Holding On To Heaven

von alegna70
GeschichteDrama, Romanze / P18
OC (Own Character) Samu Haber
12.04.2018
01.12.2019
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Später stand Alex  im Türrahmen von Sinikas Zimmer, Samus ehemaligen Musikzimmers, das nur noch durch eine Nachtlampe in ein sanftes Licht getaucht wurde und lauschte den leisen Klängen von Samus Gitarre. Seitdem ihre Tochter auf der Welt war, spielte er jeden Abend das gleiche Lied, “Weißt du wie viel Sternlein stehen“, für sie zum Einschlafen, wenn er denn da war. War er unterwegs, dann sang Alex dieses Lied. Sie hatten sich am Anfang Gedanken darüber gemacht, welches Lied sie nehmen würden, denn es sollte eins sein, woran sich Sinika gewöhnen konnte und das gleichermaßen auf Deutsch und auf Finnisch gab. Alex liebte es, wenn Samu dieses Lied mit seiner tiefen Stimme leise und voller Zärtlichkeit sang, jedes mal machte sich auf ihren Armen eine Gänsehaut breit. Wenn er sang, hörte sie die Liebe, die er zu seiner Tochter empfand.
Sie betrachtete den Mann, der der Grund dafür war, dass sie  nicht in ihrem Heimatland lebte und direkt schlich sich ein Lächeln auf ihre Lippen. Auch wenn es nicht immer leicht war die Frau an seiner Seite zu sein, bereuen tat sie wirklich nichts. Sie liebte Samu, manchmal hatte sie das Gefühl, zu sehr zu lieben. Sie wusste, er liebte sie auch, immer wieder sagte er es ihr, wie am Nachmittag, aber manchmal tat es ihr einfach weh wie sich alles verändert hatte seit „The Voice“. Sie hatte Verständnis dafür, dass er geschäftlich denken musste, schließlich wollten sie auch von was leben, aber ob das alles gut für ihn, für die Band  und schlussendlich für sie als Familie war, da war sie sich nicht sicher …
Sie hatte die Videos von der Tour gesehen, Saskia und Riku hatten es ihr erzählt, es hatte sich vieles in der Fanbase verändert seit der Out Of Style Tour und schon da hatten es ihr einige Fans das Leben nicht leicht gemacht. Auch bei der Big Band Tour hatte es reichlich Ärger gegeben, aber nun, irgendwie war sie sehr froh, dass sie nicht zu den Konzerten hatte reisen können. Sie wusste einfach nicht ob sie damit zurecht kommen würde, wenn alle ihren Mann anhimmelten und dabei vergaßen, dass er auch nur ein ganz normaler Mensch war, der halt Musik machte die berührte. Auch wenn sie wusste, er würde ihr treu sein, daran zweifelte Alexandra keine Minute, tat es weh wenn die anderen Frauen ihn umarmten, dort berührten wo eigentlich nur sie ihn berühren sollte, die ganzen Selfies, manchmal ging der Stich tief in ihr Herz. Sie wusste, er machte es nicht um sie zu verletzten, sondern machte das, was von ihm verlangt und auch erwartet wurde …
Dass er aber direkt die Anfrage sich an einem Charytiesong zu Gunsten eines neuen Kinderkrankenhaus sofort angenommen, ja sich sogar gefreut hatte, dass er diese Anfrage erhalten hatte, zeigte ihr klar, er hatte sich nicht verändert! Das war der Mann, den sie kennen und lieben gelernt hatte. Ihr war ehrenamtliche Arrangement sehr wichtig und auf diese Art unterstütze Samu sie in dem Punkt. Es war kein Marketinggedanke dahinter, dass er mitmachen würde, das war eine Herzenssache für ihn.
Alex Blick ging zu ihrer Tochter, die sich ihr Lieblingskuscheltier schon wieder in die Ärmchen gezogen hatte, ein Schnuffelschäfchen. Sie schmiegte immer ihr Näschen an den Kopf des Schäfchens, der Anblick war einfach zu süß. Mit ihren acht Monaten war sie doch schon sehr aktiv und hatte auch schon ihre Lieblingsschlafposition gefunden, auf dem Rücken. Seitdem sie so im Bettchen lag, schlief sie durch, was absolut ein Argument dafür war. Die ersten Monate waren doch irgendwie anstrengend gewesen, auch wenn  Sinika sie normal nur einmal in der Nacht geweckt hatte. Meistens war sie um zwölf wachgeworden, dann hatte Alex sie noch einmal gestillt bevor sie selber schlafen gegangen war und dann so um die fünf Uhr in der Frühe wieder. Wenn Samu da gewesen war, hatte er oft sie zu ihnen rüber geholt und dann hatten sie zu dritt weiter geschlafen, nachdem Alex den Hunger ihrer Tochter gestillt hatte. Das waren die Momente, die die Deutsche vollkommen genossen hatte aber sie waren doch recht selten gewesen. Sie hatte nicht gezählt wie oft und lange Samu unterwegs gewesen war, aber er war eindeutig mehr unterwegs gewesen als Zuhause. Und wenn er dann dagewesen war, war er absolut am Ende gewesen, hatte viel geschlafen und auch nicht wirklich was von seiner Familie gehabt. Der Stress hatte ihnen alle Drei nicht gut getan und irgendwann war Alex sogar froh gewesen, wenn er dann wieder gefahren war, weil sie sich gestritten hatten deswegen …
Samu hörte auf zu spielen, stand auf, beugte sich in das Bett von Sinika und hauchte ihr einen letzten Kuss auf die Wange. Leise sagte er auf Finnisch gute Nacht zu ihr und kam dann zu Alex rüber. Sanft zog er sie an sich und küsste auch sie zärtlich. Leise raunte der Musiker seiner Frau zu: „Danke Engel, dass du mir unsere Prinzessin geschenkt hast! Sie ist das wertvollste in meinem Leben! Ich liebe dich!“
Alexandra versank in seinen Augen, dieser Blick, sie würde wohl nie dagegen immun werden …

