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GhostBlood

GeschichteMystery, Schmerz/Trost / P16 / MaleSlash
Daniel "Danny" Fenton / Danny Phantom Vladimir "Vlad" Masters / Vlad Plasmius
13.04.2018
03.11.2019
5
10.366
9
Alle Kapitel
10 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
13.04.2018 2.540
 
Hallo ihr Lieben da draußen. Hier bin ich mal wieder mit einer kleinen Geschichte. Es werden wohl so 2 bis 3 Kapitel werden. Ich möchte jetzt wieder heufiger posten und auch andere Geschichten fertig stellen.
Zu der Geschichte: Ich habe die Ereignisse der letzen Folgen mit dem Geisterplaneten außer acht gelassen. Bei mir gab es die nicht. ;)
Natürlich gehört keiner der Charaktere mir und ich verdiene mit der Geschichte kein Geld.
Ich habe mich ein wenig von dem Comic "Ectober" inspirieren lassen. Kann ich nur empfehlen. Aber ich gehe bald in eine Slash-Richtung und die Ereignisse der nächste Kapitel ähneln dem nicht mehr.
Über Reviews würde ich mich riesig freuen.
So nun viel Spaß mit der Story.



1. Halloween.

Geisterstunde. Ein passendes Wort, wie er fand. Die Zeit in der sich die meisten Geister draußen herumtreiben. Vor allem an einem Tag wie heute hatte er das Gefühl, die halbe Geisterwelt würde sich in der Welt der Menschen aufhalten. Halloween war eben das Fest der Geister und Dämonen. Es war ihr Tag. Oder besser gesagt ihre Nacht. Und auch wenn sich hier und da der ein oder andere Geist daneben benahm, waren die meisten nicht auf Streit oder Ärger aus, sondern hatten ihren Spaß. Die Menschen ließen sich heute Nacht gerne mal erschrecken und so sah Danny keinen Grund jedesmal einzugreifen, wenn ein Geist auftauchte und Sachen schweben liest oder mit einem lauten "Buh" durch die nächste Wand sprang. Die Nacht war viel zu schön dafür. Die Sterne funkelten miteinander um die Wette und der volle Mond schickte seinen gespenstisches Licht zur Erde, machte diese Nacht noch geisterhafter. Danny flog über Amity Park und genoss die kühle Luft die ihm dabei durch die Haare wehte. Er liebte seine nächtlichen Ausflüge sehr und seitdem er endlich 18 war, machten ihm seine Eltern auch keine Vorschriften mehr, wann er zu Hause zu sein hatte. Davor hatten sie Verspätungen nur in Ausnahmefällen geduldet. Nachdem er ihnen vor gut drei Jahren gebeichtet hatte, dass er ein Halbgeist ist, waren explizite Regeln für die Geisterjagd aufgestellt worden. Wenn er sich so zurück erinnerte, hatten sie besser reagiert als er es je gehofft hätte. Sie waren nur etwas enttäuscht darüber, dass Danny ihnen nicht vom ersten Moment an die Wahrheit erzählt hatte. Sein Alter Erzfeind Vlad Masters hatte darauf weniger gut reagiert. Danny hatte ihm gedroht seinen Eltern alles zu erzählen, wenn er nicht mit seinen Spielchen aufhörte. Als er auch noch drohte an die Presse zu gehen, war Vlad schließlich eingeknickt. Kurz nach Danny's Ansprache war er, angeblich aus geschäftlichen Gründen, nach New York gezogen. Danny hatte einige Tage später einen Brief von ihm erhalten, in dem stand dass er Abstand bräuchte um über sein Leben nachzudenken. Ihm sollte es recht sein, auch wenn sein Vater am Anfang um den erneuten Verlust seines Freundes mehr als traurig gewesen war. Seitdem hatten sie nichts von ihm gehört. Er wusste aber von einigen Geistern, dass Vlad immer mal wieder in sein Anwesen in Wisconsin zurückkehrte um in die Geisterwelt zu gelangen. Danny würde es niemals zugeben, aber ein wenig Sorgen machte er sich schon um den anderen. Wer wusste schon, zu was sich der alte Mann in seiner Einsamkeit so alles hinreißen ließe. Hoffentlich stellte er nichts dummes an. Immerhin teilten sie das gleiche Schicksal als Halbgeister.
Heute Abend wollte er sich nicht um Vlad Sorgen, sondern für Ruhe und Frieden unter den feiernden Geistern garantieren. Er, Sam und Tucker waren in verschiedenen Bereichen der Stadt auf Patrouille, während seine Eltern und Jazz zu Hause an den Monitoren und am Portal wache hielten. Immerhin sollte Ihnen nicht ein Geist entgehen, der heute Nacht Unruhe stiften wollte. Den ganzen Prozess hatten sie über die letzten Jahre immer mehr verfeinert. Bis jetzt war zwar noch alles ruhig und friedlich doch er wusste, dass sich das jederzeit ändern könnte. Während er noch seinen Gedanken nachhing, schlugen seine geschärfte Sinne plötzlich Alarm und nur seinen guten Reflexen war es zu verdanken, dass er nicht mit den sechs Geistern zusammenstieß, die mit einem Affenzahn in seine Richtung flogen.
