Birthday Special 4 ; )

GeschichteRomanze, Familie / P18
Akane Tendo Ranma Saotome
27.04.2018
29.04.2018
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Es war ein warmer Frühlingsabend. Es fand ein kleines Grillfest zu Akanes Geburtstag statt. Überall hingen Girlanden, Laternen, Blumen und noch andere Dekoration. Alles war in fröhlichen Frühlingsfarben gehalten, Kasumi hatte sich wirklich selbst damit übertroffen. Soun stand am Grill umringt von anderen älteren Männern und sie stiessen lachend mit ihren Bierdosen an. Soun nahm einen Schluck und fing an das Fleisch zu drehen.

Nabiki stand in der Ecke mit ihrem Telefon. Sie war in den letzten Jahren zu einer sehr erfolgreichen Geschäftsfrau geworden. Was aber auch dazu führte, das sie immer Unterwegs war und kaum noch Zeit hatte für die Familie. Kasumi hatte sie mit Schuldgefühlen überhäuft, bis sie zugestimmt hatte zu kommen. Aber sie hatte den ganzen Abend noch kein Wort mit niemandem gewechselt. Ausser vielleicht mit ihren Geschäftspartnern. Aber solange sie hier war, schien Kasumi zufrieden zu sein.

Denn endlich war Ihre Familie nach langem mal wieder zusammen. Wenn man es genau betrachtete, lag das letzte Familientreffen 3 Jahre zurück. Und das war für die Familienfrau einfach nur schrecklich. Aber sie konnte kaum etwas tun. Denn alle hatten mittlerweile ihr eigenes Leben und kaum noch Freizeit. Sie selbst eingeschlossen.

Denn sie hatte vor ein paar Jahren Dr. Tofu geheiratet und war gesegnet mit zwei wunderbaren Söhnen und einer zum anbeissen süssen Tochter. Gleich nach ihr war Nabiki ausgezogen und hatte sich in die Arbeitswelt gestürzt. Und kurz danach sind die beiden Alten zu Ranmas Mutter gezogen, da sie beide ohne die bequemlichkeit einer Hausfrau nicht klar kamen.

Da ja Akane vollzeit arbeitete, konnte sie diese Rolle nicht ausfüllen und ganz ehrlich, dass wollte auch niemand von ihr. Den sie war nicht gerade eine gute Hausfrau. Und Jetzt lebten nur noch Ranma und Akane in dem grossen Haus, alleine miteinander. Beide hatten gute Jobs und teilten sich die Kosten. Ranma war der Polizei beigetreten und machte so seine Leidenschaft zu seinem Beruf. Den er ging nur zwei Tage in der Woche auf Streife. Die restliche Zeit verbrachte er damit, die anderen Polizisten in den Kampftechniken auszubilden und fit zu halten. Sein Job machte ihm sehr viel spass, bot ihm genug Abwechslung und auch ausreichend Momente, in denen er einen Adrenalinschub bekam und den Helden spielen konnte.

Akane hingegen konnte sich lange Zeit nicht für etwas entscheiden. Es interessierte sie so vieles, Recht, Medizin, Pedagogik, Wissenschaft und vieles mehr. Also hatte sie während ihres Studiums so viele Kurse wie nur möglich belegt. Schlussendlich hatte sie einfach eine Kombination aus ihren Interessen gemacht. Sie arbeitete in einer Anwaltskanzlei, die sich für die Umwelt und für sozial Benachteiligte einsetzte. Ausserdem ging sie jeden Tag nach der Arbeit ins Weisenhaus und half aus. Sie spielte und redete mit den Kindern. Sie gab Rechtsberatung denen die sie brauchten, half den älteren Kindern eine Wohnung oder einen Job zu finden. Ab und zu verband sie auch einen Arm oder klebte ein Pflaster auf ein aufgeschürftes Knie.

Sie liebte die Arbeit mit den Kindern. Was jetzt allerdings geschah liebte sie nicht, sie hasste es richtig. Sie stand in Kasumis Garten umringt von einem Haufen Menschen die ihr Gratulierten und sie mit Fragen löcherten. Die häufigste Frage, war die über ihre Beziehung mit Ranma. Sie hasste es, wenn die Leute sie damit belästigten und am meisten hasste sie aber, dass sie keine Antwort darauf hatte. Sie wusste ja selbst nicht, was das zwischen ihnen war.

