Der Zauberlehrling

von -BlueOwl-
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
07.04.2018
08.12.2018
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Leute sammelten sich auf den Holzstraßen. Fackeln erleuchten die Nacht. Eine Glocke läutet Alarm. "Sie haben sie entdeckt!", knurrt Ruby. "Das ist nicht gut!", stimmt ihr Bard zu. Wieder ergriff er ihre Hand. Natürlich stürmten alle Leute aus ihren Häusern, um zu sehen was los war. Ruby konnte es mit ihrem Dorf vergleichen. Bei diesem grauen Alltag würden die Leute auch raus stürmen um zu sehen was ihr tristes Leben stört. Vor einem großen Gebäude was zwar noch mehr stank, aber besser aussah, sammelten sich alle. Ruby wusste gar nicht wohin. Sie starrte auf Bard´s Rücken. Er versuchte sie durch die Menschenmassen zu führen.

"Wir sind die Zwerge Erebors!" "Das ist Thorin!", rief sie in Bard´s Ohr. Weil bei dem ganzen Getuschel verstand man sein eigenes Wort nicht. "Und wir sind gekommen, um unsere Heimat zurückzuerobern." Stille legte sich. Thorin Eichenschild stand vorne und schien auf die Menschen einzureden. Im Getümmel blieben Bard und Ruby stehen. Sie hielt ihm am Arm fest und schüttelte den Kopf. Der Kahnführer verstand nicht, aber er kam dem nach. Beide hörten dem Zwergenprinzen zu.

"Ich erinnere mich an diese Stadt in den Alten Zeiten. Ganze Handelsflotten lagen im Hafen. Beladen mit Seide und Edelsteinen. Dies war keine vergessene Stadt auf einem See. Dies war der Mittelpunkt für jeweiligen Handel im Norden." Die Leute stimmten ihm zu. Sie fand es interessant wie sich diese Leute so leicht begeistern ließen. "Ich hole diese Zeit zurück. Wir entzünden die Schmieden der Zwerge neu. Auf das sich Wohlstand und Reichtum wieder ergießen in den Hallen Erebors." Alle jubelten. Vorne an der Treppe sah sie einen dicken Mann. Es war der Bürgermeister und natürlich Alfrid. Auch sie schienen begeistert.

"Tod!", hallte die Stimme von Bard wieder. Er löste sich aus Ruby´s Griff und trat nach vorne zu Thorin. Sie selber blieb eisern stehen. "Das werdet ihr über uns bringen!" Thorin hatte damit nicht gerechnet. Bard sah wütend auf den Zwergenprinzen nieder. "Drachenfeuer und verderben. Wenn ihr die Bestie weckt, werdet uns alle vernichten.", knurrt er. Thorin schien zu überlegen ehe er sich aufbaute. "Ihr könnt auf diesen Schwarzmaler hören und ich verspreche euch, wenn es gelingt. Werde alle am Reichtum des Berges teil haben. Dann habt ihr genug Gold um Esgaroth 10 mal zu erbauen!" Das laute Jubeln der Bürger schmerzte in den Ohren des Zauberlehrlings.

"Ihr alle hört mir zu! Ihr müsst zuhören!! Habt ihr vergessen, was mit Thal geschehen ist?", unterbrach sie Bard. "Habt ihr, die vergessen die ihr Leben ließen in dem Feuer? Und wofür das alles? Für eines Bergkönig´s blinden Ergeiz. So zerfressen von Gier das er nur seinen eigenen Vorteil im Sinn hat." Sofort schlug ihre Stimmung um wie die wilde See.

"Bitte. Wir dürfen und wir dürfen niemanden voreillig beschuldigen. Und vergessen wir auch nicht, es war Girion. Der Fürst von Thal, euer Ahnherr der die Bestie zu erlegen versäumte.", erklärte der Bürgermeister. Ruby sah, wie sich sofort der Hass in Thorin´s Augen bildetet. Ein Hass, den sie schon so oft bei ihm gesehen hatte. "Wohl wahr Herr. Alle kennen die Geschichte. Pfeil um Pfeil hat er geschossen. Jeder verfehlte sein Ziel.", stimmte Alfird ihm zu. Aber war es richtig den Fehler von Girion auf Bard zu schieben? Nein. Bard wird es sein der das Werk seinen Ahnen fortsetzte. Am liebsten würde Ruby schreien und für Bard Partei ergreifen...aber sie konnte nicht. Sie gehörte doch zu den Zwergen. Oder nicht?

