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Meine schlimmsten Feinde sind meine besten Freunde?!

von Franka04
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
Julian Preston Ashton OC (Own Character) Oliver Hector
04.05.2018
25.11.2019
13
27.863
1
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Dieses Kapitel
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18.11.2018 2.151
 
Als das Flugzeug landete, machte ich mich sofort auf den Weg nach Hause. Natürlich hätte ich auch sofort zu Vivians Anwesen fahren können, jedoch wollte ich nicht, dass die Ordner meiner Eltern aus Zufall in meinem Koffer entdeckt wurden.
Zu Hause angekommen, packte ich als erstes meinen Koffer aus und verstaute die Ordner in meinem Schrank. Danach ging ich ins Bad und duschte mich ausgiebig. Evanston war an sich ganz schön, dennoch nervte es, wenn die Duschen nicht funktionierten. In nur wenigen Haushältern funktionierten die Duschen in Evanston einwandfrei. Nachdem ich fertig war, lief ich zurück in mein Zimmer und suchte aus meinen Schrank eine schwarze Hose und ein ebenso schwarzes Top aus meinem Schrank. Dann zog ich mich an. Zum Schluss zog ich noch meine schwarzen Stiefel mir den breiten Absätzen an und kramte eine grüne Lederjacke aus dem Schrank. Auch diese war von Innen mit vielen Dolchen versehen. Meine Haare lies ich, nachdem ich sie getrocknet hatte, offen. Luctus befestigte ich noch an meiner Hüfte und lief dann auch schon wieder zum Auto.
Am Anwesen der Hollers angekommen, musste ich mal wieder in das Arbeitszimmer. Dort waren schon einige Schnitter versammelt. Ich bahnte mir einen Weg zu Agrona. Sie stand am Ende des Raumes und unterhielt sich mit Vivian. Man hätte meinen können, dass sie sich gut verstanden, doch das Gegenteil war der Fall. Beide konnten sich aufs Blut nicht ausstehen. Die einzigen Gemeinsamkeiten die sie hatten waren Loki zu dienen, Gwen zu hassen und mich auf die Palme zu bringen. Wobei Vivian schlimmer war, als Agrona. Vivian war einer von den Menschen, die man schon auf Anhieb nicht leiden konnte. Auf den ersten Blick wirkte sie nett, witzig, hilfsbereit und Intelligent. Doch bei den Schnittern war sie großkotzig, gebieterisch und absolut abstoßend. Von Außen die pinke kleine Prinzessin und von Innen eine schrumpelige alte Hexe. Vielleicht kam auch nur mir dies so vor, weil ich nicht wusste, wie andere Frauen tickten. Sie waren für mich Buchstäblich ein Rätsel. Mein Bruder hatte mich damals oft damit aufgezogen, dass ich keine weiblichen Freunde fand. Ich hatte sie halt nie verstanden. Es war doch albern, wenn man so tat, als wäre man eine Prinzessin und die Kuscheltiere wären die Gäste, die Tee aus Luft tranken.
