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Tonks und Lupin - Ihr Leben nach der Schlacht

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Freundschaft / P12 / Gen
Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Nymphadora Tonks Remus "Moony" Lupin Ted "Teddy" Remus Lupin
04.04.2018
06.08.2019
11
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04.04.2018 1.685
 
„Remus!“, rief Tonks und eilte über das Gelände in die Arme ihres Mannes. Seine Miene war verhärmt und voller Angst: „Dora, du solltest nicht hier sein.“ Sie sah ihn fest an: „Wenn wir verlieren werden sie mich und Teddy finden und töten, Remus. Ich muss hier sein und helfen.“ „Ihr könntet fliehen.“, entgegnete Remus gequält, „Und wenn wir gewinnen besteht für keinen von euch Gefahr.“ Tonks funkelte ihn böse an: „Du bist auch nicht zuhause in Sicherheit. Ich kann nicht einfach rumsitzen und warten ohne zu wissen…“ Er unterbrach sie: „Du hast grade erst ein Kind bekommen. Ich weiß, dass du eine brillante Hexe bist, Dora, aber du hast lang nicht mehr gekämpft. Du bist außer Übung. Ich könnte es mir nie verzeihen, wenn du stirbst.“ Seine Stimme versagte und er drückte sie fest an sich.                                                                                                                                                                  
Tonks jedoch war wild entschlossen an der Seite ihres Mannes zu kämpfen, als sie die Gruppe Todesser auf sich zukommen sah. Rascher als ihnen lieb war, wurden sie voneinander getrennt. Zu ihrem Unmut musste Tonks Remus Recht geben, sie war nicht in Form. Irgendwie gelang es ihr, ihrem Todesser einen Schockzauber zu verpassen. Sie drehte sich nach Remus um und sah grade noch, wie ein Fluch ihn in die Brust traf und zurückschleuderte. Im allgemeinen Schlachtgetümmel stürzte sie zu ihm. „Remus.“, sie schüttelte ihn, doch er rührte sich nicht. Sie konnte ihn nicht erreichen, dort wo er zwischen Leben und Tod schwebte. Tränen stiegen in ihre Augen, doch sie erlaubte sich nicht zu weinen. Sie musste den finden, der das getan hatte. Wenn sie wüsste, was das für ein Fluch war. Manches konnte man noch rückgängig machen, wenn er schnell genug behandelt werden würde. Sie rappelte sich auf, ihr Blick war verschleiert von den Tränen und ihr Körper brannte vor der Anstrengung und den wenigen Verletzungen, die sie erhalten hatte.                                                                      
„Wen haben wir denn da?“, fragte eine boshafte kichernde Frauenstimme. Tonks Blut gefror in ihren Adern, Bellatrix stand hinter ihr. Langsam drehte sie sich um, während die andere Frau weitersprach: „Deinen dreckigen Wolf hat es umgelegt. Endlich bekommt er was er verdient. Schade, eigentlich wollte ich ihn selbst erledigen, wo er doch Schande über meine Familie gebracht hat, du unwürdiges Halbblut. Ist deine Mutter auch hier? Wäre doch nett die Überreste deiner Familie alle beseitigt zu wissen.“ Tonks schüttelte den Kopf und schleuderte ihr den ersten Fluch entgegen. Es war ein hartes Duell doch sie wusste von Anfang an, dass sie unterlegen war. Trotzdem würde sie nicht kampflos aufgeben. Aus dem Augenwinkel sah sie Ginny, die mit einem weiteren Todesser rang.
Merkwürdig langsam nahm sie war, wie Bellatrix denselben Zauber ausführte, mit dem sie sie damals im Ministerium erwischt hatte. Würde er sie erwischen, würde sie das nicht überleben, letztes Mal hatte sie es geschafft einen Schildzauber zwischen sie und den Zauber zu werfen und es hatte sie trotzdem fast das Leben gekostet. Gleichzeitig schoss ein Todesfluch auf Ginny zu, ihr Zauberstab lag mehere Meter entfernt auf dem Boden. Sie überlegte keine Sekunde, tatsächlich merkte Tonks überhaupt nicht, dass sie entschied, als wäre die Entscheidung schon immer da gewesen. Sie würde gegen Bellatrix nicht ewig bestehen können, dass wusste sie. Sie schnippte mit ihrem Zauberstab und lenkte den Todesfluch ab, er prallte zurück gegen den Todesser. Ihr Blick traf den von Ginny und Tonks lächelte sie an, bevor sie sich fallen ließ. Der Zauber von Bellatrix zischte knapp über sie hinweg, doch sie spürte die Schmerzen in ihrem Körper.
Zu nah, stellte sie fast unbeteiligt fest, nun Ginny hatte sie retten können, dass war es wert gewesen und sie würde bald wieder bei Remus sein, armer Teddy, es tat ihr leid, dass er nun allein war. Mit diesen Gedanken tauchte ihr Bewusstsein in Schwärze.