"Hey passt doch auf!" schrie er ihnen hinterher, doch keiner der Geister drehte sich auch nur zu ihm um. Etwas stimmte da nicht. Diese Geister schienen regelrecht vor etwas geflüchtet zu sein, aber keiner seiner Freunde hatte eine Jagd gemeldet. Er flog in die Richtung aus der die anderen gerade gekommen waren. Falls ein Geist dort hinten außer Kontrolle geraten war oder Ärger machte, musste er ihn stoppen.
"Sam,Tucker. Am Friedhof scheint es Ärger zu geben. Ich sehe mir das mal an." sagte er in eines der Handys die sie extra für ihre Geisterjagd angeschafft hatten. Ein zweistimmiges "Ok" erklang, dann machte er sich auch schon auf den Weg. Der Amity Park Friedhof war im Normalfall schon kein einladender Ort, doch an Halloween hätte er lieber einen großen Bogen darum gemacht. Hier feierten die Geister ihr eigenes Fest, und Danny war bei den wenigsten davon ein gern gesehener Gast. Deshalb bewegte er sich umso vorsichtiger an den alten Grabsteinen vorbei, achtet auf jedes Geräusch und war sich ziemlich schnell sicher, das hier etwas ganz nicht stimmte. Es war totenstill um ihn herum, obwohl hier eigentlich gut drei Dutzend Geister zusammen feiern sollten. Wenn nicht sogar noch mehr. Aber im Moment war niemand zu sehen und das gefiehl ihm gar nicht. Als er schließlich auf der Mitte des Friedhofes angekommen war, hätte er am liebsten auf der Stelle kehrt gemacht. Vor ihm erstreckte sich ein Chaos aus zerstörter Vegetation, gesprengten Grabsteinen und zerfetzter Halloween Deko. Die leuchtend grünen Spritzer überall, Ektoplasma, wie Danny annahm, machten die Szenerie nicht weniger unheimlich. Etwas hier hatte es geschafft, die Geister nicht nur zu vertreiben sondern auch zu verletzen und er war nicht scharf darauf zu ergründen wer oder was es war.
Plötzlich stockte Danny und ihm stellten sich die Nackenhaare auf. Jemand oder etwas war hier, er spürte es mit jeder Faser seines Körpers. Ein tiefes, dunkles Grollen ließ ihn herumwirbeln. Er hatte es doch gewusst. All seine Instinkte sagten ihm, dass er sofort von hier verschwinden sollte. Doch der Held in ihm verbat das. Was es auch war, war möglicherweise auch eine Bedrohung für die Stadt. Weiter seine Umgebung im Auge behaltend, schwebte er in die Richtung aus welcher er die Geräusche eben vernommen hatte. Ein weiteres Grollen, lauter diesmal, sagten ihm, dass er auf dem richtigen Weg war. Sein Herz raste aber er bemühte sich, ruhig zu atmen um nicht unnötig auf sich aufmerksam zu machen. Er wollte das, was es auch war, überraschen, einfangen und dann so schnell wie möglich dorthin zurückschicken, wo ist hergekommen war. Er wollte nicht riskieren, dass es unnötige Verletzte gab. Mit unzähligen Geistern hatte er schon gekämpft. Da sollte das hier kein Problem für ihn darstellen.
Als er einen alten und recht hohen Grabstein passierte, stockte ihm der Atem und er war froh, dass er nicht auf seinen Füßen stand, sonst wäre er gewiss rückwärts ins Gebüsch gestolpert. Die unheimliche Szenerie, die sich vor ihm darbot, ließ sein Herz für einen kurzen Moment aussetzen und ein kalter Schauer lief ihm den Rücken runter. Das konnte doch unmöglich sein. Ins fahle Licht des Mondes gehüllt, die rot glühenden Augen in die Dunkelheit spähend stand dort die Gestalt von Vlad Plasmius. Sein Gesicht zu einer hässlichen Fratze verzerrt, die Zähne gefletscht, so dass man die Fangzähne deutlich erkennen konnte. Sein sonst so perfektes Haar hing in wilden Strähnen herunter und er sah aus, als hätte er einen harten Kampf hinter sich denn sein Kostüm und sein Cape wiesen Risse und auch einige grüne Flecken auf. Was ihm aber am meisten Angst machte, war das Tiefe, animalische Grollen, welches Vlads Kehle verließ. Danny schluckte hart. Was auch immer das war, es war nicht der Vlad, den er kannte. Etwas war mit ihm geschehen. Etwas Furchtbares. Er wich vor der Gestalt zurück, sich nicht sicher was er jetzt tun sollte, aber bleiben wollte er nicht. Sein Atem und sein Herzschlag setzten einen Moment aus als Vlads Augen sich genau auf ihn richteten, das leuchtende rot sich durch seine Augen in seine Seele fraß und ihn fesselte. Einen beinahe endlosen Augenblick lang standen sie so da, starrten sich an, bis Vlads Augen sich zu Schlitzen zusammenzogen.