Zwei Meter vor Vivian und Agrona blieb ich stehen. >> So, ich bin hier. Und was jetzt?<< Meine Stimme klang sowohl gelangweilt, als auch genervt. Vivian schenkte mir bloß einen verachtenden Blick und ging zu anderen Schnittern. // Du mich auch.// Seufzend wandte ich mich an Agrona. >> Nun können wir endlich beginnen, Victoria.<< Damit ging auch sie von mir weg und stellte sich auf den Kaffee Tisch, um größer als alle anderen zu sein. >> Alle mal hergehört. Heute kommt der Tag, an dem Loki wieder auferstehen wird. Heute werden wir seine Seele in einen starken Körper transferieren und somit den Untergang des Protektorats besiedeln.<< Lauten jubeln und grölen waren die Antwort auf Agronas Rede. >> Jeder hat eine Aufgabe bekommen. Und jetzt alle auf eure schwarzen Rocks. Wir fliegen auf mein Kommando los!<< Der befehlshaberische Ton lies mich nur die Augen verdrehen. Alle Schnitter verließen den Raum. Bis auf mir, war nur noch Agrona da. >> Warum bewegst du dich nicht?<< Ihre Stimme klang ziemlich Sauer. Sie sprang vom Kaffeetisch und stapfte zu mir herüber. >> Du hast mir kein Aufgabe gegen.<< Sagte ich bloß. >> Na schön. Wenn alles nach Plan verläuft, wirst du, wenn wir die anderen überwältigt haben, Logan übernehmen. Vivian ist nicht stark genug, um es mit Logan aufzunehmen und ich kümmere mich um die Erwachsenen.<< Ich hatte jetzt eine Aufgabe, dennoch brannte mir eine weitere Frage auf der Zunge. >> Wie willst du denn den Transfer durchführen? Ich glaube nicht, dass Logan es so prickelnd findet, wenn wir Loki in seinen Körper stecken.<< Agrona sah mich bloß Emotionslos an, als wollte sie mir gar nicht antworten. >> Ich habe dieses Goldene Halsband mit Rubinen, Smaragden und vielen anderen Edelsteinen versehen. Durch die Chaosmagie wird es den Transfer ermöglichen.<< Sie hielt mir das Halsband hin und ich nahm es Vorsichtig in die Hände. So schnell ich es genommen hatte, hatte ich es genauso schnell Agrona wiedergegeben. Mit einem einfachen nicken verließ ich das Arbeitszimmer. Gegen Logan Quinn sollte ich kämpfen. Es wäre leichter einen Sturz vom Empire State Building zu überleben, als gegen Logan Quinn zu gewinnen. Ein Seufzer entglitt mir. Ich hatte wenig Lust, an der Mission teilzunehmen.
Nachdem ich das Dach betreten hatte, suchte ich mir einen freien schwarzen Rock und setzte mich auf ihn drauf. // Hoffentlich ist Oliver nicht Anwesend.// Ihm durfte nichts passieren. Wenn ihm etwas zustößt, dann war alles für die Katz. Langsam sah ich mich um. Die meisten Schnitter saßen bereits auf ihren schwarzen Rocks und warteten ungeduldig darauf, dass Agrona endlich den Befehl zum Ausrücken gab. Aus den Augenwinkeln sah ich, dass Vivian mit ihrem Rock sich mir näherte. Gute drei Meter vor mir blieb sie stehen und starrte mich zornig an. >> Du wirst dafür büßen, dass David gestorben ist!<< Perplext sah ich sie an. >> Als ob das meine Schuld ist, dass er gestorben ist. Und überhaupt, was interessiert es dich, wenn ein einfacher Schnitter stirbt!<< Keifte ich zurück. Und das ich eigentlich schon für Davids Tod etwas konnte, brauchte sie nicht zu wissen. Sie konnte ja dank der Kette die mir Preston aus dem Helm des Hermes gemacht hatte, meine Gedanken nicht lesen. Es sah so aus, als wollte sie etwas erwidern, doch sie klappte nur den Mund wieder zu. Ein leichter rosa Ton bildete sich auf ihren Wangen. Ein ungläubiges grinsen bildete sich auf meinen Lippen. >> Du warst in ihn verknallt. Habe ich da etwa recht?