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You belong

von Jarno
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama / P16 / FemSlash
Beca Mitchell Chloe Beale OC (Own Character)
12.04.2018
07.12.2022
24
57.076
7
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Dieses Kapitel
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12.04.2018 1.051
 
Langsam führte sie die Bierflasche an ihre Lippen und ließ den Blick über die Runde Verrückter schweifen. Sie sahen sich nur noch selten, nachdem sie ihren Abschluss gemacht hatten und nur selten. Noch seltener kam es vor, dass sie sich wirklich alle gemeinsam trafen. Viel öfter passierte es, dass sie auf eine von ihnen verzichten mussten.

Diesmal allerdings waren sie alle hier. Aubrey, Emily, Amy, Jessica, Ashley, Flo, CR, Stacy mit ihrer Kleinen und natürlich Chloe. Das glückliche Lachen von letzterer drang ihr gerade an die Ohren und sie warf ihr einen erneuten Blick zu. Schwach zuckten Becas Mundwinkel in die Höhe, als sie den Rotschopf betrachtete. Sie schien glücklich zu sein. Ihr Grinsen war ihr den ganzen Abend kaum von den Lippen gewichen, sie lachte viel und doch schien etwas anders zu sein, als es das sonst war. Beca konnte es nicht genau benennen, es war mehr ein Bauchgefühl.

„Wirklich unglaublich, in meine Wohnung würde nicht einmal der halbe Baum passen“, hörte sie Aubrey sagen und Chloe lachte erneut. Sie saßen in ihrem Wohnzimmer, ein Wohnzimmer das zu einem kleinen Einfamilienhaus gehörte, welches sie mit Chicago gemeinsam bewohnte. Es war das erste Weihnachten gewesen, welches die beiden zusammen verbrachten und das ganze Haus sah aus, als hätte Chloe sämtliche Dekoartikel hineingestopft, die sie in der Stadt hatte finden können. Und doch wirkte es nicht kitschig. Beca musste sogar zugeben, dass die ganze Sache einen gewissen Stil hatte und damit entsprach es ganz Chloe. Auch diese war etwas drüber, chaotisch und dennoch hatte sie einen unglaublichen Stil bei allem was sie tat. Etwas das Beca schon immer irgendwie fasziniert hatte.

Nun also waren sie in Chloes kleinem Weihnachtsparadies und würden gemeinsam mit ihr die nächsten beiden Tage verbringen. Chicago war am Morgen wieder abgereist, es war der zweite Weihnachtstag und somit konnten sie diese besinnliche Zeit gemeinsam ausklingen lassen.

„Ja Ginger hat sich einen mächtigen Baum ins Haus geholt, tolles Haus dein Kerl hat das toll gemacht, aber könnten wir uns nun endlich dem Essen zuwenden? Es gibt Leute die sind hier schon fast am verhungern“, mischte sich Amy nun ein und blickte in die Runde. Ja, sie hatten gemeinsam gekocht und nun warteten sie nur noch auf den Braten der fertig werden musste, auch wenn Amy natürlich recht hatte und es langsam an der Zeit war. Auch Beca hatte unglaublichen Hunger, nur würde sie das niemals so äußern. Denn jeder der dies tat würde von Aubrey nur dazu verdonnert werden in Zukunft mehr zu helfen und sie war nun wirklich kein Talent in der Küche. Sie hasste es. Dafür würde sie sich nachher beim aufräumen mehr einbringen müssen, was sie allerdings auch nicht mit besonders viel Freude erfüllte.

Nach und nach erhoben die Bellas sich und begaben sich an den Esstisch. Beca folgte ihnen langsam. Sie war an diesem Tag recht ruhig, doch für den Moment genoss sie es einfach nur die anderen um sich herum zu haben und ihnen zuzuhören. Es würde gewiss ein langer Abend werden.

