Das verborgene Dorf

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
OC (Own Character)
14.04.2018
14.04.2018
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Man kann diese Geschichte als Fortsetzung von „Das Unheil des verlorenen Volkes“, aber auch als eigene Geschichte ansehen.

Es war ein schöner Tag. In einem kleinen Dorf gingen die Menschen geschäftig umher. Dieses Dorf war nicht weit von einer Handelsroute entfernt, sodass nicht selten Händler herkamen. Oder Abenteurer. Und ein solcher war auch Jador.
Jador zählte schon sechzehn Jahre. Er war ein Waldläufer, und ein Tiefling. Seine Freunde kampierten nicht weit vom Dorf entfernt, vielleicht einen Speerwurf oder zwei. Falls er in Schwierigkeiten geraten sollte, würden sie schnell zur Stelle sein können. Der Tieflingsjunge war alleine losgezogen, weil die Menschen hier vermutlich misstrauisch geworden wären, wenn sie alle zusammen hergekommen wären. Besonders, weil unter seinen Freunden nicht bloß ein weiterer Tiefling war, sondern auch eine Halbdrow, welche die meisten Völker der Oberfläche nicht von einer reinen Drow unterscheiden konnten.
Und tatsächlich, niemand hatte ihn behelligt, auch wenn ihm der eine oder andere reichlich unangenehme Blicke zugeworfen hatte. Aber das war nicht ungewöhnlich, wenn man ein Tiefling war. Besonders, wenn man ein Tiefling an einem Ort war, an welchem es keine weiteren Tieflinge gab.
Jador hatte eine schlanke und hochgewachsene Gestalt, und obwohl er ein Tiefling war, war seine Hautfarbe menschlich. Er hatte lange, schwarze Haare, welche ihm bis auf die Schultern reichten, sowie silbrige Augen. Auffällig waren auch seine spitzen Ohren, seine scharfen Zähne und seine kleinen Hörner. Seine Finger endeten in Krallen und er hatte einen Schwanz. Das auffälligste Merkmal waren jedoch seine Füße, welche wie die Füße eines Wasserschweines aussahen. Als Kleidung hatte er eine grünbraune Lederrüstung,ein dunkelgraues Cape, und einen Köcher mit Pfeilen, den er auf dem Rücken trug.
Er hatte soeben die Vorräte gekauft, die sie benötigten, und ließ die übrigen Münzen wieder zurück in seine Tasche gleiten.
Der Junge machte sich auf den Weg zu seinen Freunden, als er sah, wie zwei Gestalten aus dem Gasthaus kamen. Ein Mensch und ein Elf, doch der Elf war ein kleiner Junge, vielleicht sieben oder acht Jahre alt. Und er sträubte und wand sich, doch der Mensch zog ihn grob mit sich. Jador ging sofort auf die beiden zu.
„Ich verlange, dass du diesen Jungen freilässt!“ sagte er und trat auf den Menschen zu.
„So, tust du das, Dämonenbrut?“ fragte der Mann abfällig.
Er streckte eine Hand vor, und sofort erschien ein rotes Feuer in seiner Handfläche. Dieser Mann war offenbar ein Zauberer, und noch dazu ein böser. Jador wich einen Schritt zurück.
„Sieh gut hin, Dämonenbrut.“ höhnte der Mann, „Du bist mir nicht gewachsen. Und diese Menschen hier helfen dir nicht. Menschen halten lieber zu ihresgleichen, als zu einem wie dir. Oder wie ihm.“
Der Zauberer zeigte bei diesen Worten auf den Elfenjungen.
Jador sah sich um. Tatsächlich schritt keiner der Menschen ein, um ihm oder dem Jungen zu helfen. Es hatten sich lediglich einige versammelt, die sehen wollten, wie die Sache ausging.
Der Tieflingsjunge wollte dem Elfen helfen, doch alleine würde er es nicht mit dem Zauberer aufnehmen können. In Situationen wie diesen, war es besser, besonnen vorzugehen.
Jador trat noch einige Schritte zurück, und der Zauberer lachte auf, packte den Jungen, und zerrte ihn mit sich fort. Der Elfenjunge warf ihm einen Blick zu, welcher Jador das Gefühl gab, ihn verraten zu haben. Er hätte ihm gerne gesagt, dass er mit Verstärkung zurückkommen würde, doch das hätte den Plan ruiniert.
Der junge Abenteurer wandte sich um, und rannte in die Richtung, in der seine Freunde kampierten.

Ragin strich durch das Gebüsch. So wie er jetzt war, fühle er sich der Natur näher. Das war für einen Elfen nichts ungewöhnliches, doch in seinem Fall kam noch hinzu, dass er ein Theriantroph war. Genauer gesagt, ein Werpanther. Und als solcher, streifte er nun in seiner Panthergestalt durch das Gebüsch. Allerdings war er in der Nähe des Lagers geblieben. Dank seiner scharfen Sinne, hätte er seine Freunde jedoch auch dann wiedergefunden, wenn er sich um einiges weiter vom Lager entfernt hätte.