Aber da sie ja jetzt Anwältin war und das noch eine sehr gute dazu. Wusste sie sich aus der Affäre zu ziehen, ohne wirklich eine Antwort zu geben. Sie ging gerade richtung Haus, mit der Absicht sich irgendwo zu verkriechen, um mal Luft zu holen. Sie schob gerade die Terassentür auf und eilte in die Küche. Sie hoffte niemand hätte sie gesehen. Akane lehnte sich nach vorne gegen die Arbeitsplatte und sefzte erleichtert auf. Endlich war sie allein und konnte mal tiel Luft holen.

"Hi." Sagte jemand hinter ihr. Sie drehte sich erschrocken um und endeckte zu ihrer erleichterung Ranma. Sie atmete wieder tief aus und lehnte sich wieder gegen die Küchenzeile. "Hi, ich hab dich gar nicht gesehen." Brachte sich mühsam hervor und rieb sich die Stirn. Ranma sah sie mitleidig an und nahm einen Schluck von seiner Cola. Dann griff er hinter sich zu einer Flasche Rotwein und einem Glas. Er schenkte ihr ein und reichte es ihr. Dankbar nahm sie es entgegen und nahm sogleich einen grossen Schluck.

Er musterte sie einen Moment. Sie trug ein enges blaues Etuikleid. Etwas zu schick, für eine Gartenparty. Mit seinen Detektivfähigkeiten enschied er, das sie direkt von der Arbeit gekommen sein muss. "Ist es dir auch zu viel geworden?" Fragte er mitfühlend nach. Sie nickte ohne ihn wirklich anzusehen. "Sag bloss, dich haben sie auch so überfallen?" Stellte sie eine Gegenfrage. Wie typisch, Anwälte, sie gaben nie wirklich eine klare Antwort. Ranma lachte auf und nahm nochmal kurz einen Schluck. "Belagert ist wohl das passendere Wort. Ich war kaum 5 Minuten da, da ging das schon los. Also hab ich mich schnell verzogen und steh schon den ganzen Abend hier drinnen."

Jetzt schaute sie erstaunt hoch zu ihm. Da erst fiel ihr auf, das sie ihn den ganzen Abend über nicht gesehen hatte. "Wieso bist du nicht einfach nach Hause gegangen?" Ranma zog die Augenbraue fragend hoch. Das konnte sie doch nicht ernst meinen. "Ich konnte doch nicht gehen, ohne dir zum Geburtstag zu gratulieren." Sagte er schmunzelnd und zwinkerte ihr zu. Akane wurde leicht rot und sah zur Seite.

Sie war eine knallharte Anwältin und nichts konnte sie aus der Ruhe bringen. Ausser IHM, er war ihre grosse Schwäche. Und sie hasste es, es war als würde sie jedesmal, wenn sie ihn sah, wieder zu diesem naiven jungen Mädchen werden. Auch sie lächelte jetzt. "Du hättest mir auch zu Hause gratulieren können. Schon vergessen, wir haben die gleiche Adresse?" Scherzte sie. Er machte einen Schritt zur Seite und stellte sich genau neben sie. Ohne sie anzusehen, stupste er sie mit dem Ellbogen an.

"Natürlich ist mir die Idee schon gekommen, aber ehrlich gesagt, habe ich eine scheiss Angst vor Kasumi. Sie hat mir unaussprechliches angedroht, wenn ich heute Abend nicht komme." Akane sah lächelnd zu ihm hoch. Sie wusste das er flunkerte und sie fühlte sich so geehrt, das er all das nur für sie tat. Sie lehnte ihren Kopf gegen seine Schulter und schloss die Augen. Ja bei ihm konnte sie entspannen, er war ihr ruhepol. Nur leider aber auch nicht mehr als das. Sie waren Freunde geworden, die besten. Sie hatten sich aneinander gewöhnt, kannten die Macken des anderen und hatte viele gemeisamkeiten. Sie gingen sogar oft miteinander aus, ins Kino, ins Restaurant, an den Strand und so vieles mehr. Aber halt immer nur als Freunde.

