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Raise a glass of wine // Gtop

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 Slash
07.04.2018
20.07.2018
38
17.008
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07.04.2018 510
 
Seunghyun pov.

Dort stand er nun. Mit einem Glas in der Hand, welches er in die Luft gestreckt hielt. Sein wunderschönes Lächeln, strahlender als alles, was ich je gesehen habe. Wie er mit seiner Hand durch seine Haare geht, ließ mich fast den Verstand verlieren.

Auch ich ging mir automatisch durch die Haare, wobei ich bemerkte, dass sich ein paar Schweißperlen auf meiner Stirn gebildet hatten.

Mir war warm und schwindelig, aber gleich könnte ich ja wieder gehen. Gleich, wäre seine Nominierung und Preisverleihung vorbei. Dann kann ich wieder nach Hause. Alleine.

Durch das ertönen seiner Stimme, verstummten die der anderen.

Immernoch das Glas hochhaltend, wollte er einen Tost aussprechen.

Jiyong: ,,Lasst und darauf anstoßen."

Ich will nicht. Es tut mir selber weh, aber ich beneide und liebe dich zugleich zu sehr. Lass mich gehen. Bitte.

Jiyong: ,,Auf meinen besten Freund Choi Seunghyun."

Lass mich gehen. Bitte.

Jiyong: ,,Dafür, dass er immer an meiner Seite steht."

Bitte.

Jiyong: ,,Ein Hoch auf uns."

Mit einem Lächeln drehte er sich zu mir und sah mich direkt an. Jetzt erhoben auch die Anderen ihre Gläser und sprachen wild durcheinander irgendwelche unverständlichen Worte.
Jiyong kam direkt auf mich zu, während ich am liebsten weggegangen wäre.

Jiyong: ,,Freust du dich gar nicht? Du siehst so bedrückt aus."

,,Nein, das ist es nicht. Mir geht's nur nicht gut."

Das tat es wirklich nicht. In keiner Hinsicht. Mir ging es grottenschlecht.

Jiyong: ,,Willst du nach Hause? Ich kann dich fahren lassen wenn du möchtest."

,,Aber die Preisverleihung beginnt gleich richtig."

Jiyong: ,,Das ist schon okay. War ja nicht die Erste wo du dabei warst und bestimmt auch nicht die Letzte."

Normalerweise liebte ich es wenn er zwinkert aber in diesem Fall, machte es mich einfach nur aggressiv.

Ich wollte es nicht in einem solchen Zusammenhang sehen. So wirkte es einfach nur arrogant und irgendwie kam es mir abwertend vor, obwohl ich wusste dass es das nicht war.
Mit seinem Handrücken fasste er an meine Stirn und sah dabei ziemlich bedrückt aus.

Jiyong: ,,Du hast ja Fieber. Mensch warum sagst du das denn nicht früher das es dir schlecht geht? Ich hol dir jetzt ein Wagen. Du fährst nach Hause."

,,Aber ich..."

Und schon war er in der Menschenmasse verschwunden, während ich mich unbeholfen auf einen Stuhl niederließ. Es kam mir vor, als hätte ich nur für einen kurzen Augenblick dagesessen, als er mit einer besorgten Mimik wiederkam.

Jiyong: ,,Komm, er wird dich nach Hause fahren."

Er zeigte auf einen Mann, der sich leicht verbeugte. Es war der Chauffeur von ihm, mit dem ich zusammen zu seinem Wagen ging.

Zu Hause angekommen, stand ich regungslos im Flur. Mein Blick war starr in die Leere gerichtet.

Langsam ging ich in Richtung Küche, wo ich mir wie immer eine Flasche Alkohol, diesmal eine Flasche Scotch, aus der Vitrine holte.

Ins Wohnzimmer gesetzt, schenkte ich mir ein Glas ein, welches ich leicht hochhob und leise etwas vor mich hinmurmelte.

,,Ein Hoch auf uns. Auf ihn..."
 
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