Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Ein ganz normaler Tag

von Zemane
KurzgeschichteHumor / P12 / Gen
Charakterliste: Jyugo Nico Rock Sugoroku Hajime Uno
04.04.2018
04.04.2018
1
4.101
3
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
 
04.04.2018 4.101
 
Wir befinden uns in dem sicherstenGefängnis der Welt: „Nanba“. Es heißt im Gegensatz zu Nanba wäre Alkatras so löchrig wie ein Schweitzer Käse.
Mit den neusten Technologien ausgestattet beherbergt Nanba nicht nur die besten Gefängniswärter, sondern auch die schwierigsten Kriminellen der ganzen Welt. Gerade die Abteilung 13, die letzte aller Abteilungen, ist führ die schwer zu haltenden Gefangenen bekannt.

Im Büro des Vorsitzenden der 13. Abteilung Hajime. Eswarfriedlich.Der Wärter sitzt, in seiner schwarzen Uniform mit Kappe an seinen Schreibtisch und füllteFormulare aus. Reparaturen hier, technische Aufrüstungen dort, Vertuschung der Aktivitäten seinerzu beaufsichtigenden Häftlingenauch noch. Arbeiten, die ein Vorsitzender eigentlich gar nicht erledigen müsste. Schon von außen zu erkennenwardie WutAder die an der Schläfe seines kahlen Kopfes pochte.

Tatsächlich schwelgteHajime gerade nur so in Wut, würden seine Häftlinge sich nur einmal wie brave Häftlinge es tun sollten in ihrer Zelle aufhalten und sich nicht benehmen wie aus dem Kindergarten entlaufeneund in viel zu große Körper gestopfte Kleinkinder, wäre sein Job viel einfacher. Momentan konnte er nur Versuchen das seine Chefin nichts von dem ganzen Chaos spitz bekam.

Wieder wurde er von einer Welle seiner Wut erfasst, nurdieses malhatte der Stift darunter zu leiden, mit einem erbärmlichen Knacken brach er entzwei. Schnaubend warf Hajime die zwei Stift Hälften in den Mülleimer und griff sich den nächsten Kugelschreiber aus der Schublade. Für Nachschub wurde immer gesorgt, in einem Karton in der Schublade waren mindestens noch fünfzig weitere Kullis. Zelle dreizehn könnte sich auf etwas gefasst machen, wenn sie heute wieder aus der Reihe tanzten.

Zur gleichen Zeit in der Zelle dreizehn. „Langweilig“, murrte Insasse fünfzehn so, dass es schien als habe das Wort deutlich mehr Silben als es eigentlich besaß. Insasse fünfzehn, Jyugo, ein junger Mann mit schwarzen Haaren und eigenwilligen Augen, die je nach Blickwinkel andere Farben hatten, lag mit hinter dem Kopf verschränkten Armen auf dem Boden seiner Zelle und starrte die Decke an. „Können wir nicht irgendwas interessanteres machen?“ Die Frage war einfach nur so in die Zelle hineingestellt und wurde auch nicht beantwortet, daseine Kameraden voll auf mit ihren eigenen Aktivitäten beschäftigt waren.

So studierte Insasse elf, auch Uno genannt gewissenhaft einen Artikel einer Zeitschrift. Es schien ihn nicht zu stören, dass diese eigentlich für Frauen gedacht war. Vielleicht handelt es sich auch nur um ein Schriftstück über Haarpflege, dass er wegen seiner langen Haare, die er wie immer geflochten trug, las. Nicht weit von ihm entfernt, brabbelt Insasse neunundsechzig über etwas vor sich hin während dieser ebenfalls etwas in der Hand hielt. Rock läuft die Spucke im Mund zusammen während er vor sich hin brabbelnd den Essensplan studiert. Er wird dennoch beinahe von dem Anime übertönt, der gerade imFernsehenläuft und dem Insasse Nummer fünfundzwanzig, Nico, gebannt verfolgt. Wie ein kleiner Hund hat der schmächtige Junge vor dem Bildschirm „Sitz“ gemacht und wendet seinen Blick von diesem nicht mehr ab.