Ragin hörte etwas in seiner Nähe. Neugierig ging er darauf zu. Schon am Geruch erkannte er, dass es sich um seine Freundin Soran handelte. Kurz bevor er sie erreicht hatte, verwandelte er sich zurück.
Als Sonnenelf war Ragin ähnlich groß wie ein Mensch. Und obwohl er viel älter war, sah er so aus, als wäre er erst vierzehn Jahre alt. Seine blonden Haare reichten ihm bis auf die Schultern, und in seinem Gesicht waren zwei grüne Augen zu sehen. Er sah recht wild aus, und für einen Elfen war er auch ungewöhnlich muskulös. Er eben schon solange ein Theriantroph, dass sich das auch an seiner natürlichen Gestalt bemerkbar machte.
Dazu trug er eine ausgefranste, schwarze Weste und Hose, sowie einen Gürtel mit mehreren Taschen.
„Wie ich sehe, trainierst du, Soran.“ sagte er, als er auf das Halbdrachenmädchen zuging.
Soran hieb mit ihren beiden Breitschwertern aus Elektrum in die Luft, und vollführte spezielle Hiebe und Schläge mit den Klingen.
„Ich weiß nicht, wann der nächste Kampf kommt. Oder wie stark die Gegner sein werden.“ erwiderte sie, „Deshalb ist es gut, wenn man vorher trainiert.“
Auch ohne die beiden Schwerter sah Soran beeindruckend aus. Obwohl sie ein Mädchen und erst sechzehn Jahre alt war, war sie als Halbdrache etwas größer als ein Mensch. Sie sah wie ein aufrecht gehender, humanoider Drache aus. Auf ihrem Kopf hatte sie Hörner, und ihr Gesicht zeigte Reptilienaugen. Zudem war ihre Haut bronzefarben, und sie hatte auch Krallen, Flügel, und einen Schwanz. Als Kleidung trug sie auch eine Rüstung aus Metall.
Plötzlich wandte sie sich um und sah in Richtung des Dorfes.
„Jemand kommt her. Ich kann ihn hören.“ sagte sie.
„Es ist Jador. Ich habe ihn schon vorher gehört und gerochen.“ erwiderte Ragin, „Er scheint es aber ziemlich eilig zu haben, zu uns zu kommen.“
Als Theriantroph hatte er auch in seiner natürlichen Gestalt scharfe Sinne. Der Tieflingsjunge kam auf sie beide zu.

Drei von den anderen Freunden saßen ein wenig abseits im Wald. Eine von ihnen spielte auf ihrer Laute, während die beiden anderen die Melodie hörten. Kadlin war eine Bardin, und als solche hatte sie stets ihre Laute als Musikinstrument bei sich. Und ebenso wie die meisten Barden, freute sie sich über die Freiheit, überall hinreisen zu können, wo es ihr gefiel, und nach ihren eigenen Wünschen zu leben. Doch sie war nicht bloß eine Bardin, sondern auch ein Tiefling.
Kadlin war vierzehn Jahre alt, und hatte eine menschliche Hautfarbe, spitze Ohren, kleine, vorstehen Hörner und spitze Zähne. Ihre Augen waren rot, und ihre Haare waren dunkelblau. Ebenso hatte sie einen Schwanz, und ihre Finger wiesen Krallen auf. Ihre Kleidung bestand aus einem ockerfarbenen Kleid, und an ihrer Seite trug sie ihre Waffen. Wenn sie die Laute nicht, so wie jetzt, spielte, trug sie diese auf dem Rücken.
Als Tiefling mieden die meisten Leute sie, und Kadlin war froh, dass sie Freunde gefunden hatte, die sie so akzeptierten, wie sie war. Tieflinge waren nämlich die Nachkommen von Dämonen und Menschen. Allerdings waren sie keineswegs Halbdämonen, sondern viel weiter von ihrem dämonischen Ursprung entfernt. Dämonisches Blut hielt sich dominant, sodass alle Nachkommen die ein Dämon mit einem Menschen hatte, ebenfalls teilweise dämonisch waren. Es gab Tieflinge, die beinahe wie Menschen aussahen, und auch solche, die beinahe Dämonen ähnelten. Aber die meisten Tieflinge hatten eine menschliche Gestalt, jedoch mit deutlichen Merkmalen ihrer dämonischen Herkunft.
Das führte allerdings dazu, dass viele Leute, besonders Menschen, glaubten, dass Tieflinge ähnlich böse wie Dämonen waren, und nur Leid und Zerstörung bringen würden. Tatsächlich war die menschliche Seite in ihnen jedoch so ausgeprägt, dass die Tieflinge sich nur selten häufiger für das Böse entschieden, als Menschen es taten.
„Was für ein schönes Lied.“ meinte Ciara.
„Mir hat es auch gefallen.“ redete Inarisos.
