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Blacklist

MitmachgeschichteKrimi, Thriller / P16
07.04.2018
18.06.2018
3
5.131
5
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
07.04.2018 599
 




Prolog
Gezeichnet, G.R.A.D.U.S

»Wir werden euch schon kriegen,
Werden euch im Kampf besiegen,
Werden niemals unterliegen
Ganz egal, was auch passiert«
~ "Willkommen in unserer Welt", Digimon Adventure






Werter Empfänger dieses Briefes,

mit Ihrem Beitritt in die Organisation O.D.U.G.O haben Sie Ihr eigenes Todesurteil unterzeichnet. Sie mögen sich zwar heute noch hinter Ihrem Digimon verstecken können, aber glauben Sie uns, dass Ihnen bald keine Digitation mehr helfen wird.

Sie werden sterben. Gleich.

Schauen Sie nicht so, Sie hätten unsere vorherigen Briefe nicht ignorieren sollen. Tja, wir haben Ihnen bereits angekündigt, dass sie auf unserer Liste stehen. Heute werden Sie abgeschossen.

Sie glauben uns nicht? Amüsant.

Hören Sie hin, ganz genau, nehmen Sie das elektrische Knistern wahr? Hören Sie, wie der Wind gegen die Scheibe des Fensters schlägt? Was ist, wenn wir Ihnen sagen, dass es gar nicht der Wind ist? Sind Sie überrascht? Tja. Wir hoffen, dass Sie ihren Herzschlag hören, ihn in jeder Faser Ihres Körpers spüren. Ist das Pulsieren nicht erregend? Spüren Sie den kalten Angstschweiß? Genießen Sie es. Sie werden nie wieder etwas fühlen. Haben Sie Angst, wenn Sie jetzt hören, wie etwas heult? Das ist keine Eule, glauben Sie uns. Ihr Atem geht schneller. Ihr Blutdruck steigt an. Gleich sterben Sie. Wenn Sie uns noch immer nicht glauben, passen Sie gut auf:

Etwas – jemand – kratzt an der Tür. Rennen Sie, wenn Sie können.

Ein Schlüssel wird in Ihrem Türschloss umgedreht. Ob Sie aus dem Fenster klettern können?

Schritte schleifen über Ihren Flurboden. Suchen Sie nach Ihrem DigiVice oder fliehen Sie?

Ihr Digimon wird nicht kommen.

Jemand drückt die Klinge zu Ihrem Zimmer nach unten.

Sind Sie versteckt? Hören Sie Ihren Atem? Hören Sie genau hin. Ihr Herz rast, Ihr Körper schaltet um. Flucht oder Kampf? Nichts wird Ihnen helfen.

Metall schleift über Metall. Etwas kratzt über den Boden. Ein kehliges Krächzen. Glauben Sie noch immer, dass Sie überleben? Halten Sie diesen Brief überhaupt noch in den Händen? Sicherlich. Sie sind ein unverbesserlicher Kämpfer. Glauben Sie, sich retten zu können? Ihre Freundin haben Sie auch nicht retten können.

Akzeptieren Sie, dass Sie ein talentloser Versager sind. In Frieden stirbt es sich leichter.

Hören Sie das Atmen? Es ist in Ihrem Zimmer. Gleich ist es vorbei.

Schauen Sie aus dem Fenster. Haben Sie mich gesehen? Sind Sie froh, dass mein Gesicht das Letzte ist, das sie sehen werden?

Nein? Enttäuschend. Wussten Sie, dass sich nach einem alten Aberglauben das Abbild dessen, was ein Mensch im Moment seines Todes sieht, in sein Auge einbrennt? Vielleicht brenne ich mich in Ihr Auge ein. Wenn dies passiert, wird die Polizei auf einen leblosen Körper ohne Augen stoßen. Aber sorgen Sie sich nicht. Sie brauchen Ihre Augen sowieso nicht mehr.

Nun hören Sie, wie sich Ihr Tod zum Angriff bereit macht.

Atmen Sie ein letztes Mal, hören Sie auf Ihren Herzschlag. Doch so sehr Sie sich an Ihr Leben ketten, nun ist es vorbei.

Sterben Sie wohl.









„Ist er tot?“

Ein schmales Lächeln zog sich über das Gesicht des Mannes, das in seiner Wärme ganz und gar nicht zu den eiskalten Gesichtszügen passte, die so typisch für ihn waren. Er nahm die Hände seines Gegenübers in seine und drückte sie beinahe liebevoll. „Mausetot“, bestätigte er, seinem Gegenüber einen Kuss auf den Handrücken hauchend.

„Sehr gut“ Sie entzog sich seines Griffes, schenkte ihm zuvor ein kurzes Lächeln und deutete mit dem Kopf in Richtung Schreibtisch, auf dem zwei weitere Papierakten lagen.

„Wer sind sie?“ Neugierig trat sie einen Schritt an den Tisch heran.

„Chloé Edgecombe und Leanne Tandler.“

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