Alle Insassen der Zelle dreizehn scheinen ganz normal zu sein, es waren ja auch keine Gewaltverbrecher, wie mansie in einer solchen Anstalt eigentlich vermuten könne. Nein, in dieser Zelle saßen die besten aller, die es geschafft haben, in dieser Zelle saßen die Entkommenskünstler, die besten Flüchtlinge, die Meister Ausbrecher zusammen. Jene, die einfach kein anderes Gefängnis in ihren Zellen halten konnte. Sie sind schon aus so vielen Anstaltenentflohen, dasssie schließlich nach Nanba gebrachtwurden, damit sie nicht wieder ausbrechen.

Doch auch Nanba hat so seine Probleme was das einsperren dieser Entkommenskünstler angeht. Selbst Nanba kann sie nicht in ihrer Zelle halten. Denn die Zellentüre, die eben noch fest geschlossen und Verriegelt war, stand nun Sperrangelweit offen und Jyugo fehlte.

Ihm war zu langweilig geworden und keiner seiner Freunde hatte auf sein quengeln reagiert, deshalb hatte er kurzerhand entschlossen einen kleinen Spaziergang zu machen. Wohin wusste er noch nicht er ging einfach den Gang entlang und bog mal wieder ab, wenn er sich danach fühlte. Hajime, der immer noch an seinem Schreibtisch saß und nun schon den nächsten zerbrochenen Stift in den Müll warf bekam davon gar nichts mit.

Auch als der Anime im Fernsehen zuEndewar und Nico aus seiner Trance wieder erwachte, hatte noch niemand die offene Zelle und Jyugos fehlen bemerkt. So kam es, dass Nico sich in der Zelle um sah um begeistert jemanden vonden neusten Ereignissen seines Lieblingsanimes zu erzählen. „Uno“, sprach Nico den ersten der beiden Anwesenden, von der Seite aus an. Als dieser nicht reagierte versuchte es Nico von der anderen Seite: „Uno.“ Wieder keine Reaktion. Nun, dachte sich Nico,einen Winkel wird es wohl geben in dem er Ansprechbar ist.

„Uno“ von hinten, „Uno“ von rechtsoben,„Uno“ von links unten,„Uno“ von hinten,„Uno“ von rechts unten,„Uno“ von vorne, „Uno“ von links unten. Alles fehlgeschlagen, keineReaktion. Nun gab es für Nico nur noch einen Versuch seinen Freunden von der wundervollen Welt des Animes zu erzählen. Langsam kroch er mit dem Gesicht nach oben unter den niedrigen Tisch an InsasseNummerelf heran. Angekommen brüllte Nico aus vollemHalse: „UNO!“ Tatsächlich führte dies zu einem verdutzten Blick von Nummer elf nach unten.

Er sah den nun freudestrahlenden Nico ins Gesicht. „Siehst du nicht, dass ich gerade Beschäftigt bin?“, kam aus Unos Mund noch bevor Nico ihm von seinem Anime berichten konnte. „Spiel mit Jyugo oder Rock und komm verdammt noch mal unter dem Tisch weg, da wollte ich meine Füße geradehinlegen.“ Nun den Tränen nahe starrte Nico Uno aus seinen roten Augen an. „AberUno...“, viel weiter kam Nico nicht da hatte Uno ihmschon mit seiner Zeitschrift ins Gesicht geschlagen undihn unter dem Tischhervorgezogenund neben sich wieder abgesetzt.