„Wir sollten uns ganz allmählich um das Lagerfeuer kümmern.“ meinte Kadlin, „Wenn Jador zurück ist, wird er bestimmt etwas leckeres für uns kochen.“
„Aber hoffentlich etwas ohne Fleisch.“ meinte Inarisos und verzog bei der Vorstellung, Fleisch zu essen, angewidert das Gesicht.
„Verlangt dein Pakt mit den Feen es, dass du dem Fleisch entsagst?“ fragte Kadlin neugierig.
„Nein, es war meine eigene Entscheidung.“ erwiderte der Junge, „Aber ich glaube nicht, dass die Feen damit einverstanden wären, wenn ich Tiere esse.“
„Nun denn, dann werde ich mal eben das Lagerfeuer anzünden.“ sagte Kadlin.
Sie hatte inzwischen einen kleinen Feuerzauber gelernt, den sie gerne benutzte.
„Ich mache das schon.“ meinte Ciara fröhlich und trat vor.
Ciara war eine Halbdrow. Und als eine solche, sah sie den Drow reichlich ähnlich, auch wenn sie sich charakterlich von ihnen unterschied.
Die Drow waren ein Volk von bösartigen Dunkelelfen, welche im Unterreich lebten. Fast alle von ihnen waren böse, und wenn sich Drow an der Oberfläche aufhielten, bedeutete das meist nichts Gutes. Im Gegensatz zu ihnen, entscheiden sich Halbdrow viel häufiger dafür, Gutes zu tun. Auch wenn es noch immer deutlich mehr böse als gute Halbdrow gab. Gute Halbdrow verließen fast immer nach einer Weile das Unterreich, um an der Oberfläche zu Abenteurern zu werden, und dort zu beweisen, dass sie nicht so wie die Drow waren. Und das hatte auch Ciara, obwohl sie erst fünfzehn Jahre alt war, getan.
Ciara hatte ein rundes und weiches, eher menschliches Gesicht, statt der feinen Gesichtszüge einer Elfe. Allerdings hatte sie auch spitze Ohren, bernsteinfarbene und mandelförmige Augen, sowie kurze, weiße Haare und eine dunkle Haut. Ihre haut war viel heller als die der meisten reinen Drow, aber immer noch dunkel genug, um als Drow durchgehen zu können. Allerdings war sie größer als eine Drow. Wie für Halbdrow üblich, hatte sie die Körpergröße eines Menschen. Dazu trug Ciara einen dunkelgrünen Kapuzenmantel und eine braune Hose.
Das Mädchen formte in ihren Händen einen magischen Ball, und warf diese auf den Boden, wo ein Lagerfeuer entstehen sollte. Die Magie verteilte sich auf dem Boden, und es passierte nichts. Bis der Boden plötzlich explodierte.
Alle drei Freunde waren mit schwarzem Ruß bedeckt. Sie sahen sich an... und lachten los.
„Vielleicht solltest du kleine Zauber doch lieber mir und Kadlin überlassen.“ meinte Inarisos amüsiert, „Wilde Magier haben einfach die Tendenz... massive Sachschäden anzurichten.“
Inarisos war der einzige Mensch unter den Freunden. Er hatte rote Haare und blaue Augen, sowie eine stämmige und kräftige Statur. Dazu trug er eine violette Robe, wogegen sein Hemd und seine Hose türkis waren. Weil er ein Hexenmeister war, hatte er einen Pakt mit mächtigen Wesen geschlossen, welche ihm magische Kräfte verliehen hatten. Im Gegenzug dazu, musste er einige Regeln befolgen, die sie ihm auferlegt hatten.
In diesem Moment kamen die drei anderen Freunde zu ihnen.
„Gab es hier einen Kampf?“ fragte Soran, als sie die Zerstörung sah.
„Nein, Ciara hat einfach versucht, mit wilder Magie ein Lagerfeuer zu entfachen.“ antwortete Kadlin, noch immer kichernd.
„Umso besser. Denn wahrscheinlich werden wir bald kämpfen müssen.“ meinte Jador düster.
„Wir sollten uns am Bach waschen, und danach erzählst du uns alles.“ schlug Ciara vor.
„So können wir es machen.“ stimmte der Tieflingsjunge zu.

Coered weinte. Er befand sich in den Ruinen eines alten Tempels, und war dort gefangen. Und bald würde er von diesem bösen Hexenmeister geopfert werden. Der kleine Elfenjunge hatte sich aus Neugier zu weit von seinem Dorf entfernt, und war von dem Hexenmeister gefangengenommen worden.
Der Junge war keineswegs gefesselt, doch er hätte von diesem Ort nicht fliehen können, denn überall um die Ruinen herum, streiften Dämonen. Es waren eher niedere Dämonen, die nicht sehr stark oder klug waren, aber trotzdem konnte der Elfenjunge nichts gegen sie ausrichten.
