New Beginnings

von anna0800
GeschichteRomanze, Freundschaft / P12
Emil Hegle Svendsen Kaisa Mäkäräinen Martin Fourcade OC (Own Character) Tiril Eckhoff
13.04.2018
12.03.2020
16
18822
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Louise schlug den Kofferraumdeckel ihres kleinen Fiats zu und wischte sich die dreckigen Hände an ihrer dunklen Jeans ab. Sie atmete tief ein und betrachtete die Sonne, die gerade hinter den Bergen verschwand. Das war also nun ihr neues zu Hause daran könnte sie sich wirklich gewöhnen, an so einen atemberaubenden Sonnenuntergang. Vorerst kehrte sie den Bergen den Rücken zu und drehte sich zu dem kleinen Häuschen, das sie angemietet hatte. Es war hübsch und klein. Innen sehr gemütlich und seit Wochen hatte sich Louise auf ihren Umzug nach Villers des Lans gefreut. Einerseits weil sie dringend eine Veränderung gebraucht hatte und zum anderen weil sie endlich wieder in ihrem Heimatland arbeiten konnte. Sie packte die letztes der dutzenden Kisten und schloss die Tür in den Neuanfang auf.

Louise hatte eigentlich vorgehabt am nächsten mit dem Sonnenaufgang aufzustehen und laufen zu gehen, um den Ort besser kennenzulernen, aber wie es der Zufall wollte verschlief sie und als sie erwachte war es bereits Zeit für das Mittagessen. Der Umzug, der letzten Wochen hatte sie wohl doch mehr geschlaucht als sie gedacht hatte.
Mit einer Tasse Kaffee machte sie sich auf in das kleine Badezimmer, das Dusche und sogar eine separate Badewanne hatte.
Ein Blick in den Spiegel verriet ihr, dass sich sich dringend duschen sollte bevor sie in den Supermarkt fuhr. Ihre schwarzen schulterlangen Haare hingen unordentlich aus dem Zopf und sie war am ganzen Körper dreckig vom verräumen der Möbel.
Eine halbe Stunde später war sie bereit den Tag in Angriff zu nehmen. Es war angenehm warm und so beschloss sie ihr Fahrrad zu nehmen um zum örtlichen Supermarkt zu gelangen.

Da sie die letzten Jahre über all auf der Welt gelebt hatte nur nicht in Frankreich, fiel es ihr schwer sich in dem Supermarkt zurecht zu finden der sich doch sehr von den Deutschen unterschied. Sie braucht eine gefühlte Ewigkeit bis sie endlich die Sachen fand die sie haben wollte. Am Käseregal hatte sie dann ihren Tiefpunkt erreicht. Louise nahm etliche Verpackungen aus den Regalen und stellte sie nach genauem Betrachten wieder zurück. Nein, die Käsesorte die sie suchte schien es nicht zu geben. Sie hörte jemanden hinter sich leise Lachen und drehte sich um. Sie starrte den gut aussehenden Franzosen wütend an. Der bemerkte ihren Blick und rettete sein spöttisches Lachen mit einem verschämten Husten. Louise zog fragend die Augenbrauen in die Höhe und wartete.
„Tut mir leid, nur ich beobachtete sie schon eine ganze Weile und ich muss sagen sie sind wirklich sehr unterhaltsam“, sagte er mit einer wunderbar samtigen Stimme. Seine Stimme war nicht ganz einziges was sie an ihm attraktiv fand. Der Dreitage Bart stand ihm ausgezeichnet und auf die dunklen Haare vollendete das Bild des attraktiven Franzosen. Louise wusste natürlich wer er war, jeder der in ihrer Branche arbeitete kannte ihn.
„So? Haben sie denn nichts besseres zu tun als hilflosen Frauen das Mittagessen zu versauen?“, fragte sie angriffslustig aber mit einem kleinen Lächeln auf den vollen Lippen.
„Oh nein Madame, das war nicht im geringsten meine Absicht, wenn ich so den Inhalt ihres Korbes betrachte dann..passt dieser Käse wohl am besten dazu“, er nahm einen Käse aus dem Regal und hielt ihn Louise hin. Mit Erstaunen stellte sie fest, dass es genau der Käse war, den sie gesucht hatte.
„Danke“, sagte sie nahm den Käse und warf ihn zu den anderen Sachen in ihrem Korb. Nach einer Weile, des stummen Ansehens reichte der Unbekannte, der nicht wirklich ein Unbekannter war die Hand. Sie war angenehm war, aber schwielig.
„Es war schön sich kennenzulernen“, sagte er und drückte ihre Hand.
„Die Freude war ganz meinerseits“,gab Louise grinsend zurück. Sie wandte sich zum gehen als ihr der Mann noch etwas hinterher rief.
„Vielleicht sieht man sich ja mal wieder?“ Dieses mal war es Louise die lachte.
„Mit größter Wahrscheinlichkeit“


„Hast du dich schon eingelebt?“, fragte Lana, ihre große Schwester durch das Telefon.
„Lana ich bin seit gestern so richtig hier. Natürlich habe ich mich noch nicht eingelebt, aber es ist schön wie der in Frankreich zu sein“, sagte Louise und schob sich ein Stück des Käses in den Mund. Im Hintergrund konnte sie Kinderstimmen hören.
„Ist das meine kleine Chloé?“, fragte Louise fröhlich.
„Ja, habs nicht geschafft sie heute rechtzeitig hinzulegen deswegen lassen wir den Mittagsschlaf heute mal weg“, gab Lana schuldbewusst zu.
„Aber ich hab dich nicht angerufen um über Mittagsschlaf zu reden. Ich will wissen wies dir geht…nach allem was passiert ist…“, sowas hatte Louise schon gedacht, aber sie wollte sich ihre gute Stimmung nicht versauen.
„Mir gehts gut. Ich will nicht darüber reden sondern mich auf meinen ersten Arbeitstag nächste Woche freuen“, Louise hatte so oft über die Ereignisse der letzten Monate geredet, dass sie es nicht mehr hören konnte.
„Gut aber du weißt wenn du darüber reden willst, dann ruf mich an jederzeit!“, gab ihr Lana deutlich zu verstehen.
„Ja, ich weiß“,Louise fühlte sich auf einmal schrecklich müde und auch das Mittagessen hatte jedmöglichen Geschmack verloren.
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