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After a century

Kurzbeschreibung
GeschichteSchmerz/Trost / P18 / MaleSlash
01.05.2018
01.05.2018
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01.05.2018 354
 
„Und noch welche von denen da drüben bitte.“ Die Floristin kam Magnus Bitte mit einem Lächeln nach, und präsentierte Magnus anschließend den fertigen Blumenstrauß.
„Ist er zu Ihrer Zufriedenheit, oder soll ich noch etwas verändern?“
„Nein, er ist perfekt. Danke.“
„Gerne. Das ist ein wunderschöner Strauß. Ich schätze, für eine besondere Person. Sie wird sich sicher sehr freuen“ meinte die Floristin, und band den Strauß zusammen.
Magnus bezahlte, und bevor er den Laden verließ, meinte die Frau noch zu ihm „Lassen Sie diese Person bloß nicht gehen.“ Magnus lächelte sie an, und verließ anschließend den Blumenladen.

Heute war der Hexenmeister zu Fuß unterwegs. Es war ein besonderer Tag, und ihm war nicht danach ein Portal zu benutzen. Er war auf dem Weg zu Alec. Die Frau hatte Recht gehabt, dieser Strauß war für eine besondere Person.
Magnus Schritte fühlten sich schwer an, gleichzeitig kam ihm der Weg, viel zu kurz vor.

„Hallo Alexander“ sagte er, als er sein Ziel endlich erreicht hatte.
„Die hier sind für dich. Ich hoffe sie gefallen dir.“ Mehr Worte brachte Magnus nicht über seine Lippen. Wortlos legte er die Blumen nieder. In einer Starre versunken, unfähig etwas zu sagen, blickte er geradeaus. Nach wenigen Sekunden, sackte der Hexenmeister auf den Boden.

„Du bist jetzt ein Jahr tot“ flüsterte er, und seine Stimme drohte zu versagen.
„Ich weiß nicht, wie ich je wieder leben soll ohne dich. Der Schmerz hört nicht auf.“ Die Tränen bahnten sich über Magnus Gesicht, und er machte keine Anstalten, sie zu unterdrücken. Er blickte auf den Grabstein vor sich und die Tränen verwandelten sich in ein heftiges Schluchzen. Magnus Finger krallten sich in die Erde, und seine Tränen liefen noch stärker.

„Ich habe dir versprochen stark zu sein. Ich versuche es“ meinte er, immer noch unter Tränen.
„Dieses Versprechen ist so unfair“ meinte der Hexenmeister mit einem gequälten Lächeln.
„Aber ich werde mein letztes Versprechen an dich nicht brechen. Ich liebe dich Alexander.“

An diesem Tag, Alecs erstem Todestag, saß Magnus noch lange an seinem Grab. Er wusste nicht wie er diesen Schmerz überwinden konnte. Das einzige was ihm blieb, waren die Erinnerungen.
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