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Von Einsamkeit, Säure und Legosteinen

OneshotFreundschaft / P6 / Gen
24.04.2018
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Heute war mal wieder ein sehr heißer Tag in Danville und Heinz Doofenschmirtz stand auf seinem Balkon und arbeitete an einer neuen Erfindung: dem Häuser-in-Säure-verwandel-Inator.
Als er die letzte Schraube festgedreht hatte schaute er auf die Uhr. Heute war er früh fertig, das hieß Perry das Schnabeltier würde frühestens in einer halben Stunde auftauchen. Mit seiner krächzig, hohen Stimmer rief er nach Norm, seinem Roboter, damit er ihm eine kühle Limonade brachte. Mit dem Getränk in der Hand ließ er sich auf den Sessel sinken und betrachtete nachdenklich die vielen Leute, die draußen herumliefen.

„Kann ich noch etwas für sie tun, Sir?“ fragte Norm.

„Nein und jetzt verschwinde!“ der Roboter tackelte aus dem Zimmer und Doofenschmirtz war nun alleine. Wenn er so darüber nachdachte, war er immer alleine. Abgesehen von Norm natürlich. Manchmal waren zwar Vanessa oder Perry das Schnabeltier da, aber immer nur für kurze Zeit.

Das machte ihn sehr traurig und er fragte sich warum er keine Freundin hatte. Da war dieses Wal-Mädchen gewesen, aber sie… naja hatte den Wal bevorzugt. Sonst hatte er niemanden gehabt, mit dem er seine Geheimnisse hätte teilen können, oder mit dem er Spaß haben könnte.

Mit Perry „unternahm“ er eigentlich am Meisten, aber erstens war er sein Erzfeind und zweitens hatte er eine eigene Familie… nicht zu vergessen, dass er ein Schnabeltier war.
‚Aber was macht das für einen Unterschied? Ob Schnabeltier oder nicht…‘ seine Gedanken wurden unterbrochen, als er einen Knall hörte, der vom Balkon kam. Schnell er sprang auf und ging hin. Dort einige Meter von ihm entfernt saß ein Schnabeltier.

„Oh, ein Schnabeltier!“ Doofenschmirtz glaubte zu sehen wie das Schnabeltier seine Augen verdrehte. Es zog einen Hut aus einer Tasche (wo haben Schnabeltiere Taschen?) und setzte ihn sich auf, da fiel es ihm wie Schuppen von den Augen.

„PERRY, das Schnabeltier! Du bist früh heute!“ Perry zuckte mit den Schultern.

„Aber das wird mich nicht davon abhalten meinen bösen Plan in die Tat umzusetzen! Muahahaha!“

Er holte eine kleine Fernbedienung aus der Tasche seines Apothekerkittels und drückte auf den roten Knopf.
Ehe er sich versah steckte Perry kopfüber mit Füßen und Händen in einer Melkmaschine für Kühe. Vergeblich versuchte sich zu befreien.

„Sieh und staune, Perry das Schnabeltier! Das“ er deutete auf seine neue Erfindung, „ist der Häuser-in Säure-verwandel-Inator!“ dramatisch streckte er die Arme in die Luft, um dem noch mehr Ausdruck zu verleihen. Perry’s Miene blieb ausdruckslos.

„Du fragst dich sicher, warum ich einen solchen Inator baue?!Hier ist mein böser Plan: ich werde alle Häuser dieser Stadt in Säure verwandeln. Dann werde ich diese Säure auf die Wolken schießen“, er deutete auf den wolkenlosen Himmel, „und es wird einen riesigen Säure-Regen geben. Somit werde ich alle Bürger unterwerfen und sie zwingen mir all ihr Lego auszuhändigen.“ *böse lache*

Immer noch verständnislos glotzt Perry seinen Erzfeind an.

„Wieso ich das tue? Das lässt sich sehr gut anhand von einer Rückblende erklären…

Rückblende
Damals in Dunkeldorf, als ich noch ein kleiner Junge war, war ich sehr einsam. Ich ging in ein Geschäft und kaufte mir ein paar Lego-Steine. Als ich nach Hause kam und stolz meinem Vater zeigte, was ich mir Schönes gekauft hatte, schrie er mich bloß an ich solle die Hausarbeit erledigen und mein Geld nicht für so einen Mist ausgeben. Er nahm mir all mein Lego weg und schenkte es meinem Bruder Roger.
Rückblende Ende

„Verstehst du jetzt Perry, das Schnabeltier?“ doch Perry war nicht mehr in der Melkmaschine. Er bastelte an dem Inator rum. Als Doofenschmirtz in runter zerrte feuerte das Teil einige Strahlen ab, bis alle Drei vom Balkon flogen.

Perry breitete seinen Paragleiter aus und winkte zum Abschied noch einmal kurz.

„Verflucht seist du, Perry das Schnabeltier!“ schrie der fallende Bösewicht, lächelte aber insgeheim darüber, dass Perry es immer schaffte ihn aufzuhalten und, dass er wusste er würde morgen wiederkommen.
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