Hurra die Welt geht unter!

GeschichteRomanze, Freundschaft / P18
Felix Brummer / Kummer
03.04.2018
08.07.2018
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Wir stürzen ab, wir schreiben an
Doch irgendwie, irgendwo, irgendwann
Heißt es Zeche zahlen, Asche in den Taschen zählen
Wir ertrinken an der Bar, bis sich die Flaschen drehen

Flaschen drehen- Jennifer Rostock

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"Partyyyy" rief Steffen als wir wieder zurück waren. Offensichtlich war er schon sehr angetrunken und wackelte amüsiert mit den Augenbrauen als er uns zwei sah. "Ihr seid ein Geschenk des Himmels" fuhr er fort und ich machte eine kleine verbeugung zum Spaß. Mittlerweile war unsere Gruppe noch etwas gewachsen. Die Freundinnen von Steffen, Karl und Max hatten sich dazu gesellt und andere Kerle die zur Krew gehörten. Da alle sitzsäcke belegt waren machte ich es mir vor maxims Füßen bequem und lehnte mich an seine beine. Felix ließ sich neben mir fallen, sagte jedoch kein wort.
Nach dem circa fünften bier wurde ich übermütig.
"Lasst uns flaschendrehen spielen!" Rief ich laut aus und klatschte dabei in die Hände wie ein kleines Mädchen. Die Mehrheit der Jungs jubelte mir zu und setzten sich mit mir in einen Kreis.

Nun saßen wir dort. Felix neben mir, der mehr oder weniger einfach auf seinem vorherigen Platz saß, daneben Tarek, Ben, Lana (Steffens Freundin), Julia (Karls Freundin) und zu guter letzt Henning.

Das konnte ja lustig werden dachte ich und trank nochmal an meinem Bier.

Tarek begann als erster zu drehen.
"Wen die Flasche trifft der muss..hmm..ja ok also..der muss dann wohl unsere bezaubernde Biene küssen" sagte er mit einem 1000 Watt grinsen. Ich schlug mir nur die Hände vor mein Gesicht und hoffte auf das beste.

"Der Herr Rockstar also" lachte Tarek als hätte er es vorher schon geahnt.
Felix sah mich nur teilnahmslos an und presste seine lippen auf meine. "Das war mit Abstand der langweiligste Kuss meines Lebens" lachte ich und widmete mich wieder dem Spiel. Flaschen wurden Geext, Tarek musste sich ausziehen, Nico schenkte Ben einen lapdance alles war dabei. Nachdem ziemlich jeder eine dieser schwachsinnigen Aufgaben erfüllt hatte löste sich die Runde langsam auf.
"Ich will tanzen" sagte ich zu Maxim und reichte ihm meine Hand damit wir beide aufstehen konnten. Wir tanzten zur Musik, bewegten unsere Hüften im Takt. Der Alkohol sorgte für ausgelassene Stimmung und ließ uns bis in den frühen Morgen feiern.

