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Geister der Vergangenheit

GeschichteAbenteuer / P12 / Gen
"RC3" Reginald Cornelius III Bonnie Barstow Michael Knight OC (Own Character)
15.04.2018
15.04.2018
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15.04.2018 1.018
 
Zum x-ten Male inspizierte Michael die Zelle in der er die Nacht hatte verbringen dürfen.
Doch wie oft er auch die vorhandenen Gegenstände checkte, keines konnte ihm zur Flucht verhelfen.
Resigniert ließ er sich auf die billige Schaumstoffmatratze zurückfallen und starrte zur Decke.
Er hatte mehr als unvernünftig gehandelt, als er kopflos und ohne einen Plan, direkt in die Hände eines mächtigen Gegners lief.
Wenn der Zufall ihm nicht noch eine Möglichkeit zu einer Wende zuspielte, musste er wohl voll und ganz auf die Fähigkeit seines Sohnes und der anderen Mitglieder hoffen.
Nicht dass er irgendwelche Zweifel hatte, dass diese schon auf dem Weg zu seiner Rettung waren.
Doch dieser Gegner hatte es in sich.
So wie er Bonnie einschätzte, hatte sie Aprils Nachricht schon entschlüsselt, und den anderen vorgeführt.
Und sein Sohn war mit KITTs Hilfe zum Schluss gekommen, wo er ihn suchen musste.
Doch würden sie auf das vorbereitet sein, was sie hier erwartete?
Als die Sonne ihre ersten Strahlen in seine Zelle warf, glitt Michael in einen unruhigen Schlaf.