Und es frass sie innerlich auf, dass es einfach nicht vorwärts ging. Sie hatte es in den letzten paar Jahren versucht, aber Ranma hatte sie immer ablitzen lassen. Aber nie mit Absicht, sie glaubte nicht, das er jeh einen der Annäherungsversuche wirklich erkannt hatte. Sie hörte schnelle Schritte auf dem Parkett und seufzte laut auf. Vorbei war es mit der Zweisamkeit. Sie öffnete die Augen und trennte sich von Ranma. Kasumi kam um die Ecke und stemmte die Hände in die Hüften. "Was macht ihr beide denn hier drinnen? Die Gäste warten schon auf euch. Gleich bringen wir die Torte raus."

Akane wollte eigentlich nicht raus zu den anderen. Sie fand den Abend bis jetzt schrecklich, aber das würde sie Kasumi nie sagen. Sie wollte ihre grosse Schwester ja nicht verletzten. Ranma war der erste der sich bewegte. "Wir kommen gleich." Sagte er zu Kasumi und nickte ihr zu. So gab er ihr zu verstehen, das sie noch einen Moment brauchten. Er machte einen Schritt nach vorne und stellte sich direkt vor sie. Sie musste ihren Kopf in den Nacken legen, um zu ihm hoch zu schauen. Denn er war in den letzten 10 Jahren, um einiges gewachsen.

Gott er hatte sich so verändert und doch wenn er sie so anlächelte, sah sie immer noch denn 16 jährigen Jungen vor sich. Er streckte ihr die freie Hand hin. "Komm, mischen wir die Party ein wenig auf." Akane musste schmunzeln, sie konnte in seiner Nähe einfach nicht ernst bleiben. "Ich will nicht." Sagte sie trotzig und verschränkte kindisch die Arme vor der Brust. Ranma musste über ihr  Theater lachen.  

"Komm schon, wir machen das zusammen." Sie tratt einen Schritt vor und liess ihren Kopf auf seiner Brust nieder. Er zog sie direkt an sich. "Ich möchte mich nicht wieder diesen Assgeiern zum Frass vorwerfen." Er strich ihr über den Rücken. "Keine Angst, ich werde dich beschützen." Sie hob den Blick und sah hoffnungsvoll zu ihm hoch. Wie oft hatte sie diese Worte schon ihm gehört. "Du bleibst bei mir?" Er nickte und steckte ihr eine Sträne hinters Ohr. "Immer." Plötzlich war es so still, sie war gefesselt von seinen Augen.

Er war ihr so nahe. Sein Daumen strich zärtlich über ihr Wange. Sie genoss diese kleine Geste so sehr. Ja, sie liebte es von ihm berührt zu werden. Die Spannung zwischen ihnen wurde immer greifbarer und sie hörte es knistern. Wie schon oft zuvor, keime ein kleines bisschen Hoffnung in ihr auf. Und wie so oft zuvor, lehnte sie sich mutig vor. Sie legte ihm eine Hand auf die Brust und schloss die Augen. Ranma geriet in Panik und wich aus. Er packte die Hand von seiner Brust und lief los. Er zog sie hinter sich her und tat so als sein nichts geschehen. "Wir stehen das zusammen durch." Ratterte er nervös runter, während er auf den Garten zusteuerte.

Akane sah ihn zuerst überrascht und dann enttäuscht an. Sie liess sich von ihm ohne weiteres nach draussen ziehen. Sie schluckte ihre Trauer runter und setzte ein fröhliches Gesicht auf. Wie sie es sich als Anwältin antrainiert hatte. Sie würde diesen Abend durchstehen, das schwor sie sich. Sie gesellten sich zu den Anderen und prompt ging das Licht aus. Akane sah sich verwundert um und entdeckte die Kerzen. Die Menge fing an zu singen und die Kerzen in der Form einer 26 kamen auf sie zu.

