Keep your mind.

von lusie
GeschichteRomanze / P12
Chris Evans
03.05.2018
27.08.2019
35
55654
28
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Hallo! Ich hab das erste Kapitel von dem Ding hier schonmal hochgeladen, dann aber kalte Füße gekriegt und alles wieder gelöscht :D Nun Versuch zwei.
Und wie gesagt: alle, die leichte Kost zum Lesen mögen und einfach gerne träumen - die sind hier genau richtig <3

***


Smart casual, den Dresscode hat sie gut getroffen. Sneaker, Skinnyjeans, Gürtel, Bluse, Haare hübsch – passt. Die Kamera locker über der Schulter, jeder zweite Blick auf der Armbanduhr. Die Hälfte der Show kann sie sich mit ins Publikum setzen, da wird eh alles von den vielen Filmkameras eingefangen. Schon ein kleiner in Erfüllung gegangener Traum, sie sieht seine Show gern im Fernsehen. Sie wippt nervös auf und ab, jede Sekunde in Versuchung, einfach ganz laut zu jubeln, tanzend durch die Gänge zu springen und jeden durchzuknuddeln, der sich ihr in den Weg stellt.

„Du bist gut, du bist nicht so aufdringlich“, sagt der plötzlich wieder um die Ecke schneiende Mann und lächelt sie an. Sie zieht beide Augenbrauen hoch. „Ich denke, es ist selbstverständlich, dass ich dir nicht bis auf die Toilette folge.“ Sie kratzt sich verlegen an der Nasenspitze. Er grinst. „Das sehen nicht alle so!“ – „Wirklich?! Wer ist denn bitte so dreist?!“ Der Dunkelhaarige beginnt zu lachen, setzt gerade an, ihr etwas erzählen zu wollen, da werden die beiden unterbrochen: „Jimmy, fünf Minuten!“ Der Showmaster nickt und gibt dem vorbeilaufenden Tonmann ein „Highfive“.  „Du kannst dir oben einen Platz suchen... du willst doch zusehen, oder? Oder musst du derweil irgendwas aufschreiben?“ – „Alles hier oben drin“, grinst sie und tippt sich an die Schläfe. „Ich freue mich seit Wochen darauf, natürlich sehe ich zu.“ Die junge Fotografin schießt noch ein Foto, legt diese daraufhin in einen freien Umkleideraum und macht sich auf den Weg zur Sicherheitskontrolle, auch da muss sie durch.

Mr. Fallon startet die „Tonight Show“ wohlbekannt mit seinem Monolog, das Publikum kichert jetzt schon fröhlich vor sich hin. Es ist grandios. Genauso, wie sie es sich immer vorgestellt hat. Es ist eine tolle Atmosphäre, als wären alle anwesenden Menschen miteinander befreundet.
Später spricht Jimmy mit Chris Evans. Sie kennt ihn bisher nur von der Leinwand. Sehr sympathisch, der Typ. Seine wilde Gestikulation bringt sie mehrmals zum Schmunzeln. Amüsiert beobachtet sie auch das Schauspiel bei „Frozen Blackjack“ und schleicht sich anschließend wieder aus dem Zuschauerraum, um ihre Kamera zu holen. Schließlich ist hiermit der Tag noch nicht vorbei. Schnell flitzt sie über den Gang, Mr. Fallon beendet seine Show, sie steuert direkt die Tür an, hinter welcher wohl behütet ihre Kamera liegt. Schwungvoll reißt sie die Tür auf und – „Oh! Ooooh! Sorry!“ Himmel, wie peinlich.
Mit zusammengekniffenen Zähnen, Augen, Fäusten, Pobacken steht sie vor der nun wieder schockartig geschlossenen Tür und zählt langsam bis drei.
„Sie können jetzt reinkommen!“, tönt es nun plötzlich von innen. Aber will sie das? Peinlich.
Langsam drückt sie die Türklinke nach unten und öffnet die Tür einen Spalt. „Es tut mir so leid. Ich bräuchte nur meine Kamera, die liegt dort vor dem Spiegel.“ Sowas peinliches. Sie traut sich nicht, in den Raum zu sehen. Die Vorstellung eines nahezu nackten Chris Evans am aus den nassen Sachen schälen und umziehen, wird ihr wohl noch einige Zeit im Gedächtnis bleiben.
„Kommen Sie ruhig rein, ich beiße nicht und hab’ die Hände voll.“ Sie macht große Augen, schüttelt kurz den Kopf, räuspert sich und betritt den Raum. Mr. Evans knüpft sich die letzten Knöpfe eines frischen Hemdes zu und hat ein verschmitztes Grinsen auf den Lippen.
Gerade will sie ihre Kamera schnappen, um sofort wieder zu verschwinden, beginnt Evans plötzlich zu lachen. „So verstört von meinem Anblick?“
Vorsichtig hebt sie den Kopf und muss grinsen. „Nein. Das ist mir nur ziemlich peinlich. Ich hätte anklopfen sollen.“ Er nickt zaghaft und betrachtet sie. „Für was sind Sie denn hier?“ Sie nimmt ihre Kamera vom Tisch und hängt sie sich am Gurt wieder um den Körper. „Ich bin Fotografin und mache heute einen bildlichen Tagesreport zu Jimmy. Der hängt davon ab, ob ich bei einer größeren Agentur genommen werde.“ Evans zieht interessiert die Augenbrauen hoch. „Aber deswegen muss ich jetzt auch, die Show ist schon längst zu Ende.“ Sie lächelt noch einmal und dreht sich zur Tür, bevor sie etwas verfangen zwei Schritte auf diese zusteuert. „Warte“, hört sie den Schauspieler rufen, wirbelt wieder herum und sieht ihn mit fragendem Blick an. „Ich bin Chris“, sagt er, streckt ihr die Hand aus und geht auf sie zu. Sie legte Ihre in seine, drückt diese kurz. „Mathea.“
Kurz sehen sie sich noch an, dann wendet sie sich ab und eilt aus dem Raum. Wo ist Jimmy?
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