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Der Kopfgeldjäger

von Zinker
GeschichteAllgemein / P18 / Het
Astrid Hofferson Hicks der Hüne OC (Own Character)
04.04.2018
09.04.2021
15
21.001
6
Alle Kapitel
26 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
14.11.2020 1.365
 
Sooooo, dank einer Menge Koffein und einer, durch nichts zu verschreckenden Betaleserin, ist das nächste Kapitel endlich fertig.
Ein fettes Danke an Bookgirl617, dafür das du dich mit meinen Grammatikeskapaden rumschlägst.

Viel Spaß beim nächsten Kapitel und lasst ein Review da.



Kapitel 10


Die Nacht war hereingebrochen und über das Lager der Drachenjäger legte sich langsam Stille. Die meisten Drachenjäger schliefen bereits. Die einzigen, die nicht schliefen, waren jene die Wache hatten. Aufgrund des Neumondes war es so dunkel, dass man nur mit einer Fackel ein wenig sehen konnte. Eine der Wachen streifte gerade durch die Reihen der Zelte, als sie ein seltsames Geräusch hinter einem der Zelte vernahm. „Wer da?“, sagte sie laut und ging vorsichtig hinter das Zelt. Als der Mann um die Ecke lugte war das Geräusch verschwunden. Nichts ahnend wollte er sich schon wieder umdrehen und seinen Rundgang fortsetzten, als er von hinten gepackt wurde. Jemand hielt ihm den Mund zu und bevor er in irgendeiner Weise hätte reagieren können, hatte er schon ein Messer im Rücken. Langsam sackte er zusammen und wurde in eine ohnehin schon dunkle Ecke geschleift. Und so schnell dieser Jemand erschien, so schnell verschwand er wieder in der Dunkelheit.


Zur gleichen Zeit bei Viggo

Immer wieder stach Ryker nach Viggo, doch dieser schaffte es immer wieder auszuweichen. Ryker stach immer wütender nach ihm, wütend darauf, dass sein Bruder viel zu lasch war, wütend darüber, dass Viggo es nicht schaffte, ein paar Drachenreiter zu beseitigen und vor allem wütend darüber, dass er sich nicht endlich umbringen ließ. Er hatte es satt, immer nach seiner Pfeife zu tanzen. Es wurde Zeit für einen Machtwechsel.
Viggo hingegen versuchte anfangs nur auszuweichen. Nach einigen misslungenen Versuchen Rykers bemerkte Viggo, dass Ryker immer unvorsichtiger wurde. Er liebte seinen Bruder. Mehr, als er es verdient hatte. Egal, was er getan hatte, Viggo hatte ihm verziehen. Doch nun versuchte er, sein über alles geliebter Bruder, ihn umzubringen. Nach allem was passiert war, versuchte Ryker wirklich ihn umzubringen. Es zerriss ihm sein Herz, dass es soweit kommen musste.
Ryker holte erneut aus, um Viggo zu erdolchen. Doch Viggo erkannte seine Chance und duckte sich schnell unter Rykers Schlag weg. Dabei zog er selbst ein verstecktes Messer und stieß es Ryker ins rechte Bein. Ryker schrie auf und drehte sich zu Viggo um. Sofort griff er ihn wieder an, doch Viggo war auch dieses Mal schneller und er versenkte sein Messer wieder im selben Bein. Ryker fiel auf die Knie und schlug trotzdem wie wild nach Viggo. Doch für den war es nun ein leichtes, auszuweichen.
„Warum, Bruder?“ fragte Viggo enttäuscht. Ohne eine Antwort abzuwarten, griff er selbst an und entwaffnete Ryker, wobei er ihm weitere Schnitte an den Armen und Schultern zufügte.
Auf Knien und kaum in der Lage seine Arme zu bewegen, giftete er Viggo trotzdem an: „Du bist eine Schande für alle Drachenjäger! Hörst du!“
„Nein“, antwortete Viggo „Die Enttäuschung... bist du.“ Mit diesen Worten holte er aus und schlug Ryker mit voller Wucht gegen die Schläfe, sodass dieser zusammen brach.
Auch wenn Viggo es wollte, er konnte seinen Bruder nicht töten. Er brachte es nicht übers Herz. Stattdessen rief er zwei seiner Männer und befahl ihnen, Ryker versorgen zu lassen und einzusperren.


