The Elder Scrolls V: SKYRIM - Von Tod und Dieben

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
09.04.2018
03.07.2019
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Hallo ihr Lieben!

Danke, dass ihr hier zu meiner Geschichte gefunden habt. Vielleicht haben die einen oder anderen Dórin bereits erkannt. Er kommt in meiner ersten Fanfiktion "Unter Wölfen" (https://www.fanfiktion.de/s/575f069b0005e63f213b88b2/1/The-Elder-Scrolls-V-SKYRIM-Unter-Woelfen) vor und hat die Umfrage für die nächte Geschichte knapp gewonnen. Dies ist seine Geschichte.

Eins schon mal vor weg: Dórin ist anders als Jurmond (Hauptchar von Unter Wölfen) kein feiner Kerl... Überhaupt nicht. Nur als kleine Vorwarnung.
Falls gewünscht werde ich die Slash-Szenen kennzeichnen, damit auch nicht Slash-Leser die Geschichte lesen können.

So... Jetzt aber viel Spaß mit der Story!

LG eure Pan!

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Kapitel 1
Gefangen

Ein rhythmisches Surren drang an sein Ohr. Das Geräusch wenn ein scharfes Messer über Stein schabt, ließ ihn erzittern. Immer und immer wieder, bis auch die letzte Kerbe raus geschliffen wurde. Panik hatte ihn ergriffen und er zerrte an seiner Armfessel, die seinen linken Arm über seinem Kopf an der Wand fest hielt. Wimmernd versuchte er frei zu kommen, doch es wollte ihm nicht gelingen. Seine rechte Wange brannte fürchterlich noch von der Ohrfeige, die man ihm vorhin gegeben hatte.
Es war vollkommen dunkel um ihn herum. Nur seine lauten, panischen Atemzüge waren zu hören. Er strampelte und traf mit einem Tritt die Tür. Ein lautes Poltern war zu hören und ließ ihn zurück schrecken. Wimmern kniff er die Augen zusammen. Er hatte schreckliche Angst, als plötzlich langsam die Tür aufgeht und er im Lichtkegel der Kerzen saß, die die Räume außerhalb seiner Zelle erleuchteten.
»Bitte… ich… ich werde es nie wieder tun!« flehte er, doch ein lautes Zischen war zu hören.
»Halt dein Maul, du undankbares Geschöpf! Noch einen Ton von dir und ich kette dich wieder über Nacht draußen im Wald an!« war eine fauchende Stimme zu hören. Er schüttelte panisch den Kopf.
»Bitte… Ich… Bitte nicht...« stammelte er.
»HALT DEIN MAUL!« fuhr ihn die weibliche Stimme an. Er zuckte zusammen und wimmerte. Tränen liefen über seine Wangen. Er zitterte am ganzen Körper als ihm ein Schwall eiskaltes Wasser traf. Er zog die Beine an und krümmte sich zusammen…

Plötzlich war er wach. Er blinzelte müde und seufzte leise. Sein Nacken war unglaublich verspannt und sein Rücken schmerzte. Es war früher morgen. Irgendwo links von ihm rührte sich ebenso jemand im Bett, während an anderer Stelle bereits leise gesprochen wurde. Nun wusste er auch, was ihn aus diesem bitteren Traum gerissen hatte… Das leise Flüstern schlug sich an den Steinwänden und hallte leicht wieder. Es war ein unverständliches Murmeln und Raunen.

Seufzend zog er die Decke hoch und schloss noch einmal kurz die Augen um seinen Traum noch eine Weile fort zu schieben, ehe ihn der Alltag einholen würde. Er genoss einfach nur die Wärme und das Gefühl der Sicherheit… die Schwere der Decke, die ihn wärmte.
Er dachte nach, dachte an die Zeit zurück in der dieser Traum zu seinem realen Leben gehört hatte. Damals hatte SIE ihn in diesen Raum gesperrt… Sie hatte ihn hungern lassen, hatte ihn geschlagen… Hatte ihn nicht nur einmal draußen unter freien Himmel angekettet und ihm Schmerzen bereitet… Sie hatte um seine Ängste gewusst, hatte ihn manipuliert… Solange bis er sich entschuldigt hatte und sie auf Knien angefleht hatte, dass sie ihm nicht weiter bestrafen würde. Er hatte gebettelt… hatte geweint… er hatte panische Angst gehabt…