》Ohoh.《 dachte Danny. Mit einem lauten fauchen stürzte er nach vorn, direkt auf den jüngeren Halbgeist zu. Dieser erwachte in letzter Sekunde aus seiner Starre und sprang mit einem Satz zur Seite, und glitt durch einen großen Grabstein hindurch, so dass der Ältere ihn um Haaresbreite verfehlte.
"Was soll der Scheiß?" rief Danny, doch das stieß auf taube Ohren. Vlad fing den Sprung schnell ab und ging erneut auf Danny los. Diesmal reagierte dieser allerdings etwas zu langsam. Ein sengender Schmerz breitete sich in seiner Schulter aus und lies ihn aufschreien. Der Ältere hatte anscheinend auch Krallen dazugewonnen. Er war nun noch gefährlicher als jemals zuvor. Danny hielt sich die schmerzende Schulter, die Augen nicht von dem Anderen nehmend und überlegte noch, was er jetzt tun sollte, da wurde er erneut angegriffen. Dieses Mal versuchte der Weishaarige in den Himmel zu entkommen, doch Vlad war schneller, packte ihn am Fuß und schleuderte ihn zurück Richtung Erdboden. Er schlug hart der Länge nach auf dem Boden auf. Alle Luft wurde ihm aus den Lugen gepresst und sein Hinterkopf machte schmerzlich bekantschaft mit dem Friedhofsboden. Kurz sah er Sterne vor seinen Augen tanzen und diesen unachtsamen Moment nutze sein Gegner um sich erneut auf ihn zu stürzen. Er pinte seine Arme über
seinem Kopf fest, sie mit nur einer Hand, und haltent und setzte sich auf seine Hüfte. Danny versuchte sich zu wehren, doch der Griff des Anderen war unnachgiebig. Panik überkam ihn. Vlad war nicht er selbst und unberechenbar wie ein wildes Tier. Die Zähne gefletscht und der wilde Hunger in seinen Augen ließen den Kleineren nur noch mehr unter ihm zappeln.
"Vlad lass mich los!" schrie er, hoffte inständig zu dem Anderen durchzudringen. Ein Lachen, tief und kehlig, fast grollend kam von Vlad, ließ Danny unter ihm vor Angst erbeben.
"Ich lasse dich nicht los. Du gehörst mir." Er leckte sich über die Fangzähne.
"Ich werde dich genießen mein Kleiner." knurrte er.
》Oh. Mein. Gott.《 Vlad war vollkommen durchgedreht. Geister fraßen keine anderen Geister. Jedenfalls fraßen Halbgeister keine anderen Geister. Erneut versuchte er dem eisernen Griff des Älteren zu entkommen, jedoch ohne Erfolg.
"Jetzt hör auf mit dem Mist, Vlad. Das ist nicht mehr mhmmmhm....!" Bevor er zuende hätte reden können, hatte Vlad ihm schon eine Hand auf den Mund gepresst, jeden Protest im Keim erstickend. Ein böses grinsen schlich sich auf seine Züge.
"Dieser erbärmliche Mensch hat heute Nacht keine Kontrolle." Bevor er Zeit hatte über diese kryptischen Worte nachzudenken, da wurde sein Kopf mit einem Ruck nach rechts gedreht. Im nächsten Moment schlug Vlad auch schon seine Fangzähne in seinen Hals. Er schrie vor Schmerz in die Hand auf seinem Mund als sich die Zähne durch sein Fleisch bohrten, versuchte erneut, sich gegen den Älteren zu wehren, doch dessen Griff war unnachgiebig. Jedes kräftige Saugen spürte er bis ins Rückenmark und er fühlte, wie ihn die Kräfte verließen. Das Leben ströhmte aus seinem Körper mit jedem Schluck Ektoplasma, das Vlad ihm raubte. Langsam begann alles vor seinen Augen zu verschwimmen. Seine Ohren dröhnten und er konnte das "Blut" darin rauschen hören. Seine Abwehr erstarb allmählich und ihm wurde verzweifelt bewusst, dass er dem Älteren nicht würde entkommen können. Dazu hat er einfach nicht mehr die Kraft. Doch er wollte hier nicht sterben. Nicht so. Seine letzten Kräfte mobilisierend bäumte er sich nochmal unter dem Größeren auf, was allerdings von diesem nur mit einem Knurren quittiert wurde, bevor er noch ein paar kräftige Schlucke nahm. Kälte kroch langsam durch alle Glieder seines Körpers. Die Angst und Verzweiflung wurden durch Lethargie und Apathie abgelöst und einzelne, heiße Tränen rannen seine eiskalten Wangen entlang. Er spürte noch wie die Hand von seinem Mund genommen wurde und Vlads heiße Zunge ein letztes mal über die Wunde an seinem Hals glitt. Ein letztes mal begegnete er den roten Augen, sah etwas wie Erkenntnis darin.
"Vlad..." krächzte er und bevor er sich der Dunkelheit ergab, nahm er noch war, das dieser etwas sagte. Dann wurde alles schwarz.