"Ihr habt kein Recht! Kein Recht diesen Berg zu betreten!", zischte Bard als er auf Thorin zu stapfte. "Ich allein habe das Recht!", fauchte ihm die Prinzessin zu. Trotz des Größenunterschiedes fand sie das Thorin sich nicht unterkriegen lässt. Der Durinserbe drehte sich zum Bürgermeister und sprach direkt zu ihm. "Ich spreche zum Bürgermeister der Seestadt! Wollt ihr erleben das sich die Prophezeiung erfüllt? Wollt ihr teil haben am großen Reichtum meines Volkes?" Wieder jubelten sie. Waren so berauscht von der Möglichkeit aus ihrem Elend zu kommen. "Was sagt ihr?"

"Ich sage zu euch: WILLKOMMEN!" Der Bürgermeister roch natürlich seine Chance. Ruby war alles andere als erleichtert oder fröhlich. Obwohl sie doch nun Unterstützung bekommen. Bei ihrem starren Blick nach vorne bemerkte sie nicht wie Fili sie beobachtet. Er und Bilbo sahen durch die Bürger durch zu der Brünette. Sie stand da und wirkte, als könnte sie gleich weinen. "Was ist nur mit ihr?", fragte Bilbo besorgt. Bard der verloren hatte, steuerte auf Ruby zu. Fili und Bilbo sahen, wie er sanft über ihren Arm strich und sie dann stehen ließ. Ruby sah betroffen zu Boden. "Was er wohl zu ihr gesagt hat?", fragte Bilbo. "Wüsste ich auch gern!", knurrt Fili.

Die Brünette fuhr sich durchs Haar und wollte auf Thorin zu. Auch wenn sie kaum durch die Leute kam. Kurz vor ihm schlug ihr eine Hand voll auf den Arsch. Erschrocken darüber dreht sie sich um und als sie ausholen wollte fing Alfrid ihre Hand ab. "Ah was sehe ich? Seid ihr fertig mit der Arbeit?" Alfird grinste ihr mit gelben Zähnen entgegen. "Lass mich los!", verlangt sie harsch. "Wo wollt ihr denn hin? Eine Hure hat im Haus des Bürgermeisters nichts zu suchen! Mit eurem losen Mundwerk. Was glaubt, ihr wer ihr seid?" Ehe sich Alfrid versah, wurde seine Hand grob von Ruby gerissen. Dwalin sah ihn tödlich an. Bifur, Bofur und Bombur stellten sich schützend vor den Zauberlehrling. "Und was glaubt ihr, wer ihr seid?", knurrt Dwalin. Wow. Damit hat sie nun nicht gerechnet.

"Zauberlehrling! Kommt!", rief Thorin. Bilbo nahm Ruby an die Hand und führte sie an Alfird vorbei. "Oh..Ich wusste nicht.", stottert er sofort drauf los. Ruby sah nochmal zurück. Alfrid der von den Zwergen bedrengt wird, aber kein Bard. Sie atmet tief durch. Der Bürgermeister führte bereits die ersten Zwerge in sein Haus. Thorin aber blieb stehen und sah zu Ruby auf. Seine Miene verhärtet. "Wo warst du?", fragte er scharf. Ruby fehlten die Worte. Sie wusste nicht, was sie sagen sollte und brachte einfach kein Wort raus. "Ruby hat versucht Bard zu überreden uns Waffen zu besorgen." Beide sahen überrascht zu Bilbo. Der kleine Hobbit klopfte Ruby auf den Arm. "Ja!", machte sie schnell mit. "Aber er wollte einfach nicht!"

