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Der Kopfgeldjäger

von Zinker
GeschichteAllgemein / P18 / Het
Astrid Hofferson Hicks der Hüne OC (Own Character)
04.04.2018
20.10.2021
16
22.532
6
Alle Kapitel
26 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
22.11.2020 1.191
 
Soooo, ohne Uumschweife präsentiere ich euch das nächste Kapitel.
Wie immer würde ich mir über ein paar Rewiews freuen.
Also viel Spaß und man liest sich.
Zinker





„Hey Partner“, begrüßte die Person Tjark und trat etwas nach vorne ins Licht der Fackel. Astrid erkannte eine junge Frau, sie schätzte sie auf etwa 22 und das erste was ihr auffiel, war, dass sie von Kopf bis Fuß komplett in schwarz gekleidet war. Sie ging zu den Toten und zog die Messer aus ihren Hälsen und wandte sie sich wieder Tjark zu.
„Uh, du siehst ja mal mega beschissen aus!“, scherzte sie und zog Tjark den Knebel aus dem Mund.
„Hallo Kjara, auch schön dich zu sehen“, antwortete Tjark sarkastisch.
„Wie ich sehe, hat deine Nase ziemlich was abbekommen, warte, ich mach das schnell!“, grinste Kjara und bevor Tjark etwas darauf antworten konnte, stopfte sie ihm den Knebel schnell zurück in den Mund. Tjark wollte den Kopf wegdrehen, doch Kjara hielt ihn fest.
„Bereit?“ fragte sie und Tjark schüttelte leicht den Kopf.
„Gut!“, grinste sie und zog seine Nase mit einem schnellen Ruck wieder gerade. Tjark biss fest in den Knebel und gab einen schmerzerfüllten Laut von sich.
„Besser jetzt als später, wo du dich gegen mich wehren kannst“, grinste sie und zog ihm den Knebel aus dem Mund.
„Ich hasse das und das weißt du. Jetzt mach mich los!“, knurrte Tjark. Insgeheim hoffte Tjark das er überhaupt stehen könnte, wenn Kjara ihm die Ketten abgenommen hatte. Doch seine Hoffnungen wurden enttäuscht, denn als sie ihn mit dem Schlüssel, den sie von einem der Toten hatte, die Ketten abnahm, fiel er direkt zu Boden.
„Oh man, das wird spannend hier raus zu kommen...“, seufzte sie und wollte ihm aufhelfen, doch Tjark wehrte ab.
„Gib mir einen Augenblick und mach sie lieber los, sie kommt auch mit“, sagte Tjark und deutete auf Astrid.
„Was, warum?“, setzte ihm Kjara entgegen.
„Sie sollte nicht hier sein und jetzt mach“, forderte Tjark sie auf. Er wusste, wenn sie sie hier lassen würden und man sie alleine oder mit den Toten zusammen finden würde, hätte man ihr schreckliche Dinge angetan, um an Informationen zu kommen, was passiert war. Außerdem würde der Versuch, sich an ihr zu vergehen, nicht der Letzte gewesen sein.
„Na gut...“, gab Kjara nach und befreite Astrid von ihren Ketten. Während sie dies tat, richte Astrid ihre Aufmerksamkeit voll auf die junge Frau vor ihr. Grauen Augen fixierten die Ketten, die Astrid hielten und und funkelten im Licht der Fackel. Einzig eine kleine Narbe auf der rechten Wange störte die Harmonie ihres schmalen Gesichtes, das mit einem ebenfalls schmalem Mund vollendet wurde.
Als die Ketten gelöst waren, entfernte Astrid ihren Knebel. Am liebsten würde sie sich auf Tjark stürzen, doch da er zusammen mit Kjara womöglich die einzige Möglichkeit war, von hier zu verschwinden, da Sturmpfeil zusammen mit Hicks hatte entkommen können, entschied sie sich vorerst, nichts zu tun.
„Danke“, sagte sie stattdessen und rieb sich die Handgelenke.
„Wir müssenuns beeilen, solange die meisten noch abgelenkt sind“, sagte Kjara und half Tjark beim Aufstehen.
„Ne Idee, wie wir hier rauskommen?“ fragte Tjark.
„Jap“, grinste Kjara, „Wir kapern ein Schiff und bringen so viel Strecke wie möglich zwischen uns und diese Insel.“
„Du weißt schon, dass die Anlieger bewacht werden, oder?“, entgegnete Tjark.
„Ja, aber nicht mehr lange. Die meisten der Männer schlafen oder sind bei Viggo, um herauszufinden was zwischen ihm und seinem Bruder vorgefallen ist und die, die den Hafen bewachen, werden sich gleich um ein brennendes Zelt kümmern, in dem sich zwei gewisse Gefangene befinden“, erklärte Kjara ihren Plan.
„Sehr schlau“, lobte Tjark sie. Er hoffte, dass sein Schiff noch bei den Anliegern stand und vor allem, dass man es noch nicht ausgeräumt hatte. Zu viel hing davon ab.
„Ok, dann lasst uns die Leichen fesseln und dann weg hier!“, befahl Kjara.
Tjark wuchtete unter Schmerzen die Leichen hoch und Kjara kettete sie fest, wobei Astrid ihr nur widerwillig half.
Schnell hatten sie die Toten an Astrids und Tjarks Stelle aufgehängt. Kjara griff sich die Fackel und setzte zuerst die Toten in Brand.
„Wenn sie sie für euch halten, bringt und das etwas Zeit“, meinte Kjara. Alle drei verließen das Zelt und Kjara steckte es nun auch von Außen in Brand
Auch wenn Astrid es nur ungern zugab, die Idee war wirklich gut. Damit könnten sie einige Zeit gewinnen.
„Ok, wie soll es weiter gehen?“, fragte Tjark.
„Folgt mir einfach“, entgegne Kjara und schlich zwischen den Zelten in Richtung Waldrand. Im selben Moment, in dem sie ihn erreichten, wurde das Feuer entdeckt.
Nach dem ersten Alarmschrei erwachte das Lager schlagartig zum Leben. Das Feuer hatte auf nebenstehende Zelte übergegriffen und breitete sich aus. Wilde Rufe nach Wasser durchbrachen die Nacht.
In diesem Tumult schlichen Tjark, Kjara und Astrid am Waldrand entlang in Richtung Anlieger.
Hier erkannte Astrid den Vorteil von Kjaras Klamotten. Sie verschmolz mit der Dunkelheit und war quasi unsichtbar.
Am Wasser angekommen, wateten sie einige Meter ins Wasser und schwammen in einem Bogen an die Schiffe heran. Da die Drachenjäger mit den Löscharbeiten beschäftigt waren, achtete keiner darauf was sich weiter draußen im Wasser abspielte.
„Wo ist mein Schiff?“, fragt Tjark. Ihm tat alles weh und all zu lange würde er es im Wasser nicht mehr aushalten.
„Ein kleines Stück noch...“, flüsterte Kjara und schwamm so leise wie möglich weiter. Doch im dunkeln gestaltete es sich schwerer als gedacht, Tjarks Schiff zu finden.
Nach einigen quälend langen Minuten hatten sie es endlich gefunden und kletterten auf das Schiff.
Kjara kappte die Taue und sie ließen sich erst einige hundert Meter auf das Meer treiben, ehe sie in völliger Dunkelheit die Segel setzten.

