Reflexion einer Liebe

GeschichteRomanze, Angst / P12
Kate Beckett Richard Castle
18.04.2018
06.05.2018
7
14.347
4
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18.04.2018 1.709
 
Moin allerseits!

Ab heute möchte ich euch mal wieder mit ein wenig Lektüre die Tage "verschönern" ;-)

Alles Wissenswerte steht wie immer im Storykopf und veröffentlich wird - ebenfalls wie immer - ALLE DREI TAGE

Baldrian wäre vielleicht für die hibbeligen unter euch angebracht - damit ihr Kate nicht nervös macht *zwinker*

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Autor: The white Countess
Rating/Pairing: ab 12 Jahren / Kate & Rick
Kategorie: Romanze, Angst
Inhalt: Der Morgen begann vielversprechend. Es gab ein paar zärtliche Küsse, eine Diskussion darüber, wann sie sich in ihn verliebt hatte und einen Latte Macchiatto mit einer Schaumkrone in Herzformat. Dann kam ein Einsatz und ein falscher Schritt.
Nun steht Kate auf einer Bombe und hat viel Zeit über Rick und ihre Beziehung nachzudenken. Nur bewegen sollte sie sich nicht.
Anmerkung 1: Die Story  vereint Teile der Episoden 5x21 und 5x22
Anmerkung 2: Die Fälle der jeweiligen Folgen spielen nur eine untergeordnete Rolle und werden daher auch nur soweit konkretisiert, wie es für die Geschichte nötig ist.  /  Die Friedhofsszene aus Episode 3x24 hat hier nicht stattgefunden
Kapitel:  7 Seiten: 18 (Arial 10, schmaler Rand) – Veröffentlichung:  18.04. – 06.05.18
Disclaimer: Wie üblich gehört mir außer der Idee zur Story nichts.  Alle Castle Charaktere sind Eigentum von ABC Studios. Diese Fanfic wurde lediglich zum Spaß geschrieben und nicht um damit Geld zu verdienen. Jegliche Ähnlichkeit zu Lebenden und Toten Personen ist zufällig und nicht beabsichtigt. Alle weiteren Charaktere sind Eigentum des Autors.

