Together

von Mestia
KurzgeschichteRomanze, Familie / P16 Slash
Lincoln Borrows Michael Scofield
05.04.2018
05.04.2018
1
1.625
1
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
05.04.2018 1.625
 
Hallo ihr Lieben,

ich dachte bei mir so... hmm ziemlich wenige FFs zu Prison Break, eine der besten Serin die ich je gesehen hab. Und was passt da am besten als ein schönes Pairing zu wählen, daher hier eine BurrowsxScofield Geschichte. Und wenn alle schön die Staffeln gesehen haben und bescheid wissen ist es auch kein Inzest :P
Also wie gesagt: Die Geschichte setzte in der ersten Folge der fünften Staffel an. Vieles ist übernommen, am Anfang zumindest und dann variiert die Handlung, je nachdem wie es mir gefällt :)
Also ich wünsche euch Spaß beim lesen. Wie oft ich poste, kann ich noch nicht sagen.
Ich habe keine Rechte an Prison Break und ihren Darstellern.  





„Hey Großer, ich habe da was für dich“, ungläubig drehte ich mich zu der Stimme um. Das konnte nicht sein! Dieser Mistkerl sollte doch im Gefängnis verrecken!
„Bagwell!? Was zum Teufel suchst du hier? Müsstest du nicht in Fox River vergammeln?“ knurrte ich den Mann vor mir an. Auch nach sieben Jahren, konnte ich diese miese Ratte nicht leiden.
Ohne den Anderen zu beachten schloss, ich die Tür zu meinem Haus auf. Knarzend und ächzend, bewegten sich die Scharniere und eine Staubwolke kam mir entgegen. Ich sollte mal dringend wieder sauber machen, schoss mir durch den Kopf, doch auch dazu hatte ich keinen Bock mehr. Ich hatte einfach keine Kraft mehr. Für nichts mehr. Alles was mir geblieben war L. J., doch dieser studierte und hatte sein eigenes Leben. Er war nun Erwachsen und brauchte seinen alten, verkorksten Vater nicht mehr.
Alles was schieflaufen konnte, ist schiefgelaufen. Nach Michaels Tod… ich konnte es nicht verkraften – habe es wahrscheinlich immer noch nicht – bin ich wieder in meinen alten Trott verfallen. Ein linkes Ding nach dem Anderen. Seufzend vertrieb ich die Gedanken an meinen Bruder.

„Burrows, wir müssen wirklich dringend reden“, drängte mich T-Bags Stimme.
Was sollte schon schief gehen, hab eh nichts Dringendes zu tun.
„Also schieß los. Was willst du von mir?“ Ich sah dem Älteren dabei zu, wie er einen Umschlag rausholte, dazu benutze er seine linke Hand. Skeptisch hob ich eine Augenbraue. Hatte er die nicht verloren, als Abruzzi sie ihm abschlug?
Das war auch so ein Moment in dem ich fast gestorben bin, als dieser Psycho mit dem Beil ausholte. -Er hätte Micheal treffen können, verdammt!-
Unbewusst spannten sich meine Muskeln an und der Kiefer knirschte bedrohlich. Auch T-Bag schien das zu bemerken. Schnell zog er ein Blatt aus dem Umschlag und hielt in mir entgegen.
„Was soll das?“
Als ich das Papier entgegennahm, hätte ich dem Anderen am liebsten eine verpasst. Doch stattdessen packte ich den schmierigen Typen nur am Kragen und brüllte ihn an. Wo war meine Lust auf Gewalt geblieben? Die Frage konnte ich mir doch selbst beantworten. Sie starb - zusammen mit Michael!-
T-Bag keuchte und winselte unter meinem Griff und faselte etwas von seinem neuen Freund und die Hand die er bekommen hat, der Zusammenhang zwischen meinem Bruder und seiner vorzeitigen Entlassung.

Doch für mich war das alles Bullshit!