Kopfschüttelnd setzte er sich im Bett auf und hielt sich den Kopf. Seine Hand wanderte langsam über seine Wange und erspürte die tiefe Kerbe die von seinem rechten Mundwinkel bis hinauf zu seinem Ohr führte. Sein leicht offener Mundwinkel zuckte kurz, als er versuchte einen klaren Gedanken zu fassen, der nicht mit diesem Kapitel in seinem Leben zu tun hatte und ihn nicht voller Verachtung an dieses Geschenk in seinem Gesicht denken ließ. Er schloss die Augen und dachte verzweifelt an etwas anderes. Seine Hand wanderte langsam zu seiner Brust wo ein silbernes Amulett hing. Mit festem Griff umklammerte er das kleine Schmuckstück und wiegte sich kurz vor und zurück, als er Schritte vernahm, die an seinem Gemach vorbei gingen. Er schreckte hoch und schaute zur offenen Tür.

Dunkelblaues Licht strahlte in seine Richtung. Ein Strudel aus Energie und Funken stob vor seinem Zimmer zum oberen Stockwerk empor und tauchte alles, selbst sein Zimmer in blaues Zwielicht. Er beschwor kurz Flammen in seiner linken Hand herauf und entzündete damit einige Kerzen um ihn herum. Dann stand er auf und schaute sich um. Neben seinem Bett standen zwei Stühle, und zwei Regale, sowie eine Truhe mit seinem Eigentum.
Er ging von seinem Bett, dass inmitten des kleinen runden Raumes stand zu seinem Schrank und öffnete diesen. Darin waren zwei Roben, die er seit seiner Aufnahme hier bei der Akademie sein Eigen nennen durfte und noch zwei weitere Roben, die ihm im Laufe seines Lebens hier verliehen worden waren. Ganz hinten im Schrank hingen sogar noch die Kleider, die er getragen hatte, als ihn sein Weg hierher geführt hatte. Kurz musterte er das kleine Hemd… die kurzen Hosen… Seine Gedanken wurden noch trüber.
Er zog sich seine Expertenrobe an. Sachte strich er sich den braunen Stoff glatt und zupfte an seinem Kragen um die Verschnürung zusammen zu ziehen.

Er ging zu seiner Waschschüssel und wusch sich kurz das Gesicht. Seine grauen Augen schauten ihm aus dem Spiegel entgegen, der über der Schüssel hing. Sein Gesicht wirkte im blauen Licht etwas hohlwangig… Er war nie dick gewesen und hatte nie besonders viele Muskeln besessen, obwohl er doch sehr groß für einen Bretonen war. Seine Haut war, trotz des eisigen Dauerwinters hier in Winterfeste, noch immer gebräunt und wies einen leichten Bronzeton auf. Die feinen Gesichtszüge schienen zu zart und wohlgeformt für einen Menschen zu sein, was das teils elfische Blut seiner Vorfahren nur noch weiter zu betonen schien. Es war ein wunderschönes Gesicht… wenn diese Narbe an seiner rechten Gesichtshälfte nicht gewesen wäre.
Das dunkelbraune Haar hing ihm bis zu den Schultern und wurde etwas nachlässig von ihm gekämmt und aus dem Gesicht gestrichen. Wäre er nicht zu faul dazu, sich die Haare zu schneiden, würde er sie sowieso kürzer tragen. Er seufzte schwer und rieb sich müde die Augen.
Kurz fragte er sich, wann er das letzte Mal wirklich erholsam geschlafen hatte… Fast jede Nacht plagten ihn diese Art von Träume und ließen sein Gemüt keine Ruhe. Er war noch nie ein fröhlicher Knabe gewesen. Ein Umstand, den diese Träume und sein bisheriges Leben nicht gerade begünstigten.