Langsam aber sicher kam er wieder zu sich. Wie aus einem langen Schlaf erwacht blinzelte er einige Male bevor er sich seiner Umgebung bewusst wurde. Was war das für ein herrlicher Geschmack in seinem Mund? So seltsam vertraut und doch falsch? Einen kurzen Moment war er wie berauscht  von diesem himmlischen Aroma, das seine Sinne benebelte. Erst als er sich aufsetzte und den grünen Augen begegnete, die ihn schwach anblickten holten ihn das in die Realität zurück. Das schwach gehauchte "Vlad.." wirkte auf ihn wie ein Eimer Eiswasser auf ihn. Einen kurzen Augenblick bohrte sich rot in grün.
"Daniel?" flüsterte er, doch erhielt keine Antwort mehr. Danny's Augen fiehlen zu, sein Körper erschlaffte unter ihm und einen kurzen Lichtblitz später war der junge Mann unter ihm wieder ein Mensch.
Kalte Angst ergriff Besitz von ihm.
"Daniel!.... Daniel?" Mit zittrigen Fingern tastete er nach dem Puls des Jüngeren. Einige quälende Sekunden spürte er nichts. Panik drohte ihn zu überwältigen.
Doch dann, ganz schwach aber gleichmäßig, spürte er Danny's Herzschlag und eine Woge der erleichterung durchflutete seinen Körper. Er stieg von ihm herunter und hob ihn vorsichtig auf die Arme. Danny war groß geworden, stellte nebenbei fest. Er war jetzt wohl fast so groß wie er selbst. Einen kurzen Augenblick wunderte er sich, das von der Wunde am Hals nur noch eine leichte Rötung zurück geblieben war aber auch das verdränkte er schnell wieder. Der Atem des Kleineren wurde schwächer.
"Halte durch Daniel. Du schaffst das, hörst du! Ich bring dich wieder in Ordnung! Alles wird gut. Du darfst nicht sterben." Fester drückte er den bewusstlosen Körper an sich und stellte dabei erschrocken fest, wie kalt dieser war.
》Wie konnte das nur passieren? Warum ausgerechnet du, Daniel?《
Schnell erhob er sich in die Luft und flog zu seinem Anwesen am Rande vom Amity Park davon. Er sah auf Danny hinab, bemerkte die Blässe auf den sonst so rosigen Wangen und den schwachen Atem. Er war dafür verantwortlich. Beinahe hätte er ihn getötet. Die einzige Person auf der Welt, die so war wie er. Der ihn verstand wie niemand sonst es konnte und der ihn, trotz allem was er getan hatte nie an Maddie, Jack oder sonst jemanden verraten hatte. Danny war der einzige Mensch, dem er wirklich vertrauen konnte. Und jetzt hatte er alles zerstört. Er würde ihn hassen, ihm die schlimmsten Vorhaltungen machen oder schlimmer noch: Angst vor ihm haben.
Noch etwas fester drückte er den Körper in seinen Armen an sich.
" Es tut mir so unendlich Leid Daniel. Verzeih mir. Bitte verzeih mir."


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So das war dann auch schon das erste Kapitel. Wie wird das alles wohl weitergehen? In dem nächsten Kapitel kläre ich auf, was es mit Vlads Verwandlung auf sich hat. Freut euch schonmal darauf.

Liebe Grüße
Eure Feuerschatten.
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