Thorin seuftzte leise. "Du kannst nicht einfach dich von der Truppe entfernen. Stell dir vor, was einer Frau passieren könnte. Diese Stadt...und dann auch noch mit diesem Kahnführer." Ruby wurde sauer, da Thorin das letzte mit solche Abscheu sprach. "Bard. Und er hat mich sehr gut behandelt!", fauchte sie ungewollt. Thorin und Ruby sahen sich tödlich an. "RUBY!!", rief Ori. Sie alle drehten sich überrascht um. "Es soll für uns ein Festmahl geben!", rief Ori begeistert. "Endlich mal was gutes.", stöhnt sie erleichtert. "Hör zu Thorin. Es tut mir Leid. Lass uns nicht weiter streiten. Mir fehlt die Energie dafür." Als sie dies sagte, klopfte sie ihm auf die Schulter, was sehr einfach war durch die Größe und ging ins Haus.

"Ich veranstalte ein Mahl für euch das eines König´s und seiner Truppe gebührt. Setzt euch, wärmt euch. Nur das Beste!", schleimte der Bürgermeister. Ruby sah sich um. "Hier stinkt's ja noch mehr!", würgt sie leise. Doch lauter Zwerge wanderten schon umher und machten es sich so gemütlich, als wären sie daheim. Bifur lächelt Ruby an und deutet auf den Kamin. Sie lacht. "Ja ich bin bis auf die Knochen durchgefroren.", lächelt sie. Sie sah skeptisch zu dem schleimigen Bürgermeister. Sie überlegte. Seine Visage kannte sie aus anderen Filmen. Doch hier ist und bleibt er der gleiche Ekel.

"Entschuldigt. Aber könnte ich ein Bad bekommen und vielleicht ein paar Klamotten?", fragte sie. Sie verschränkte die Arme und sah Alfrid der treu neben seinem Herren stand an. Sie lächelt Kackfreundlich. Sie sah den Hass in seinem Blick. Doch dann lächelt sie den Bürgermeister an. "Alfrid. Lass sofort den Zuber im Gästezimmer füllen!", befahl er nur etwas harsch seinem kleinen Sekretär. "Aber natürlich!" Ruby verschränkte die Arme und sah Alfrid selbstgefällig an. Das wird er ihr büßen.
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Killer Queen: https://youtu.be/aSQwI3rDETk
Sie ließ sich erleichtert ins Wasser gleiten. Innerlich spielte ihr Kopfradio. Das Feuer im Kamin und die verteilten Kerzen im Raum sorgte für genügend Wärme und Licht. Das heiße Wasser dampfte und roch nach Rosen. Ruby war noch nie so erleichtert wie jetzt. Komplett nackt und erst dieses Gefühl sich in ein warmes Bad gleiten zu lassen. Mit einer Kernseife rieb sie sich intensiv die Haut. Dreck um Dreck löste sich. Mit einer scharfen Klinge versuchte sie sich vorsichtig zu rasieren. Klingt gefährlich und ist es auch. Ein paar mal Schnitt sie sich. Doch Ruby brauchte das einfach. Sie hasst ihre haarigen Beine und auch da Unten war es nötig.

Der Fluch dieser Reise. Hygiene. Sowas gab es nicht in Mittelerde. Sie hat sich auch schon seid Ewigkeiten die Zähne nicht mehr geputzt. Minzblätter kauen oder irgendwas. Es war verzweifelnd. Ihre Haare fettig wie eine Fritteuse. Ihre Nägel lang. Es gab auf der Reise kein Klo, kein Klopapier, keine Dusche oder sonst was. Keine Creme oder Shampoo. Noch nie hat sie sich so nach einem Badezimmer gesehnt. Vor allem die monatlichen Probleme einer Frau. Ruby musste sich extrem zusammen reißen. Und sie spricht die Ehefrau von Butterblume heilig. Diese nette Frau hat Ruby verraten wie Frauen in Mittelerde mit ihrer Periode umgehen.

Es gab einen sogenannten Leibgürtel. Gerda hatte ihr einen besorgt. Dieser ist mit einen Slip aus Leder vergleichbar. Man bindet sich diesen um und unten wird Stoff, Leinen oder Gras reingelegt. Sehr ekelhaft aber was bleibt ihr übrig. Doch um so mehr sie in Gandalf´s Lehrbüchern stöberte und die Nächte durch wälzte oder beim Reiten las. So konnte sie eine Art Trank finden. Einer der das weibliche Leiden lindert. Vergleichbar mit der Pille. Ruby war sehr vorsichtig wenn sie den Trank zubereitet und doch funktionierte dies. Zum Glück, hatte sie ihre Tage demnach schon seid sie bei Beorn waren nicht mehr.