„Ihr solltet euch umziehen, unter Deck ist eine Truhe mit Klamotten, nehmt euch da etwas raus.[.]“, sagte Tjark nach einiger Zeit.
Auch wenn Astrid es nur ungern zugab, das war eine gütige Geste und ihr war mittlerweile wirklich kalt geworden.
„Danke“, gab Astrid leicht fröstelnd von sich und ging unter Deck.
Die Suche nach der besagten Truhe gestaltete sich im Dunklen schwerer als gedacht, doch nach ein paar Minuten hatte Astrid sie gefunden. Sie suchte sich willkürlich ein warmes Oberteil und eine Hose aus und zog sich um. Ihre nassen Klamotten brachte sie wieder an Deck und breitete sie zum trocknen auf dem Boden aus. Kjara ging kurz nach ihr genauso vor.
Erst als beide sich trockene Klamotten angezogen hatten, ging auch Tjark unter Deck und zog sich um. Tjark ärgerte sich, denn weder sein Mantel, noch die Waffen die er bei sich getragen hatte, waren ihm geblieben. Die Drachenjäger hatten sie ihm bei seiner Gefangennahme abgenommen. Jedoch war dies ein geringer Verlust, der zu verkraften war. Hätte man jedoch sein Schiff ausgeräumt, hätte er wirklich ein Problem gehabt, vor allem wenn man auf seine versteckten Ersparnisse gestoßen wäre.
Sein Plan, den Norden zu verlassen und ein neues Leben zu beginnen, stand nämlich immer noch. Er musste nur noch Astrid irgendwie loswerden. Innerlich hoffte er, dass er sie irgendwo aussetzten konnte, um den anderen Drachenreitern aus dem Weg zu gehen. Kjara würde ihn begleiten, denn auch ihr war klar, was kommen würde, denn Ragnar war auf dem Vormarsch.
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