Holding On To Heaven

von alegna70
GeschichteDrama, Romanze / P18
OC (Own Character) Samu Haber
12.04.2018
23.05.2020
72
90.824
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23.05.2020 1.107
 
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71

Langsam ließ Samu sich in das wohlig warme Wasser gleiten, das leicht vor sich hin sprudelte. Es lag ein Duft von Wildrose im Raum, Alexandras Lieblingsduft. Wenn sie schon nicht mit ihm baden gehen konnte, hatte er sie so doch ein wenig bei sich. Langsam streckte er sich aus, tauchte tiefer in das Wasser ein und schloss seine Augen. Leise lief Musik, er hatte Lust auf Klassik gehabt, nichts anderes hätte er nach dem Tag noch ertragen. Seine Gedanken kreisten noch immer um das Gespräch mit Alex. Er war ihr wirklich dankbar, wie ruhig sie alles aufgenommen hatte. Die Sorge, dass sie ihm Vorwürfe machen könnte, weil Riku mit dem Ausstieg gedroht hatte, die war Gott sei Dank umsonst gewesen. Er hatte sich alle möglichen Szenarien auf dem Heimflug ausgemalt, dabei hatte er vollkommen vergessen, dass sie immer sehr überlegt reagierte …
So war sie schon immer gewesen, oft hatte er sich in Geduld üben müssen. Alleine, wie lange sie gezögert hatte, bis sie zugestimmt hatte, zu ihm nach Helsinki zu ziehen. Es waren wirklich harte Wochen für ihn gewesen auf Tour, er hatte sie vermisst! Es war die härteste Tour aller Zeiten für ihn gewesen, nach seiner Lungenentzündung. Nie hätte er damit gerechnet, dass es ihn mal so umhauen könnte und er war Alex immer noch dankbar, dass sie damals sich so um ihn gekümmert hatte. Da hatte sie nicht lange überlegt, den ernst der Lage, im Gegensatz zu ihm, schnell erkannt und war ohne zu zögern zu ihm geflogen. Wenn es darauf ankam, handelte sie, wie sie es für richtig hielt. Die Zeit im Krankenhaus gehörte zu den schlimmsten, die er je gehabt hatte, alleine wenn er nur daran dachte, machte sich ein flaues Gefühl in seinem Magen breit. So hilflos hatte er sich noch nie gefühlt, abhängig von anderen Menschen, unfähig selbst etwas zu unternehmen. Er war sich sicher, ohne ihr Wissen, ohne ihr Eingreifen, hätte er die Tour vergessen können! Schon da war ihm klar gewesen, dass sie die Frau war, mit der er alt werden wollte. Wieder wurde ihm bewusst, wie sehr er sie liebte und wie dankbar er war, dass ihre Wege sich in Paris gekreuzt hatten. Sie war von Anfang an etwas besonderes gewesen, zwischen ihnen, dass war Magie! Paris, die Stadt der Liebe, seine Schicksalsstadt …
Als er an ihre erste Begegnung dachte, schlich sich von alleine ein Lächeln auf Samus Lippen, dieses Bild, das hatte er abgespeichert in seinem Hirn und er würde es ganz bestimmt nie vergessen. Eigentlich war dass noch gar nicht so lange her, keine dreieinhalb Jahre und doch hatten sie schon vieles durchgemacht, Höhen und Tiefen. Er relativierte in Gedanken seine Einschätzung, das schlimmste was ihm passiert war, dass sie ihr erstes Kind verloren hatten. Das war ein Horrortrip gewesen, für Alex noch mehr, als für ihn. Zu sehen, wie sie unter den Verlust gelitten hatte, das war einfach heftig gewesen und er hatte sie bewundert, wie sie trotzdem mit der Situation umgegangen war. Alex war definitiv eine taffe, eine starke Frau und er konnte sich glücklich schätzen, dass sie seine Frau war. Zu wissen, dass sie ihm auch jetzt wieder zur Seite stand, dass war ein unglaubliches Glück. Er konnte es ihr gar nicht hoch genug anrechnen, wie sie reagiert hatte  …