Sie waretet bis die Anwesenden das Lied beendet hatten. Dann bliess sie die Kerzen aus. Jubel brach aus und die Laternen gingen wieder an. Akane wurde von allen Seiten umarmt und geküsst. Sie lächelte und nahm es herzlich entgegen. Was sie aber nicht erwartet hatte, als sich alle der Torte näherten und sie niemand mehr ansah. Tratt Ranma neben sie, beugte sich runter und hauchte einen Kuss auf ihre Wange. "Herzlichen Glückwunsch." Flüsterte er schnell, bevor er sich wieder aufrichtete.

Sie sah erschreckt zu ihm auf und wurde ganz rot. Was man zum Glück, wegen der Dunkelheit, nicht sah. Er überspielte seine nervosität indem er auch auf die Torte zuging. Sie stand weiterhin verlegen da und hielt sich ganz perplex die Wange. Die Meute teilte sich und alle sahen zu ihr nach hinten. Kasumi stand vorne an der Torte und winkte ihr mit dem messer zu. Akane atmete tief aus und straffte ihre Schultern. Lachend eilte sie zu ihrer Schwester. Die torte wurde zugeschnitten und sie vertelten die Stücke.

Als letztes nahm sich jetzt auch das Geburtstagskind ein Stück. Ein sehr kleines, denn sie musste auf ihre Linie achten. Schliesslich war sie keine 16 mehr und ausserdem kam sie nicht mehr oft zum Training. Ranma gesellte sich wieder zu ihr schnaubte amüsiert auf, bei dem Blick auf ihren Teller. "Pass auf, das du dich nicht übernimmst." Spottete er zwischen zwei Bissen. Akane wolte sich nicht provozieren lassen, aber er brachte sie einfach immer zur weissglut. "Oh Bitte nicht jeder ist so verfressen wie du." Sagte sie und zeigte mit der Plastikgabel auf seine grossen zwei Stück Torte.

Er zuckte nur die Schultern. "Oh tut mir Leid, hab ich ihre Gefühle verletzt. Misses, ich hab keinen riesen Hintern." Dann nahm er einen riesen Biss und lachte laut auf. Aber das nächste hatte er nicht erwartet. Sie zerdrückte wütend ihre Gabel und versuchte innerlich bis 10 zu zählen, aber sie kam nicht einmal bis 4. "Was? Du hast noch hunger, hier du kannst auch mein Stück haben." Schrie sie wütend und drückte ihm den Pappteller ins Gesicht.

Alle waren verstummt und sahen zu den Beiden rüber. Akane zog ihre Hand weg und der Teller fiel zu Boden. Ranma öffnete langsam die Augen und fuhr sich mit der Zunge über den Mund. "Hmmm Himbeere." Akane sah ihn ungläubig an, während ein Lachen die Runde machte. Die Leute krümmten sich und hielten sich die Bäuche. Nach einer Weile stimmte auch Akane mit ein. Sie nahm eine Serviette vom Tisch und reichte sie ihm. Er gab ihr seinen Teller und fing an sich die reste aus dem Gesicht zu wischen.

"Tut mir leid, ich weiss nicht was in mich gefahren ist." Flüsterte sie kleinlaut neben ihm. Er senkte sie Serviette und lächelte sie nur an. "Ich habs ja verdient, ich kann meine grosse Klappe einfach nicht halten." Er nickte auf seinen Teller. "Du solltest mal Probieren. Ich hab Schokolade, schmeckt echt gut." Akane zögerte einen Moment und nahm dann doch noch einen Bissen. Ihre Augen glühten auf. Es schmeckte einfach unglaublich gut. Ihre Schwester war einfach eine Fee in der Küche.

Ranma nahm sich seinen Teller wieder und ass ruhig neben Akane weiter. Er hatte noch lange nicht alles aus seinem Gesicht entfernt. Im klebte noch ne ganze Menge in den Haaren, aber das würde er Später entfernen. Zuerst wollte er so viel von Kasumis Leckereien essen, bis er Bauchweh bekam. Akane sah Ranma amüsiert beim Essen zu, da drückte ihr Jemand einen Teller in die Hand. Sie drehte sich leicht und entdeckte Nodoka neben sich. "Meine Liebe du bist so schrecklich dünn. Arbeitest du wieder so viel?" Fragte Nodoka besorgt. Akane schüttelte den Kopf leicht.