Das Geräusch der sich öffnenden Zellentür, rieß Michael aus dem nur kurzen Schlaf.
„Wenn sie mir bitte folgen würden, Michael?“
Es war keine Frage.
Gabriel Knight hatte im Befehlston gesprochen.
Darüber konnten auch nicht die höflichen Worte und der triefend freundliche Ton hinweg täuschen.
April stand ausdruckslosen Gesichts neben Gabriel, flankiert von seinen beiden Bodyguards.
Michael erhob sich demonstrativ langsam, um dann an dem ihm platz machenden und richtungweisenden Gabriel vorbei zu gehen.
Das breite Grinsen auf dessen Gesicht verursachte bei Michael das Bedürfnis, seine Hand zu heben, und dieses am liebsten damit wegzuwischen.
Doch die Genugtuung wäre nun zur falschen Zeit.
Stattdessen schritt er neben Gabriel einher, um mit ihm wiederholt die Halle mit dem großen Truck zu betreten.
KARR konnte er nach einem  langem suchenden Blick durch die Halle nirgends ausmachen.
War wahrscheinlich wieder auf eigenmächtiger Erkundungstour.
Stolzen Schrittes ging Gabriel entlang des Führerhauses am Auflieger vorbei zum Heck, wo mehrere Gabelstabler eifrig lange zylinderförmige Gebilde einluden.
Als Michael das letzte Stück erreicht hatte und ins Innere des neuen Goliath schauen konnte, wusste er worum es sich handelte.
Ähnlich wie in einem anderem Fall vor über einem Jahrzehnt, schaute er in die riesige Trommel einer Raketenabschussvorrichtung.
Im hinteren Teil stapelte sich die Munition hierfür.
„Angsteinflössend, nicht wahr?“
Gabriel schaute ebenfalls auf die Trommel, doch im Gegensatz zu Michael, wurde sein Gesicht nicht von düsteren Gedanken über den Gebrauch dieser Waffe verdunkelt.
„Ich habe die Pläne meines Vaters genau analysiert, Fehler ausgemerzt und die Qualität und Quantität erhöht. Während Goliath zu meines Vaters Zeiten seinen Raketenwerfer auf dem Führerhaus mit sich führte, entschied ich mich für ein größeres und schnelleres Modell und packte es in den Anhänger. Als weiteres ist die Molekularversiegelung um eine minimale Spur verbessert und vermag nun auch Geschütze dieser Größenordnung standzuhalten.“
„Und wen oder was haben sie damit vor auszurauben? Fort Knox? Einen Angriff aufs Weisse Haus?“
Aus Michaels Stimme war nun langsam der Klang seiner tief in ihm brodelnden Wut heraus zu hören.
„Nicht ganz so alltägliches wie Gold, Geld und andere weltliche Wertsachen interessieren mich. Ich zähle mich auch nicht zur Kategorie Terroristen. Davon gibt es ebenso schon genug außerhalb unseres gemeinsamen Heimatlandes. Und gegen unseren Präsidenten habe ich nichts.“
Gabriel nickte einem seiner Männer bestätigend zu, worauf dieser nun die Heckklappe nach oben und sich schließen ließ.
„Mein Ziel ist ein ganz anderes. Größer als es sich die Menschheit überhaupt vorstellen kann. Goliath ist nur ein kleiner Teil von etwas Großem. Und wenn dies Räderwerk einmal in Bewegung gesetzt wird, kann es von nichts und niemanden mehr aufgehalten werden.“
Gabriel hatte sich so in seine Rede hinein gesteigert, dass er den hinter ihm ausrollenden schwarzen Wagen nicht bemerkte.
Michael hatte ihn jedoch schon wahrgenommen, als sich das Tor am anderen Ende der Halle öffnete, und KARR beobachtet wie er elegant durch die vielen Reihen von herumstehendem Material und Arbeiter glitt.
„Knights Sohn ist auf dem Weg hier her.“
KARR hatte nicht laut gesprochen, doch Gabriel stoppte in seiner Rede und wirbelte zu dem Wagen herum.
„Auf dem Weg hierher? Das kann nicht sein. Laut meinen Leuten befindet sich Knights Sohn, der Knight 2000 und die anderen dieser Foundation noch immer auf deren Grundstück. Ok, er war für eine halbe Stunde unterwegs, hat eine Runde gedreht, und ist dann wieder in ihr Hauptquartier zurückgekehrt. Erzähl mir also keine Geschichten. Meine Männer hätten mich längst davon unterrichtet.“
„Deine Männer haben sich von der Truppe der Foundation an der Nase herumführen lassen. Sie sind einem Replica gefolgt, während sich der echte Knight 2000 mit Knights Sohn aus dem Staub gemacht hat.“
„Das ist unmöglich.“ Schrie Gabriel dem Wagen entgegen.
„Glaub es mir oder nicht. Sie sind hier. Jetzt in diesem Moment, und inspizieren den Ort, wo wir Michael Knight gestern aufgesammelt haben.“ Kam es trocken von KARR zurück.
Seine Gelassenheit war bewundernswert.
Doch KARR war auch eine Maschine.
Obwohl, KITT war ähnlich aufgebaut, und konnte wie ein Mensch reagieren.
Somit hatte KARR nur keinen Grund dazu.
Er führte etwas im Schilde.
Ja das würde zu ihm passen.
KARR war kein Handlanger.
Er war ein Drahtzieher.
Er spielte mit Gabriel. Und dieser schien es nicht einmal zu bemerken.
KARR würde sich seiner entledigen, wenn er sein Ziel erreicht hatte.
Gabriel hatte abschließend nochmals etwas zu KARR gesagt, worauf dieser nun wieder gemächlich aus der Halle fuhr.
Das Spiel war noch nicht beendet.
Er benötigte seine menschliche Marionette also noch, sonst hätte er kurzen Prozess mit ihm gemacht.
„Ich weiß, dass KARR denkt, dass er mit mir spielt.“
Überraschte Gabriel Michael mit seinen Worten.
„Das macht er schon seid dem Moment, als wir ihn reaktiviert hatten. Es war eingeplant. Aber wenn man dies berücksichtigt, wird er berechenbar. Und mir macht dieses Spiel Spaß. Am Ende wird sich zeigen wer besser ist. Mensch oder Maschine.“
Damit drehte sich Gabriel wieder von Michael zu Goliath.

****

Soweit bin ich wohl gekommen.
Muss mal schauen, ob ich an der Story nach mehr als 10 Jahren wieder den Faden aufnehmen, und weiter schreiben kann. ;-)
Aber lasst doch mal Feedback zurück, was ihr bisher davon haltet.
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