Mit einem Seufzen wandte er sich ab und suchte sich den Apfel, den er gestern mit auf sein Zimmer genommen hatte. Er biss herzhaft hinein und las nebenher einen Brief, den er gestern von Hofzauberer Calcelmo von Markarth erhalten hatte.
Dieser vermaledeite Hochelf versuchte doch tatsächlich seinen damaligen Fund in den Ruinen von Alftand als nichtig abzutun. Savos Aren, der Erzmagier der Akademie hatte dem Umstand, dass er den Gegenstand nach Markarth verkaufte mit Unbill entgegen gesehen und lachte sich nun wahrscheinlich insgeheim ins Fäustchen, weil Calcelmo ihn auch noch für diesen Fund schmälerte. Der Erzmagier sah nicht gerne, wenn man seine Funde zur eigenen Bereicherung verkaufte, anstatt sie der Akademie zur Verfügung zu stellen. Dass Dórins Handeln nun keinen rechten Anklang fand, war sicher Balsam für seine Seele.
Dórin bezweifelte sogar, dass dieser Stümper von Hochelfen-Magier überhaupt mitgeschnitten hatte, was an diesem Bruchstück so besonders war. Knurrend ließ er den Brief in Flammen aufgehen und zog sich dann seinen Mantel an. Fahrig band er seinen Gürtel, als plötzlich jemand im Eingang zu seinem Zimmer stand.

Dórin schaute auf und zog eine Augenbraue in die Höhe, als er einen Waldelfen vor sich sah. Der Mann trug sein rötlich-braunes Haar etwas wirr abstehend am Kopf wobei die Seiten seines Schädels geschoren waren. Sein langer Schopf schwang sich etwas seitlich über die rechte Schädelhälfte. Die dunkelbraunen Augen schauten ihm wachsam entgegen und wie immer lag ein leicht hämisches Lächeln auf seinem Gesicht. Die haselnussbraune Haut des Mannes schien zu schimmern, so fein und gleichmäßig war sie.
»Na? Gehst du heute mit den Neulingen nach Saarthal?« fragte er mit seiner Angenehmen, aber auch leicht schmierigen Stimme nach und Dórin schnaubte verächtlich. Er schüttelte den Kopf um seinen Zorn nicht auf den unschuldigen Elfen auszulassen.
»Nein…« sagte er nur. Seine tiefe Stimme rollte durch den Raum.
Viele Leute erschreckten fast dabei, wenn er zum ersten Mal mit ihnen sprach. Dórins Stimme war tief und wohlklingend. Viele meinten, dass man ihm stundenlang zuhören konnte… doch der Bretone machte sich nichts aus solchen Komplimenten. Er hasste es, wenn ihn jemand anhimmelte und ihm nachlief. Überhaupt mochte er es nicht sonderlich, wenn er von anderen Menschen berührt wurde, oder sich jemand in den Kopf setzt sich mit ihm anfreunden zu müssen. Es war eine der ersten Lektionen die die meisten Neulinge erlernen mussten. Trotz seines schönen, feinen Gesichts und den wachen Augen war Dórin einfach ein unhöflicher, kalter Bastard…

