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Moments like this

von Su Yeon
OneshotAllgemein / P12 / Het
Hakuryuu Ren OC (Own Character)
22.04.2018
28.10.2018
11
9.378
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22.04.2018 395
 
Er mochte seine Freizeit. Keine Arbeit. Kein Training. Nichts. Einfach nichts.
Er mochte es in dem kleinen Garten hinter dem Haupthause zu sitzen. Nachdem er Kaiser geworden war, nachdem er von Sinbad und dessen Anhängern los gekommen war, nachdem er das Kaiserreich, dass in Trümmern lag, wieder aufgebaut hatte, nach dem ganzen Mist, den er durchleben musste, war er endlich in der Lage sich auszuruhen.
Es war nur für ein paar Minuten, aber jede Sekunde dieser Minuten war wertvoll.
Er war noch jung, weshalb es noch vieles gab, das er noch lernen musste.
Die Generäle, die einst unter seinem Vater dienten, waren verstorben.
Die Soldaten waren ihm gegenüber misstrauisch.
Die Bevölkerung verlangte nach mehr Freiheit.

Momentan war das mehr oder weniger neu gegründete Kaiserreich Kou weder militärisch stark noch stabil.
Es war zwar auch nicht schwach oder komplett instabil, aber dies konnte schneller geschehen als einem lieb war.

Ein leichter Hauch streifte seine Haut.
Er nahm einen Schluck von seinem Tee.
Erdbeertee.
Ihr Lieblingstee.
Ihr?
Sie war seine Verlobte.
Sie war gerade bei ihm.
Saß neben ihm ohne ein Wort von sich zu geben.
Sie sprachen fast nie miteinander.
Da war nichts, worüber sie reden wollten oder sollten.
Die anstehende Hochzeit zwischen ihnen diente nur dazu, um sicher zu stellen, dass er nichts Dummes anstellte.
Ihm war von Anfang an bewusst, dass er unter Beobachtung stehen würde, wenn er gemeinsame Sache mit Sinbad und ihr machte – auch nachdem er sich von Sinbad los gesagt hatte.
Es konnte schlimmer sein. Ihr Land verlange nicht viel von ihm.
Heirate die Prinzessin, akzeptiere ein paar Regeln – Regeln, denen er sowieso mehr oder weniger zustimmte – und starte keinen Krieg, um dein Reich zu vergrößern.
Die Prinzessin war eine gutaussehende, intelligente junge Dame. Sie wusste, wie die Welt funktionierte und war in der Lage ihre Meinung zu äußern, meistens aber mischte sie sich nicht in seine und des Kaiserreichs Angelegenheiten ein.
Er mochte das an ihr.

Er setzte die Teetasse ab und sie legte ihren Kopf auf seine Schultern.
Scheinbar war sie müde.
Langsam strich er mit seinen Fingern durch ihr Haar.
Es war weich.

Er mochte die Momente in dem kleinen Garten hinter dem Haupthaus.
Auch wenn es nur ein paar Minuten waren, jede Sekunde dieser Minuten war wertvoll, weil er ein paar Momente des gegenseitigen Verständnisses und der Akzeptanz mit jemanden, den er kaum kannte, teilen konnte.
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