Soul Eater: Wiedergeburt

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P12
OC (Own Character)
01.05.2018
08.09.2019
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Tamara runzelte die Stirn. Sorgfältig kontrollierte sie noch einmal ihre Angaben, bevor sie das Formular seufzend zusammen faltete.
»Kopf hoch! Dieses Mal klappt es bestimmt! « versuchte Lily sie aufzumuntern.
Tamara drehte sich zu ihrer Zimmerkameradin um, die sie warm anlächelte. »Hoffentlich hast du Recht. «
»Und wenn nicht, dann tuen wir beide uns einfach zusammen! « sagte Reba, die ihre Arme um ihren Hals geschlungen hatte. Sie trug bereits ihre Schuluniform.
Die Mädchen lachten und machten sich dann weiter für die Schule fertig. Es war nun genau drei Monate her, seitdem sie ohne Waffe war. Da sie kein Meister war, der ohne Waffe gut kämpfen konnte, würde es nicht mehr lange dauern, bis sie zurück in die NOT Klasse geschickt werden würde.
Deswegen hatte sie sich entschlossen an einem der Partnersuchprograme teilzunehmen. Sie hatte schon am Bingo-Turnier und Meister-Waffen-Speed-Dating teilgenommen. Jetzt versuchte sie es mit einer Partnervermittlung.

Lily und Reba trafen sich mit ihren Partnern vor der Shibusen, wo Tamara sich vom Rest der Gruppe trennte und alleine zur Rezeption ging. Sie blieb vor einer Kiste mit der Aufschrift Partnersuche stehen und nahm das Formular hervor. „Bitte lass es dieses Mal funktionieren.“, dachte sie. Langsam ließ sie das Papier in den Kistenschlitz gleiten.
»Sorry, aber… «
Erschrocken drehte sie sich um. Hinter ihr stand ein rothaariger Junge mit Brille.
Er hob seinen Arm und zeigte auf sie. »Du bist Tamara Gassion, richtig? «
Tamara nickte.
»Du suchst einen Partner, oder? «
Sie nickte erneut.
Der Junge rückte seine Brille zurecht. »Ich würde gerne dein neuer Partner werden. «
Einen Moment stand Tamara nur so da. Sie wusste gar nicht, was sie sagen soll. Noch nie war Jemand so direkt zu ihr gewesen.
»Klar… « sagte sie immer noch etwas verwirrt. »Wie wäre es, wenn wir uns nach dem Unterricht vor der Schule treffen würden. «
»Gut. « Ohne ein weiteres Wort zu sagen, ging er weiter.
Verdutzt sah Tamara ihm hinterher. Ein komisches Gefühl machte sich in ihr breit. Hatte sie den Jungen nicht schon einmal irgendwo gesehen.
Die Schulglocke riss sie aus ihren Gedanken. Schnell lief sie zu ihrem Klassenzimmer, wo ihre Freundinnen bereits neben ihren Partnern Platz genommen hatten. Reba winkte ihr aufgeregt zu, als sie Tamara erblickte. Schnell setzte sich Tamara neben sie und atmete erleichtert aus. »Wo warst du denn? « fragte sie besorgt.
»Ich hab Jemanden unterwegs getroffen. « erklärte Tamara aufgeregt, während sie ihre Arbeitsmaterial auspackte.
»Uhh…wirklich! Wenn denn? Jemand interessantes? « fragte sie neugierig.
Tamara legte ihre Stifte zurecht. »Erzähl ich dir später. «
Gerade noch rechtzeitig. Ihre Klassenlehrerin betrat nämlich nun das Klassenzimmer und im gesamten Raum herrschte nun absolute Ruhe. Nur das Klackern von Absätzen war zu hören. »Ich hoffe ihr wart alle brav. «
Als sie vor dem Lehrerpult angekommen war, schlug sie mit ihrer Reitgerte aufs Pult und richtete bedrohlich ihre Brille zu Recht. »Sonst werdet ihr bestraft! «
»Jawohl! « antwortete die gesamte Klasse.