Der Hexenmeister, es war ein Mensch, kam zu ihm, und brachte ihn schließlich zu einer großen Steinplatte. Dort lag ein Ritualdolch. Wahrscheinlich würde er diesen benutzen, um Coered zu töten.
„Fühlst du dich geehrt, dass du dem großen Raldan zu mehr Macht verhelfen wirst?“ fragte der Hexenmeister und lachte böse, „Elfenblut ist für Dämonen sehr kostbar, und wenn ich dich opfere, werde ich noch viel mehr Macht erhalten.“
Coered sagte nichts, er weinte nur.
„Ich habe überall im Gasthaus geprahlt, was ich mit dir tun werde, und es hat niemanden interessiert. Nun ja, bis auf diesen Tiefling, doch auch ihn konnte ich leicht verscheuchen.“ redete der Hexenmeister.
Plötzlich ertönte ein Geräusch. Es klang so... als ob draußen gekämpft werden würde.

Die Freunde hatten den alten, verfallenen Tempel erreicht. Und überall streiften Dämonen umher. Die meisten von ihnen sahen aus wie bizarre, besonders abstoßende Versionen von Tieren. Ein Dämon sah so aus wie eine Kreuzung aus Kröte und Igel, bewegte sich jedoch auf Insektenbeinen vorwärts. Ein weiterer von ihnen wirkte wie ein Käfer mit Tentakeln. Und ein dritter war vage humanoid, jedoch am ganzen Körper von Stacheln bedeckt.
„Wie gehen wir vor?“ fragte Ciara.
Sie und die anderen hatten sich im Gebüsch versteckt, wo die Dämonen sie bislang nicht entdeckt hatten.
„Zwei von uns sollten in den Tempel laufen, um den Elfenjungen zu retten. Die anderen bekämpfen die Dämonen. Es sind niedere Dämonen, wir sollten sie also besiegen können.“ schlug Ragin vor, „Jador und Ciara, ich glaube, ihr habt im Tempel die größten Chancen, um mit dem bösen Hexenmeister fertig zu werden.“
Die Halbdrow und der Tieflingsjunge nickten sich zu.
„Ich schlage vor, dass ich und Soran vortreten, und gegen die ersten, angreifenden Dämonen antreten. Ihr anderen lauft schnell zum Tempel. Dort werden Jador und Ciara weiter in den Tempel laufen, während Inarisos und Kadlin den Eingang bewachen, damit ihnen keine Dämonen folgen können. Also los.“ redete der Sonnenelf.
Ragin und Soran traten vor. Sie verließen das Gebüsch und gingen auf die Dämonen zu. Als diese sie bemerkten, machten sie aggressive, drohende Gebärden. Schließlich kam einer auf sie zugelaufen, und das Halbdrachenmädchen zog ihre beiden Breitschwerter hervor. Beide Waffen bestanden aus Elektrum und waren mit Runen verziert.
„Was glaubst du, wer von uns wird heute mehr Dämonen erledigen?“ fragte Ragin, als er sich verwandelte.
Doch diesmal verwandelte er sich nicht in einen reinen Panther, sondern in eine Hybridform, in welcher er wie ein humanoider Panther aussah.
„Was glaubst du wohl?“ gab Soran lachend zurück, „Meinst du, du kannst mit mir mithalten?“
„Das wird sich zeigen.“ meinte der Sonnenelf.
Der Dämon schoss heran und stürzte sich auf sie, doch Soran hieb einen schnellen Schwertschlag, und der Dämon fiel in zwei Stücke zerteilt zu Boden. Dort löste er sich schnell auf. Die anderen Dämonen hatten die Szenerie beobachtet, und fauchten, schrien und kreischten vor Wut, Ärger und Angriffslust. Schließlich rannten sie auch auf die beiden Freunde zu.
Inarisos und Kadlin sprangen aus dem Gebüsch, und rannten zu Ragin und Soran. Als die Dämonen sie sahen, rannten sie auch auf sie zu. Ciara und Jador warteten im Gebüsch, bis kein Dämon mehr in ihre Richtung sah, und liefen dann leise zum Eingang des Tempels.
Ein Dämon der wie ein Wurm mit Tentakeln aussah, stürzte sich auf Ragin. Doch dieser wich aus und schlug seinerseits mit seinen Krallen zu. Der Dämon wurde zerfetzt, und fiel zu Boden. Ein weiterer Dämon, der einer Kreuzung aus Affe und Hund ähnelte, sprang ihn an.
„Felsenklinge!“ rief Inarisos.
An seinem Zauberstab leuchtete der gelbe Kristall auf, und aus dem Boden schossen kleine Felsen in der Form von Klingen, und zerfetzten den Dämon.
Ein insektenförmiger Dämon sprang auf den Rücken des Hexenmeisters zu. Doch Kadlin warf zwei Kunai aus Meteoreisen, und vernichtete diesen Dämon.
