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Raise a glass of wine // Gtop

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 Slash
07.04.2018
20.07.2018
38
17.008
2
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14.06.2018 506
 
Eigentlich war ja mein Plan gewesen vorher zu essen, wozu es ja nicht gekommen war. Also machten wir uns beide mit hungrigem Gefühl auf den Weg zu mir. Dort angekommen, stellte Seunghyun seine Tasche erst mal an den Rand. Nun war es wieder an mir, die Stille zu brechen.

,,Ich bestell uns Essen."

Gerade wollte er zum Reden ansetzen, wahrscheinlich um sich zu beschweren, was ich nicht zuließ. Schnell hatte ich mein Handy gezückt und eine mir schon vertraute Nummer gewählt. Dort bestellte ich mir öfter was zu Essen, weswegen ich schon relativ bekannt war. Außerdem rufe ich nicht gerne bei neuen Lieferanten an, da nicht jeder wissen muss wo ich wohne.

So bestellte ich dann für mich einen Nudelauflauf und für Seunghyun Pizza. Für ihn Essen zu bestellen ist glücklicherweise nicht all zu schwer, da ich ihn in der Hinsicht in und auswendig kenne. Wie oft wir schon auf dem Sofa gesessen und gemeinsam unsere Zeit genossen haben...

Wie lange er wohl schon so dunkle Gedanken hegt? Ich wüsste nur zu gerne wann das begonnen hatte und hoffte innerlich, er würde sich mir bald anvertrauen. Immerhin haben wir uns vorher auch alles gesagt, dachte ich zumindestens. Wenn ich genau darüber nachdenke, haben wir uns eine Sache immer verschwiegen. Unsere wahren Gefühle.

,,Für dich hab ich Pizza bestellt."

Seunghyun: ,,Das hätte ich auch alleine gekonnt..."

,,Seunghyun, im Ernst, hör auf damit. Nimm das jetzt einfach hin okay? Es ist anstrengend wenn du nur dagegen redest und eine Pizza hättest du doch eh genommen, stimmts?"

Er seufzte, musste aber leicht grinsen. Eine Emotion die ich so vermisst hatte. Wahrscheinlich lag es an meinem frechen Ton welchen ich zum Schluss eingebaut hatte, was mich ebenfalls lächeln ließ.

,,Wollen wir einen Film gucken bis unser Essen kommt?"

Seunghyun: ,,Können wir machen."

,,Du suchst aus!"

Er seufzte, schüttelte den Kopf und ging vorsichtig in Richtung Wohnzimmer. Dabei hielt er aber eine sehr weite Distanz zu mir ein, welche ein wenig wehtat. Wenn er das so beibehält, wird das eine sehr schmerzhafte Zeit. Immerhin habe ich ihm nichts getan, wobei er aber so wirkt, als würde ich ihm irgendwas Böses wollen. Wenn er sich ein wenig eingelebt hat, werde ich ihn auf jeden Fall darauf ansprechen. Anderweitig mache ich mich nur selbst kaputt und ein bisschen muss ich ja auch auf meine Gesundheit achten. Jedenfalls ein bisschen.

,,Und?"

Ich stellte mich zu ihm, hielt aber die Distanz, weil ich ihm nicht zu nahe treten wollte. Er wird dafür bestimmt einen Grund haben und so lange ich diesen nicht kenne, will ich ihn nichts aufzwingen. Die Angst somit den letzten Funken Vertrauen zwischen uns zu zerstören, ist dabei zu groß. Außerdem ist mein Ziel das es ihm bald besser geht und ich mir um ihn keine Sorgen zu machen brauche. Was dann allerdings danach kommt, kann und will ich nicht erahnen.

Wer weiß, vielleicht will oder braucht er mich danach nicht mehr. Eine Vorstellung, welche mir erneut die Tränen in die Augen trieb.
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