Ruby seuftzte erleichtert. Der riesige Zuber. Das Kaminfeuer. Ruby war schon ewig nicht mehr so entspannt. Nachdem sie mit ihrem Körper fertig war ließ sie sich tiefer ins Wasser gleiten und legte den Kopf auf den Rand. "Ich kann doch einfach hier im Zuber bleiben. Nie mehr raus in die Kälte. Und mit einem Schlag waren alle Sorge wieder da. Sie seufzte. Das Heute. Irgendwie platzt ihr noch der Kopf. Bard. Komischer Kerl. Doch wieso warnt er sie so eindringlich? Sie würde es nicht zulassen das Thorin krank wird. Aber die Seestadt? Nein. Sie kann es nicht verhindern. Kein Weg führte drum herum. Viele werden sterben....

Sie wischte sich über das Gesicht. Ihr Blick glitt zu einem Beistelltisch. Der Schlüssel, ihr Rucksack, ein Handtuch und ihre Walnuss. Ungewollt grinste sie. Diese dumme Walnuss. Es war nur ein Traum. Oder? Es gab keine Erklärung, wie sie herkam oder warum sie im Wald war. Ruby erinnert sich einfach nicht. Und doch erinenrt sie diese Walnuss daran woher sie kommt. Ihr Magen begann zu knurren.

"Gott, ich könnte töten für ein paar Cheesburger.", wimmert sie. Plötzlich klopfte es...
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Die Zwerge sah gierig zu wie die ersten Burschen und Mägde reich gedeckte Teller auf den Tisch stellten. Braten, Brot, Obst, Gemüse, Käse, Wurst, Fleisch. Sofort stürzten sie sich darauf. Ausgehungert und gierig. Met und Wein floss. Bilbo war so erleichtert. Endlich vernünftig essen. Thorin selber tankte auch so viel Energie, wie er konnte. "Wo ist sie schon wieder?", krummelt er zu Balin. "Sie nimmt ein Bad.", erklärte er. Thorin nickte. "Weiber. Denken erst daran sich sauber zu machen, als zu essen." Bei diesen Worten von Dwalin lachten die Zwerge. "Ach nun lass sie doch.", kichert Gloin. "Ruby verpasst nur das gute Essen.", murmelt Dori. "Bombur legst dur ihr nun wieder was weg oder isst du von zwei Teller?", lachte Nori drauf los. Bombur sah ertappt auf.

Ruby könnte Alfrid erwürgen. Dieser Drecksack. Er hat ihr ernsthaft diesen Fetzen gebracht. Natürlich hat sie den Kerl sofort losgeschickt, ordentliche Kleidung zu besorgen. Doch das wird dauern. Nach ihren Bad war sie die Treppe runter und sah vorsichtig um die Ecke. Alle saßen da und feierten. Sie holte tief Luft. Ruby trat um die Ecke. "Ruby!", nuschelt Bilbo. Alle hielten im Essen inne. Sie hasst es wenn die Zwerge starren. Ihre Hände waren vor ihrem Bauch gefaltet und schüchtern trat sie zu dem Gelage. "Habt ihr noch was für mich?" lächelt sie die Truppe an.

Thorin beäugte den Zauberlehrling. Ein grünes Kleid ziert ihren Körper und auf ihren Schultern lag ein schwerer Umhang mit Fellkragen. Fili erinnert sich wie Ruby damals in Bruchtal in diesem wunderschönen Kleid vor ihnen stand. Und nun stand sie auch hier in einem. Natürlich hatte es nicht den gleichen Charme wie das Elbenkleid, doch sie sah aus wie eine junge Frau. Ihre langen, braunen Haaren waren sauber und gekämmt . Ihr Gesicht befreit von Dreck und lediglich eine Narbe an der Lippe und einige Schrammen störten dieses Gesicht.