Soran hatte sich ein Stück weit von den Freunden entfernt, und schlug und hackte mit ihren beiden Schwertern wild um sich. Ein Dämon nach dem anderen wurde vernichtet, und löste sich kurz darauf auf. Doch plötzlich sprang ein Dämon auf sie zu, welcher komplett aus Feuer zu bestehen schien.
„Wasserkugel!“ rief Inarisos und streckte seinen Stab wieder vor.
Diesmal leuchtete der blaue Kristall auf. Vor dem Stab formte sich eine große Kugel aus Wasser, und schoss auf den Dämon zu. Dieser kreischte auf, als das Wasser ihn tötete.
Ragin wehrte einen Dämon ab, während sich ihm zwei weitere Dämonen näherten. Beide schossen Feuer und Säure auf den Werpanther ab. Doch plötzlich sprang Kadlin an seine Seite und streckte ihre Arme vor. Dort trug sie Armschienen, die aufleuchteten, und eine unsichtbare Barriere bildeten, welche die Angriffe der beiden Dämonen abwehrte. Kadlin zog ihr Sax aus Meteoreisen, sprang vor, und durchbohrte einen der Dämonen.
„Eisspeer!“ rief Inarisos.
Wieder leuchtete der blaue Kristall auf, und vor dem Zauberstab entstand ein langer Speer aus Eis, welcher losschoss und den anderen Dämon durchbohrte.
Der letzte, verbliebene Dämon griff Soran an. Das Mädchen schoss einen Kugelblitz auf ihn ab, und vernichtete ihn so.

Jador und Ciara befanden sich inzwischen im Inneren des verfallenden Tempels. Es war völlig dunkel, doch das machte den beiden nichts aus, denn sowohl Halbdrow als auch Tieflinge verfügten über Dunkelsicht. Plötzlich kamen einige Dämonen auf sie zu. Es waren nur wenige, dennoch griffen sie sofort an.
Jador zog einen Pfeil hervor, legte diesen auf seinen Bogen, und der Pfeil leuchtete rot auf. Jador schoss ihn ab, und der Dämon den er traf, ging sofort kreischend in Flammen auf.
„Feuerpfeile?“ bemerkte Ciara überrascht, „Ich glaube, die restlichen Dämonen sollte besser ich übernehmen.“
Das Mädchen fühlte die Magie in sich. Sie streckte eine Hand aus, und schickte einen Angriff mit wilder Magie los, mit dem Ziel, die Dämonen zu vernichten. Mehrere, hellgrüne Blitze schossen aus ihrer Hand und trafen die Dämonen. Jeder von ihnen wurde nach einem Treffer vernichtet.
Schließlich sahen die beiden Freunde, dass es vor ihnen heller wurde. Vor ihnen war ein Raum, welcher von Fackelschein erhellt wurde. Als Ciara und Jador den Raum erreichten, sahen sie, dass der Elfenjunge auf einem Altar lag, und der böse Hexenmeister ihn töten wollte.
„Ihr wagt es, mich, den großen Raldan anzugreifen.“ keifte der Hexenmeister.
„Wir sind nur hier, um den Jungen zu retten.“ sagte Jador.
„Und deine Dämonen sind erledigt.“ fügte Ciara hinzu.
„Dämonenzorn!“ rief der Hexenmeister, und vor seinen ausgestreckten Händen formte sich eine schwarze Kugel, welche er auf die beiden Freunde abschoss.
Ciara streckte ihre Hände vor und ließ wieder die Magie durch ihren Körper strömen. Weiße Schwerter aus Licht leuchteten plötzlich um sie herum auf, und schossen auf die schwarze Kugel des Hexenmeisters zu. Beide Angriffe trafen sich in der Mitte des Raumes, und lösten eine mächtige Explosion auf.
Jador sprang vor, um der Explosion zu entgehen. Er nutzte den Kampf der beiden, um zu dem Elfenjungen zu gelangen.
„Du bist es.“ sagte der Junge, „Du bist doch noch gekommen, um mich zu retten.“
„Und zwar gerade noch rechtzeitig.“ fügte Jador hinzu.
Inzwischen hatte sich der Rauch der Explosion verzogen. Ciara hatte ihr stählernes Xiphos gezogen und stellte sich dem Hexenmeister.
„Eine wilde Magierin.“ bemerkte dieser, „Du bist zwar mächtig, doch wenn du deine Magie einsetzt, kannst du sie danach eine Weile lang nicht mehr benutzen. Dein Schwert nützt dir nichts, ich werde dich mit meiner Magie töten.“
Jador zog einen weiteren Pfeil hervor und legte diesen auf seinen Bogen. Diesmal leuchtete er blau auf.
„Hexenmeister.“ rief er.
Raldan sah in seine Richtung, und Jador schoss den Pfeil ab. Der böse Hexenmeister wurde getroffen, und sofort von einem dicken Panzer aus Eis überzogen. Das Eis zerbrach, zusammen mit dem Hexenmeister in ihm, in kleine Stücke.