Der Elf schaute ihn murrend an und kurz über die Schulter, als die Jünglinge an ihm vorbei gingen. Er kannte den Bretonen bereits und wusste, wie er mit seinem kalten Gemüt umzugehen hatte. Ein eigenwillig schelmisches Leuchten trat in seine Augen.
Dórin bemerkte seinen Blick. Er hängte sich eine kleine Tasche über die Schulter und ging auf Enthir zu. Er schüttelte erneut den Kopf.
»Nein… Werde ich nicht...« sagte er dann etwas versöhnlicher, als er sah wie auch der letzte der Neulinge, ein Khajit namens J'Zargo aus dem Turm gegangen war. Enthir schaute ihn aus seinen dunkelbraunen Augen durchdringend an. Er schien zu ahnen, was Dórin dachte.  
»Ich hätte einen Auftrag für dich, der dich vielleicht interessieren könnte…« raunte er dann und kam auf ihn zu. Der Bosmer stellte sich nahe zu ihm und luckte noch einmal über die Schulter.
»Ein Stab wechselt seinen Besitzer… Ich bräuchte nur jemanden, der ihn überbringt… Und dir sieht langweilig aus...« murmelte er und grinste gewinnend zu ihm empor. Dórin seufzte abschätzig und schaute Enthir an.
»Und was springt für mich dabei raus?« flüsterte er grollend und der Elf erschauderte sichtlich. Ihre Blicke trafen sich erneut als der Elf sich plötzlich auf die Zehenspitzen stellte und ihm auf einmal unglaublich nah war.
»Das selbe wie letztes Mal?« fragte er dann raunend. Dórin schnaubte und wandte sich ab.
»Dann bin ich nicht interessiert...« murrte er leise und nahm einen Seelenstein zur Hand, der neben seinem Bett lag. Er befühlte den kalten Stein eine Weile, ließ ihn in seiner Hand umher wandern, als Enthir erneut an ihn herantrat und ihn sachte von hinten die Hände auf die Oberarme legte.
»Ich weiß, dass du sehr wohl interessiert bist… Ich kann spüren, wie es dich erregt… Dir ist langweilig, das weiß ich… Und… unsere letzten Spielereien liegen schon einige Zeit zurück…« flüsterte der Elf leise in seinen Rücken. Dórin schluckte kurz. Er mahlte mit den Zähnen, als Zorn in ihm hoch wallte. Der Elf hatte ihn genau da wo er ihn haben wollte… Schließlich machte er sich los und schaute dem Bosmer kalt entgegen.
»Ein ander Mal, Enthir...« flüsterte er rau und brachte sein Gesicht nahe an das des Elfen hin. Der Gelehrte grinste leicht und schluckte nun seinerseits.
»Sag einfach nur Bescheid… Die anderen Einfallspinsel trauen sich sowieso nicht aus der Akademie raus…« raunte er als Antwort. Dórin lächelte leicht und wandte sich ab. Er ging in den runden Hauptraum und schlenderte dann links von seinem Zimmer nach draußen.

Die Türen öffneten sich und sofort schlug ihm eiskalter Wind und dichtes Schneetreiben entgegen. Er stöhnte auf und wollte schon wieder umdrehen, doch hatte er wichtige Dinge im Arcaneum nachzuschlagen. Außerdem wollte er unbedingt ein Buch ausborgen und wusste wohl, dass der Ork der die Bibliothek behütete, nicht gut auf ihn und seine Arbeiten zu sprechen war.

Er zog sich eine Kapuze über den Kopf und ging dann schnell in die Mitte des Platzes. Vor ihm breitete sich, teilweise unter dichten Schneewehen verborgen, der große Platz der Akademie aus. In der Mitte lag ein Brunnenartiges Gebilde, dessen blauer Magiestrudel weit in den Himmel hinauf strahlte. Hinter dem Strudel und vor dem großen Turm, der Halle der Elemente, stand die Statue des ersten Erzmagiers von Winterfeste. Dórin hatte sich nie die Mühe gemacht sich den Namen des alten Vogels zu merken… Und dachte schon gar nicht daran, dies inmitten des gerade auf ihn niedergehenden Schneesturmes nachzuholen. So schnell es ging, ging er links an der Statue vorbei zum großen Portal, dass ins Innere der Halle der Elemente führte. Die Großen Flügel waren stehts geschlossen um die Eiseskälte draußen zu halten, die hier das ganze Jahr über gegen die Akademie anstürmte.

Mit eine Seufzen und einen lauten Bibbern kam er in der Halle an. Er fand sich im Vorraum wieder, wo die beiden Treppenaufgänge zum Arcaneum und zu den Gemächern des Erzmagiers führten. Die  eigentliche Halle war durch eine hohe Gittertür vom Vorraum abgesperrt. Er wollte sich gerade zum Arcaneum wenden, als plötzlich die Türe zur Halle aufging und eine große, hochgewachsene Frau zu ihm kam.
Ihre goldene Haut und ihre Spitzen Ohren, sowie die große, schlanke Gestalt wies sie eindeutig auf Altmer aus. Das Gold ihrer Augen schien zu leuchten, was ihr Aussehen noch etwas exotischer werden ließ.