„Aua“, antwortete Nicoentsetzt, nicht, weil der Schlag mit der Zeitschrift wirklich wehgetan hat, sondern weil Uno seiner Ausführungen keinGehörschenken wollte. „Rock, Uno hat mich geschlagen.“ Nun wollte er es bei Rock probieren derimmer nochmit der Speisekarte des Tages beschäftigt war. „Soll ich lieber das essen oder das? Oh, das gibt es ja auch noch.“ Egal was Nico auch zu Tun schien keiner der beiden schien sich auch nur annähernd für ihn zu interessieren. Dann eben nicht dachte sich Nico und nannte den nächsten Namen, der ihn in den Sinn kam. „Jyugo“, sagte Nico, immerhin hatte Nummer fünfzehn eigentlich nie etwas zu tun und deshalb immer ein offenes Ohr für seine Ausführungen.
Egal wohin sich Nummer fünfundzwanzig auch wandte Jyugo konnte er nicht an seinen üblichen Plätzen in der Zelle finden. Jyugo wanderte in der Zeit nämlich immer noch mehr Planlos als sonst etwas in den verschlungenen Gängen des Gefängnisses umher. Vielleicht, dachte Nico allerdings, hatte sich Jyugo ja versteckt. So begann Nico das ganze Zimmer nach Jyugo abzusuchen. Unter dem Tisch war er immerhin ja schon einmal nicht, da war Nico ja gerade erst gewesen.Unter dem Bettvielleicht? Nun kroch Nico auch unters Bett um genau nach zu sehen. Man konnte ja nie wissen.

Unter dem Bett war er auch nicht. Als nächstes hob Nico die Matratzen aller Betten hoch um zu überprüfen ob sich Nummer fünfzehn vielleichtdaruntergelegthatte. Nein, dort war er auch nicht. In den Schränken könnte er noch sein. Jetzt wurde jeder Schrank einmal ordentlich überprüft, damit Nico auch ja nichts übersah schmiss er auch aus allen Schränken vorsichtshalber mal alle Sachen heraus. HinterUnos Jacke vielleicht, Nein. Hinter seinem Komischen Beutel mit eigenartigenFläschchen undCremeswar auch niemand stellte Nico fest, während er den Beutel achtlos hinter sich warf. Hinter Rocks Kleidung war ebenfalls nichts, auch diese Wurde einfach über die Schulter geworfen. Der letzte Schrank war sein eigener, die Türen würden einmal geöffnet undhineingesehen. Nein stellte Nico fest hier war auch kein Jyugo, wenn jemand an seinen Sachen gewesen wäre würde er es Merken.

Die Decken platten wurden als nächstes einer genauen Musterung unterzogen. Wie ein Gecko kletterte Häftling Nummer fünfundzwanzig die Ecken der Wände hinauf und hob eine der Platten vorsichtig an. Eine dicke Staubschicht hatte sich hier schon gesammelt, die Nico glatt zumNiesenbrachte.Unter dem ganzen aufgewirbelten Staubund den ganzen Kabeln und Rohren konnte Nico hier kaum etwas erkennen. Hier war Jyugo schon einmal nicht aber wo dann?

Kaum war Nico wieder von der Wand herunter gekommen sah er sich noch einmal genauer in dem Raum um. „Was für eine Unordnung hier herrscht, dasist mir vorhin gar nicht aufgefallen“, beschwerte sich Nico kurz über all die Sachen die über den kompletten Fußboden verteilt lagen. Erst dann sprang ihn die offene Türe ins Auge. „Uno, Roch, Jyugo ist schon wieder ohne uns Ausgebrochen.“, teilte Nico seine Beobachtung den anderen mit. „Uno“, Nico packte den in seine Zeitschrift vertieften Insassen an seinem Arm und versuchte ihn vergeblich mit sich zu ziehen.