„Eispfeile beherrscht du also auch.“ stellte die Halbdrow fest.

Die Freunde hatten Coered versprochen, ihn bis zu seinem Elfendorf zu bringen. Und so gingen sie nun durch die dichten Wälder. Der Junge war froh, dass er wieder zu seinem Dorf zurückkehren konnte. Allerdings waren Ragin und Soran beim Kampf gegen die Dämonen verletzt worden. Es waren nur leichte Verletzungen, und sowohl Halbdrachen als auch Theriantrophen regenerierten sich schnell. Inzwischen sahen beide so aus, als lägen ihre Verletzungen schon deutlich länger zurück, als es tatsächlich der Fall war.
„Da hatten wir aber Glück, dass Dämonen nur so schwach sind.“ meinte Kadlin.
„Wir hatten eher Glück, dass dieser Hexenmeister nicht stark genug war, um wirklich starke Dämonen herbeirufen zu können.“ korrigierte Ragin, „Es gibt unterschiedliche Arten von Dämonen, und je höher sie im Rang stehen, umso klüger, stärker und mächtiger sind sie auch. Höherrangige Dämonen wären harte Gegner für uns gewesen.“
„Von hier aus ist es nicht mehr weit bis zu meiner Siedlung.“ rief Coered und lief freudig los, „Ihr müsst die anderen unbedingt treffen. Sie werden nicht glauben, dass mir eine Halbdrow geholfen hat.“
„Wie hast du erkannt, dass ich eine Halbdrow bin?“ fragte Ciara überrascht, „Bisher hat noch jeder den ich an der Oberfläche traf, mich für eine Drow gehalten.“
„Du siehst doch so wie eine Halbdrow aus.“ meinte der Elfenjunge verwirrt.
„Halbelfen sehen für Menschen wie Elfen aus, und für Elfen sehen sie wie Menschen aus. Ich habe auch bei unserem ersten Treffen sofort gesehen, dass du keine reine Drow bist.“ erklärte Ragin.
Plötzlich zischten mehrere Pfeile heran, und fuhren genau in den Boden vor den Freunden. Diese machten sich sofort kampfbereit. Soran, Ciara und Kadlin zogen ihre Schwerter, während Jador seinen Bogen nahm, und Inarisos seinen Zauberstab vorstreckte.
Mehrere bewaffnete Elfen stürmten aus den Büschen, in denen sie sich versteckt hatten. Sie richteten ihre Bögen drohend auf die Freunde.
„Senkt die Waffen!“ bat Ragin seine Freunde, „Ich werde mich darum kümmern.“
Er trat vor und streckte beide Hände vor, um zu zeigen, dass er unbewaffnet war. Dann sagte er etwas in einer Sprache, die niemand von den Freunden verstand. Fast niemand, denn Ciara konnte alles verstehen. Auch Coered redete mit den anderen Elfen in dieser Sprache. In diesem Moment begriff Inarisos, dass sie in der Elfensprache redeten. Ragin und Ciara beherrschten sie, doch die anderen Freunde nicht.
Inzwischen hatten auch die anderen Elfen ihre Waffen gesenkt. Aber nicht alle. Einige zielten mit ihren Bögen noch immer auf Ciara. Insbesondere der Anführer der Gruppe deutete immer wieder auf sie, und schien wütend zu sein. Der Elfenjunge war inzwischen zu den Elfen gelaufen, und schien eine von ihnen zu kennen, denn er redete immer wieder auf sie ein.
Inarisos trat vor, und stellte sich vor seine Freundin. Die Elfen bemerkten es, und wunderten sich. Soran sah ihn verwundert an, doch Jador begriff es.
„Wir müssen uns alle vor Ciara stellen.“ sagte er, „Damit die Elfen begreifen, dass sie an uns vorbei müssen, wenn sie gegen Ciara kämpfen wollen.“
Und schon traten auch die anderen Freunde vor, und bildeten einen lebenden Wall vor der Halbdrow.
„Danke, Freunde.“ sagte das Mädchen.
Die Elfe, mit der der kleine Junge sprach, sah Inarisos anerkennend an. Schließlich traten sie und der Anführer vor, und auch die restlichen Elfen senkten ihre Waffen.
„Mein Name ist Jerogan, und das ist Kelras.“ stellte er sie beide vor, „Hiermit heißen wir euch in unserem Dorf willkommen. Seid unsere Gäste, solange es euch beliebt. Coered hat uns gesagt, dass ihr ihn befreit hat. Und auf seine Worte, sowie die Geste des Menschen hin, darf auch die Halbdrow unser Dorf betreten.“
Kelras sah Inarisos noch immer auf eine gewisse Art und Weise an. Inarisos wunderte sich. Kam es so selten vor, dass ein Mensch einen seiner Freunde beschützte?
„Dann nichts wie los.“ meinte Kadlin frohen Gemütes, und steckte ihr Schwert wieder ein.