Sie fühlte sich unwohl unter diesen Blicken. Bifur sagte was auf zwergisch und sofort eielt sie zu dem freien Platz zwischen Bifur und Ori. Der jüngste Zwerg sah sie groß an. "Was ist los?", fragte sie ihn. "Du bist ja sauber!", stottert er verblüfft. "Und du dreckig." Ruby klatschte in die Hände. "Lasst uns Futtern!" Sofort begannen sich sofort alle so viel wie möglich in den Rachen zu stopfen.

Die Brünette stopfte sich so viel in den Mund das sie sich verschluckte. Bifur schlug ihr auf den Rücken. "Stopf nicht so!", lacht Nori. Thorin unterhielt sich mit dem Bürgermeister. Bilbo beoabchtet schmatzen die Feier. Dwalin und Gloin tranken um die Wette. Dori bemuttert Ori der sich ebfalls verschluckt. Bombur stellt einen neuen Rekord in Käsefuttern auf. Fili trank mit Bofur. Ach. Alle saufen eigentlich. Oin und Balin aber bevorzugten es sich nur am Anblick zu amüsieren. Ruby sah über den Tisch hinweg. Sie begannen zu singen, Chaos entstand.

"Ich kann nicht mehr!", grinst Bilbo. Ruby ließ sich ebenfalls voll zurück in den gepolsterten Stuhl fallen. Sie rülbste laut. Die Zwerge sahen sie überrascht an. "Was denn? Als wenn ihr das nicht macht. Hey von dir kenn ich schlimmeres Bombur! Da kommt es sogar Hinten heftig raus!", tadelt sie den dicken Zwerg. Sie lachten. "Eine feine Dame in einem hübschen Kleid. Aber Manieren wie ein Bierkutscher!", gackert Gloin. Sie zwinkert ihm zu schnipst mit den Fingern und zeigt zu ihm. "Ich habe nur das beste von euch gelernt!" "Hör auf zu labern und trink!", knurrt Dwalin. Saufnasen.

"Hey Ruby. Probier mal diesen Whiskey!" Ori lächelt sie lieb an. "Ori du glaubst gar nicht, wie sehr ich diesen jetzt brauche!", kichert sie und prostet ihm zu. Beide tranken. "Oh Gott wie ekelhaft!", kotzt sie laut. Die Zwerge lachten. "Das ist doch nichts für Mädchen!", murmelt Balin. Der Alkohol schoss ihr in den Kopf und färbte ihre Wangen rot. "Ja dieser Whiskey ist der beste, den man hier findet!", versichert der Bürgermeister. Alfrid der nun dazu stieß, sah sich das Treiben abschätzig an. "Schmeckt wie Pisse!", grummelt Ruby. "Habt ihr keinen Wodka oder Rum oder keine Ahnung?" "Was ist Wodka?", fragt Ori. "Ach egal...Gib mir noch einen!"

Wieder kotzte sie beinahe. Doch der Alkohol berauscht sie. Ruby trank sonst viel Bier oder mal einen Wein. Auch Cocktails ließ sie daheim nie aus. Doch Whiskey? Durch die schnelle Wirkung begann ihr Kopf zu schwanken. Sie sah sich um. Die Zwerge lachten. Sie begann wie verrückt zu lachen. Witze wurden gerissen, Scherze auf Kosten vom Bürgermeister. Ruby hielt sich schon den Bauch vor lachen. "Scheiße ich kann nicht mehr!", lacht sie. Ihr Bauch schmerzt bereits so sehr. Und da half Bombur der sich noch das letzte Stück Käse regelrecht wie ein Hamster reinstopfte, auch nichtmehr.

Bofur zog sie an ihren Händen vom Platz. Zum Lied der Zwerge, welches immer schiefer klang, wirbelt er Ruby umher. "Ich kann nicht mehr. Bofur stop!", rief sie. Aber er schwenkte sie rüber zu Bifur und der dann zu Dori. Der wieder zu Bofur. Zu viel. Das Lachen hallte tausendmal in ihrem Kopf wieder. Das Lied, welches die Zwerge trällerten wurde ihr zu viel. Dann blieb sie stehen. Schwer atmend musste sie sich an ihren Beinen abstützten.