Mit einem kräftigen Ruck ließ ich Bagwell los, so dass er auf seinem knöchrigen Hintern landete.
Wieder heftete sich mein Blick auf das Stück Papier in meiner Hand. Sein Abbild starrte mich auf einem schlecht aufgenommenen Foto an. Vor ihm Gitter. Wieder einmal!
War es wirklich Michael, oder nur eine gute Fälschung? Doch tief in meinem inneren wusste ich es. Ich würde meinen kleinen Bruder immer erkennen, auch wenn das Foto auf dem Papier eine schlechte Qualität besaß. Dieser Blick! Er fesselte mich schon immer und drang mir tief bis ins Markt.
„Ist das ein schlechter Scherz!?“ schrie ich wieder.
„Ich habe den Brief zugeschickt bekommen, zusammen mit einer Adresse eines Arztes der mir dieses Schätzchen hier“, er zog seinen linken Handschuh aus und entblößte eine roboterhafte Hand. „verpasst hatte. Scheinbar soll ich dir helfen Scofield zu finden. Glaube mir, es ist das Letzte was ich will, doch ich begleiche meine Schulden und Micheal scheint einen Gönner zu haben, der ihn wiederhaben will“
T-Bag ging wieder auf mich zu und deutete auf die Schrift am untersten Ende. Die ist mir gar nicht aufgefallen.
„Da steht: -Durch deine Hände sollst du die Herrlichkeit deiner Nachkommenschaft kennen lernen- und siehe da, mir wird eine neue Hand geschenkt. Das muss was bedeuten“. Der Blonde sah mich immer noch abwartend an.
„Ich werde mir Sarah reden“, beschloss ich. Vielleicht ist doch was an der Sache dran. Vielleicht könnte sie mir helfen. Sie würde Michael auch zurück haben wollen.
„Mach das Großer. Und ich werde versuchen, in der Zwischenzeit etwas über meinen großzügigen Spender herauszufinden“, sagte er, drehte sich zum Gehen um und verschwand. Hoffentlich würde ich ihn nicht so schnell wieder sehen.

Mein Flug war schnell gebucht und kurze Zeit später landete ich auch schon in New York. Hier lebte Sarah Scofield mit meinem Neffen Micky.
Sie hat Micheals Namen behalten obwohl sie wieder geheiratet hat.
Schnaubend sah ich auf die Namen an der Tür – Sarah Scofield und Jacob Ness- Ich verstand es immer noch nicht. Wen sie meinen Bruder so sehr geliebt hat, warum heiratet sie nach nur einem Jahr einen anderen!?

„Was, wenn er es wirklich ist!“ schon seit Minuten, die mir wie ätzende Stunden vorkamen, versuchte ich die Frau zu überzeugen, dass das wirklich Micheal war. Im Herzen wusste ich es. Doch sie schien auf stur zu machen.
„Zum hundertsten Mal, Lincoln. Micheal ist tot!“ jetzt wurde sie wütend. „Jage nicht irgendwelchen Geistern hinterher. Ich weiß, du hast deinen Bruder geliebt und vermisst ihn, aber komm über ihn weg. Michael wir nie mehr zu uns zurückkommen. Ich habe mich damit abgefunden und weitergelebt“, ihr Blick wurde sanfter. „Und du solltest das auch“
Ihre warme Hand legte sich sanft auf meine Wange und zwang mich so sie anzusehen. „Versprich mir, dass du das Ganze vergisst Lincoln“. Bei ihrer Berührung zuckte ich leicht zusammen. Es besänftigte mich nicht -im Gegenteil- ich wurde nur wütender.
Ich packte ihre Hand, Angst trat in ihre braunen Augen und zischte: „ich kann es nicht. Ich werde Michael finden und nach Hause bringen… zu mir“. Mit diesen Worten drehte ich mich um und verließ fast fluchtartig das Haus.