Ginny stand neben Tonks reglosem Körper in der großen Halle und schrie die Medimagier an: „Der Fluch hat sie knapp verfehlt. Ich habe es gesehen. Tonks hat darauf verzichtet ihn abzulenken um mich zu retten, aber er hat sie nicht getroffen. Also holen sie sie zurück.“ Der verzweifelt aussehende Mann beschwor sie: „Miss, da ist kein Puls. Ihre Freundin ist tot.“ „Dann haben sie ja nichts zu verlieren. Versuchen sie es wenigstens.“, schnappte Ginny. Entnervt richtete der Magier seinen Zauberstab auf die leblose Tonks. Ginny griff ihre kalte Hand und hielt den Atem an. Hermine legte Ginny nach einigen Sekunden die Hand auf die Schulter. „Sie ist fort.“, sagte nun auch Harry und dachte an seinen Patensohn, eine Träne lief über seine Wange.
In diesem Moment lief ein Zucken durch Tonks Körper und sie begann zu atmen. Flach und rasselnd, aber sie atmete. Sofort stellte der erstaunte Medimagier den Zauber ein und prüfte ihren Puls. „Sie lebt. Mrs Lupin lebt.“, rief er und sofort eilten einige Zauberer herbei um sie zu stabilisieren. Ginny warf sich in Harrys Arme und Ron und Hermine schlangen ebenfalls die Arme um sie. Harry durchströmte die Erleichterung, Teddy würde keine Waise sein, auch wenn sein Vater tot war, seine Mutter hatte er nicht verloren. Harry wünschte sich den Stein zurück um es Remus zu sagen. Oder wusste es dieser bereits?                      
Tonks schlug die Augen auf, Schmerzen, überall Schmerzen und blendend helles Licht. „Remus.“, krächzte sie. Nur bruchstückhaft nahm sie wahr, was um sie herum passierte. Eine Gruppe Zauberer stand um sie herum, daneben ein Knäul aus Menschen die sie als Ron, Hermine, Harry und Ginny erkannte als sie sich lösten und neben sie traten. Das war die große Halle, in der sie lag, nicht das Gelände, dort auf dem Boden lag eine sehr blasse Leiche. Nun redete Ginny auf sie ein: „Ich wusste dass du nicht tot bist. Wir haben gewonnen Tonks.“ Sie nickte und drehte ihren Kopf nach rechts. Gewonnen, das war gut. Teddy war in Sicherheit. Eiseskälte überzog sie und die Erinnerung kam zurück. Da lag Remus neben ihr. Tot. „Nein.“, flüsterte sie und setzte sich trotz der Schmerzen auf. Benommen bemerkte sie, dass sie zumindest keine schlimmen äußerlichen Verletzungen hatte. Ebenfalls gut. „Er ist nicht tot.“, sagte sie und sah seinen Körper an. „Es war kein Avada kedavra der ihn erwischt hat.“ Er konnte nicht tot sein, sein Körper sah noch so lebendig aus und außerdem blutete er aus vielen Wunden. Tote bluten bestimmt nicht mehr, jedenfalls nicht so stark. „Tonks.“, sagte Harry gequält, „Er ist tot. Ich hatte den Stein der Auferstehung und er war da mit Sirius und meinem Dad. Es geht ihm gut.“ Tonks sah ihn verständnislos an. Da sagte er doch tatsächlich in einem Satz, dass Remus tot war und dass es ihm gut ging. Der Junge hatte Nerven, dennoch bemühte sie sich freundlich und vernünftig zu klingen: „Er ist weder richtig tot noch lebendig. Und außerdem dachten alle außer Ginny auch, dass ich tot wäre. Sonst würde ich nicht bei den Leichen liegen.“, stellte sie trocken fest. In der Hand fühlte sie glücklicherweise ihren Zauberstab. Unter größter Anstrengung richtete sie ihn auf die Medimagier: „Sie holen jetzt meinen Mann zurück oder sie können den Rest ihres Lebens als Kröten verbringen.“ „Tonks.“, Hermine klang gequält, aber das war ihr grade sowas von egal. Sie konnte nicht leben wenn Remus tot war. Zufriedenstellender Weise schienen die Medimagier nicht grade erpicht darauf in Kröten verwandelt zu werden und richteten mit einem ergebenen Seufzen ihre Zauberstäbe auf Remus. Sein Körper glühte im Licht der Magie.