"Ich muss mal frische Luft holen!" Schwankend verschwand sie in ihr Zimmer und öffnete rasch das Fenster. Sie schloss die Tür hinter sich und lehnte sich verzweifelt, schwer atmend mit den Rücken an die Tür. Gott dieser Whiskey. Aber sie ist auch so fucking Müde.

"Ach dieser Whiskey war einfach ekelhaft!" Sie löste sich von der Tür und setzte sich auf ihr Bett. Sie sackte darauf zusammen und rieb sich nervös die Finger. Die schmerzende Kälte umfing sie und ließ ihren Atem sichtbar werden. Sie atmet tief durch. Ein Blick Richtung Mond rückte auch den Erebor in ihren Blickwinkel. Sie sah erstaunt diesen an.

Was ein einzelner, riesiger Berg so bewirken kann. Sie kann sich nicht vorstellen, wie es wäre in diesen Hallen zu stehen. Doch selbst wenn sie es lebend dort rein schafft? Was.."Miau!" Sie qieckte erschrocken aber würgte es runter. Eine hell-orange, fast blonde, getigerte Katze hatte sich an ihre Beine geschmiegt. "Oh du meine Süße!", freut sie sich. Sie streckte sofort ihre Hand aus. Die Katze drückte ihren Kopf gegen den Zauberlehrling. "Na komm. Na los Süße!" Sie klopfte auf ihren Schoß und die Katze kam dem nach. Als sie sich von allen Seiten streicheln ließ kugelte sie sich auf ihren Schoß zusammen und schnurrte. Ist doch Scheiß egal, wo die gerade herkam.

"Oh wie süß!" Katzen sind, die mit abstand besten Tiere. Sie selber hat eine. Diese süßen Hauslöwen. "Ruby?" Sie sah immer noch verträumt auf die Katze. Fili kam zu ihr. Er setzte sich zu Ruby auf das Bett direkt neben ihr. "Ich habe mir Sorgen gemacht.." Sie sah zu dem Blonden auf. Ihr fielen die langen Strähnen ins Gesicht. Sie pustet diese weg. "Alles okay. Ich brauchte nur etwas frische Luft. Da ist mir dieser kleine Übeltäter begegnet.", lächelt sie herzlich und sah verträumt zu dem schnurrenden Bündel auf ihrem Schoß, der sich an Ruby schmiegt. Fili grinste.

"Aber so ganz allein ist doch langweilig, oder?", fragte er nachdenklich. "Es ist eiskalt. Frierst du nicht?" Ruby sah zum Erebor raus. Wieder nervten sie ihre Haare. Diese fielen in ihr Gesicht durch den Windzug. "Es ist nicht mehr weit. Morgen geht es los!", murmelt sie. Fili folgte ihrem Blick. "Die Hallen meiner Väter. Ich kann es kaum abwarten diese zu betreten." Böse lacht Ruby auf. "Aber da gibt es noch ein Drachenproblem." Beide sahen sich schräg an. Fili blickte in die braunen Augen von Ruby. Wunderschön und dann die zarten Lippen die sich zu einem Lächeln verzogen. Diese Lippen mit der kleinen Narbe.

Ruby wurde das sichtlich komisch. Ihre Wangen färbten sich glühend rot. Fili war ein hübscher Mann..Zwerg. Doch dieser Blick. Was soll er bedeuten. Sie hustet verlegen. "Wie geht es deinem Bruder?", fragte sie plötzlich. "Äh...soweit in Ordnung. Doch ich mache mir Sorgen.", gestand er und war wieder bei sich. "Er hat sich schlafen gelegt!" Ruby pustet wieder die Strähnen aus ihr Gesicht. "Boah diese verkackten Haaren. Ich glaub ich schneide sie ab!" Er sah sie entsetzt an. "Abschneiden?", fragte er.