Er hatte im Augenblick wirklich keine Ahnung, was passieren würde, wie es weiter gehen würde …
„Darf ich reinkommen?“, Alex riss ihn aus seinen Gedanken.
Er machte die Augen auf, sah, dass sie in der Tür stand und lächelte: „Natürlich! Was für eine Frage Engel!“
Sie trat ein, kam zu ihm rüber, bückte sich und küsste ihn zärtlich. Liebevoll sah sie ihn an: „Geht es dir was besser?“
Leise seufzte Samu, fuhr sich mit seinen nassen Fingern durch die Haare: „Zumindest tun mir die Muskeln gerade nicht mehr so weh!“
Sie lächelte ihn an: „Dass ist doch schon mal was! Ich wollte nur gerade Zähneputzen … Ich bin müde, Sinika hat den Tag über alles gegeben … Wir sind schon um fünf Uhr auf gewesen ...“
„Oh Gott, dass ist früh … Mach, du störst mich nicht!“ Sie erhob sich, ging ans Waschbecken und griff nach ihrer Zahnbürste, um sich ihre Zähne zu putzen. Leicht bewegte sie sich zur Musik und automatisch musste er lächeln. Er konnte seinen Blick nicht von ihr lösen, sie sah einfach wieder nur sexy aus, obwohl sie nicht wirklich aufgestylt war. Sie trug eine graue Leggings und ein altes Shirt von ihm, ihre Haare hatte sie locker zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden. Sie schaute über den Spiegel zu ihm, streckte ihm die Zunge raus: „Guck nicht so!“
Auch er streckte ihr die Zunge raus: „Warum nicht? Ich liebe das was ich sehe!“
„Da ist nichts schickes dran ...“
Samu schickte ihr einen Luftkuss: „Ich brauch auch nichts schickes!  Ich sehe die Frau, die ich liebe, da ist es egal, was sie anhat ...“
Sie spülte sich den Mund aus, drehte sich dann zu ihm um: „Danke mein Schatz! Aber ein paar Kilo dürften gerne noch runter ...“
Er schüttelte leicht den Kopf: „Du siehst super aus! Warte mal ab, wenn die Maus läuft, dann hast du genug Work Out! Alex, ich liebe dich genauso wie du bist! Du siehst super aus!“
Sie kam zu ihm rüber, beugte sich nochmals zu ihm und küsste ihn: „Danke! Ich bin schon mal im Bett und lese noch was ...“
Leicht grinste er sie an: „Ohh, wieder heiße Lektüre?“
Sie streckte ihm grinsend die Zunge raus: „Wer weiß … Wenn Frau alleine ist ….“ Alex liebte Erotikromane: „So ein bisschen Kopfkino geht immer!“
„Soso, und ich?“
Sie erhob sich und grinste ihn an: „Du entspannst dich jetzt noch ein bisschen mein Schatz ….“
„Danke Hexchen, sehr nett von dir! War ja klar, dass du mitmischen musst!“ Er hielt sich die Nase zu, tauchte unter und hörte das Lachen von ihr. Als er wieder auftauchte hatte sie sich erhoben und lachte ihn an: „Mit wem redest du mein Schatz?“
„Und nun wieder den Unschuldsengel spielen! War klar … Ihr seid mein Schicksal ….“
Sie schickte ihm einen Luftkuss und verließ dann das Bad: „Bis gleich mein Schatz!“
„Viel Vergnügen beim Lesen!“
Sie lachte leise: „Werde ich haben ...“ Schon war sie raus und ließ ihn mit vagen Phantasien zurück. Sie schaffte es mit einer Leichtigkeit ihn anzumachen, es war unglaublich! Er liebte dieses Geplänkel mit ihr! Samu ließ nochmals warmes Wasser nachlaufen und ließ sich noch ein wenig vom Blubberwasser verwöhnen. Er war schon zu träge, um ihr zu folgen und schloss wieder die Augen, schaltete aber dieses mal seinen Kopf aus, einfach an nichts mehr denken, das half dann auch sein aufkommendes Verlangen wieder runterzufahren …
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