Frau Anderson war eine sehr attraktive Lehrerin, die besonders bei den Jungen in der Klasse beliebt war. Sie trug, wie Tamara fand, ihr Alter unangebracht enge Kleidung und war bekannt dafür extra strenge Strafen zu verhängen. Tamara wollte gar nicht wissen, was sie mit ihr machen würde, wenn sie es nicht schaffte, einen neuen Waffenpartner zu finden.
Heute gingen sie wieder eine Lektion zum Thema Seelenresonanz durch. Die Seelenresonanz ist eine Technik, die Meister und Waffen nutzen, um ihre Kräfte zu kombinieren. Tamara und ihr letzter Partner hatten es nicht geschafft die Seelenresonanz zu erlangen, wie sehr sie es auch versuchten. Es könnte dafür viele Gründe geben, aber Tamara glaubte den Grund auch so zu wissen. Ein Stich fuhr durch ihre Magengrube.
Der Rest des Schultages verlief ereignislos. Eine weitere Stunde Seelenkunde, eine Doppelstunde Gesellschaftslehre und eine Doppelstunde Sport, in der sie Reba ständig versuchte, Tamara über den unbekannten Jungen auszufragen.
Der Himmel hatte sich schon orange gefärbt, als Tamara vor einer der Ausgänge wartete. Nur unter der Voraussetzung, ihr später alles im kleinsten Detail zu berichten, hatte sie es geschafft, Reba dazu zu überreden, sie alleine warten zu lassen. Nervös biss sich Tamara auf die Unterlippe. Was wenn es dieses Mal wieder nicht klappt?
»Hi. «
Tamara zuckte erschrocken zusammen. Sie hatte gar nicht bemerkt, dass der Junge bereits neben ihr stand.
»Oh, hi! « sagte Tamara. »Wenn es dir nichts ausmacht, würde ich gerne woanders hingehen. «
Sie hatte sich überlegt, mit den Jungen in ihr Lieblingscafé zu gehen. Das Café Tomcat lag praktischerweise nicht weit von der Shibusen entfernt, so dass der unangenehme Hinweg, nicht so lange dauerte. Die Beiden bekamen einen Tisch am Fenster und bestellten Getränke.
»Also, du weißt, wer ich bin. Aber ich kenne nicht mal deinen Namen. « sagte Tamara.
»Mein Name ist Gareth Boyle. « antwortete der Junge kurz.
„Gareth Boyle.“, wiederholte Tamara in ihren Kopf. Hatte sie den Namen nicht schon Mal gehört?
»In welche Klasse gehst du? « fragte sie nun neugierig.
»In dieselbe wie du. « antwortet er.
»Was!? « sagte Tamara überrascht.
Das konnte doch nicht sein, dass sie die ganze Zeit in die gleiche Klasse gegangen sind, ohne dass Tamara ihn bemerkt hätte.
»Kann ich dich auch was fragen? «
»Natürlich. « Sie lächelte ihn ermutigend an.
»Warum hat dich dein letzter Partner verlassen? «
In diesem Moment brachte die Kellnerin ihre Getränke. Tamara nahm einen großen Schluck von ihrem Glas. Ihr Hals war plötzlich ganz trocken geworden.
»Nun ja, sie dachte, ich wäre nicht gut genug für sie. « sagte sie und nahm einen weiteren Schluck.
Eine peinliche Stille trat ein. Tamara sah schüchtern in ihr Glas hinein. Sie hatte eigentlich versucht dieses Thema zu vermeiden.
»Weißt du, ich kannte den Laden hier vorher noch gar nicht. « Gareth lehnte sich zurück und schien sich jetzt erst das Café genauer anzusehen.
Tamara richtete sich wieder auf. »Das hier ist mein Lieblingscafé. «
»Besser als der Laden, wo sie die Mädels in diese komische Uniformen zwingen. « Er schüttete eine Tüte Zucker in seinen Kaffee.
»Du meinst das Deathbucks Café, nicht wahr? « Sie lehnte sich nach vorne. »Hast du gewusst, dass Death Scythe die Uniformen dafür entworfen haben soll. «
Gareth schmunzelte. »Das macht zu viel Sinn. «
»Ja, das tut es. « Sie hielt sich die Hand vor den Mund und begann zu kichern.
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