Als Nico allerdings bemerkte, dass Uno sich nicht ein Stück rührte gab er auf. „Komm Rock wir müssen ihm hinterher, kommschon, dass wird lustig.“, nun begann Nico an Rocks Arm zu zerren, vergeblich auch dieser rührte sich kein Stück. „Eine Torte wäre mal wieder schön. Shiro kann echt geniale Torten backen, warum ist keine Torte auf der Speisekarte.“ Brabbelte Rock und schien noch nicht einmal zu bemerken, dass Nico gerade versuchte ihn aus ihrer Zelle zu ziehen. Nach kurzer Zeit gab Nico auch bei Rock auf. „Wie ihr wollt“, gab Insasse Nummer fünfundzwanzig von sich während er beleidigt die Zelle verließ; „Dann gehen ich ihn eben alleine suchen.“

So verschwand auch Nico aus der Zelle dreizehn währende Jyugo sich inzwischen einfach irgendwo in einen derGänge gesetzt hatte und wartete. Es war ihm zu anstrengend geworden einfach herum zu laufen und seinen Ausbruch wurde noch nicht bemerkt, sonst wäre längst Hajime wie ein wilder hinter ihm her und das Sicherheitssystem wäre voll aktiviert. Die wenigen Türen, die so in seinen Weg standen öffneten sich jafast schon von selber wenn er angekommen war.

Hajime saß immer noch am Schreibtisch in seinem Büro. Der Mülleimer füllte sich langsam immer mehr, der Stapel an bearbeiteten Formularen wuchs immer weiter und die Anzahl der Kugelschreiber in der Schublade nahm stetig ab.

Nico streunte nun auch unbemerkt vom Vorsitzenden Gefängniswerter frei in den Gängen der dreizehnten Abteilung umher. „Wo könnte Jyugo nur hin gegangen sein“, grübelte Nico vor sichhin währender einfach in die nächst beste Richtung los lief. Bald schon verschlug es Nico Zufälligzu dem Heimder Spürhunde, die in dem Gefängnis gehalten wurden. Als begeisterter Tier freund vergaß Nico,über die Freude seine Zeit mit den Hunden verbringen zu dürfen glatt, dass er eigentlich Jyugo suchen wollte.

Rock legte die Speisekarte weg. Es gab immerhin nur einen begrenzten Zeitraum in dem man über die Tages Gerichte nachdenken konnte ohne sich im Kopf zu wiederholen. Mit einer Hand wischte er sich über dem Mund, in dem ihm schon die Spucke zusammen geflossen war vor Appetit. Er wunderte sich über die plötzliche ruhe die in Zelle dreizehn eingekehrt war und war neugierig genug um sich umzusehen welche andere Aktivität die anderen Gefunden hatten. Er konnte nur Uno finden er bei ihm an Tisch saß und die Zeitschrift in seiner Hand umblätterte. Er war schon fast am Ende angekommen,trotzdemwürde es wohl noch eine Weile dauern, bis Uno wieder ansprechbar war.

Als nächstes fand er die offene Zellentür vor, war diese immerhin in seinem Blickwinkel. Jyugo undNico waren anscheinend wieder ausgebrochen, dachte Rock, der im Gedanken immer noch halb bei der Tageskarte war. Er hatte jetzt sorichtig Hunger, vielleicht sollte er in der Küche nachsehen ob es schon etwas zu essen gab. Wenn er schon dort war, würde erShiro, den Koch auch gleich noch nach einerButtercremetortefragen. Wenn er Glück hatte würde Shiro ihm vielleicht noch eine machen.

So machte sich auch Rock daran seine Zelle zu verlassen, auf dem Weg indie Küche. Jyugo saß ist im Gang immer noch im Gang nur hatte er seinen Zustand der Langeweile gegen den des Schlafens getauscht. Es war ihm schlicht weg zu langweilig geworden. Nico saß zwischen einen Haufen fast schon schnurrender Hunde, die sich liebend gerne von ihm streicheln lassen. Die Hunde hatten inzwischen auch ein eher ungewöhnliches Aussehen angenommen. Sie glichen aufgeplusterten Plüschkugeln, die sich um Nicos Aufmerksamkeit stritten. Hajime, der als Oberaufseher eigentlich Sorge tragen sollte, dass die Insassen in ihrer Zelle blieben, saßimmer noch hinter seinen Schreibtisch. Der, noch zuerledigen, Papierstapel war deutlich geschrumpft und würde bald ganz verschwinden.