Die Freunde begleiteten die Elfen ein gutes Stück, bis sie sahen, dass der Weg völlig zugewuchert war. Die Elfen schien das jedoch nicht zu stören, denn sie traten vor.
„Tacidar, großer Elfenbaum, bitte gewähre uns Einlass in dein Gebiet, auf das wir in unser Dorf zurückkehren können. Die Fremden in unserer Gesellschaft sind vertrauenswürdig, und werden keinem der Elfen ein Leid zufügen.“ sagte Jerogan.
Und plötzlich zogen sich die Büsche zurück, und zeigten eine Passage, durch welche man hindurchmarschieren konnte. Die Elfen gingen durch diese Passage, und die Freunde folgten ihnen. Ciara sah zurück, und die Büsche schlossen sich wieder, sodass sie niemand mehr durchdringen konnte.
„Das ist die Magie von Tacidar, des Elfenbaumes der unser Dorf beschützt.“ erklärte Coered.
Die Freunde begleiteten die Elfen noch ein Stück, dann sahen sie das Dorf. Es stand mitten auf einer Lichtung, auf welcher ein einzelner, riesiger Baum stand.
„Willkommen in unserem Dorf.“ sagte Coered.

Inzwischen waren einige Wochen vergangen, und die Freunde haben diese Zeit unter den Elfen verbracht. Das Dorf war wunderschön, und die Gebäude sahen so aus, als seien sie nicht gebaut worden, sondern natürlich gewachsen. Überall liefen Elfen umher, es waren ganze Familien, die hier wohnten. Allerdings gab es auch immer wieder Elfen, die alleine in ihren Hütten wohnten.
Einer von ihnen war Laojin, der Dorfälteste. Er war schon mehrere Jahrhunderte alt, und sah auch nicht jung aus, dennoch war er weit davon entfernt, schwach und hilflos zu sein.
Den Freunden hatte man das Gasthaus zugeteilt. Offenbar war es keine Ausnahme, dass Fremde sich in dem Dorf aufhielten. Auf ihren Abenteuern waren sie vielen Gefahren ausgesetzt, und so freuten sich die Abenteurer, dass eine Weile lang in einem kleinen Dorf sein konnten.
Ragin hatte sich in seine Panthergestalt verwandelt, und spielte mit den Kindern.
„Ist es nicht schön hier?“ meinte Jador zu Inarisos, „Jeder ist nett zu uns, und alle sind stets guter Laune.“
„Ganz anders als in den Menschendörfern.“ stimmte sein Freund ihm zu.
„Niemand hat ein Problem damit, dass ich und Kadlin Tieflinge sind, dass Soran ein Halbdrache ist, und du ein Hexenmeister bist.“ fuhr Jador dort.
„Elfen sind in ihrer moralischen Entwicklung schließlich viel weiter als Menschen.“ erklärte Inarisos, „Allerdings können einzelne Elfen immer noch dem Bösen verfallen.“
In diesem Moment kam Ciara freudig auf die beiden Freunde zugelaufen. Beide erröteten ein wenig.
„Ratet mal, wo ich gerade war.“ sagte sie voller Freude lächelnd.
„Bei einem der Naturtänze.“ sagte Jador, „Die Tänze, bei denen die Elfen sich nackig ausziehen, und dann singen und tanzen, um die Natur zu ehren.“
„Genau. Ich durfte auch mal mitmachen. Die anderen Elfen haben sich gefreut, dass eine Halbdrow gut ist, und an ihren Tänzen teilnimmt.“ erklärte das Mädchen, „Aber wie hast du das so schnell erraten?“
„Du hast immer noch nichts an.“ erwiderte Inarisos an seiner Stelle.
Ciara sah an sich herab, und wandte sich dann ab. So wie es für Elfen und Halbelfen nicht unüblich war, hatte sie kein Problem mit Nacktheit, allerdings war es ihren Freunden immer wieder ein wenig peinlich.
Die Halbdrow ging wieder los, um ihre Kleidung anzuziehen. Unterwegs sah sie Kadlin und Ragin, welche mit den Kindern spielten. Das Tieflingsmädchen freute sich, dass die Kinder so bereitwillig mit ihr spielten. Bis auf wenige Ausnahmen, wären Menschenkinder vor ihr geflohen. Und Ragin freute sich noch deutlich mehr als sie. Sein Dorf hatte ihn verstoßen, als er von einem Werpanther gebissen worden war, und sich dann auch verwandelt hatte. Damals hatte er eine Gefahr für die anderen Elfen dargestellt, so hatte er seine Verlobte Juna getötet. Ein Theriantroph der seine Kräfte beherrschen konnte, wurde dagegen von den Elfen problemlos akzeptiert.
Kadlin nahm ihre Laute, und fragte: „Möchtet ihr, dass ich wieder ein Lied spiele?“
„Ja!“ riefen die Kinder freudig im Chor und versammelten sich um sie.