Ich liebe dich auch, Samu Aleksi Haber, mehr als du ahnst …

Leise wisperte sie: „Sie ist wirklich etwas sehr besonderes Schatz!“ Nochmals fanden sich ihre Lippen, sanft bettelte Samu mit seiner Zungenspitze um Einlass und Alex gewährte ihm den gewünschte Raum. Zärtlich umspielte er ihre Zunge, Alex ließ sich darauf ein und verlor sich in dem Kuss ihres Mannes. In dem Moment waren die ganzen schlechten Gedanken weg. Sie gab sich Samu hin und ließ sich in den Kuss fallen. Immer fester wurde der Griff um ihre Taille und sie schmiegte sich an ihren Finnen ran. Seinen Duft nahm sie intensiv wahr und ein warmes Gefühl breitetet sich in ihr aus. Samu küsste sie, bis ihnen die Luft zum Atmen ausging und nur zögerlich lösten sie sich voneinander. In Alex kribbelte es doch verdächtig, ein Gefühl, was sie viel zu selten in sich trug in den vergangenen Monate. Sie vermisste die  Nähe zu ihren Mann, seine Liebe, aber oftmals war sie einfach viel zu müde, oder er …
Liebevoll sah Samu seine Frau an: „Soll ich uns einen Wein aufmachen? Du darfst ja jetzt wieder?“
Seit zwei Tagen hatte Alex abgestillt. Sie hatte es geliebt zu stillen, aber nun war sie auch an einen Punkt gekommen, an dem sie wieder sie selber sein wollte und auch nicht mehr auf die Sachen verzichten wollte, die ihr schmeckten, aber für ihr Kind nicht gut waren. Sie hatte Schokolade vermisst und auch richtig gut gewürztes Essen, beides hatte Sinika nicht vertragen und Koliken von bekommen. Sie hatte gerne für ihre Zaubermaus drauf verzichtet, aber nun war auch sie mal wieder an der Reihe! Lächelns nickte sie: „Sehr gerne mein Schatz! Machst du einen Wein von Zuhause auf?“
Er hauchte ihr einen Kuss auf die Lippen: „Natürlich Engel! Ich weiß doch, dass du den immer noch am liebsten trinkst! Ich hole den schon mal!“
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