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Raise a glass of wine // Gtop

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 Slash
07.04.2018
20.07.2018
38
17.008
2
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
21.06.2018 731
 
Heute mal ein längeres Kapitel weil so lange nichts kam. Tut mir leid ._.

Seunghyun pov.

Jetzt geht er auch auf Distanz. Eigentlich habe ich selber schuld, fühlte mich aber trotzdem ratlos zurückgelassen. Ich halte nur einen solchen Abstand weil ich nicht weiß wie nah ich an ihn herantreten darf. Solche Sachen wie auf dem Sofa, wo er bei mir eingeschlafen war, dürfen nicht nochmal vorkommen. Bestimmt überschreite ich da bei ihm eine Grenze, welche ich nicht mal berühren sollte. Ich habe ihn verletzt und das will ich nicht schon wieder tun.

,,Den?"

Jiyong: ,,Aber den haben wir schon mehrmals geguckt, bist du dir sicher?"

,,Wenn du nicht willst..."

Ich stellte den Film zurück, wobei er mich aber aufhielt. Seine Hand auf meine gelegt, schauten wir uns einen Moment lang tief in die Augen. Sofort überkam mich ein Schauer als ich in seine wunderschönen dunklen Augen schaute. Wie kann ein sterbliches Wesen nur so perfekt aussehen?

Jiyong: ,,Ehm, also doch. Ich dachte nur... egal. Ich habe gesagt du suchst aus, also gucken wir den auch. Immerhin mag ich den Film ja auch, sonst hätte ich den nicht gekauft."

Süß lächelte er mich an und entzog seine Hand von meiner. Sofort war da die Leere, wo eben noch seine wohlig warme Haut Platz gefunden hatte. Sofort hatte ich den Drang ihn anzufallen, zu umarmen und nie wieder loszulassen. Und das nur wegen einer Berührung, oder war es doch seine bloße Anwesenheit?

Jiyong: ,,Wenn du den Film nicht einlegst, können wir ihn nicht gucken."

Mir war gar nicht aufgefallen das er schon zum Sofa gegangen war und dort auf mich wartete. Mein Blick auf ihn gerichtet musste ich kräftig schlucken. Seine beiden Arme hatte er ausgestreckt, wobei seine Hände zwischen seinen Knien Platz fanden. Wie süß das aussieht, ist unvorstellbar. Das muss man echt gesehen haben.

,,Sorry."

Auf den Bluerayplayer zugegangen, legte ich den Film ein und machte mich dann auf, mich ebenfalls auf das Sofa zu setzen. Unschlüssig setzte ich mich zu seiner Rechten. Dabei war es eigentlich egal welche Seite ich wählte, da er sich dreist, wie immer, in die Mitte gesetzt hatte. Das ein so kleiner Mensch so viel Platz braucht, oder ihn zumindestens beansprucht, ließ mich in mich hineinlächeln. Meine wahren Emotionen blieben nach außen hin aber nur mit einem nichtssagenden Blick geschmückt, da ich nicht mal mehr sicher war, wann lächeln oder ähnliche Emotionen überhaupt angebracht waren. Also musste eine Neutrale her, wie jetzt.

Jiyong: ,,Play?"

Ich rollte mit den Augen. Erst stand ich planlos am Regal, dann vor dem Player und nun habe ich vergessen den Film zu starten. Der Kleine macht mich noch wahnsinnig. So wie er da sitzt und mit mir redet, kann ich mich einfach nicht auf etwas fokussieren. Auch nicht auf den Film den ich ausgesucht hatte, da ich etwas Besonderes damit verband. Gerade weil wir diesen so oft geguckt hatten, wollte ich ihn jetzt auch schauen. Irgendwie gab es mir ein gutes Gefühl, wenn auch ein extrem Leidendes. Es war eine Romanze, mit Comedy die aber auch eine Tragödie ist.

Seine nun Ex-Freundin wollte damals diesen Film unbedingt sehen, kam aber nie zu dem besagten Treffen. Stattdessen lockte sie ihn außer Haus, obwohl er extra den Abend für beide vorbereitet hatte. Romantisch ist er eigentlich wirklich nicht, war es aber an dem Abend. Ich war der Meinung das er viel von ihr hielt und sich mehr mit ihr vorstellen konnte, wobei ich mir da zwischenzeitig nicht mehr sicher war.

Jedenfalls war sie es, welche sein Vertrauen missbrauchte. Sie nutzte sein Berühmtes Dasein um bei Freunden anzugeben, womit er auf einmal unendlich viele Stalker hatte und auch die Medien stürzten sich auf ihn wie hungrige Hyänen auf ein Stück Fleisch.

Um ihn damals zu besänftigen und die Horde vor seiner Wohnung zu vergessen, schaute ich diesen Film mit ihm. Eigentlich war es ein Wunder das ich überhaupt in seine, damals noch, Wohnung reingekommen war. So verband ich aber einen sehr emotionalen Moment mit diesem Film. Eine Trennung, welche mir neue Hoffnung gab und beigestanden habe ich ihm auch. Doch wofür eigentlich?

Während ich ihm zur Seite stand, war ich Luft. Aber nicht welche die man zum Atmen braucht, sondern eher die, welche man ausatmet, die in der Umgebung verschwindet und nicht weiterhin gebraucht wird.

Und das ist der schmerzhafte Teil, dieser eigentlich guten Blueray.
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