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Sonnenstrahlen und Ohrenbetäubender Krach beendeten meinen Schlaf. Was zum Teufel war das für ätzende Musik und wo war Ich? Denn das hier war eindeutig nicht mein zelt. Langsam drehte ich mich um und sah in Maxims Augen.
"Morgen kleine" murmelte er verschlafen. Ich war wie benebelt von der letzten Nacht und realisierte langsam woher der Krach kam. Das war ein "weck Konzert", welches den ganzen Zeltplatz beschallte.
"Fuck.. Maxim ich kann mich an kaum was erinnern letzte Nacht.. wieso bin ich hier ?"
"Naja da du so besoffen warst, das deine Beine nicht mehr wollten und da mein Wohnwagen näher war als dein Zelt hab ich dich mit hier her genommen und Alter.. das hat deinem  Arbeitskollegen garnicht gefallen" grinste er frech und wickelte sich erneut in seine Decke. Gequält rieb ich mir die Stirn. "Wie spät ist es überhaupt ? Ich muss sicher bald arbeiten und mal nach den anderen sehen..was denken die denn von mir.
" murmelte ich und blickte auf mein Handy. Es war gerade mal 9.00 uhr, meine Schicht begann um 15.00, blieb also noch genug Zeit für mich.
"Ich glaube ich geh mal duschen..noch ist da bestimmt nicht viel los.
Maxim nickte mir zu und beschloss nochmal zu schlafen also machte ich mich auf zu den Sanitäranlagen.
Ich hatte mir ein Handtuch um die Schultern gehängt und mein Duschgel in der Hand als ich die duschräume erreichte. Wie erwartet war ich fast alleine und konnte so für einen kurzen Moment die Ruhe genießen.
Erschöpft zog ich meine Klamotten die ich noch von gestern am Leib trug aus, doch da fiel mir die sweatjacke auf die eindeutig nicht mir gehörte. Die war bestimmt Maxim, dachte ich und zog mich weiter aus. Plötzlich setzte mein Herz aus. Wie eine irre glotzte ich den kleinen Spiegel in der Dusche an und begutachtete meine Brust. Dort war deutlich eine Handynummer und ein Name erkennbar. Unter der Nummer stand eindeutig der Name Felix. Ich versuchte das ganze abzuschrubben aber erfolglos. Nachdem ich fertig mit duschen war wickelte ich meine nassen Haare zu einem Knoten, zog meine alten Klamotten an und ging wieder zu Maxim an den Wohnwagen.
Behutsam klopfte ich, doch er öffnete nicht und diese Verdammte Tür klemmte. Also setzte ich mich vor den Wagen in der Hoffnung Maxim würde ihn gleich öffnen.
Wie lange ich dort saß wusste ich nicht, doch als ich kurz davor war wieder einzuschlafen hörte ich ein räuspern neben mir.
"Ehm..du hast meine Jacke an..und Was machst du überhaupt hier..?"
Ich hob den Kopf an und sah geradewegs in die braunen Augen von Felix.
"Ich hab hier gepennt und war eben Duschen und naja jetzt bekomm ich die Tür nicht mehr auf..und das ist deine jacke?" Ungläubig sah ich ihn an und zog die Jacke aus um sie Felix zurück zu geben, dabei rutschte allerdings mein Oberteil ein wenig nach unten so dass der Schriftzug mit seiner Nummer eindeutig zu erkennen war.
"W..was hast du..da?" Stotterte er und sah mich fasziniert an.
Unweigerlich musste ich lachen.
"Das wüsste ich gerne mal von dir freundchen" sagte ich herausfordernd. Auf einmal kippte die Stimmung und ich merkte wie die Luft enger wurde zwischen uns. "Ich kann mich an nichts mehr von gestern Abend erinnern" sagte er leise und rieb sich die Stirn, genauso wie ich es vorhin Tat.
"Dann erinnerst du dich auch nicht mehr an diesen unfassbar schlechten Kuss von gestern Abend?" Sagte ich mit Belustigung in der Stimme die mir aber sofort verging als Felix mich in die enge trieb.
"Ich kann dir auch zeigen wie das richtig geht..ich glaube ich könnte dich so küssen wie dich noch nie einer geküsst hat" raunte er gefährlich nah an meinem Ohr und bescherte mir eine Gänsehaut. Heftig musste ich schlucken und sah ihn unschuldig an.
"Fuck sieh mich nicht so an" murmelte er und Strich mir sanft über mein Gesicht. Gerade als er seine Hand an meine Hüfte legen wollte ging die Tür vom Wohnwagen auf und rettete mich aus dieser Situation.


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Relativ kurzes Kapitel aber ich hoffe es gefällt euch trotzdem :) Natürlich wollte ich nochmal anmerken das diese Geschichte hier reine Fiktion ist und das jegliche Überschneidungen mit anderen Geschichten nicht gewollt oder beabsichtigt sind aber ich denke das weiß jeder :)

Über Rückmeldungen würde ich mich sehr freuen, Eva :)

P.S. Danke für die 46 Aufrufe! Ihr seid toll :)
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