Die erste Aufgabe

von Jam89
GeschichteAllgemein / P12
Ben Bernhard Nadler Desmond Hugo 'Hurley' Penny Rose Nadler
08.04.2018
25.06.2018
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- Prolog -


„Cool.“, meinte Hurley gerührt.
Fast schon verlegen wandte sich Ben wieder Desmond zu.
„Komm, Hurley, lass ihn uns erstmal zu Rose und Bernard bringen.“, schlug er vor. Er ging neben dem Schotten in die Hocke, packte ihn an den Schultern und richtete ihn auf. Dann legte er sich seinen Arm um den Hals und stand vorsichtig auf.

Leben kam in den Mann. „Penny?“, fragte er leise.
„Desmond?“, fragte Hurley, besorgt auf die beiden zukommend.
„Penny…“, stöhnte Desmond erneut, worauf er das Bewusstsein wieder verlor und zusammensackte, was auch Ben runterzog.
„Ich dachte, ich würde ihn nur stützen müssen, aber es wird einfacher sein ihn zu tragen.“, murmelte Linus.
„Soll ich dir helfen?“, fragte Hurley gleich und nahm Desmond aus Bens Arm und nahm ihn auf die seinen. Für ihn war es definitiv leichter den Mann zu tragen.
„Danke. Ich führ uns dann mal zu den beiden.“, meinte Ben.

- - - -

Ben sah als erstes Rose. Als die dunkelhäutige Frau die Männer sah, die sich ihrem Camp näherten runzelte sie gleich die Stirn und ging auf sie zu.
„Ich habe doch gesagt, dass wir nichts mit den ganzen Dramen hier nichts zu tun haben wollen.“, meinte sie sofort.
„Rose, unser Zwischenfall vorhin tut mir wirklich Leid. Ich kann dich beruhigen: diejenigen, die das Chaos verursacht haben, sind tot.“, erklärte Ben sofort.

Bernard kam aus ihrer Hütte heraus.
Desmond, der leblos auf Hurleys Armen lag, sah regelrecht schmächtig aus und das weckte Bernards Mitgefühl.
Er deutete auf eine Decke am Boden, „Legt ihn hier ab, ich sehe ihn mir mal an und dann erzählt ihr uns was passiert ist.“

„Bernard…“, wandte Rose ein, aber er schnitt ihr das Wort ab.
„Liebling, mach unseren Gästen eine Kleinigkeit zum Essen, ja?“
Rose zog kurz die Augenbrauen hoch, ging dann aber in ihr Heim hinein.
Hurley legte Desmond so vorsichtig wie möglich auf der Decke ab.
„Er wird doch wieder?“, fragte er gleich.
„Damit ich ihm helfen kann, solltet ihr mir sagen was ihr mit ihm gemacht habt.“, meinte Bernard nur während er Desmonds Handgelenk umfasste, um seinen Puls zu fühlen.
„Naja, er war in einer Höhle mit hoher elektromagnetischer Strahlung.“, meinte Hurley.
„Nach oder vor dem Brunnen?“, fragte Bernard und öffnete das rote Hemd komplett.
„Beides. Charles Widmore hat ihn erst extremer Strahlung ausgesetzt, dann kam der Sturz in den Brunnen und dann ist er in dieser Höhle gewesen.“, ergänzte Linus.
„Also erstmal muss er aus dieser nassen Kleidung raus und vielleicht kann mir einer von euch verraten was sich unter dem Verband befindet.“, meinte Bernard und deutete auf das großflächige Pflaster auf Desmonds Brust, das unter dem weißen Unterhemd hervorlugte.

Plötzlich schlug Desmond die Augen auf.
„Desmond? Bist du in Ordnung?“, fragte Hurley besorgt.
„Wo bin ich?“, fragte der nur verwirrt.
Er setzte sich auf und man sah ihm an, dass ihm schwindelig wurde. Er griff sich an den Kopf und sah sich verloren um.
„Wo ist Penny?“, wollte er wissen.
„Alter, es tut mir wirklich Leid, aber du bist auf der Insel.“, meinte Hurley.
Desmond sah ihn gehetzt an, „Ich habe sie doch gerade noch gesehen!“
„Entspann dich. Wir werden d…“, mitten im Satz hielt Hurley inne, da Desmond ohne Vorwarnung das Bewusstsein verloren hatte und Bernard fing ihn noch schnell auf.

„Ich habe ihm angeboten, dass ich ihn mir genauer ansehe, als ich ihn aus dem Brunnen rausgeholt habe, aber er wollte das nicht; er meinte es wäre alles in Ordnung.“, meinte der Zahnarzt während er Desmond behutsam auf die Decke bettete.

