sie eher vor sich hin. Entgeistert starrte Agrona Vivian an. Dann holte Agrona aus und schlug Vivian so feste ins Gesicht wie sie nur konnte. Dabei entstand ein ziemlicher knall und ich musste mich stark darauf konzentrieren, dass ich nicht in lautes Gelächter ausbrach. Agrona hatte anscheinend ihre Amazonenschnelligkeit benutzt, um den Schlag härter zu gestalten. // ich muss mir unbedingt merken, dass ich Agrona für ihren sauberen Schlag lobe und, dass ich ab sofort Vivian mit diesem Schlag immer aufziehen werde.// Sie fixierte Vivian mit einem scharfen Blick. >> Dämliches Kind!<< Ihre Stimme glich einem Knurren. Vivian taumelte einige Schritte zurück und hielt sich die gerötete Wange. >> Es war nicht mein Fehler. Gwen hatte den Bogatyr dabei und noch eine Walküre. Sie haben die anderen umgebracht. Ich konnte gerade noch auf meinem Rock entkommen.<< Agrona wollte nochmal nach Vivian schlagen, doch Vivian platzierte die Klinge ihres Schwertes zwischen sie. >> Du magst ja die Anführerin der Schnitter sein, aber ich bin Lokis Champion. Das solltest du besser nicht vergessen, außer du möchtest herausfinden, wozu ich fähig bin.<< Wutentbrannt starrte Agrona Vivian eine ganze Weile an, aber irgendwann lies sie ihre Hand wieder sinken. >> Erzähl mir, was passiert ist.<< Sie versuchte ruhig zu klingen, doch man hörte deutlich die unterdrückte Wut heraus. >> Gwen hat das Buch im Kolosseum gefunden und ihre Psychometrie darauf angewendet.<< Erzählte Vivian. >> Sie weiß, dass du zu den Schnittern gehörst und was wir mit ihrem Spartanerfreund planen. Wenn ich nicht ganz falschliege, ist Nikes kleiner Champion bereits hier und schmiedet Pläne, wie sie Logan und den Rest ihrer Freunde retten kann.<< Und Vivian hatte recht. Gwen saß mit ihren zwei kleinen Freunden über uns und lauschte gerade ihren Worten. Agrona wirbelte herum und scannte den ganzen Saal. Dann wandte sie sich wieder zu Vivian. >> Bist du sicher, dass sie hier ist?<< Fragte Agrona. Vivian nickte bestätigend. >> Unglücklicherweise ja. Gwen ist in dieser Hinsicht unangenehm hartnäckig.<< Jetzt tigerte Agrona auf der Bühne herum. Es war unangenehm Still. Fast still. Dank meiner Hamingjurkräfte konnte ich jeden Atmen hören. Auch Gwen und die anderen beiden, die bei ihr waren. Wie aus dem Nichts, erschien auf Agronas Gesicht ein ekelhaftes, grausames Grinsen. >> Nun, wenn Nikes Champion hier ist, sollten wir sie zur Party einladen oder nicht?<< Sie stiefelte zum linken Rand der Bühne, genau auf die Erwachsenen zu und blieb kurz vor ihnen stehen. Sie musterte jeden von ihnen genau, bis ihr Blick an Nickamedes hängen blieb. // Oh nein. Bitte nicht! Nicht schon wieder! Ich will nicht noch eine geliebte Person verlieren. Das schaffe ich nicht mehr!// >> Stellt ihn auf die Füße.<< kommandierte sie zwei Schnitter herum. Mein ganzer Körper war wie gelähmt. Ich wollte einschreiten. Dazwischen gehen, doch meine Beine setzten sich nicht in Bewegung. Die beiden Schnitter zerrten ihn zur Mitte der Bühne. Natürlich wehrte er sich, jedoch Erfolglos. Agrona nahm ihren Säbel und drückte dem Bibliothekar die Klinge an die Kehle. Ein dünner Blutfaden rann über seinen Hals. Nickamedes zog zischend die Luft ein. >> Gwen Frost!<< Schrie Agrona. >> Zeig dich! Oder der Bibliothekar stirbt!<< Und damit war es besiegelt. Ich würde Agrona qualvoll umbringen.

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Dieses Kapitel war bis jetzt das Aufwendigste. Es war ganz schön viel Arbeit die Seiten im Buch zu suchen und umzuschreiben. Ich hoffe es ist nicht schlimm, dass ich die Gespräch im Auditorium eins zu eins übernommen habe. (Also nur das Gesagte! Bitte nicht Falsch verstehen.) Denn es ist ja so zu sagen die gleiche Handlung aus einer anderen Sicht und sie halten ja eigentlich den gleichen Dialog, deswegen hoffe ich, dass es okay war.

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