Stunden später saß ich mit einer Flasche Whiskey auf meinem Sofa und starte auf Michaels Foto und den Schriftzug.
Verdammt Michael, was willst du mir damit sagen?!
Wieder nahm ich einen tiefen Zug, direkt aus der Flasche.
Michael war dafür berühmt Botschaften in Texten und Bildern zu verstecken. Also müsste da was stehen, was ich noch nicht gefunden habe.
Ich starrte auf den Text. Wieso war die Schrift teils mit Bleistift und teils mit Filzer geschrieben? Dann traf es mich wie ein Schlag.
Schnell sprang ich auf und kramte in den Schubladen rum.
Irgendwo müsste ich doch einen haben… „Hab dich“, flüsterte ich dem Radiergummi zu und rannte fast schon wieder zurück zum Sofa.
Ich radierte über die Schrift und tatsächlich blieben nur einige Buchstaben zurück.
O-G-Y-G-I-A?
Was zum Teufel soll das bedeuten?
Da blieb wohl nichts andres übrig als das Internet zu fragen.

Ogygia.
Na toll. Immer noch starte ich auf den flackernden Bildschirm. Das alles ist doch ein Alptraum. Mensch Michael wo bist du da wieder reingeraten?
Ogygia ist ein verdammtes Gefängnis in Yemen! Ausgerechtet da herrschte Krieg mit der IS.
Da blieb mir wohl nichts anders übrig also die hiesige Mosche zu besuchen, vielleicht findet sich dort jemand der mir helfen könnte.

„Wenn das nicht Lincoln Burrows ist? Mann schön dich zu sehen“ noch ehe ich die Moschee betreten konnte, kam mir auch schon ein bekanntes Gesicht entgegen. Freudig schloss ich den Mann in die Arme. „Franklin!? Was machst du in einer Moschee?“ lachend klopfte mir C-Note auf die Schulter.

„Yemen?! Das ist nicht dein Ernst, Alter!“
Franklin hielt den Beweis, dass Michael noch lebte, in der Hand und sah ungläubig von dem Stück Papier zu mir.
„Ich muss alles versuchen, verstehst du? Ich würde es mir nicht verzeihen, wenn ich da nicht hinfliegen würde. Am Ende lebt Michael doch noch und ich habe nicht nach ihm gesucht“, entschlossen sah ich mein Gegenüber an.
„Es ist eh schon beschlossene Sache. Das Einzige ist jetzt – fahr ich allein oder bekomme ich Hilfe“.
T-Bag schüttelte den Kopf. Ich konnte den Kampf in seinem Inneren förmlich sehen. „Sorry man. Yemen ist Kriegsgebiet. Ich habe Frau und Kind. Was machen die sollte mir was passieren?“
„Ich verstehe dich. Trotzdem, Danke“, sagte ich zum Abschied und verschwand. Es war auch nicht gelogen. Ich konnte Franklin wirklich verstehen, doch ein klein wenig war ich doch enttäuscht. Blieb mir also nichts anderes übrig alles auf eigene Faust zu machen.

Schnell war meine Tasche gepackt. Mit dem Ticket in der Hand, machte ich mich auf den Weg zum Flughafen.
„Linc, mein Freund!“
Sagt mal, war heute der Tag der verlorenen Freunde?
„Sucre?“, fragte ich ungläubig. Das kann ja heiter werden.

„Du kommst nicht mit, basta!“ versuchte ich den dunkelhäutigen Mann davon abzuhalten mich zu begleiten. Dieser Mann hat schon zuviel für uns reskiert, wurde zeit das er in Ruhe sein Leben lebte.
„Er nicht! Aber ich“, erklang eine Stimme hinter mir.
„Ach auf einmal?“ konnte man die Wut hören, die ich für Franklin im Moment empfand? Nein? Schade. „Tut mir leid, dass ich vorhin gekniffen habe. Ich hatte nur so eine scheiß Angst. Aber Micheal habe ich zu verdanken, dass ich ein ganz neues Leben führen darf. Nichts für Ungut Sucre, aber kannst du arabisch? Nein, aber ich. Deswegen wäre es besser du bleibst hier. Ich begleite Burrows“.
Für mich war die Sache erledigt und abgehakt. Insgeheim war ich froh nicht allein zu fliegen, in ein vollkommen fremdes Land, mitten im Krieg und ohne jegliche Kenntnis der Sprache. Das kann ja was werden! Auf nach Yemen!
Review schreiben