***

Ein leises Gähnen drang über ihre Lippen, während sie sich die Hände abtrocknete und das Handtuch dann auf die Arbeitsplatte legte. Es war ein verdammt langer Abend geworden. Es war weit nach Mitternacht und sie hatten sich lediglich dazu entschieden nun das Ganze zu beenden, weil sie nicht den gesamten nächsten Tag verschlafen wollten.

Chloe verteilte die Bellas auf die Zimmer im oberen Stockwerkt, ihr Arbeitszimmer, das Gäste und Kinderzimmer. Gut, noch war es kein Kinderzimmer doch Amy hatte bereits Wetten darauf abgeschlossen wann es so weit sein würde. Obgleich sie das dennoch mit einer gewissen Skepsis getan hatte aber wer wusste schon, was genau das nun wieder bei ihr war. Beca wollte auch nicht weiter darüber nachdenken, auch wenn sie sich sicher war, dass Chloe eine unglaublich gute Mutter wäre.

„Du hättest das wirklich nicht noch machen müssen.“ Die vertraute Stimme riss sie aus ihren Gedanken und Beca blickte auf. Unweigerlich musste Beca schmunzeln und zuckte leicht mit den Schultern.

„Naja, ich habe auch nur gedacht, dass ich schon einmal anfange, damit es morgen nicht so schlimm ist. Woher hätte ich wissen sollen, dass du so ewig brauchst?“ wandte sie dann nur ein und griff dann wieder nach ihrer Bierflasche. Es war die dritte an diesem Abend aber sie war noch nicht gänzlich geleert. Auch Chloes Weinglas war noch gefüllt, womit sie sich nun an die Theke setzte von der aus man einen guten Blick in die – nach Becas Meinung – viel zu große Küche hatte.

„Acht Bellas auf drei Zimmer zu verteilen und sie ruhig zu stellen ist eine Herausforderung und das wusstest du“, gab sie schmunzelnd zu bedenken und nahm einen Schluck. Beca lachte leise und kam langsam zu ihr, blieb vor der Theke stehen und lehnte sich mit dem Bauch gegen die davor liegende Arbeitsfläche.

„Ich wette du hast dich nur dazu hinreißen lassen mit Amy darüber zu diskutieren wo ich schlafen werde“, gab sie nur zurück und das leichte Grinsen auf Chloes Lippen sagte ihr, dass sie recht hatte. Es war natürlich ein Thema gewesen, als Chloe verkündet hatte das Beca bei ihr mit im Bett schlafen konnte, Amy hatte sich kaum noch ein bekommen. Beca sah darin keine sonderlich große Sache und letztlich war sie auch ganz froh, dass sie nicht wie manch andere auf dem Boden schlafen musste.

„Willst du schlafen?“ fragte Chloe nur und sah sie forschend an. Unweigerlich musste Beca lachen und schüttelte dann den Kopf, ehe sie sich abstieß und sich mit ihrem Bier auf den Weg in das Wohnzimmer machte. Hinter sich hörte sie leise Schritte, offensichtlich folgte Chloe ihr.

„Bist du glücklich?“ fragte sie dann, nachdem sie sich auf der Couch niedergelassen hatte. Sie blickte zu Chloe hinauf, die stehen geblieben war und sie einen Moment irritiert ansah. Anscheinend hatte sie mit dieser Frage nicht gerechnet. Dann allerdings lächelte sie schwach und ließ sich neben Beca nieder. Diese sah sie forschend an und versuchte immer noch herauszufinden, was sie an ihrer Freundin irritierte.

„Ich wohne in einem wunderschönen Haus, habe einen unglaublich tollen Freund, einen Job den ich liebe... warum sollte ich nicht glücklich sein?“

„Das frage ich dich“, wandte Beca nur leise ein und als Chloe sie dieses Mal ansah wusste Beca auch, was sie den ganzen Abend schon gestört hatte. Ihr Lächeln erreichte nicht mehr ihre Augen.
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