Uno der sich nun schon seit einigen Minuten alleine in der Zelle befand, schlug die letzte Seite des Frauenmagazines auf. Worum es in der nächsten Zeitschrift wohl gehen wird, fragte er sich und studierte noch kurz die Angaben, die dieses Magazin jetzt schon geben konnte. Nichts war dabei, was er nicht schon einmal gelesen hatte, trotzdem wurde er Neugierig, ob wohl neue Ergebnisse von Studien dabei sein würden oder vielleicht sogar ein Starinterview in dem dieser wieder seine Geheimnisse preisgab das wäre wundervoll.

Enttäuscht, dass er seine tägliche Zeitschrift nun schon durchgelesen hatte, schlug Uno diese zu. Wasfür ein Jammer theatralisch Seufzend wollte er sich zu den Anderen umdrehen, niemand da. Nun war er irritiert, sie waren doch eben noch alle dort gewesen. Uno kam sich in seiner halb gedrehten Pose zu seinen Freunden, die nicht da waren dämlich vor und ließ sich deshalb einfach zu Boden fallen. Er war alleine in der Zelle, wie langweilig. Sollte er einfach abwarten, bis die anderenwiederkamenoder sie suchen gehen. Immer noch in der Überlegung vertieft, ob es sich lohnen würde die anderen suchen zu gehen,empfand Uno etwas an seinem Untergrund als ungemütlich.

Genervt hob er seine Schulter an um zu ertasten was es war. Er staß auch wirklich auf etwas, dass sich verdächtig nach einem StückStoffanfühlte. Er nahm das Etwas in die Hand ließ sich wieder ineine gemütlichere Position sinken und hob das Stück Stoff hoch genug, dass er es erkennen konnte. „Meine Jacke“, kam überrascht aus seinem Mund. Was macht die denn da fragte sich Uno. Er hatte sie in derFrüh doch noch gar nicht angezogen, sie sollte docheigentlich noch im Schrank sein da war er sich ganz sicher.

Verwirrthievtesich Uno vom Boden auf und drehte sich zu dem Boden hinter sich um. Als würde der Boden ihm verraten können wie die Jacke dort gelandet war. Tatsächlich tat er das auch, aber aufeine Weise, die Nummer elf nicht erwartet hatte. „Was für ein Chaos“, schimpfte der Häftling über alle die Sachen die am Boden verstreut lagen. Kein Wunder hatte Nico doch vorhin unbemerkt von den beiden alle Schränke ausgeräumt. Nun fragte sich Uno natürlich, wer das denn gewesen war.

Er inspizierte die verstreuten Kleidungsstücke und Gegenstände genauestens dabei konnte er seinen Schatz erkennen. Der Beutel mit seinen Pflege Produkten war offen gewesen und nun lagen alle seine Schätze über den Boden verteilt überall kleine Döschen und Tuben und Fläschchen. Seine teuren Schönheitsproduckte einfach so über dem Boden verstreut. Uno kamen die Tränen. Was würde erbloßtun wenn sie kaputt gegangen sind. Schnell machte er sich daran jede Tube, jedesDöschen und Fläschchen genauestens zu überprüfen. Mit jedem Utensil das noch in Ordnung war stieg seine Erleichterung und seine Wut. Der Verursacher würde sich auf etwas gefasst machen können. Als alle seine Schätze überprüft und als noch in Ordnung empfunden waren siegteletztendlich die Wut auf den Verursacher.

Auf dem Boden war die Kleidung von allen anderen zu finden nur nicht von Nico, Verursacher gefunden, dachte Uno. Nico würde büßen müssen für das was er seinen Schätzenangetanhatte, er würde grausam dafür büßen. „Nico“, brüllte Unoaus vollem Halseals er die Zelle im vollem verließ.