Dórin wollte sich gerade zur Tür wenden, als die Frau direkt auf ihn zukam.
»Dórin…« sagte ihre sanfte, etwas hohe Stimme. Der Zauberer wandte sich ihr zu und zog eine Augenbraue in die Höhe. Er hätte gerade alles auf der Welt lieber getan, als mit ihr zu sprechen und doch ließ er sich nichts anmerken.
»Nirya...« grüßte er sie ruhig. Sie lächelte leicht und ließ ihre goldenen Augen über ihn wandern. Sie streichelte seine Wange.
»Habt ihr schon gehört, was Faralda gesagt hat...« raunte sie dann und er seufzte.
»Was? Das Wahre, das Falsche, das Erfundene? Euer Streit und euer ständiger Kampf ist zuweilen ziemlich ermüdend, wisst ihr…« fragte er belustigt nach. Nirya zog langsam eine Augenbraue in die Höhe. Ihr feines Gesicht gefror zu einer starren Maske. Er schmunzelte bei dem Anblick und ging langsam an sie heran.
»Braucht ihr jetzt noch einen Mitstreiter? Ist euch Sergius als Spielzeug zwischen euch zu wenig geworden?« fragte er leise lachend und sie schnaubte abschätzig.
»Pass auf, Bretone… Ihr wollt es euch nicht mit der zukünftigen Stellvertreterin der Erzmagierin verscherzen...« grollte sie leise. Er lachte hart auf und schüttelte den Kopf.
Nirya war eine hochnäsige Altmer, das hatte er schon früh lernen müssen. Es war schon Jahre her, dass er sich mal mit ihr eingelassen hatte. Dass er sich für einen kurzen Moment in sie verliebt hatte, ehe er sich gewahr wurde, was für eine Frau sie war. Das Geplänkel und die Zärtlichkeiten die nun ab und wann miteinander teilen war jedoch was mit irgendwelchen Gefühlen zu tun hatte. Genau so das, was er brauchte und wollte.
»Ich dachte ihr wolltet euch meine Stimme und meinen Einsatz sichern? Faralda hat sich etwas… mehr ins Zeug gelegt...« erzählte er belustigt. Niryas Augen weiteten sich ungläubig, ehe sie stammelnd einen Schritt zurück wich. Er lachte auf und schüttelte den Kopf.
»Sag bloß ihr habt es noch nicht gehört? Ich dachte Marcurio hätte sich schon nicht mehr halten können… Er und Orthorn waren ganz aus dem Häuschen als das Gerücht die Runde gemacht hatte… Das ihr noch nichts gehört habt… finde ich allerdings interessant…« sagte er grinsend und beobachtete Niryas Gesicht genau. Der Zweifel und Groll in ihren Augen ließ sie unruhig atmen. Ihr Körper spannte sich an. Sie verzog den Mund und musterte ihn eindringlich. In ihren Kopf konnte man schier ihre Gedanken kreisen sehen. Sie überlegte, ob es wahr war, was er sagte… was sie fühlte, als er ihr diesen Umstand erzählte. Der Widerstreit von Arroganz, Hass, Trauer und… Liebe? Er konnte nicht fassen, was er alles in ihrem Blick erkannte.

Plötzlich gab sie sich einen Ruck und reckte das Kinn.
»Das habt ihr… erfunden...« fauchte sie leise und Dórin grinste hämisch.
»Sag bloß das würde euch bedrücken… Zukünftige Stellvertreterin des Erzmagiers?« raunte er belustigt und ging weiter auf sie zu. Sie biss die Zähne zusammen und ließ ihn nicht aus den Augen.

Er mochte es wenn er sie so sehr aus der Fassung brachte. Wenn sie ihn so zweifelnd anschaute. Wenn ihre goldenen Augen sich vor Überraschung weiteten. Seine Nackenhärchen stellten sich auf, als sie sich auf die Unterlippe biss und sichtlich überlegte, ob seine Worte denn wahr sein konnten. Es war ein offenes Geheimnis, dass sie ihn eigentlich für sich beanspruchen wollte und bis dato gar geglaubt hatte, dass er sich nur ihr vergnügte. Sie hatte tatsächlich geglaubt dass er ihr Spielzeug war.
Lächelnd nahm er ihre Hand in die Seine und hob sie an seine Lippen.
»Bis demnächst...« flüsterte er und wandte sich ab. Er ließ sie einfach stehen und ging direkt zur Tür, die ins Arcaneum führte.
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