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Freitag, 07.30 Uhr

„Na, meine Schöne, hast du gut geschlafen?“, wollte Rick wissen, als er mit einem Tablett vor dem Bett stand und Kate langsam erwachte.
„Eindeutig zu kurz, aber gut“, nickte Kate mit einem Lächeln. „Mhm, Frühstück ans Bett. So lässt sich der Tag beginnen.“
Kate setzte sich auf und Rick reichte ihr das Tablett. „Ich könnte im Revier anrufen und sagen, dass du krank bist“, meinte der Schriftsteller mit einem vielsagenden Blick auf das Bett.
Kate lachte. „Das wäre schön, aber leider nicht möglich. Der Fall, weswegen ich erst so spät … oder früh … nach Hause kam, ist noch nicht abgeschlossen.“ Kate horchte ihren Worten hinterher. Sie lebte zwar inzwischen mehr hier als in ihrer eigenen Wohnung und fühlte sich wohl, aber <nach Hause> klang trotzdem irgendwie befremdlich.
„Was war denn passiert?“, wollte Rick, neugierig wie immer, wissen.
„Jemand hat in Down Town eine Wohnung in die Luft gejagt. Es gab eine Tote. Ich warte auf die Auswertung der Verkehrskamera. Vielleicht ist etwas Verwertbares dabei.“
Rick seufzte theatralisch. „Im nächsten Leben suche ich mir eine Frau, die einen Job hat, bei dem sie immer pünktlich Feierabend machen kann. Und vor allem nachts bei mir ist.“
„Du hast gewusst, worauf du dich einlässt“, entgegnete Kate ungerührt, während sie herzhaft in ihren Toast biss. „Selbst schuld.“
„Du bist gemein.“
„Von Haus aus“, nickte Kate. „Außerdem hast du mir doch groß erzählt, du wolltest schreiben.“
„Ach, das sage ich doch öfter. Inzwischen müsstest du wissen, dass ich für einen interessanten Fall gerne eine Pause einlege.“
Kate schüttelte amüsiert den Kopf. „So wird dein neuer Roman nie fertig.“ Sie besah sich das herzförmige Kunstwerk auf ihrem Latte und seufzte. „Du machst es mir wirklich nicht leicht.“
„Ich fasse es nicht“, rief Rick entrüstet. „Da habe ich mich dir quasi auf dem Silbertablett angeboten, aber erst beim Latte wirst du wankelmütig.“
„Es ist nicht der Latte, sondern das Herz“, erklärte Kate, stellte das Tablett beiseite, setzte sich auf seinen Schoss und strich ihm liebevoll seine widerspenstige Strähne aus dem Gesicht. „Aber es war der Kaffee, den du mir morgens mit ins Revier brachtest, der letztlich dafür sorgte, dass du mir langsam aber sicher immer sympathischer wurdest, nachdem wir uns kennengelernt hatten.“
„Was heißt hier wurdest? Du fandest mich doch von Beginn an toll und konntest mir kaum widerstehen“, erklärte Rick und klang, als würde er es tatsächlich so sehen.
„Es tut mir leid, deine Illusion zu zerstören, mein Lieber, aber als wir uns das erste Mal begegneten, hielt ich dich für ein Arschloch“, erwiderte Kate ungerührt.
„Du hast nach außen hin so getan, aber in Wirklichkeit warst du vom ersten Moment an in mich verliebt“, widersprach Rick.
Kate schüttelte den Kopf. „Ich mochte deine Romane, die waren gut. Dich selbst hielt ich für selbstverliebt, überheblich und lästig.“
„Du kannst es, jetzt wo wir zusammen sind, ruhig zugeben, dass du …“, versuchte es Rick erneut, wurde aber von Kates Handy unterbrochen.
Die junge Frau war ziemlich froh darüber, denn sie wusste, ihr Lebensgefährte hätte aus der Frage „Liebe sofort oder später“ eine Endlosdiskussion gemacht.
„Das war Esposito … sie haben den Täter identifiziert. Wir müssen los.“ Sie gab ihm noch einen schnellen Kuss und kletterte dann, wenn auch widerstrebend, von seinem Schoss um sich fertigzumachen.
Seufzend tat Rick es ihr nach. Er wäre mit Kate natürlich liebend gerne wieder ins Bett gekrochen, jedoch richteten sich die Verbrecher selten nach seinen Bedürfnissen. Ein Vorteil gegenüber anderen Paaren hatten sie immerhin … sie konnten meistens auch die Arbeitszeit miteinander verbringen. Außerdem war heute Freitag und Kate hatte das Wochenende frei. Sie würden direkt nach Feierabend in die Hamptons fahren und bis Sonntagabend bleiben. Nur zu zweit. Martha und Alexis hatten etwas anderes vor. Rick konnte es kaum erwarten. Sie brauchten diese Zeit für sich.

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8.10 Uhr

Als Kate und Rick bei der Adresse des Verdächtigen ankamen, übernahm es Kevin, sie über den aktuellen Stand zu informieren.
„Okay“, meinte Rick anschließend. „Archibald Fosse tötete seinen Buchmacher, weil er Schulden hatte. Das klassische Motiv, aber was veranlasste ihn zu dem Anschlag gestern Abend?“
„Das ist einer der Punkte, die es noch zu klären gilt“, erwiderte Kevin.
„Er saß sechs seiner zwanzig Jahre ab, kam vor drei Monaten frei, nachdem das Urteil in der Revision aufgehoben wurde, und riskiert die Freiheit sofort wieder. Dafür muss er einen guten Grund haben“, fand Kate und sah interessiert Esposito entgegen, neben dem ein Mann ging, der sich sichtlich unwohl fühlte.
„Das ist Diego Jiminez“, erklärte ihr Kollege. „Er wollte gerade Mister Fosse besuchen.“
„Woher kennen Sie ihn?“, fragte Kate und erfuhr, dass sie bisher nur online Kontakt hatten und er Baseballkarten von Fosse kaufen wollte. „Danke, Mister Jiminez. Geben Sie meiner Kollegin dort vorne doch bitte Ihre Adresse, falls wir noch Fragen haben sollten.“
„In Ordnung.“
Kate schaute ihm kurz hinterher, dann wandte sie sich an die Jungs. „Und wir gehen jetzt rein. Wenn die beiden verabredet waren, muss unser Mann oben sein.“

Wenig später trat einer der vermummten Polizisten die Tür ein und Kate gab sich laut zu erkennen. Es schien allerdings niemand in der Wohnung zu sein. Kate fand ein offenes Fenster und sah einen Mann wegrennen. Sofort gab sie den Jungs über Funk Bescheid, die Fosse stellen konnten. Bevor die Handschellen klickten, gelang es ihm allerdings noch, den Knopf an einem Gerät zu drücken, welches er in der Hand hielt und erst danach losließ.
Als Esposito klar wurde, dass es ein Fernzünder war, warnte er Kate über Funk und sie befahl den sofortigen Rückzug. Und dann … ein Schritt … ein seltsames Klickgeräusch …