<< spöttisch schaute ich ihr ins Gesicht. >> Und wenn es so wäre? Außerdem hatte er eh nur Augen für dich!<< Ihre Stimme glich einem Knurren. Für einen kurzen Moment blitzte so etwas wie Trauer oder Schmerz in ihren Augen auf. Meine spöttische Grimasse verschwand und wurde durch eine Verwirrte ersetzt. >> Wie meinst du das?<< Nach diesem Satz konnte ich förmlich spüren, wie die Mordlust in Vivian sich ausbreitete. >> Wie ich das meine?! Er war voll verknallt in dich. Er hat immer nur über dich gesprochen und hat uns seine dreckigen Fantasien mit dir mitgeteilt! Preston hatte dies einmal mitbekommen und hat dann David mit dem Schwert eine übergebraten! Wegen Preston hatte David so eine hässliche Narbe im Gesicht.<< Verwunderung machte sich in mir breit und mir war jetzt erst klar, was Preston mit 'Und ich hoffe, dass dir David keine Probleme mehr macht', meinte. Wenn ich mich jetzt so zurück erinnere, hatte ich schon öfters Zettel mit anzüglichem Inhalt bekommen. Und irgendwann hatte es abrupt aufgehört. >> Warum hast du ihm nicht einfach gesagt, was du fühlst?<< Vivian machte keine Anstalten mir zu antworten und durch bohrte mich weiterhin mit einem bösen Blick. Mit den Augen rollend suchte ich nach einem Thema über das wir reden konnten. Ich konnte Vivian kein Stück leiden, doch da mir langweilig war, würde mir ein 'nettes' Gespräch nichts ausmachen. >> Wo fliegen wir jetzt eigentlich hin?<< Die Antwort darauf war ein hysterisches Gelächter. >> Das wüsstest du wohl gerne, was?<< Mit einem Selbstgefälligem Grinsen wandte sie sich von mir ab und verschwand. // Wirklich tolles Gespräch! Warum versuche ich es eigentlich?//
Nach einer gefühlten Ewigkeit ertönte ein klingeln. Suchten sah ich mich um. Ich erblickte, wie Vivian an ihr Handy ging. Sie legte schon nach zwei Sekunden auf und trat dann mit ihren Rock vor die Schnitter. >> Agrona hat angerufen. Wir fliegen jetzt los!<< Alle um mich herum brüllten zustimmend und begaben sich in die Luft. Nach einigen Sekunden tat ich es den anderen gleich.
Wir flogen schon ziemlich lange. Die meisten konzentrierten sich auf das Fliegen. Doch einige schlossen Wetten ab. Wer wie viele wohl umbringen würde. Damit ich deren dummes Geschwafel nicht noch länger mit anhören musste, trieb ich meinen Rock an und schloss zu Vivian auf. Zwar konnte ich sie überhaupt nicht ausstehen und unser Gespräch von vorhin war auch nicht gerade berauschend, doch da sie mich ignorierte, war ihre Gesellschaft doch etwas angenehmer. Auf einmal flog Vivian runter, zu einem Wald. Die Schnitter und ich landeten neben ihr. //Der Schatten der Bäume würden ausreichen, um unsere Rocks zu verstecken.//
Als alle von ihren Rocks abgestiegen waren, machten wir uns gemeinsam auf den Weg aus dem Wald. Von einem Schnitter hatte ich erfahren, dass war das Winterkonzert der Mythos Schüler sprengen würden. Preston hatte mir schon oft über dieses Ereignis berichtet. Dort spielte die Schulband ein paar Lieder und jeder feierte. Selbst die Lehrer waren nicht so verklemmt. Früher wollte ich unbedingt auf dieses Winterkonzert und mit feiern, aber jetzt würde ich genau jenes Konzert ruinieren.
Vor einem Gebäude machten wir halt. Vivian zog einen Schlüssel aus ihrer Jackentasche und schloss die große Tür, vor der wir standen, auf. Danach liefen wir rein und gingen auf unsere Positionen. Jeder wartete schon ungeduldig darauf, dass die Mythos Schüler in die Konzerthalle eintraten. Manche zogen sogar schon ihre Schnittersachen an. Und immer noch hoffte ich, dass Oliver nicht hier auftauchen würde.