"Ja. Sie sind verwachsen und ich besitze keinen Pony mehr. Sie fliegen mir andauern in die Fresse und waren bisher wenig hilfreich." Sie streichelte die Katze immer noch und versuchte mit ihr, ihren Ärger zu begraben. "Ich könnte sie dir ja flechten. Dann sind sie nicht mehr im Weg." Sie stutzte. "Ich weis nicht. Ich habe noch nie Zöpfe getragen. Nur einen Pferdeschwanz. Das ist alles, was ich kann." Ihr kam ein Gedanke. Sie sah Fili an. "Hatten Haaren bei euch nicht eine besondere Bedeutung? Dann muss ich für einen Zwerg sicherlich ziemlich langweilig sein. Trage sie ja nur strändig offen oder als Zopf.", kichert sie, aber verlor es schnell weil sie selber merkt, wie sie sich in die Pfanne haut.

"Vertrau mir!", lächeld er charmant. Ruby konnte ihm einfach nichts abschlagen. Fili und Kili sind aber auch einfach niedlich. Zwar nicht so niedlich wie ihr Hobbit aber doch nah dran. "Na gut. Aber wirklich sehr schlicht. Kein Schnickschnak. Keine Schleifen, keine Perlen, oder so komische Formen, das mein Kopf mehr wie ein Kunstwerk aussieht als nach Haaren.", warnt sie ihn mit drohenden Finger. "Komm!"

Ruby drehte ihm den Rücken zu und legte den Umhang ab. "Na gut. Aber ich warne dich. Komm meinen Ohren zu nahe und ich klatsche dir Eine. Ich habe empfindliche Ohrläppchen.", warnt sie ihn. "Meinst du so?" Fili tippte dagegen und Ruby durchfuhr ein Schauer. Sie haute hinter sich, aber traf nur seine Brust.

Fili begann ihr Haar zu flechten. Die Haare fühlten sich seidig an. Sie waren wirklich stark gewachsen. Als er damals dieses Mädchen traf, hatten ihre Haare ihr knapp über das Brustbein gereicht. Nun gingen sie über die Brust rüber und auch der einstige Pony war verwachsen. Ruby kuschelt sich so ein das sie immer müder wurde. Fili beobacht sie im schwachen Feuer des Kamine´s. Er flechtet ihre Haare vorne bis hinter ihren Kopf. Von beiden Seiten. Dennoch ging ihr Scheitel deutlich nach rechts. Hinten flechtet er sie zusammen und dann vielen ihre Haaren offen. Er seuftzte als er ihren Duft einatmet.

Diese Gedanken darf er nicht haben. Auch wenn er so manche unfeine Gedanken schon hatte. In ihren engen Hosen, dieser Hüftschwung, wenn sie leise Lieder summte. Ihre sonderbare Art und diese schlanken Finger. Genau wie das Lachen. Die braunen Augen. Er kann nicht abstreiten, was er fühlt. Doch wie könnte er auch nur es wagen.

Er ist ein Zwerg, einer der letzten Erben von Durin. Schlimm genug das sein Bruder sich anscheinend in eine dumme Elbin verliebt hat. Nein. Zwerge bleiben bei Zwerge. Und doch.. Wie könnte Thorin das akzeptieren. Seine arme Mutter. Sie würde ihn Köpfen. Aber er bleibt ein Mann. Und Ruby war doch ihre Freundin. Aber er wusste, was er hier tat. Er flechtet die Haare einer Frau. Einer Frau die ihm nicht gehört.

Total geschwächt und müde lässt sich Ruby an Fili´s Brust sinken. Erschrocken fängt er sie auf. Da lag sie nun in seinen Armen. "Das ist das erstemal das wir allein sind.", nuschelt sie total müde. Sie sah zu ihm hoch und lächelt. "Wirklich?", fragte er nur. Es war falsch. Er hätte ihr nicht nachgehen dürfen. Ihr schwache Hand legte sich auf seine Wange und Ruby übermannte die Müdigkeit. Alkohol, Nervenzusammenbrüche, Gefühlschaos, komische Zwerge und seltsame Kahnführer. Alles war ihr momentan zu viel und sie wollte nur schlafen.

"Fili?", nuschelt sie. "Ja?", fragte Fili. Doch Ruby glitt immer tiefer in ihre Träume. "Wenn ich im Schlaf furze...das war dann die Katze.!" Er lachte rau auf und ließ sich aufs Bett mit Ruby in seinen Armen sinken.
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