"Aber nein, mach dir keine Sorgen, mir geht es gut." "Sie hat recht, du könntest ein paar Kilo mehr gut vertragen." Brummte Ranma mit vollem Mund. Erst jetzt wo sie ihren Sohn von nahem sah, hob sie erschreckt die Hände zu ihrem Mund. "Aber Ranma wie siehst du denn aus, geh sofort rein und wasch dir das Gesicht." Er sah peinlich berührt um. "Mama, ich bin kein Kind mehr, ausserdem ist die da Schuld." Dabei zeigte er auf Akane. Sie spielte die Unschuldige und ass ein Stück.

"Keine Ausreden, ein erwachsener Mann mit Torte im Gesicht und dann noch mein Sohn. Was für ein Schande, du willst doch nicht, das die Leute mich für eine schlechte Mutter halten." Er zog wütend die Augenbrauen zusammen und durchbohrte Akane, die Angefangen hatte zu kichern. "Fein, ich gehe rein, aber ich nehme meinen Teller mit." Wie um ihm zu zeigen wer der Chef war, nahm sie ihm den Teller ab. "Du hattest wirklich genug für heute." Dann lief sie davon. Er sah seiner Mutter beleidigt nach und stampfte dann davon.

Er wusch sie gerade das Gesicht am Waschbecken in der Küche, da wurde ihm ein Küchentuch gereicht. Er nahm es dankend entgegen. Rieb sich das Gesicht ab und sah dann zu seinem Gegenüber. Akane hielt ihm einen Teller voller verschiedener Tortenstücke entgegen. "Frieden?" Sagte sie und lächelte gezwungen. Ranma nahm den Teller sofort entgegen und alles war wieder gut. Solange Ranma was Essen hatte, war er zufrieden. Akane drückte sich mit den Händen hoch und setzte sich auf die Arbeitsplatte. Sie sah nach ihrem Glas und nahm es zwischen die Hände und liess die rote Flüssigkeit darin kreisen.

Und wieder einmal waren sie zusammen in Kasumis Küche gelandet. Ranma blickte zu ihr. "Was hast du dir gewünscht?" Sie runzelte die Stirn und erwiederte seinen Blick. "Wann?" Er mamfpte genüsslich. "Vorhin, als du die Kerzen ausgeblasen hast." Sie überkreuzte ihre Beine und lehnte sich noch weiter nach hinten. Mit einem verschmitzen lächeln sah sie ihn an. "Wieso willst das wissen?" Er zuckte die Schultern. "Einfach so." Sie nahm einen Schluck Wein und sah ihn weiter an. Wenn sie nur wüsste, was in ihm vorging.

"Das verrate ich dir nicht, sonst geht mein Wunsch nicht in erfüllung." Auch er lächelte jetzt. Dann hörte sie wieder die Schritte auf dem Parkett. "Verdammt." Flüsterte sie, denn sie wusste wer da stand. "Was soll das? Wieso hockt ihr schon wieder hier drinnen, da draussen läuft eine Party." Ranma kehrte sich um und lief mampfend auf Kasumi zu. Akane sprang von der Ablage und schenkte sich noch ein Glas ein, bevor sie die Küche verliess. Kasumi folgte ihr dicht. "Du solltest nicht so viel trinken." Flüsterte sie ihrer Schwester zu.

Akane blieb mittendrin stehen und ihre Schwester wäre fast in sie gekracht. "Ich bin erwachsen, bitte hör auf mich zu kontrollieren. Ausserdem ist das erst mein zweites Glas. Du solltest dich lieber um Papa und seinen Schnapsdrosselchor da draussen kümmern." Bevor Kasumi etwas erwidern konnte. Hörte man lautes Kindergeschrei. "Onkel Ranma, spielen wir Raumschiff." Forderte ihn Kasumis 6 Jähriger Sohn ihn auf.

Ranma legte seinen Teller auf einen der Tische und hob den Kleinen ohne weiteres hoch. "Bereit." Fragte er ihn. Der Kleine nickte wie verrückte und zeigte ihm seine weissen Zähnchen. Die ein paar lücken aufwiesen. Mit schwung warf er den Jungen in die Luft und fing ihn wieder auf. Kasumi rutschte das Herz in die Hose. Sie eilte zu den beiden, musste sich aber zuerst durch die Kinderschar drängen. Sie hatte sich alle um Ranma versammelt und wollten auch in die Luft geschossen werden. Kasumi erreichte ihn bevor er, ihren Sohn ein zweites Mal werfen konnte.

