Holding On To Heaven

von alegna70
GeschichteDrama, Romanze / P18
OC (Own Character) Samu Haber
12.04.2018
23.05.2020
72
90.824
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10.02.2019 1.203
 
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Nachdem sich Alex und Samu geliebt hatten, hatten sie noch lange aneinander gekuschelt zusammen gesessen, ihren Wein ausgetrunken und überlegt, wie sie ihren letzten Tag gestalten wollten. Das Schärenmeer vor Turku zog Alex an, sie war schon von den Schären vor Helsinki absolut begeistert. Sie hatten im Netz eine Fahrt mit einem alten Dampfschiff gefunden, die durch einen kleinen Teil des Schärenmeers führen würde, genau das richtige um ihren letzten Tag zu genießen. Samu buchte direkt schon die Karten und dann wechselten sie von der Sitzbank ins Bett, in dem ihre Tochter tief und fest schlief. Sie legten sich wie jede Nacht rechts und links neben Sinika. Samu lächelte Alex an, flüsterte leise: „Danke für unsere Tochter Engel! Minä rakastan sinua!“
Sie streichelte dem schlafenden Mädchen zärtlich über die Wange und lächelte Samu an: „Ich liebe dich auch!“
Er griff nach ihrer Hand, führte die an seine Lippen und küsste sie sanft, wisperte: „Schlaf gut!“
„Du auch mein Schatz!“ Sie kuschelten sich ein und es dauerte auch nicht lange, bis nur noch leise Schlafgeräusche zu hören waren.
Sinika schlief ungewöhnlich lange am nächsten Morgen, wogegen Alex und Samu natürlich nichts hatten. Alex hatte fast das Gefühl, das Sinika viel ausgeglichener war, weil sie ihre Eltern so intensiv um sich hatte und es einfach eine sehr entspannte Stimmung herrschte. Die Morgenflasche fütterte Samu noch gemütlich ins Bett gekuschelt und er genoss es vollkommen. Sein Blick lag auf Sinika und wieder versuchte er sich alles einzuprägen. Am liebsten hätte er die nächsten Wochen einfach so weiter gelebt, es war perfekt, nur Alex, Sinika und er und alles andere ganz weit weg. Er wollte nicht zurück, zurück in den Alltag der bedeuten würde, dass er sich wieder von seinen Mädels verabschieden musste. Wieder warteten auf ihn einsame Hotelbetten und fremde Gesichter …
Mal wieder fragte er sich, ob es das wirklich wert war ….
Aber er hatte Verpflichtungen, die Jungs und auch er musste von irgendwas leben und Musik war sein Beruf. Ein Job den er liebte, aber ohne Sicherheit, schnell war das was gestern noch gut war, vergessen …
Man musste liefern um im Geschäft zu bleiben und er liebte wirklich Musik zu machen. Die Momente auf der Bühne, das war das größte überhaupt für ihn. Die Emotionen zu spüren, in die Gesichter zu sehen, zu wissen, das den Fans die Musik wichtig war, sie mit Emotionen bedachten, mit Erinnerungen …
Es gab immer wieder diese ganz bestimmten Momente, da war er high, ein Gefühl, was er sonst nur verspürte, wenn er Alex lieben durfte …
Im Augenblick lief es einfach perfekt, nur durfte er sich darauf einfach nicht ausruhen …
Samu hasste die Zerrissenheit in sich und doch wusste er, es musste irgendwie gehen, beides unter einen Hut zubekommen, andere schafften es schließlich auch. Das viele auch daran scheiterten, das verdrängte er ganz bewusst. Ein Leben ohne Alex, das war kein Leben mehr …
Nur dieses Jahr noch, da würde extrem arbeiten, damit es dann alles wieder ruhiger werden würde, so hoffte er zumindest! Deswegen auch „The Voice“ , das gab zusätzlich Sicherheit …
Sicherheit, damit seine Tochter eine schöne Kindheit haben würde, in der es ihr an nichts fehlen würde. Ihm hatte es auch an nichts gefehlt, aber auch seine Eltern hatten hart gearbeitet dafür, von Nichts kam nichts …
