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Wenn Träume zur Realität werden

von Nayrore
CrossoverHorror, Liebesgeschichte / P18 / Gen
19.04.2018
19.04.2018
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19.04.2018 1.013
 
Wieder einmal war das Wochenende schnell gekommen. Ein Glück für Lindsey, denn dieses Wochenende waren ihr Eltern nicht daheim. Sie machten Urlaub in einer anderen Stadt. Auch wenn es nur kurz war, so freute sie sich dennoch darüber, das Haus mal wieder ganz für sich zu haben.
Freudig pfefferte sie ihre Tasche in die Ecke des Flurs, als sie das Haus betrat und feststellte, dass ihre Eltern schon losgefahren waren. Der Tag heute im College nagte an ihr, jeder Tag war für sie wie die Hölle. Nicht nur das ihre Klassenkameraden eher aus den typischen Tussen bestand, nein, auch die Lehrer dort waren nicht kompetent genug um die Schüler während des Unterrichts ruhig zu halten.

Die Beine der jungen Frau trugen sie in die Küche. Eigentlich nur um etwas zu trinken, doch auf dem Küchentisch fand sie einen Zettel ihrer Eltern. Darauf stand, dass sie vor ihrer Abreise den Kühlschrank gefüllt hatten, somit müsste die Blondine nicht noch extra einkaufen gehen. Noch ein weiterer Pluspunkt für dieses Wochenende. Nachdem sie sich eine Flasche Wasser aus dem Kühlschrank geholt hatte, stieg sie die knarrenden Holzstufen der Treppe hinauf. Ihr Zimmer befand sich im Obergeschoss und dies war ihr nächstes Ziel.
Die weiße Tür zu ihrem Zimmer öffnend, ließ sie ihren Blick in ihrem Zimmer umher wandern.
Es war nicht schwer zu erkennen, wovon Lindsey ein großer Fan war. Überall an den Wänden hingen Poster und selbst gezeichnete Bilder von Michael Myers. Ja ihr habt richtig gelesen, der Mehrfachkiller Michael Myers aus den Halloween Filmen, war jemand den Lindsey abgöttisch mochte. Nicht nur die Filme interessierte sie, auch den maskierten Mann fand sie ebenso interessant. Immer wieder erwischte sie sich dabei, wie sie sich vorstellte, dass es ihn wirklich geben würde. Am Tage ging sie ihrer Lieblingsbeschäftigung nach und zeichnete den Killer. Manchmal sogar mit sich selbst darauf. In der Nacht hingegen träumte sie von ihm.

Auch heute würde sie ihren Michael wiedersehen. Zwar nicht im realen Leben, aber dafür auf dem Fernseher. Zuerst allerdings öffnete sie ihren Kleiderschrank und zog sich um. Eine bequeme graue Jogginghose mit einem schwarzen Top war ihre Wahl gewesen. Gemütlich und praktisch, wie sie fand. Dann setzte sie sich auf ihr Bett und nahm einen großen Schluck aus ihrer Wasserflasche.
Dieses Wochenende würde sie in vollen Zügen genießen. Denn leider kam es nicht oft vor, dass ihre Eltern nicht zuhause waren. Schnell waren ihre Haare noch mit einem Haarband zusammen gebunden. Danach erhob sie sich und schritt zu ihrem Regal. Dort befanden sich viele Filme. Am meisten waren darunter Horrofilme. Denn auch wenn Michael ihr Liebling war, so mochte sie die Filme von Freitag dem 13. und Nightmare on Elm Street mindestens genauso gerne.

Sie ergriff sich alle Teile aus der Halloween Reihe und ihre Flasche, um gleich darauf wieder nach unten zu stapfen. Gezielt steuerte sie das große Wohnzimmer an und legte sofort den ersten Teil ein.
Während der Blu-ray Player hochfuhr und schon einmal das Menü der Disc anzeigte, ging sie noch einmal in die Küche. Mit einer Packung Chips kehrte sie zurück und kuschelte sich mit einer Decke in das lange, große Sofa.
Sie drückte auf der Fernbedinung auf Start und sofort hörte man die Titelmusik des Filmes, die ihr einen angenehmen Schauer über den Rücken jagte. Gespannt starrte sie auf den Fernseher und öffnete dabei die Tüte Chips.
Kaum konnte sie ihre Augen von dem Bildschirm lassen. Hin und wieder aß sie etwas von den Chips, doch die meiste Zeit verbrachte sie damit, dem Film zu folgen. Auch wenn sie ihn schon mehrere Male gesehen hatte, so konnte sie gar nicht genug von ihnen bekommen.
Sobald Michael zu sehen war, glänzten ihre Augen vor Freude und Aufregung.

Viel zu schnell fand der erste Film sein Ende. Aber sie war nicht Lindsey, wenn sie nicht gleich den zweiten Teil einwarf. Die schlanke Frau schlängelte sich aus der Decke und tauschte die Blu-rays aus und kuschelte sich dann erneut ein. Wieder begann es von Neuem. Glücklich folgte sie dem nächsten Film. Doch auch wenn sie es nicht gerne zugab, so nagte an ihr während des Filmes die Müdigkeit, die irgendwann die Oberhand gewann. Noch während der Film lief, schlief sie ein. Ein weiterer Traum, den sie mit Michael teilen dürfte. So dachte sie jedenfalls. Denn dieser Traum war anders als sonst. Schreckhaft öffnete sie ihre Augen, als sie eine düsterne Musik hörte. Das war nicht die Musik aus den Halloween Filmen.

Jedoch kam sie ihr so bekannt vor. Vorstichtig erhob sie sich von dem kalten Boden. Warte mal, Boden? Lag sich bis gerade eben nicht auf der Couch in ihrem Wohnzimmer? Wie kam sie nun hierher? Ihr Blick wanderte umher. Es sah wie ein Heizungskeller aus. Überall an den Wänden waren Rohre. Die Luft hier war stickig. Wie zum Teufel war sie nur hier hergekommen?
Schritt für Schritt lief sie weiter. Irgendwo müsste es doch einen Ausgang geben.
Wie aus dem Nichts vernahm sie Schritte und stoppte sofort. Sie wollte sich darauf konzentrieren, wo die lauten Schritte her kamen. Doch zu ihrem Bedauern hallte es in dem Keller so sehr, dass sie die Quelle nicht ausmachen konnte. Ein entscheidenes Geräusch verriet ihr nun, wo sie sich befand.
Das klirrende Geräusch, wenn Metall auf Metall traf und darüber streiften. Ein Lachen so düster, wie die Person, von der es kam, war. Die noch eben düstere Musik veränderte sich. Ein Gesang von mehreren kleinen Kindern war zu hören.

'One, two, Freddy's coming for you.
Three, four, better lock your door.
Five, six, grab your crucifix.
Seven, eight, gonna stay up late.
Nine, ten, never sleep again.'

Kalter Schweiß lief ihr bei dem Gesang den Rücken runter. Das könnte doch nicht wahr sein. War das nur ein blöder Scherz? Sie hoffte es so sehr, doch wurde sie mit einem fiesen Lachen aus ihren Gedanken gerissen. Langsam drehte sie sich zu dem Lachen, welches hinter ihr zu hören war. Und dort stand er, wahrhaftig. Freddy Krueger erhoben mit seiner Klingenhand stand dort vor ihr, bereit zuzuschlagen. "Hallo Kleine! Willkommen in meinem Traum!"
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