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Meine schlimmsten Feinde sind meine besten Freunde?!

von Franka04
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
Julian Preston Ashton OC (Own Character) Oliver Hector
04.05.2018
25.11.2019
13
27.863
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Dieses Kapitel
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11.11.2018 1.701
 
Schweigend starrte ich den Fernseher an. Meine Gedanken schwirrten Planlos in meinem Kopf umher und ich konnte keinen klaren Gedanken fassen. >> Das ist also euer Haus? Das Haus in dem du aufgewachsen bist?<< Luctus, welchen ich neben mir auf dem Sofa platziert hatte sah sich um. >> Ja.. Es ist unglaublich, dass er das für mich getan hat. Ich würde mich gerne bei ihm bedanken, aber es geht ja nicht. Als ich in jener Nacht aufgewacht war, war er weg. Die ganze Lichtung war aufgeräumt. Das Protektorat hatte zu meinem Bedauern wieder gute Arbeit geleistet.<< Meine Stimme war rau und brüchig, doch ich riss mich zusammen. >> Ich konnte mich nicht einmal von ihm verabschieden, geschweige denn ihn beerdigen.<< Mit einem Tiefen Atemzug stand ich auf. Ich ging zu einem unserer Regale. Dort standen sowohl Bücher, als auch mehrere Statuen. Mein Blick blieb an einer hängen. An Ares Statue. Anmutig stand er da. In seiner linken Hand hielt er sein Schwert, hoch erhoben über seinem Kopf, jede Sekunde darauf gefasst, die Hand nieder sausen zu lassen und so seinen Armeen zu befehlen anzugreifen. In der rechten Hand lag eine Stahlkette. Am anderen Ende dieser Kette war ein großer schwarzer Tiger befestigt. Außerdem trug er seine Lederrüstung, welche er auch bei unserem letzten Treffen an hatte. Seine Schultern und sein Rücken wurden durch einen pechschwarzen Mantel aus Geier federn geschützt. Nach einer Weile wandte ich den Blick ab. >> Was hast du jetzt vor?<< Fragte Luctus. >> Fürs erste werde ich nach North Carolina zurück kehren.<< Verdutzt sah er mich an. >> Und was ist mit dem Haus und Avan?<< In seiner Stimme lag Unverständnis. >> Sobald alles vorbei ist, werde ich hier neu Starten. Mich von allem abschotten. Vielleicht sogar meinen Namen ändern und so tun, als hätte die Person 'Victoria Hunter' nie existiert. Und Avan werde ich selbstverständlich retten. So wie es seit fünf Jahren geplant ist. Was ich mit ihm machen werde, weiß ich noch nicht. Vermutlich werde ich auch seine Erinnerungen manipulieren, damit er einen Neustart anfangen kann.<< Prüfend sah ich mich ein letztes Mal um. // Wenn er wirklich unser Haus originalgetreu nach gebaut hat dann...// Schnell rannte ich in unseren Keller. Der Keller bestand eigentlich aus einem Raum. In diesem Raum war die Zelle mit den fünf Ketten, mit denen ich mich immer fest gekettet hatte. Doch das spannendste an unserem Keller war das Hinterzimmer. Als ich kleiner war hatte ich dieses durch Zufall entdeckt. Damals ging ich in den Keller um zu schauen, wo meine Eltern geblieben waren, da ich sie nicht auffinden konnte. Meine Eltern hatten miteinander getuschelt. Viel konnte ich damals nicht von diesem Raum sehen, aber ich wusste, dass mehr dahinter steckte. Deswegen schritt ich vorsichtig die Treppen hinab. Wie ich es mir gedacht hatte, war der Keller wie in meinen Erinnerungen. Meine Hand glitten an der kalten Steinmauer rechts von mir entlang. Links von mir war 'meine Zelle'. Alles sah noch so aus, wie vor fünf Jahren. Jedes kleine Detail. Abgrubt blieb ich stehen. An der Wand an welcher meine rechte Hand entlang glitt, spürte ich eine Einkerbung. Vorsichtig drückte ich mit meinem Finger dagegen und die Wand schien sich ein Stück zu verschieben. Zum Vorschein kam eine Hölzerne Tür. Meine Hand glitt zur Türklinke und drückte sie runter. Nachdem ich die Tür aufgedrückt hatte, trat ich ein.
Es war ein recht großer Raum. In der Mitte stand ein runder Tisch, welcher mit vielen Zetteln bestückt war. Als ich näher heran ging, sah ich, dass auf jedem der Zettel das Protektoratszeichen war. Ich runzelte die Stirn und ging einige der Zettel durch. Auf vielen Zetteln stand nur etwas über Artefakte und wo sie auf bewahrt wurden. Für mich war nichts Relevantes dabei. Dann sah ich mich weiter um. Mehrere Regale waren hier aufgereiht. Dort standen viele Bücher über Alchemie, über dunkle Magie und über verschiedene Kriegerarten. Doch in einem der Regale stand ein Foto. Zwei junge Frauen grinsten in die Kamera. Die eine Frau hatte braune Haare und braune Augen, während die andere Frau schwarze Haare und eisblaue Augen hatte. Zwar hatte ich die Frau mit den schwarzen Haaren noch nie persönlich getroffen, doch ich wusste, dass es Nickamedes Schwester war. Sowohl Nickamedes, als auch seine Schwester waren früher gute Freunde von meiner Mutter gewesen. Damals war ich noch sehr klein. Immer wenn mein Vater im Auftrag des Pantheons weg war, meine Mutter mit Larenta einen Beautytag machte und Avan bei Preston war, war ich, wenn ich nicht laut meinen Bruder mit zu Preston durfte, bei Nickamedes. Er war schon zu der Zeit der Bibliothekar der Bibliothek der Altertümer. Dort habe ich immer in Alchemiebüchern gestöbert. Für viele Mädchen, die in meinem Alter waren, wäre ein Tag in der Bibliothek nichts als langweilig gewesen. Doch für mich war es einer der schönsten Orte der Welt. Ich war schon immer anders. Bevor ich Oliver kennengelernt hatte, war mein einziger Freund Preston gewesen. Zumindest hatte er manchmal mit mir gespielt, auch wenn dies meinem Bruder nicht so gefallen hatte. Weibliche Freunde hatte ich nie. Die brauchte ich auch nicht. Alle die ich brauchte waren Oliver, Preston, Avan und meine Eltern. Vielleicht auch Nickamedes, aber er war erst an fünfter Stelle. Aber alles hatte sich geändert, als die Schnitter über unser Haus herfielen. Meine Mutter an der Wand im Wohnzimmer aufgespießt, mein Vater draußen an einem Baum erhängt und Avan entführt. Außerdem hatte ich Olivers Erinnerungen gelöscht. Es tat zwar weh, sich mit ihm nicht mehr zu unterhalten, doch es war zu seinem besten. Zu meinem Pech kam ja auch noch Prestons Tod. Bei ihm tat es am meisten weh. Meine Eltern hatte ich wenigstens nicht direkt sterben gesehen, nur ihre Leichen entdeckt. Jedoch sah ich, wie der letzte Hauch von Leben, in Prestons Augen verschwand.
Ich war wieder abgeschweift. Um mich wieder zu fangen, schüttelte ich mich einmal und erkundigte den Raum weiter. Am Ende das Raumes stand eine Tafel. Mehrere Bilder waren daran gepinnt. Vor schock klappte mir die Kinnlade runter. Unter anderem waren dort Fotos von Oliver, Gwen Frost, Preston und Logan Quinn. Neben den Fotos standen kleine Sätze. Bei Oliver stand In Sicherheit. Vorerst. Ich wusste nicht was es damit auf sich hatte. Meine Eltern waren noch nie paranoid gewesen. Deswegen sah ich keinen Grund, warum hier Bilder von Personen hingen. // Wussten sie was die Schnitter vor hatten? Wurden sie deswegen aus dem Weg geräumt?// Mein Blick glitt weiter zur Gwens Foto. Nächster Champion von Nike. In größter Gefahr. Dies machte im Gegensatz zu Olivers Sätzen Sinn. // Doch woher wussten meine Eltern, dass Gwen der nächste Champion von Nike sein würde. Soweit ich weiß, kannten wir weder die Frosts, noch die Forsetis.// Je mehr ich mich in diesem Raum umsah, desto weniger verstand ich. Zum einem hatte ich keine Ahnung, woher Preston diesen Raum kannte und zum Anderen wusste ich nicht, was es mit diesen Sätzen neben den Fotos auf sich hatte. Zum Schluss sah ich mir noch Prestons und Logans Sätze an. Bei Preston stand: Spion. Weniger in Gefahr. und bei Logan stand: Sohn des Protektoratsleiters. Schnitter haben es auf ihn abgesehen. In Lebensgefahr! Logans Sätze waren komisch. Mir lief es kalt den Rücken herunter. Schnell schüttelte ich mich, damit dieses unbehagliche Gefühl verschwand.
Das klingeln meines Handys lies mich zusammen zucken. Ich holte es aus meiner Hosen Tasche und sah auf de Display den Namen Agrona. Langsam kam mir die Galle hoch. Dieses Weib war das Widerwärtigste, was dieser Planet zu bieten hatte. Widerwillig ging ran. >> Hallo Agrona.<< Es war ziemlich anstrengend, den Würgereiz zu unterdrücken. >> Ah Victoria. Ich hatte schon beinahe befürchtet, dass du mich wegdrückst.<< Agronas zuckersüße Stimme, machte die Situation nur noch schlimmer. >> Was willst du?<< Meine Stimme war so scharf, sie hätte glatt Stahl zerschneiden können. >> Nah, was bist du denn so unfreundlich. Aber wenn du schon so fragst. Ich will, dass du zurück nach North Carolina kommst. Wir sind mit den Planungen für den Transfer von Lokis Seele in einen anderen Körper fertig. Jetzt versammeln wir uns alle und wollen dann sofort loslegen. Also beeile dich gefälligst.<< Am Ende wurde sie etwas ungeduldig und lauter. >> Und wer ist das Opfer, wenn ich fragen darf?<< Am anderen Ende der Leitung war es Still. Zu Still. Ich konnte zwar Agrona nicht sehen, aber ich wusste, dass sie jetzt grinste, als hätte sie nur auf diese Frage gewartet. >> Logan Quinn.<< Irgendwie überraschte mich diese Antwort nicht. Als hätte mein Unterbewusstsein schon die Antwort gekannt, bevor sie ausgesprochen wurde. >> Ok. Ich bin in spätestens neun Stunden bei euch.<< Damit legte ich ohne weitere Vorwarnung auf. Ohne mich auch nur noch einmal umzusehen, ging ich die Treppen hoch und zurück ins Wohnzimmer. Luctus lag immer noch auf dem Sofa und schlief tief und fest. Ich griff nach ihm, schnallte ihn an meiner Hüfte fest und verließ das Haus.
So schnell ich konnte, war ich ins Hotel gelaufen und hatte meinen Koffer gepackt. Danach hatte ich mir ein Taxi bestellt und fuhr wieder nach Cheyenne. Auf der fahrt nach Cheyenne fiel mir wieder ein, was neben Logans Foto stand. Sohn des Protektoratsleiters. Schnitter haben es auf ihn abgesehen. In Lebensgefahr! Und sofort war mir klar, warum meine Eltern ermordet wurden, warum die Notizen von einigen Menschen an der Tafel hingen und vor allem, warum dieses Zimmer existierte.
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So, das hat jetzt etwas länger gedauert. Tut mir leid, dass so lange nichts kam, aber der Schulstress hat mich wieder im griff. :(
Und zudem schreibe ich zur Zeit noch an anderen Geschichten.
Aber ich bin ganz ehrlich. Manchmal bin ich einfach zu faul, um weiter zu schreiben oder habe keine Idee, wie ich ein Kapitel beenden soll.
Das klingt zwar komisch, aber ich weiß nur ungefähr, wie alles abläuft. ( Na ja, eigentlich weiß ich nur wie die Geschichte beendet wird.)
Außerdem ist diese ganze Fanfiktion nur aus Victorias Vergangenheit entstanden. Also ein hoch auf Victoria! ;)
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