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Wir haben ein Problem!

von winter81
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
08.04.2018
25.05.2018
6
4.844
8
Alle Kapitel
8 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
25.05.2018 796
 
Alle guten Dinge haben ein Ende genau wie diese Geschichte. Ich hoffe, es hat Euch ein bisschen gefallen und die Wartezeit auf Staffel 7 verkürzt. Vielen Dank für all die Reviews! Danke, dass Ihr mir meinen Einstieg so leicht gemacht habt. Ich bereue es nicht, mich getraut zu haben. Würde mich noch über ein paar Kommentare freuen! Bis dahin Euch allen einen schönen Sommer!!!


"Und wie lange geht das schon mit euch?", Emily biss von ihrem Pizzastück ab und kaute langsam, wobei sie beide genau beobachtete. Ihre Mutter nahm sich ebenfalls ein Stück. Sie hatte mit Schreierei und einer Riesenszene gerechnet. Stattdessen hatte Emily es nicht fassen können, dass sie es nicht eher gemerkt hatte. Teenager! Trotzdem hatte sich ihre Tochter mit ihnen an den Tisch gesetzt und sich gleich das erste Pizzastück gegriffen. Es war Nikolas, der auf die Frage mit vollem Mund antwortete. "Ein paar Wochen." Emily nickte und schien zufrieden. "Und im Bett ward ihr auch schon, oder?" Dies brachte Nikolas so zum Husten, dass sein Kopf rot wie eine Tomate wurde. Normalerweise hätte sich Ellen so etwas verbeten, aber der heutige Tag war nicht normal. Daher antwortete sie kurz mit Ja. Ihr Partner sah sie ungläubig an und zog eine Augenbraue hoch. "Und wie soll das weiterlaufen?"

Ellen fühlte innerlich eine unglaubliche Ruhe und Gelassenheit. Sie glaubte nicht nur, dass alles gut werden würde. Nein, sie wusste es. Sie sah Nikolas an, wie er ein Stück Pizza nach dem anderen verdrückte und ebenfalls Ruhe und innere Stärke ausstrahlte. Er hatte zu Ende gekaut und schaute beide Frauen nacheinander an, als er überlegte. "Das weiß ich nicht, Emily. Aber ich weiß, dass ich sehr glücklich mit deiner Mutter bin und hoffentlich sie mit mir auch.", er fokussierte sich auf den Teenager. "Ich wäre dir dankbar, wenn du mir eine Chance geben würdest." Ein kurzes Lächeln glitt über Ellens Gesicht. Kein schlechter Schachzug Inspektor.

Emily schien verlegen zu werden. "Du fragst mich um Erlaubnis?", sie rutschte unruhig auf dem Stuhl hin und her. "Wen denn sonst? Zwischen euch passt kein Blatt Papier. Da kann ein Kerl nicht gegen anstinken.", Nikolas schnaubte. "Wenn es hart auf hart kommt, habe ich sowieso verloren. Je eher das allen klar ist, desto besser.", er sah Ellen an, die bedeutungsvoll nickte. "Es ist ganz einfach, Schatz. Wenn du das nicht willst, dann schicke ich ihn wieder in die Wüste.", sie machte eine Pause, ließ ihre Worte wirken, wartete ab. Manchmal muss man nur warten bis die Frucht alleine vom Baum fällt.

Emily dachte nach, die Worte der beiden hatten sie beeindruckt. Sie sah von einem zum anderen. Seit ihr Vater gestorben war, hatte ihre Mutter keine Beziehung mehr gehabt. In den letzten Wochen hatte sie so gute Laune gehabt, war fröhlich und ausgelassen gewesen. Emily war darüber froh gewesen, auch wenn sie zu diesem Zeitpunkt den Grund dafür nicht kannte. Ihre Mutter verdiente es, jemanden zu haben, der für sie da war. Manchmal - aber das hätte sie niemals zugegeben - hatte Emily ein schlechtes Gewissen, weil sie viel mit ihren Freunden unternahm. Ihre Mutter sollte nicht allein sein. Das wäre nicht fair. Und Nikolas? Sie kannte ihn seit Jahren und hatte ich wirklich gern. Er war ein guter Freund. Auf alle Fälle war er besser als jeder dahergelaufene Typ. Nikolas machte ihre Mutter glücklich. "Okay, ich bin einverstanden. Aber", sie sah Nikolas fest und entschlossen an. "du passt auf sie gut auf." Er salutierte knapp.

Später als Emily in ihr Zimmer gegangen war, half Nikolas noch in der Küche. "Das liegt also hinter uns.", stellte er nach einer Weile fest. "Ja und es ist besser gelaufen, als ich dachte.", Ellen sah ihn von der Seite an. "An dir ist übrigens ein guter Diplomat verloren gegangen." "Och, das war nicht schwer.", er spannte das Geschirrhandtuch und warf es um Ellens Hüfte. Er grinste während er sie langsam zu sich heranzog. "Die Mutter habe ich ja auch schon um den Finger gewickelt." Ellen schürzte die Lippen. "Stellen Sie es sich nicht zu einfach vor Herr Heldt. Wir Bannenbergs können sehr schwierig sein." Er setzte zu einer Erwiderung an, aber sie verschloss ihm mit einem Kuss den Mund.

                                                                                                                                        ENDE
 
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