Bei Astrid und Tjark

Astrid war wütend, wütend auf die Drachenjäger, die sie gefangen hielten, wütend auf sich selbst, dass sie sich hatte gefangen nehmen lassen und vor allem wütend auf Tjark, der es gewagt hatte, ihren Liebsten zu entführen. Man hatte beide in einen Drachenkäfig gesperrt und an die Decke gekettet sodass sie stehen mussten. Da der Käfig in einem Zelt stand war es sehr dunkel, nur der Schein einer einzelnen Fackel spendete etwas Licht.
Im Schein der Fackel beobachtete sie Tjark, der regungslos in seinen Ketten hing. Die Drachenjäger hatten ihn schlimm zugerichtet. Er hatte ihre Kameraden getötet und dies hatten sie ihn spüren lassen. Sein Gesicht war geschwollen und blutig und man hatte ihm die Nase gebrochen.
In Astrids Augen war dies noch nicht genug. Sie wollte ihn am liebsten tot sehen.
Als Tjark zu sich kam, stöhne er. Sein Kopf schmerzte und das Letzte, an das er sich erinnern konnte, waren die Schläge der Drachenjäger, nachdem er aus seiner ersten Ohnmacht erwacht war.
„Na, ich hoffe, dir geht es so wie du aussiehst“, giftete Astrid.
Tjark brachte jedoch nur ein gequältes „Wo sind wir?“ heraus und spukte dabei Blut aus.
„Wir sind dank dir irgendwo im Lager der Drachenjäger in diesem beschissenen Käfig fest gekettet“, erklärte Astrid ihm gereizt. Am liebsten wäre sie auf ihn losgestürmt und hätte ihn wieder in die Ohnmacht geprügelt.
„Was heißt hier wegen mir?“,brachte Tjark gequält hervor. Bei jedem Wort fühlte er sich, als hätte er ein Messer in den Rippen. Zwei oder drei waren wohl gebrochen.
„Nun ja“, giftete Astrid. „Du hast Hicks entführt, hier her gebracht, ihn fast umgebracht und wegen dir sitze ich jetzt hier fest.“
„Ja, das hab ich“, stellte Tjark fest. „Aber ich hab ihn auch gerettet. Mehr als ein mal“, fuhr er unter Schmerzen fort.
„WAS?“, keifte Astrid. „Das hast du nicht und wenn, nur damit du dein Kopfgeld kassieren konntest!“ Sie konnte es sich nicht vorstellen, dass jemand wie Tjark, den sie zu hassen und zu töten geschworen hatte, Hicks gerettet haben soll. Das konnte nicht sein.
„Wie du siehst, bin ich reich belohnt worden für meine Dienste und außerdem wart ihr mit eurer super geplanten Rettungsaktion daran schuld.“ fuhr Tjark sarkastisch fort.
Ich weiß ja nicht, ob du es mitbekommen hast, aber ohne mich wären du und deine Truppe von drachenreitenden Weicheiern jetzt tot.“, presste Tjark hervor.
Dies reichte, um Astrid verstummen zu lassen. Hatten sie wirklich beinahe anstatt Hicks zu retten, ihn fast umgebracht? Nein, das konnte nicht sein. Tjark war in ihren Augen immer noch ein Mörder und Entführer. Er hätte Hicks niemals gerettet und schon gar nicht sie alle.

Viel weiter kam sie mit ihren Gedanken auch nicht, da zwei Drachenjäger das Zelt betraten.
„Und du bist sicher, dass uns keiner gesehen hat?“ fragte der erste.
„Ganz sicher. Die anderen sind beim Boss, um herauszufinden was da passiert ist“, antwortete der zweite.
Sie schlossen den Käfig auf und stellten sich vor Tjark.
„Na, du Arschloch? Gut geschlafen?“, lachte der erste höhnisch. Noch bevor Tjark antworten konnte, schlug ihm der zweite kräftig in den Bauch und bevor Tjark auch nur einen Laut von sich geben konnte, knebelten sie ihn. Nun drehten sie sich zu Astrid um.
„Naa, Süße“, begann der erste der beiden lüstern und strich ihr über die Wange.
„Verpisst euch Abschaum!“, giftete Astrid ihn an. Sie wusste, was nun kommen würde und sie hatte Angst, riesige Angst. Doch sie würde sich so teuer wie möglich verkaufen.
„Na, na, na, nicht so störrisch, das macht alles nur viel schwerer!“, begann der Zweite.
„Ich habe gesagt, verpisst euch!“, wiederholte Astrid und spukte dem ersten ins Gesicht. Dieser holte aus und verpasste ihr eine kräftige Ohrfeige. Auch sie wurde geknebelt.
Tjark beobachtete die Szene und auch ihm war klar, was gleich passieren würde. Und er hasste es. Eine Frau, ein Mädchen zu vergewaltigen, war das Schlimmste was man in seinen Augen tun konnte.
Astrid versuchte sich zu wehren, doch die beiden Drachenjäger bedrängten sie immer mehr. Als der erste begann, sie anzufassen, verpasste sie ihm eine kräftige Kopfnuss. Damit hatte dieser nicht gerechnet. Er taumelte zurück Richtung Tjark. Dieser trat ihm in die Kniekehlen und der Drachenjäger fiel auf die Knie. Doch bevor Tjark ihm gegen den Kopf treten konnte, war der andere Drachenjäger schon bei ihm und schlug ihm mit voller Wucht ins Gesicht. Tjark brach benommen zusammen.
„Scheiße, ich glaube das Miststück hat mir die Nase gebrochen“, fluchte der erste Drachenjäger und hielt sich die blutende Nase.
„Das wirst du bereuen, du Miststück!“, drohte er Astrid und stand auf.

„HEY! DUMPFBACKEN!“, ertönte es plötzlich am Eingang des Zeltes. Die beiden Drachenjäger drehten sich zu der fremden Person um, doch bevor sie etwas sagen konnten, steckten schon zwei Wurfmesser in ihren Hälsen und sie brachen röchelnd zusammen.
Astrid war völlig perplex, was gerade geschehen war, doch Tjark, der Stück für Stück sein Bewusstsein wiedererlangte, wusste was geschehen war. Als Astrid zu ihm rüber sah, sah sie ihn lächeln.
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