„Sie muss doch überlebt haben“, sagte Remus erleichtert zu Sirius und James. „Sie war kurz vor dem Tod, aber wenn sie nicht hier ist, hat sie`s wohl geschafft.“, bestätigte Sirius. James nickte: „Ich hätte sie gerne zu Lebzeiten kennengelernt, deine Frau.“ Nun mischte sich auch Lilly ein: „Ich bin froh, dass euren Sohn nicht dasselbe Schicksal erwartet wie es Harry hatte. Er wird wenigstens ein Elternteil haben. Wenigstens konnten wir Harry sehen, aber das wusste er ja nicht und mit ihm reden können wir auch nicht.“ Auf einmal erfasste ein starker Sog Remus. „Was ist das?“, fragte er panisch. Sirius strahlte: „Sie holen dich zurück, Moony.“ James jubelte: „Grüß Harry.“ „Und deine Frau.“, setzte Lilly hinzu. Remus schien nicht überzeugt: „Vielleicht ist es besser für sie wenn ich hier bleibe.“ „Remus.“, sagten seine drei Freunde streng. Sirus sah ihn besonders böse an: „Sie liebt dich und du würdest ihr sehr weh tun, wenn du nicht zu ihr zurückgehst. Du weißt schon wer ist besiegt. Was soll euch noch im Weg stehen.“ James bekräftigte: „Geh schon.“ Remus lächelte und ließ sich von dem Sog zurück auf die Erde in seinen Körper bringen.

„Wir haben ihn.“, sagte einer der Zauberer überrascht und fühlte noch einmal den schwachen Puls. „Remus.“, flüsterte Tonks und tastete nach seiner Hand. Seine Augenlider flackerten und gleichzeitig spürte Tonks wieder die Schmerzen. Ihr fehlte die Kraft, weiter aufrecht zu sitzen und die Dunkelheit hüllte sie wieder ein. Harry, äußerst verwirrt, vergewisserte sich, dass Remus tatsächlich einen Puls hatte bevor er anordnete: „Auf schnellstem Weg ins St. Mungo mit Mr und Mrs Lupin.“ „Natürlich Mr Potter.“, beeilte sich ein Medimagier zu sagen, ehe er die Tragen mit dem bewusstlosen Ehepaar in eine Kutsche schweben und von einem Testral zum magischen Krankenhaus bringen ließ.
Harry schickte seinen Patronus zu Andromeda um ihr mitzuteilen, dass ihre Tochter und ihr Schwiegersohn zwar im St Mungo lagen, aber lebten. Gleich morgen würde er Tonks (an Mrs Lupin konnte er sich einfach nicht gewöhnen) und Lupin besuchen. Vielleicht würde er auch bald seinen Patensohn kennenlernen.  
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