„Ich sollte Penny erschießen, aber dann habe ich leider Desmond erwischt und als ich dann Penny – nun ja – da kam ihr Sohn hoch und ich konnte es nicht.“, erzählte Linus wahrheitsgemäß, „Daher kommt das Pflaster. Ich habe ihn angeschossen. Er hatte ziemlich viel Glück, dass er das überlebt hat.“
„Ich werde mir die Wunde mal ansehen und das Bein auch. Er hat ziemlich desorientiert gewirkt. Es würde mich nicht wundern, wenn er sich noch eine Gehirnerschütterung eingeholt hätte. Ich versorge ihn erstmal und dann erzählt doch mal ganz genau, der Reihe nach, was passiert ist.“, meinte Bernard und wandte sich seinem Patienten zu.

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„Vielleicht solltet ihr als erstes erfahren, dass Jack tot ist. Die anderen sind entkommen, außer sie sind auch tot.", begann Hurley das unangenehme Gespräch, als sie sich in einen Kreis zusammen setzten. In der Mitte hatte Rose auf einem kleinen Tisch ein wenig Obst angerichtet.
Das ältere Ehepaar war bestürzt.
„Jin, Sun und Sayid haben wir verloren.“, führte der kräftige Mann noch aus.
„Sie waren alle Kandidaten, aber Hurley ist jetzt der neue Beschützer der Insel und ich werde ihn ein wenig unterstützen. Böse Jungs gibt es zur Zeit glücklicherweise nicht. Wir sind die einzigen auf der Insel.“, erwähnte Benjamin.
„Hättet ihr was dagegen wenn wir unser Lager erstmal in der Nähe aufschlagen?“, fragte Hugo vorsichtig.
„Nein, ich denke das wird kein Problem sein. Als Nachbarn kann man sich immer gegenseitig helfen.“, meinte Bernard.

„War Desmond nicht eigentlich auch schon zu Hause? Warum ist er zurückgekommen?“, wollte Rose, mit Kopfnicken in Richtung des Krankenlagers, wissen.
Ben rutschte ein wenig unruhig auf seinem Platz herum, aber Hurley nickte ihm aufmunternd zu.
„Desmond war schon im Krankenhaus und Charles Widmore hat das ausgenutzt. Als er geschlafen hat, hat man ihm Narkosemittel gegeben und ihn wieder hierher gebracht. Er ist nämlich bisher der einzige von dem man weiß, dass er diese starke elektromagnetische Strahlung überlebt, auch wenn sie sein Gehirn ein wenig zu grillen scheint. Das wollten beide Seiten ausnutzen.“, verriet er.

„Warte mal – er war schon mal dieser starken Strahlung ausgesetzt. Er hatte dann Visionen. Er hat gesehen was passieren wird. Jack hat mal was erwähnt, dass sein Bewusstsein in der Zeit gesprungen ist.“, fiel Hurley ein.
„Ja, aber wir springen ja nicht mehr in der Zeit.“, winkte Ben ab.
„Das hat ja nichts damit zu tun. Davon war Desmond ja gar nicht betroffen.“, widersprach Hurley ihm.
„Du denkst er springt wieder in der Zeit?“, hakte Ben nach.
„Möglich wäre es…“, mutmaßte Hurley.
„Was haltet ihr davon wenn wir ihn erstmal etwas in Ruhe lassen und wenn das Fieber nachgelassen hat, erzählt er uns vielleicht selbst was los ist.“, schlug Rose vor.

„Wie geht es ihm eigentlich?“, fragte Benjamin.
„Die Schusswunde hat sich leicht entzündet, daher kommt das Fieber hauptsächlich. Ich habe eine selbstgemachte Paste aufgetragen, die helfen sollte. Und sein Knöchel ist ziemlich angeschwollen, dafür habe ich Umschläge gemacht. Das Bein ist ansonsten schön grün und blau von dem Aufprall. Ansonsten denke ich, ist er nur sehr erschöpft. Ich glaube, er braucht jetzt einfach nur viel Schlaf, Essen und Trinken, um wieder auf die Beine zu kommen. Ich werde gleich versuchen ihm etwas Tee einzuflößen.“, berichtete der Zahnarzt.
„Kann ich dabei helfen?“, wollte Ben wissen.
„Klar. Warum nicht?“, versprach Bernard.
„Das Sie sich als Zahnarzt so gut mit sowas auskennen…“, anerkannte Hurley bewundernd.
„Jetzt werd‘ ja nicht frech!“, drohte Bernard im Scherz.

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