Sinika hatte die Flasche leer getrunken und Samu hob sie hoch, damit die Luft, die zu viel geschluckt worden war, wieder den Weg nach draußen finden würde. Alex schmiegte sich auch an ihn ran, streichelte sanft über Sinikas Rücken. Das war wieder so ein Moment, den er in sich auf sog, sie Drei zusammen als eine Einheit …
Nachdem Sinika aufgestoßen hatte, übergab er Alex ihre Tochter, zärtlich hauchte er ihr einen Kuss auf die Lippen: „Ich zieh mich an und hole Brötchen im Supermarkt!“
Sie küsste Sinika auf die Wange, lächelte Samu an: „Hört sich nach einem sehr guten Plan Herr Haber! Gell Sinika? Soll der Papa dir auch ein Brötchen mitbringen?“ Sinika sah ihre Mama mit großen Augen an, verstand nicht wirklich was sie von ihr wollte und Alex lachte leise auf: „Ich brauch dich erst gar nicht fragen Süße, du bist wie dein Papa, natürlich bringt er dir ein Brötchen mit!“
Samu lachte auf: „Natürlich bekommt sie ihr Brötchen! Engel, soll ich dir ein Schokocroissant mitbringen, wenn sie welche haben? Wir haben Urlaub ...“
Samu verwöhnte sie jeden Tag, sie liebte einfach diese Kalorienbombe, die sie sich eigentlich gar nicht leisten durfte, so würde sie ihre Babykilos nie los werden. Er aber ließ keine Argumente gelten und so nickte sie. Sobald sie wieder Zuhause waren, musste sie wieder mehr auf die Ernährung achten. Das dumme war, Sport war so gar nicht ihr Ding, aber irgendwas musste sie sich wohl mal suchen, Saskia würde ihr dabei ganz bestimmt helfen!
Samu zog sich unter Alexandras Blicken an und ein leichtes Lächeln legte sich auf ihre Lippen, zumindest er war in allerbester Form, auch wenn sie vermutete, dass er es oftmals mit dem Sport übertrieb.
Während Samu nun zum Supermarkt unterwegs war, machte Alex sich auch fertig und auch Sinika machte Bekanntschaft mit warmen Wasser und erhielt eine neue Windel. Gerade als sie fertig war, kam er wieder und gemeinsam machten sie sich das Frühstück fertig und ließen es sich anschließend schmecken. Sinika erhielt ein Stückchen weiches Brötchen, auf dem sie mit voller Begeisterung rumlutschte. Auch Alex genoss ihr Croissant dann doch richtig, dazu einen guten Kaffee und der Tag konnte richtig losgehen.
Als sie fertig waren räumten sie noch schnell alles auf und dann fand sich Sinika im Buggy wieder, der Dampfer rief. Sie gingen zum Anleger, an dem aber das Schiff noch nicht zu sehen war, es fuhr zweimal am Tag die Tour, sie hatten sich wohl weißlich erst zur zweiten angemeldet.  Alex freute sich richtig darauf, auch wenn es nur zwei Stunden waren, die sie unterwegs sein würden. Aber eine ganze Tagesfahrt wäre einfach für Sinika nichts gewesen.
Sie mussten aber nicht lange warten, pünktlich legte das alte Dampfschiff an und Alex war da schon absolut begeistert, das Schiff hatte einfach was.  Als sie dann an Bord konnten suchten sie sich einen schönen Platz an Oberdeck, Sinika bei Samu auf dem Schoß. Alex besorgte für sie beide einen Kaffee und dann konnte es auch schon losgehen. Ihr war klar, sie konnten nur einen ganz kleinen Teil des Schärenmeers sehen, dafür war das Gebiet mit rund tausend Schäreninseln einfach viel zu groß.
Als die Fahrt dann losging, ging ihr Blick nur noch nach draußen auf die Ostsee. Samu drückte ihr die Maus in den Arm, damit er Fotos machen konnte. Erst als Sinika unruhiger wurde, steckte er seine Kamera wieder weg und nahm sie auf den Arm, um ihr das Schiff zu zeigen. Er ging mit ihr zum Bug des Schiffes, hielt sie fest in seinem Arm und Alex musste das einfach im Bild festhalten. Sie genoss diesen Anblick einer absoluten Einheit, er, die Maus und der Blick raus auf das Wasser. Sie sah, wie er ihr immer weiter was erzählte und war doch fasziniert, dass Sinika ihn offensichtlich verstand, obwohl sie selbst immer nur Deutsch mit ihr sprach. Sie fand es unglaublich, was selbst so kleine Winzlinge schon konnten.
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