Rock war der weil seiner Nase dem wundervollen Geruch des Essens gefolgt und in der Küche angekommen. „Hey, Shiro“, begrüßte er den begnadeten Koch, während er noch in der Türe stand. Dahinter war das reich der Köche und die mochten ungebetene Gäste gar nicht, hatte Roch schon einmal herausgefunden. Kurz darauf kam ein blond haariger Mann zur Türe und starrte Rock mit finsteremBlick an. „Hey, Shiro. Ich hatte gehofft, dass du wieder einen deiner mega gutenButtercremetortenmachen würdest.“ Rock war nicht nur von Shiros Torten mehr als begeistert, sondern liebte all das Essen was dieser Kochte.

„Oh, dass riecht toll“, meinte Rock noch kurz bevor Shiro für einen Moment wieder inder Küche verschwand. Als er wieder auftauchte hatte er eine Belegte Semmel für Rock in der Hand, die er diesem auch gleichentgegenhielt. Als Rock in mit einem strahlenden Blick ansah schnaubte Shiro nur einmal kurz. „Ich geh ja schon wieder“, meinte Rock:„wenn du mich suchst, ich bin in meiner Zelle“ Mit dem Worten galt er als verabschiedet und die Küchen Türe vor ihm viel ins Schloss. Nur hatte Rock keine Ahnung wie er wieder in seine Zellezurückkommenwürde, war er doch nur seiner Nase zur Küche gefolgt. Also begann auch Rock einfach durch die Gänge zu irren.

Nico, der bis gerade noch mit den, inzwischen Flauschbällen von Spürhunden des Gefängnisses gekuschelt hatte, machte sich auch wieder auf dem Weg in die Gänge des dreizehnten Gefängnisblocks.„Meine Medizin, viel ihm ein. Er hatte doch heute wieder einen Termin beim Gefängnisarzt, den er auf keinen Fall verpassen wollte. Hajime sollte ihn dafür jetzt eigentlich von seiner Zelle abholen aber er war ja nicht dort, also müsste er sich nun selbst auf den Weg machen. Freudig tapste Nico so in Richtung des Arzt Zimmers.

Uno, raste innerlich immer noch vor Wut, wie hatte es Nico nur wagen können seine wertvollen Pflegeprodukte einfach so auf dem Fußboden zu verteilen. Systematisch rannte er alle ihm bekannte Gänge ab um schnellstmöglich seinem Ärger Luft machen zu können.

Hajime legte das letzteDokumentauf den Erledigt Stapel. DerMülleimerwar nun schon fast bis zurHälftemit denPlastik Restenzerbrochener Kugelschreiber gefüllt und die Schublade war bis auf zwei einzelne Stifte leer. Nun würde er sich seinem Nächsten Termin widmen können. Er sah auf seinen Plan. Verdammt, vor einer Minute hätte er Nico in der Zelle abholen sollen, damit sie Pünktlich zum vereinbarten Termin beim Doktor waren. Nun wieder in voller Arbeitsstimmung rannte er in Richtung Zelle dreizehn, nicht Wissend, das diese leer und Nico schon längst auf dem Weg zum Arzt war.

Angekommen platzte Hajime fast vor Wut, konnten diese Insassen nicht einmal nur einmal in ihrer Zelle bleiben. Er war doch ein Gefängniswärter und kein Flohhaufenhüter. Jetzt würde er diesen Kindergarten schon wieder Einsammeln gehen. So schnell wie er konnte machte er sich auf dieSuchenach seinen verlorenen Insassen. Er raste durch die Gänge seiner Abteilung um die Ausbrecher wieder einzukassieren. „Nico“, kam ihn da schon Unos wütender Schrei zu Ohren. Was nur bedeuten konnte das er sich als erstes auf dem Weg zu diesem machte.