Sie hielt ihm eine Standpauke und mit ihm zusammen sahen die Kinder enttäuscht drein. Tofu stellte sich neben Akane und reichte ihr seine kleine Tochter. "Hier nimm mal, ich glaube Kasumi braucht mal eine kurze Pause, von dem ganzen Stress." Akane setzte ihr Glas ab und nahm zu gern das kleine Baby entgegen. Sie drückte sie sofort an sich und küsste sie. "Hallo du süsse Maus. Ich bin deine Tante Akane." Sagte sie in Babysprache und nahm die kleine Hand des Mädchen.

Ranma war froh, von Kasumi errettet worden zu sein. Schnell lief er zu Akane, blieb aber stehen als er sie mit dem Baby sah. Er wusste das Akane, Kasmuis Kinder vergötterte. Aber es fesselte ihn trotzdem jedesmal, wenn er sie mit ihnen sah. Sie hatte so ein gutes Händchen mit Kindern und sie strahlte jedesmal so sehr. Dann ging die Musik los und Tofu zog seine Frau in die Mitte. Auch andere Paare gesellten sich zu ihnen und liessen sich im Rythmus der Musik hin und her schwenken.

Da kam Ranma eine Idee. Er ging auf sie zu und hielt ihr die Hand hin. "Wie wärs mit einem Tänzchen?" Sie schüttelte den Kopf. "Bist du verrückt geworden, hast du schon das letzte Mal vergessen. Du hattest eine ganze Woche Fussweh." Er lächlte sie süss an. "Das Risiko gehe ich gern ein." Sie wurde rot und sah auf das Baby. "Ich kann nicht, ich hab Michiro grad auf dem Arm." So leicht würde er sich nicht abspeisen lassen. Er nahm ihr das Baby ab, was ihr gar nicht gefiel.

Er lief zu seiner Mutter und gab es ihr. Dabei gab er ihr einen Kuss auf die Wange und flüsterte ihr etwas zu. Sie nickte und dann kam er wieder. Und nochmal streckte er ihr die Hand hin. "Darf ich bitten?" Sie sah ihn unsicher an und biss sich auf die Lippen. Dan legte sie ihre Hand in seine. "Ich will danach aber keine Beschwerden hören." Er lachte auf und legte seine Hand auf Herz. "Versprochen." Er stellte sich vor sie und legte eine Hand an ihre Hüfte. Sie sah nervös auf ihre Füsse. Der Schwarzhaarige setzte seinen Finger unter ihr Kinn und drückte ihr Gesicht hoch.

"Keine Angst, sei einfach locker." Sie nickte immer noch sichtlich nervös. Dann zog er sie etwas näher, bis sich ihre Körper berührten. Er nahm ihre Hände und legte sie auf seine Schultern. Langsam fing er an sich zu bewegen und sie mit sich zu ziehen. Nach einer Weile fing sie tatsächlich an sich zu entspannen und schmiegte ihren Kopf an seine Brust. Das Lied ging langsam zu Ende und sie schaute zu ihm hoch. Sein Blick war so Liebevoll und seine berührungen so zärtlich. Sie wusste nicht, ob es am Wein lag.

Aber ihre Gefühle gingen mit ihr durch. Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und wollte ihn Küssen. Er riss erschrocken die Augen auf und überlegte schnell, wie er da wieder raus kam. Da nahm er ihre Hände und wirbelte sie umher. Wieder enttäuscht liess sie den Kopf hängen. Niemand schien ihren fehlgeschlagenen Versuch bemerkt zu haben. Da klopfte Soun auf Ranmas Schulter.

Dieser kam genau im richtigen Moment. Ranma übergab glücklich Akane an ihren Vater und stürmte ins Haus. Irritiert sah sie ihm nach und liess sich dann von ihrem Vater in den Arm nehmen. Der restliche Abend verlief ruhig, sie versuchte kein weiteres Mal sich Ranma zu nähern.
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