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Der Kopfgeldjäger

von Zinker
GeschichteAllgemein / P18 / Het
Astrid Hofferson Hicks der Hüne OC (Own Character)
04.04.2018
09.04.2021
15
21.001
6
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26 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
04.04.2018 851
 
   

Hi,
das ist meine erste FF. Ich hoffe der Ansatz der Geschichte gefällt euch schon mal. Leider kann ich nicht versprechen das regelmäßig Kapitel erscheinen werden, da ich Schulisch noch einiges zu reissen habe.
Ich würde mich aber über ein paar Reviews freuen.
Ps: ich würde mich auch über ein paar Ideen freuen wie ich die Geschichte schreiben könnte.

Man liest sich.
Zinker

Prolog


Der Wind peitschte die Wellen hoch an die Klippen einer namenlosen Insel und hatte so im Laufe der Jahre immer neue, abstrakte Formen ins Gestein gespült. Im Inneren der Insel stand eine mit Efeu und Gestrüpp überwucherte, hölzerne Hütte. Aus ihren vernagelten Fenstern drangen schmale Lichtschlitze und waren der einzige Beweis dafür, dass die Hütte bewohnt wurde. Ebenjene Bewohner standen zusammen über eine Karte gebeugt, die sie auf dem Tisch in der Mitte des kleinen Raumes ausgebreitet hatten. Das prasselnde Feuer im Kamin verzog ihre in Schatten und Licht getauchten Gesichter zu wütenden Fratzen. Denn augenscheinlich schienen sie in eine Auseinandersetzung vertieft.

„Verdammt, Viggo! Es kann nicht sein das sie schon wieder eine halbe Flotte versenkt haben!“, fluchte ein kräftiger Mann in Händlerkleidung.
„Johann, Hicks ist schlau. Irgendwie hat er von unserem Plan erfahren und außerdem bin ich nicht alleine Schuld an diesem Dilemma“, entgegnete der eben genannte Mann. Viggo war kräftig gebaut und seine rechte Gesichtshälfte war verbrannt, weshalb er auch auf dem rechten Auge blind war. Er trug eine ärmellose Tunika mit zwei Schulterplatten. Zudem trug er zwei Armschoner und braune Stiefel.
„Aha?! Wer trägt denn deiner Meinung nach die Mitschuld?“, fragte Johann aggressiv.
„Krogan“, antwortete Viggo knapp.
„Krogan ist nicht mein Problem! Er arbeitet nicht für mich. Du schon“, entgegnete der vermeintliche Händler gereizt und sah den anderen Wikinger böse an.
„Ich könnte ein paar meiner besten Männer losschicken, um es ein für alle Mal zu beenden“, schlug Viggo vor.
„Nein!“, rief der falsche Händler und grinste dabei böse. „Ich habe schon jemanden dafür angeheuert, einen Kopfgeldjäger. Den Besten, den es gibt.“
„Aha, und wer soll das sein?“, wollte Viggo wissen und sah seinen Auftraggeber fragend an.
„Sein Name ist Tjark Larsson. Er ist der beste Kopfgeldjäger im ganzen Norden. Er soll einmal drei Männer mit bloßen Händen getötet haben!“, erzählte Johann und ein gefährliches Funkeln trat in seine Augen. „Und wenn das stimmt, habe ich genau den Richtigen.“

In dem Moment schwang die Tür der Hütte auf und ein schlanker, aber dennoch kräftiger Mann trat ein. Er war hochgewachsen und vermutlich Mitte dreißig, vielleicht sogar jünger. Sein Anblick ließ Viggo das Blut in den Adern gefrieren und er trat ein paar Schritte zurück. Die blonden Haare des Mannes waren nach rechts zur Seite gekämmt und in seiner linken Gesichtshälfte klaffte eine große Narbe, die sich von der Augenbraue bis zum Wangenknochen zog. Die Augenklappe, die er über seinem linken Auge trug, verdeckte diese jedoch zum Teil. Sein Hals wurde ebenfalls von einer Narbe verziert. Er trug ein abgenutztes, braunes Hemd und eine graue Hose. Zudem war er in einen schwarzen Mantel gekleidet, der bis zu den Kniekehlen reichte und seine Füße steckten in maßgeschneiderte Stiefel aus schwarz gefärbten Leder.

„Guten Abend“, begrüßte sie der Blonde und betrat den Raum. Seine Stimme klang furchteinflößend und dunkel. Viggo und Johann erwiderten den Gruß. Der junge Mann schloss die Tür und setzte sich an den kleinen Tisch, der in der Mitte des Raumes stand. „Mein Name ist Tjark Larsson. Ihre Männer sagten mir, Sie hätten ein Angebot für mich“, begann der Blonde.
„Sie kommen gleich zur Sache das gefällt mir.“, erwiderte Johann gefährlich grinsend und setzte sich ebenfalls an den Tisch. Viggo allerdings hatte sich mit verschränkten Armen in eine Ecke des Raumes zurückgezogen. Dieser Mann, auch wenn er noch so jung war, flößte ihm gehörigen Respekt ein. Er hatte etwas Eiskaltes an sich.
„Ja, ich habe ein Angebot für dich. Du sollst jemanden für mich ausschalten“, fuhr Johann fort.
„Wer ist dieser Jemand?“, fragte Tjark interessiert. „Sein Name ist Hicks Haddok. Er ist der Sohn von Haudrauf dem Stoischen“, antwortete Johann mit Hass in der Stimme.
„Gut. Was springt dabei für mich raus und wo kann ich ihn finden?“, fragte Tjark weiter.
„Er lebt mit einigen anderen Berkianern auf einer Insel fünf Tage nördlich von hier. Wenn du den Auftrag ausführst, bekommst du natürlich die Prämie von 300 Goldmünzen, die ich auf seinen Kopf ausgesetzt habe“, gab Johann bereitwillig an.
„Gut, abgemacht! Ich werde ihnen seinen Kopf bringen“, willigte Tjark ein.
„Ich habe eine bessere Idee!“, meldete sich Viggo zu Wort. „Du bekommst 600 Goldmünzen und bringst ihn uns dafür lebend.“ Johann sah ihn erst etwas verdutzt an, da er völlig vergessen hatte, dass Viggo ja auch noch da war. Dann jedoch begann er wieder, böse zu grinsen.
„Die Idee ist gut. Du bekommst 600 Münzen, wenn du ihn uns lebend bringst.“
„Gut. Das dürfte kein Problem sein“, meinte Tjark und stand auf.
„Wenn du ihn hast, bringst du ihn in unser Lager auf der Südseite der Insel. Verstanden?“, fragte Johann.
„Verstanden“, antwortete Tjark. Johann händigte ihm noch eine Zeichnung von Hicks aus, dann verließ der Kopfgeldjäger die Hütte und zog seiner Wege

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