Plötzlich hörte ich Schritte. Ich gab Vivian, die am anderen Ende der Konzerthalle war, ein Zeichen um ihr zu signalisieren, dass sie jeden Moment herein kamen. Zur Bestätigung nickte sie kurz und informierte die anderen Schnitter. Schnell zog ich mir meine Schnitterrobe und Lokis Gummimaske auf und machte mich bereit. Nicht einmal zehn Sekunden später traten sie ein. Es waren erstaunlich viele. Aber dies würde ihnen auch nichts bringen. Meine Augen flogen die gesamte Menschenmenge ab. Irgendwann blieben meine Augen an einem Blondschopf hängen. // Oliver...War ja klar, dass er hier war.// Man sagte zwar, dass die Hoffnung zuletzt starb, doch meine war schon seit fünf Jahren tot. // Aber einen Versuch, sie wieder zu beleben kostet ja nichts. Außer vielleicht Nerven.// Da er hier war musste ich einfach nur dafür sorgen, dass ich mich um ihn 'kümmere'. Weiter scannte ich die Menge. // Gwen war nicht anwesend. Das heißt, dass wir später noch ordentlich Probleme kriegen werden.// Für einen kurzen Moment hatte ich überlegt Vivian oder Agrona bescheid zu geben, doch ich wollte, sie scheitern sehen. Vor allem, wenn Loki anwesend sein würde. Außerdem müsste Agrona wissen, dass Gwen nicht dabei war, weil sie mit den Mythos Schülern her gefahren war. Aber vor allem hatte mir Preston in seiner Videobotschaft gesagt, dass ich sie aufhalten sollte. Wenn es Gwen machte, würde das kein Unterschied machen. Es würde auf das Selbe hinauslaufen. Ich musste einfach nur darauf vertrauen, dass Gwen auf tauchte und ihre Freunde rettete. Neben Oliver lief Logan. Er lachte zwar, dennoch war es kein herzhaftes. Im Gegenteil. Es war mehr aufgezwungen, als würde er etwas vermissen. Dieses Gefühl kannte ich zu gut. Doch ich konnte nicht einfach so zu Oliver stiefeln und ihm 'Guten Tag' sagen. Logan wollte offensichtlich lieber bei Gwen sein. Aber dies hatte mich nicht zu interessieren. Ein letztes Mal wollte ich zu Vivian schauen, aber sie war weg. Einen Schnitter der nähe fragte ich per Morsezeichen, ob er wusste, wo Vivian steckte. Der Schnitter meinte, dass sie auf dem Weg ins Kreios-Kolosseum war. Gwen sollte angeblich dort auftauchen. // War ja klar. Wenn man so neugierig ist wie sie, ist man eben berechenbar.// Ich konnte nur davon ausgehen, dass ihr Kampftraining mit dem Spartaner ausgereicht hatte. Als die Schüler sich alle im Saal versammelt hatten, kamen auch endlich die Erwachsenen herein. Die meisten kannte ich gar nicht. Aber die letzten drei, waren für mich unverkennbar. Nickamedes, Linus und Agrona. Schon der Anblick dieser Frau, lies wieder Wut in mir hochkochen. Mich über Agrona aufzuregen war jetzt aber nicht relevant. Langsam folgten meine Augen Agronas Bewegungen. Kurz bevor Linus und sie zu den Schülern aufholen konnten, zog Agrona Linus das Heft ihres Schwertes über den Kopf und er viel bewusstlos zu Boden. Bei diesem Aufprall drehten sich alle Schüler um und sahen geschockt auf Linus. Wie auf ein Kommando stürmten alle Schnitter aus ihren Verstecken und überwältigten den Großteil. Auch ich sprang über die Brüstung der Galerie, auf welcher ich stand und landete direkt vor meiner Zielperson. Logan Quinn...

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Ich wusste nicht was die Mehrzahl von einem Rock war, deswegen habe ich mich für 'Rocks' entschieden. Es klang nämlich in meinen Ohren komisch 'Röcke' zu benutzten, da ich dann nicht mehr das Bild eines riesigen schwarzen Vogels, sondern dass eines schwarzen Rockes sah. Und es ist komisch, wenn ein Kleidungsstück in der Fantasie als Reittier benutzt wird. Glaubt mir!
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