Coered und Sabas suchten nach Früchten, welche sie pflücken und essen konnten. Die Vorräte des Dorfes mussten wieder aufgestockt werden, und so waren mehrere Elfen unterwegs, um essbare und wohlschmeckende Nahrung zu finden. Doch als sie sich den Dornenbüschen näherten, bemerkten sie, dass diese brannten. Eine Vielzahl von Dämonen hatte sich vor den Büschen versammelt, und griffen diese an. Als sie die beiden Elfen sahen, kreischten und schrien sie vor Freude. Freude darauf, sie in Stücke zu reißen.
„Wir müssen von hier fliehen.“ sagte Coered zu seinem Freund.
„Da hast du Recht. Und wir müssen auch die anderen warnen.“ erwiderte Sabas.
Beide wandten sich um, und flohen zurück in ihr Dorf. Doch sie wussten, dass es viele Opfer geben würde, wenn die Dämonen erst ihr Dorf erreichen würden. Die ersten Dämonen waren schon durch die Büsche gebrochen, und liefen auf die beiden Elfen zu.
Coered stolperte und fiel der Länge nach hin. Sabas beugte sich zu ihm herunter, doch ein Dämon griff ihn an. In diesem Moment flogen zwei Kunai heran und trafen diesen Dämon. Ihnen folgte ein Pfeil, welcher ihn endgültig vernichtete.
Sabas sah in die Richtung, aus der die Angriffe gekommen waren. Die beiden Tieflinge liefen auf ihn und Coered zu, begleitet von dem Werpanther und dem Menschen.
Ein Dämon wollte sich auf Coered stürzen, da rief der Hexenmeister: „Eisspeer!“
Der blaue Kristall an seinem Zauberstab leuchtete auf, und ein Speer aus Eis schoss heraus und durchbohrte den Dämon.
Inzwischen waren schon die meisten der angreifenden Dämonen durch die Büsche gebrochen. Sie liefen auf die Freunde und die beiden Elfen zu. Einer von ihnen war besonders groß. Er spie einen Feuerstrahl auf die beiden Elfen, doch Kadlin sprang los und streckte ihre Arme vor. Ihre Armschienen leuchteten auf, und errichteten eine Barriere, sodass das Feuer sie und die beiden Elfen nicht erreichte.
In diesem Moment kam Soran angeflogen, und trug Ciara in ihren Armen. Diese streckte ihre Hände aus, und ließ ihre Magie, die wilde Magie, durch sie fließen. Die Halbdrow erzeugte einen hellblauen, riesigen Speer, und warf diesen mitten unter die Dämonen. Der magische Speer leuchtete auf, und vernichtete alle Dämon um sich herum in einer gewaltigen, magischen Explosion.
Bloß noch die verwüsteten und abgebrannten Büsche zeigten, dass hier soeben noch viele Dämonen angegriffen hatten. Als mehrere, bewaffnete Elfen herbeigeeilt kamen, sahen sie, dass der Kampf schon vorbei war.

Als der Abend anbrach, feierten die Elfen ein großes Fest. Die Elfen wollten wissen, was vorgefallen war, und die Freunde, sowie die beiden Elfen die sie gerettet hatten, hatten es ihnen erzählt. Der Dorfälteste hatte darüber spekuliert, dass Hexenmeister die einen Pakt mit Dämonen schlossen, ebenfalls zum Inhalt des Paktes hatten, dass die Dämonen diejenigen angriffen, welche den Hexenmeister besiegt hatten. Doch letztlich hatten sich die Freunde als stärker erwiesen, und niemand von den Elfen war getötet worden. Die Dämonen waren sogar schon vernichtet worden, bevor sie überhaupt das Dorf erreicht hatten.
Die Elfen spielten eine schöne, reine Musik, welche von der Natur handelte. Überall tanzten die Elfen, und auch die Freunde beteiligten sich an den Tänzen, und aßen, was die Elfen ihnen als Speise brachten. Sie feierten bis tief in die Nacht hinein.

Am nächsten Morgen brachen die Freunde wieder auf. Der Kampf gegen die Dämonen hatte ihnen gezeigt, dass sie eben doch in ihren Herzen Abenteurer waren. Inarisos hielt einen leuchtenden Stein in seiner Hand.
„Ich habe einen Elfenlichtstein bekommen.“ sagte er, „Damit kann ich, wenn es dunkel ist, Licht machen.“
„Das ist ein gutes Geschenk.“ bemerkte Ragin, „Alles was Elfen anfertigen, ist besser, als alles was Menschen jemals anfertigen könnten.“
„Seid ihr soweit?“ fragte Kadlin.
Die beiden Jungen nickten ihr zu.
„Dann nichts wie los!“ rief das Mädchen freudig.
Die Freunde gingen los. Als sie Rufe hörten, drehten sie sich um, und sahen die Elfen, die ihnen zuwinkten. Die Abenteurer winkten ihnen ebenfalls zu, und setzten ihren Weg fort.

ENDE
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