Jyugo wachte inzwischenZeitvon dem Lärm von Unos wütenden schreien auf. Erentschloss sich allerdings noch etwas sitzen zu bleiben. Er starrte einfach nur die Decke an, bis er eine kalte Pfote auf seinem Fuß spüren konnte. Überrascht von derEmpfindungsah er nach unten. Tatsächlich Hajimes schwarze Katze war mit einer Pfote auf seinen Fuß gestiegen. Die Katze und dass wussten nicht viele gehörte auch zu den Wärtern, trug sie doch die Kappe dieser Uniform. Indem die Jyugo auf den Fuß getapst war hatte sie ihn erwischt.

„Ja“, meinte Jyugo zu der Katze: „Du bekommst mich immer.“Er kraulte sie und hob sie auf seinen Arm. „Da kann ich hingehen wo ich will, du findest mich immer.“ Jyugo lobte die kleine Wächter Katze und kraulte sie weiter. „Dann muss ich mich wohl auf den Weg zurück in die Zelle machen“, meine Jyugo nicht wirklichenttäuscht aber auch nicht wirklich begeistert. Hatte er die Zelle doch eben erst aus Langeweile verlassen. So hob er die Katze auf seinen Schoß auf seinen Arm und machte sich mit ihr im Arm langsam auf den Weg zurück in Zelle dreizehn.

Hajime jagte dabeiUno hinterher, der Verzweifelt Nico suchte. „Uno“, schrie Hajime den Häftling, der ihn noch nicht bemerkt hatte an. „Bleib stehen“, befahl er Uno. „Kann nicht“, antwortete Uno: „Ich muss Nico finden, der hat meine ganzen Chrems am Boden verteilt.“ „Ab zurück in die Zelle“, schrie Hajime ihn an: „Klärt eure Probleme da.“ „Nur wenn du mich schlägst“, kam es von Uno zurück. „Wenn ich gewinne darf ichweitersuchen“, Uno versuchte wie immer mit Hajime zu Spielen. „Schere, Stein, Papier“, riefen beide gleichzeitig. Uno verlor mit Schere gegen Hajime mit Stein. „Du weiß wo deine Zelle ist, also geh alleine zurück und bleib da.“

Da er verloren hatte musste sich Uno wohl oder übel geschlagen geben und trottete zurück in die Zelle. Er war der letzte, der gegangen war und der erste der eingefangen wurde. Seufzend ließ sich Uno am Tisch nieder und wartete darauf, dass die anderen bald zu ihn stoßen würden. Denn er erwartete nichts anderes, versuchte doch keiner von ihnen ernsthaft auszubrechen. Langweilig war es alleine in der Zelle trotzdem.

Rock ging durch die Gänge, er hatte sich mal wieder verirrt. Er war froh, als er Hajime auf sichzukommensah. „Hajime“, rief er ihm deshalb entgegen: „kannst du mir sagen wie ichzurückkomme.“ Kurz danach kassierte ereine harte Kopfnuss. „Zurück in die Zelle“ „Da wollte ich doch gerade hin aber ich finde den Weg nicht mehr“, antwortetet Rock etwas kleinlaut auf Hajimes Wütenden Ausruf. Daraufhin packte ihn Hajime an dem Arm und brachte ihn so zurück zu der Zelle.

Miteinem lautenKnallschmiss Hajime die Zellentüre hinter Rock zu. „Ihr bleibt hier“, meinte er streng und schoss in RichtungDoktoren Zimmerdavon. Er müsse dem DoktorBescheidgeben, dass sich sein Termin mit Nico etwas verschieben würde. Kurze Zeit späterbleib er vor der Türe des Krankenbereichs stehen und klopfte an. Seine innerliche Wut, war für ihn kein Grund dem Doktor gegenüber unverschämt zu werden. „Herein“, ertönte es von drinnen und kaum hörte er es riss er auch schon die Türe auf.

„Ah Hajime, wir sind gerade fertig geworden, du kanns Nico jetzt wieder zurück zu seiner Zelle begleiten.“ Es war der Arzt, der in seinem weißen Kittel vor der Liege stand, auf der niemand anderes als Nico saß. Immerhin, dachte sich Hajime, hat dieser seinen Termin nicht vergessen. Wie auch, kam ihn als nächstes in den Köpf, Nico würde für seine Medizin hierher marschieren, selbst wenn er gerade keine brauchte. Er hätte früher auf dieIdeekommen müssen Nico hier zu suchen.Trotzdemwar erstinktWütend auf ihn, er hättenicht ohne ihn einfach so die Zelle verlassen dürfen.

