Keep your mind.

von lusie
GeschichteRomanze / P12
Chris Evans
03.05.2018
27.08.2019
35
55654
28
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Hallo! Ich lebe noch :|
Tut mir Leid, ich hab unfassbare zweieinhalb Wochen für dieses Kapitel gebraucht, weil ich immer nur acht Sätze geschafft hab, wenn ich mich dransetzte. *voll von mir selbst genervt*
Ich HOFFE es gefällt euch trotzdem und ich glaube, ich sollte entweder langsam zum Ende kommen, oder die volle Breitseite abziehen, was sagt ihr? :D
Herzlich willkommen an alle neuen Träumer und Danke für die krass vielen Klicks o.O
Viel Spaß! Fühlt euch gedrückt!

***


Mathea starrt Chris einen Augenblick einfach nur an. Öffnet den Mund, um etwas zu sagen, schließt ihn aber wieder, weil ihr gerade einfach nichts einfallen will.
"Du musst nicht", murmelt Chris und sieht sie sanft an. Als sie seinen Blick erkennt, der eine Mischung aus Verletzlichkeit und Verständnis übermittel, findet sie endlich ihre Sprache.
"Nein Chris, das ist es doch gar nicht. Es ist nicht so, dass ich dich nicht gerne begleiten möchte. Ich bin nur... ich hab..."
Seufzend lässt Thea die Schultern hängen. Da sind sie wieder weg, die Worte. "Ja ich weiß, wir haben über dieses Öffentlichkeitsding schon gesprochen", sagt er dann und greift nach ihrer uneingegipsten Hand, "Ich dachte nur... also-" - "Ich hab' furchtbares Lampenfieber."
Da das nun eh schneller aus ihr herausgeplatzt ist, als sie wollte, entscheidet sie sich, einfach weiterzuerzählen.
"Sobald ich vor einer Gruppe aus Menschen stehe und reden soll... oder sobald ich im Mittelpunkt stehe. Da könnte ich brechen. Also so wirklich brechen. Mir wird kotzübel und wenn ich Pech habe, kriege ich keinen Ton raus, weil es einfach nicht geht. Aber ich mag diese ganze Bühne- und Film- und Bildrichtung so. Ich mag die ganze Kreativität und die Möglichkeiten. Aber was meinst du, wieso ich sehr sehr selten Klavier spiele, wenn Leute anwesend sind oder bei dieser Leidenschaft HINTER der Kamera gelandet bin? Dahinter kann ich die Strippen ziehen und bin nicht derjenige, der im Rampenlicht steht. Und ich weiß, wenn ich dich begleite, seh ich hübsch aus und werde fotografiert und alle drehen durch und machen ein Fass auf, weil Chris Evans 'ne Frau, die nicht seine Schwester ist, mit auf den roten Teppich nimmt. Und allein diesen Gedanken, der mir Angst macht, kann ich nicht überspielen. Man würde es mir ansehen und das ist nicht gerade vorteilhaft. Ich bin eigentlich nicht für die Öffentlichkeit gemacht und eigentlich wollte ich auch nie mit jemandem zusammen sein, der berühmt ist und in der Öffentlichkeit steht. Aber was soll ich machen..."
Sie atmet einmal ganz tief durch und spürt, wie sich ihr Puls wieder beruhigt. "Das war jetzt ganz schön viel, tut mir Leid", murmelt sie dann und traut sich überhaupt nicht, einen Blick zu ihm zu werfen, weil er noch immer keinen Ton von sich gegeben hat. Sie kann sich vorstellen, dass er vermutlich ihre letzten Sätze nicht ganz so prickelnd findet.
Da schiebt sich plötzlich eine Hand auf ihren Rücken und fährt sanft zwischen ihren Schulterblättern entlang.
"Mathea, ich wusste nicht, dass dir das eine solche Panik macht..."
"Woher solltest du denn auch. Da spreche ich ja nicht drüber und ich versuche es auch immer zu überspielen, sobald ich in solch einer Situation bin."
Chris nickt und inspiziert den Boden unter seinen Füßen.
"Du musst nicht, Thea... Wenn du dort lieber arbeiten willst... dann wärst du ja trotzdem da. Aber du würdest fotografieren, nicht fotografiert werden." Er zwinkert ihr zu und legt ihr einen Arm um die Schulter, bevor sie ihren Kopf an Seine sinken lässt. "Womit hab ich dich eigentlich verdient?", muss sie schließlich grinsen und bekommt einen Kuss vom Schauspieler auf die Lippen gedrückt. "Das gleiche könnte ich dich fragen."
Einen Augenblick sitzen sie so auf der Parkbank und genießen die letzten warmen Sonnenstrahlen des Jahres. Der Sommer hat sich tatsächlich mal von seiner Schokoladenseite gezeigt und das aktuelle Wetter verspricht einen wundervollen goldenen Herbst. "Chris, ich überleg's mir, okay?", sagt Thea plötzlich. Sie will ihn halt auch nicht traurig machen, nur weil sie ein Problem mit sich selbst hat. Zur Antwort fährt er ihr mit den Fingerspitzen sanft über den Arm.

Eine Woche später darf Mathea ihre Sachen packen und das Krankenhaus wieder verlassen. Die Ärzte sind sich einig, dass sie wohl eine große Portion Glück im Leben und einen äußerst fleißigen Schutzengel hat.
Ihre Stirn ziert nur noch ein kleines Pflaster, zur Stabilisation ihrer noch heilenden Rippen trägt sie ein leichtes medizinisches Korsett und den Gips wird sie in ein paar Tagen gegen eine schicke Schiene tauschen dürfen.
Amy hat ohne Widerrede darauf bestanden, ihre Lieblingskollegin abzuholen und wohlbehalten nachhause zu befördern. "Gib' mir bitte deinen Rucksack", verlangt sie, sowie sie in der Tür steht. "Amy, den kann ich auch allein tragen."
"Kannst du nicht, deine Rippen flicken sich noch und ich brauch dich endlich wieder an der Arbeit zurück, sonst krieg ich 'ne Meise!"
Mathea gluckst und händigt Amy den Rucksack mit ihrem Hab und Gut aus. "War es so schlimm heute?"
"Mir fehlt einfach aktuell jemand in den Teambesprechungen, der völlig abwesend rumhängt, in seinem iPad herumwischt, sich erstmal aus sämtlichen Diskussionen raushält und irgendwann aber etwas raushaut, was alle geil finden."
Thea lacht laut auf und ist sich nicht so sicher, ob sie das jetzt als Kompliment sehen sollte, oder nicht. Doch während sie durch das Krankenhaus zum Parkplatz gehen, wettert Amy einfach weiter. "Es ist ja nicht so, dass wir keine guten Leute hätten, ganz im Gegenteil, ich finde, wir haben mit die Besten von ganz L.A... aber manchmal machen die sich alle über Dinge Gedanken, darüber würde ich nicht einmal im Schlaf nachdenken. Der einzige, der genauso trocken ist wie du, ist Simon, aber der hat ständig schlechte Laune, weil sein Kind ihm auf den Keks geht."
Amy atmet einmal tief durch und hält Thea die Autotür auf, verstaut nebenbei ihren Rucksack auf der Rückbank.
"Oh Amy", seufzt Mathea und sieht ihre Freundin schmollend an. "Es tut mir so leid, dass ich jetzt ausgefallen bin. Gerade jetzt, wo die Promo in die heiße Phase geht."
"Ach, dafür kannst du doch theoretisch jetzt auch nichts. Außer vielleicht mal besser auf die Straße zu gucken, bevor du rüber gehst." Sie muss schmunzeln und lenkt ihren Wagen durch die Straßen.
"Ab morgen bin ich wieder dabei", sagt die Fotografin entschlossen, doch wird von Amy direkt wieder ausgebremst: "Spinnst du? Du kannst doch nicht einmal 'ne Kamera halten." - "Ich kann mich aber an den Mac setzen und Bilder bearbeiten."
Amy seufzt. Wahrscheinlich wird sie diesen Workaholic sowieso nicht von ihrem Vorhaben abbringen können.
"Musst du heute nochmal in die Agentur?", fragt Mathea, während die Brünette galant vor Theas Haustür einparkt.
"Nee. Zum Glück nicht."
"Dann komm doch noch mit, wir schieben uns 'ne Tiefkühlpizza in den Ofen und verpassen dir bessere Laune."
Die Blonde kickt ihrer Freundin mit der uneingegipsten Faust gegen die Schulter und freut sich, als diese schließlich zustimmt und Thea in ihre heiligen Hallen begleitet.

Genüsslich Pizza futternd hocken beide Frauen schließlich auf dem Sofa und starren auf die gegenüberliegende Wand.
"Jetzt bring mich doch mal bitte schnell auf den neuesten Stand", sagt Mathea und nimmt nebenher ihr iPad zur Hand. "Du willst echt direkt wieder loslegen?", entgegnet Amy aber nur. Sie würde sich freuen, keine Frage, aber sie hat ein bisschen Angst um die Fotografin. "Amy, mensch. Mir geht's wirklich gut. Die Knochen heilen auch, wenn ich im Bürostuhl sitze, dazu muss ich nicht hier rumgammeln und Däumchen drehen." Der kreative Kopf zuckt mit den Schultern und nickt kurz. Wenn sie denn unbedingt will. Schnell beginnt Amy, ihr diverse Termine und Aufträge herunterzurattern.
"...Naja und dann steht halt die Premiere an. Aber von der weißt du doch sicher schon."
Für einen kleinen Augenblick hält Mathea die Luft an.
"Jep." Weil sie so spartanisch antwortet und schnell in ihr letztes Pizzastück beißt, zieht Amy eine Augenbraue hoch.
"Was ist los?"
"Was soll sein?"
"Komm schon, Mathi. Ich hab gerade irgendwas angesprochen, was dir auf der Seele brennt. Was ist es?"
Seufzend verdreht Mathea die Augen, stellt ihr Pizzabrett auf den Beistelltisch und lässt ihren Kopf an Amys Schulter fallen.
"Chris hat gefragt, ob ich mitkomme zu der Premiere. Als seine Begleitung." - "Ja super! Davon war ich auch ausgegangen. Und wieso guckst du jetzt, als hätte man dir erzählt, dass morgen die Welt untergeht?"
In Kurzfassung erklärt sie ihrer Freundin noch einmal ihren Gefühlsgulasch. Doch dass diese daraufhin laut loslacht, hätte Thea nicht gedacht. "Mathi, komm schon. Du liebst diesen Typen wie sau. Blende doch einfach alles andere aus. Sieh ihn an. Bei diesen krassen Augen würde ich sowieso nirgendwo anders hingucken. Außer vielleicht noch auf seine Oberarme" Thea gluckst und verschränkt die Arme vor dem Körper. Amy hat mal wieder recht, sie macht sich alles viel zu schwer.
"Ja...", murmelt sie schließlich. "Ich find's ja auch toll, dass er mich mitnehmen will und-" - "Ja eben! Das zeigt ja auch, dass es ihm richtig ernst ist! Oh man, ist das aufregend. Also von mir wirst du an dem Tag definitiv nicht zum arbeiten eingeteilt, da schick ich Simon los und lasse ihn von euch das mit Abstand schönste Bild von allen schießen."
"Ach Amy, du hast 'nen Knall", lacht Mathea und fällt Amy einfach mal wieder spontan um den Hals.
"Wofür ist das denn jetzt?"
"Für alles! Hast du verdient", nuschelt sie in ihre braunen Haare. "Und wehe, du machst am Ende doch nen Rückzieher. Die Narbe an deiner Stirn überschminken wir gut. Lass und doch nächste Woche, wenn du deine Armschiene hast, mal shoppen gehen!" - "Ich hab' dich so lieb!"

Am späten Abend liegt Thea endlich wieder in ihrem eigenen Bett und vergräbt die Nase ganz tief in ihrem eigenen Kissen mit ihrer eigenen Bettwäsche. Das Gefühl ist unbeschreiblich. Ein bisschen bildet sie sich auch ein, dass das Kissen noch nach Chris riecht. Kurz nimmt sie noch einmal ihr Handy zur Hand und tippt ihrem Freund eine Nachricht. Nachdem die Entscheidung nun gefallen ist, sollte der sich nun auch nicht mehr länger den Kopf zermürben.

"Ich komme mit. Und ich freue mich drauf. <3"
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