„Was war das?“, fragte Rick irritiert.
Kate schloss kurz die Augen. Mochte kaum atmen. „Die Bombe. Ich stehe darauf.“
„Bist du sicher?“ Rick sah zu Kates Füßen, dann in ihre Augen. Angst sah er dort. „Natürlich bist du sicher.“ Sofort nahm er Kate das Funkgerät ab, ganz vorsichtig, und informierte Esposito.
„Das ist nicht witzig, Bro“, mahnte der Detective, weil er die verrückten Einfälle des Schriftstellers kannte.
„Mit dem Leben von Kate würde ich niemals Witze machen, Javier“, erwiderte Rick. „Wir brauchen hier Hilfe.“
„Scheiße“, fluchte der Latino und rief seinem Kollegen zu. „Das Entschärfungsteam soll anrücken, Kevin. Sofort!“

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8.55 Uhr

„Die brauchen ziemlich lange“, meinte Rick. Er verharrte genauso unbeweglich auf seinem Platz wie Kate. Das hätte er vermutlich schon aus Solidarität getan, war aber ein notwendiges Übel, bis geklärt worden war, ob es noch mehr Bomben gab.
„Sie müssen sich ja erst einmal einen Überblick verschaffen und rausfinden, auf was für einer Art Bombe ich stehe“, erwiderte Kate. „Und sie wollten auch schauen, ob es im Gebäude weitere Bomben gibt, die Fosse mit dem Zünder scharfgemacht haben könnte.“
„Wir wissen ja noch nicht einmal, ob du tatsächlich auf einer Bombe stehst. Es könnte auch eine verschobene Bodenplatte sein.“
„Die ein metallisches Klicken von sich gibt?“
„Vielleicht hat Fosse etwas im Boden versteckt, die Bodenplatte hat sich gelöst, als du drauf getreten bist, und stieß dagegen.“
Kate lächelte leicht. „Hier gingen vorhin ein paar Leute drüber, Rick, aber das Geräusch gab es erst, nachdem Javier uns vor einer möglichen Bombe warnte.“
Rick seufzte. „Du denkst eindeutig zu logisch.“ Er schaute auf die Uhr, dann zu Kate. „Hast du Hunger?“
„Wieso?“
„Weil sicherlich gleich jemand Entwarnung gibt und keine drei Blocks von hier ein fantastischer Diner steht.“
Genau in diesem Moment knurrte Kates Magen und beide grinsten sich an. „Nun ja, einmal vom Toast abbeißen, kann man kaum als frühstücken bezeichnen.“
„Fein, also abgemacht. Wir überlassen den Jungs den lästigen Papierkram und machen das Diner unsicher. Dort gibt es einen Latte, der ist zum Niederknien und einen Ziegenkäseomelett, für …“
Ricks kulinarische Schwärmerei wurde unterbrochen, als Captain Frank Mahoney vom Entschärfungskommando eintrat. Für Rick hatte er gute Nachrichten. Es waren keine weiteren Sprengladungen gefunden worden, er konnte sich also entspannen und völlig frei bewegen.
Als er sich Kate zuwandte, wusste sie, was er ihr sagen wollte. „Es ist eine Bombe.“
Der Captain nickte. „Sie sind auf eine Sensorplatte getreten, die mit einem Zünder verbunden ist. Die Platte niederzudrücken war in etwa so, als würde man den Hahn einer Waffe spannen.“
„Und wenn ich weggehe, betätige ich den Abzug“, ergänzte Kate seine Ausführungen.
„Ja.“
Rick schaute vom Captain zu Kate und wieder zurück. „Und nun?“
„Es ist wichtig, dass Sie stillstehen, Detective. Jede noch so kleine Bewegung kann die Explosion auslösen. Mein Team und ich tun alles, um die Bombe schnellstmöglich zu entschärfen.“
Kate nickte ihm dankend zu, doch innerlich stellte sie sich bereits auf das Unvermeidliche ein … sie würde diesen Tag nicht überleben. Das hatte nichts mit Pessimismus zu tun, sondern mit einem Gefühl tief in ihr drin.

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Kaum das erste Kapitel beendet, wird schon vom Sterben gesprochen bzw. daran gedacht.  Das mag ja "heiter" werden.
Nun muss die arme Kate die nächsten drei Tage so stehen, bis das zweite Kapitel kommt.

Habt noch eine schöne Woche!
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