Kaum war der Doktor in seiner Abgetrennten Kammer verschwunden strafte er Nico mit einem bösen Blick. Mehr bräuchte der Junge nicht und Nico bekam tatsächlich schon das große Zittern.„Tut mir leid,“, stotterte er vor sich hin: „Aber ich wollte doch nur...“ Schon war der Junge umgekippt. Er hielt den Psychischen Druck seines bösen Blickes nie stand, im Gegensatz zu seinen Zellen Kameraden.

Derweil in Zelle dreizehn, es klopft an der Zellen Türe. Rockund Uno, die beide voll damit beschäftigt waren sich zu langweilen sahen auf. Die Türe öffnete sich und Shiro schob seine enorme Figur durch die Zellen Türe, in der Hand eine riesige Torte die er in dieser Zeit unmöglich hätte backen können. Wortlos, ließer die Torte auf den einzigen Tisch in der Zelle fallen. Danach drehte er sich um und schloss die Zellentüre hinter sich. „Die ist für mich“, freudestrahlend begann Rock sich daran zu machen die Torte zu essen und auch Uno entschloss sich ein Stück des Kuchens zu gönnen.

Hajime trug einen Ohnmächtigen Nico zurück in Richtung Zelle, kaum öffnete er die Zellentür traf ihn schon wieder der Schlag. Er legte Nico schnell am Bett ab bevor ersichvor Wut kochend der Insassen neunundsechzig und elf widmete die gut gelaunt einen Kuchen verspeisten, der garnichtda sein sollte. „Was denkt ihr euch eigentlich“, setzte er gerade an, bemerkte aber, dass die beiden ihn vollkommenausgeblendet hatten und nur den Kuchen beachteten. Also entschied er kurzer Hand dieButtercremetortezu zerstören. Er holte einmal aus und schlug von oben mitten in den Kuchen hinein. „Was denkt ihr euch eigentlich immer dabei einfach aus eurer Zelle zu verschwinden und mir so eine Arbeit zu machen. Ihr werdet das wieder Aufräumen und das Saubermachen.“

Hajime hörte gar nichtauf die Beschwerdenund den Protest der Insassen. Gut, dachte er nur bei sich, drei währen nun schon einmal wieder eingesammelt, fehlt nur noch der letzte. Immer nochStocksauerknallte er die Zellentür hinter sich zu und wollte sich gerade zumGehenwenden. „Du hast da was im Gesicht“, hörte er eineStimmevon neben sich kommen. Gleichzeitig strich ihn ein Finger die Buttercrem, die ihm ins Gesicht geflogen war als er die Torte geschlagen hatte, aus dem Gesicht. Knurrend drehte sich Hajime zu dem einzigen um, der sich so ein Verhalten trauen würde.

Er bekam noch mit wie Jyugo sich seinen nun mit Crem vollen Finger in den Mund steckte. „Lecker“, kommentierte Jyugo den Geschmack der Buttercrem. Sofort Fauchte Hajime den Jungen mit der Katze im Arm an: „Ab in deine Zelle“


Später am Tag schrieb Hajime, in der Hoffnung, dass seine Chefin von all dem Chaos hier keine Notiz nehmen würde wie immer: „Es war ein ganz normaler Tag“, ins Logbuch.






- - - - -
So ich hoffe euch hat meinekleineGeschichte gefallen.
Ich wollte mal eine neue Perspektive ausprobieren also wenn ihr etwas habt, dass ihr loswerden wollt immer gerne in die Reviews oder wer das nicht möchte per PN an mich.

Euch allen noch einen wundervollen Tag.

Grüße Zemane
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast