Liebe zu dritt

von Minou
OneshotRomanze / P18
Felix Brummer / Kummer OC (Own Character)
01.04.2018
01.04.2018
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Ihr Lieben!

Uuuund noch ein One-Shot...
Jaaa. Ich weiß... es wird langweilig... Sorry...

Aber ich hatte gesagt, dass ich für jede Review einen OS schreibe und das tu ich auch. Dieser hier ist einer von eben denen.

Ich warne euch wieder! Der Titel der Geschichte ist hier Programm. Das ist nichts fürs Osterfrühstück!

Sooooo, heute gibt es wieder Dankeschön. Diesmal an:

Meine neue anonyme Leserin (oder Leser), die am Ostersamstag alle meine Geschichten favorisiert hat. Danke! Du hast mir eine große Freude gemacht!

Natürlich fiktiongirl, die, als ich erzählt habe, dass ich einen neuen OS schreiben will, irritiert gefragt hat: Oder willst du Isa mit einbauen? (sie meinte allerdings nur Steffen und Isa) Tja... das hier ist draus geworden. Du bist Schuld!

Und Niemand87, die mir verdammt viel Input für die Geschichte gegeben hat. Danke, meine Liebe!


Diese Geschichte spielt irgendwann nach

"Am Ende denk ich immer nur an dich"

und während dem zweiten Teil von

"Ich komm nicht mehr klar – kommst du mit?"


Also... kurzes Fresh-up:

Julie ist Felix' Freundin. Deren beste Freundin Isa lebt mit ihr zusammen in einer WG in Berlin. Isa hat irgendwas mit Steffen laufen, niemand weiß aber so genau was. Zusammen sind sie auf jeden Fall nicht.


DANKE an euch alle fürs Lesen. Viel Spaß!!

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Felix zog Julie noch ein Stück näher zu sich. Sie saßen auf ihrem großen Bett in ihrem WG-Zimmer und schauten 'Eyes Wide Shut'. Es war einer von Julies Lieblingsfilmen und sie hatte ihn schon ewig mit Felix sehen wollen. Nur hatte es sich nie ergeben. Immer war etwas dazwischen gekommen. Geburtstagsfeiern, Kochen mit gemeinsamen Freunden, Weggehen... Hier in Berlin war das gar nicht so leicht, mal einen ruhigen Abend zu zweit zu verbringen. In Chemnitz war das deutlich einfacher. Jetzt hatten sie es aber endlich geschafft und kuschelten gemütlich miteinander, während sie den Film anschauten. Felix hatte den Arm um seine Freundin gelegt und musste zugeben, dass er den Film ganz schön heiß fand. Vor allem, wenn Julie hier so neben ihm lag. Sie hatte nach dem Duschen keinen Bock mehr gehabt, sich etwas Richtiges anzuziehen und trug nur eins von Felix' Shirts und einen Slip. Er selbst hatte auch nicht viel mehr an. Shorts und ein Shirt. Aber genau das machte es ja so gemütlich. Ein Filmabend zu zweit, beide schon in Schlafsachen und ein ziemlich heißer Film... Felix hatte eine grobe Ahnung, wohin das Ganze hier führen würde und er war dem sicher nicht abgeneigt. Und... warum nicht eigentlich jetzt schon anfangen? Den Film könnten sie auch später zu Ende schauen. Sanft strich er ihr über die Schulter, ließ seine Finger zu ihrem Hals wandern. Er spürte, wie sie erschauderte.
"Felix, was machst du? Ich will den Film gucken", sagte sie leise und schloss die Augen. Er hörte nicht auf, strich über ihr Kinn, über ihre Wangen, über ihre Lippen. Sie lächelte, drehte ihren Kopf zu ihm. Scheiß auf den Film. Das, was Felix vor hatte, war besser als jeder Film. Kurz bevor sich ihre Lippen berührten klopfte es an der Tür.
"Echt jetzt?", seufzte Felix. Julie lächelte.
"Wir haben doch die ganze Nacht", flüsterte sie zu ihm, dann sagte sie laut Richtung Tür "ist offen!" Die Tür öffnete sich und Isa stand davor.
"Kann ich kurz reinkommen?", fragte sie. Felix atmete genervt aus, Julie nahm es wahr, überging es aber geflissentlich.
"Klar, komm her", sagte sie sanft und schon saß Isa neben ihr auf dem Bett, hatte ihren Kopf an die Schulter ihrer besten Freundin gelegt und fing an zu erzählen. Felix schnappte sich die Flasche Bier, die neben ihm auf dem Nachttisch stand und trank einen Schluck.
"Ich hab gerade mit meinem Manager telefoniert. Ich hab ein Angebot für einen Gang-Bang-Dreh bekommen...", fing Isa an. Felix verschluckte sich tierisch, hustetet und hatte Mühe die Flasche wieder wegzustellen. Er hatte es immer noch nicht gelernt. Niemals trinken, wenn Isa etwas erzählte. Das endete häufig böse... Die beiden hatten anscheinend von Felix halbem Erstickungsanfall nichts mitbekommen, oder wollten es nicht mitbekommen, Isa sprach munter weiter.
"... die Fans fragen jetzt immer häufiger nach Content mit Männern. Das nervt. Können die nicht zufrieden sein, mit dem was ich mache? Ich will nicht mit irgendwelchen Typen ficken. Das ist nicht mein Stil", erboste sich Isa.
"Du musst das nicht machen, Süße", pflichtete Julie ihr bei und strich über ihre Haare.
"Ich hab den Scheiß hinter mir. Ich hab so viele Schwänze gehabt, das reicht für mein Leben", seufzte Isa und Felix musste heftig schlucken. Diese Unterhaltung war ihm unfassbar unangenehm. Er wäre am liebsten im Erdboden versunken. Er spielte mit dem Gedanken, kurz ins Bad zu gehen, bis die Mädels fertig waren. Andererseits... die Neugier, was Isa so erzählen würde, hatte ihn vollends gepackt. Schon seit er sie kannte war er fasziniert von der quirligen, kleinen Blonden mit den Dreadlocks, den Piercings und den Tattoos.
"Vor allem diese Einstellung der männlichen Pornodarsteller nervt halt so", versuchte sie zu erklären "die kommen ans Set mit der Einstellung: 'Ich rocke deine Welt Baby'. Und ich denke jedes Mal: Nee, tust du sicher nicht." Felix musste schmunzeln. Er konnte sich die muskelbepackten Typen richtig vorstellen, wenn sie zum Dreh kamen wie der Mittelpunkt der Welt.
"Erinnerst du dich an den einen Typen, der so enttäuscht war, als du ihm gesagt hast, dass du keinen Orgasmus hattest?", lachte Julie.
"Oh Gott! Erinner mich nicht an den. 'Wie? Du hast das nur gespielt? Aber... aber...' Das nennt man schauspielen! Der tat mir fast leid", kicherte Isa.
"Kommst du denn manchmal beim... Dreh?", platzte aus Felix die Frage, die er sich schon so viele Male gestellt hatte und sofort wurde er rot und murmelte "sorry... ich meine... ach vergiss es..." Isa sah ihn kurz an, verbiss sich ein Grinsen, tauschte einen amüsierten Blick mit Julie.
"Es ist schwierig. Klar wird man schon ein bisschen geil. Der Körper reagiert halt. Egal, wer ihn anfasst. Aber so richtig heiß, dass man die Kontrolle verliert und richtig heftig kommt... also ich auf jeden Fall nicht. Dazu ist diese ganze Situation zu unsexuell. Das Licht, die ganzen Menschen, die Kamera...", erklärte Isa nüchtern. Trotzdem spürte Felix, dass ihn das Ganze schon irgendwie anmachte.
"Also spielst du Orgasmen?", fragte er nach und warf einen Seitenblick auf Julie. Fand sie es doof, dass er so explizit nachfragte? Aber sie wirkte nicht genervt, lächelte den beiden zu.
"Häufig. Ja. Jedenfalls in Pornos. Wenn ich meine Live-Shows mache, ist alles echt", erzählte sie. Sofort tauchten Bilder vor Felix' innerem Auge auf, für die er sich gewaltig schämte. Er sah sie mit gespreizten Beinen vor der Kamera, wie ihre Finger sich langsam ihren Weg... Schnell musste er weiter fragen. Irgendetwas. Nur um diese Bilder loszuwerden.
"Wieso sind Lesbenpornos eigentlich so krass nachgefragt?", wollte Felix wissen.
"Wie kommst du denn jetzt darauf?", fragte Isa verwundert.
"Ich... ähm... ich... ach vergiss es", stammelte Felix und wurde rot. Isa grinste.
"Ich glaube, dass ist einfach so ein ganz tief verwurzelter Männertraum. Da stehen alle Typen drauf", grinste Isa.
"Naja... alle Typen? Ist das nicht nur ein Klischee?", widersprach Felix.
"Komm schon, als wenn es dich nicht geil machen würde, wenn zwei hübsche Mädels rummachen", meinte Isa grinsend. Felix wollte gerade dazu ansetzen, ihr zu widersprechen, da musste er selbst lachen.
"Du hast ja recht, aber das steht gar nicht zur Debatte. Die Frage ist doch, warum ist das so?", fragte Felix erneut.
"Weil die Typen sich vorstellen, dass sie dabei wären, dass die Mädels mit dem Kerl Sex haben", versuchte Isa zu erklären.
"Weil die Vorstellung, dass nicht nur eine Frau, sondern gleich zwei dich küssen und dich berühren, einfach so unfassbar heiß ist", mischte Julie sich jetzt ein. Kurz sah Felix sie irritiert an. Fand sie den Gedanken etwa auch heiß? Egal. Er musste hier eine Diskussion führen.
"Okay, geschenkt. Darum gucken das die Männer. Aber warum drehst du lieber Girl-on-Girl?", wollte Felix wissen. Jetzt war es auch egal. Jetzt hatten sie eh eine Grenze überschritten.
"Ohne Typen ist es einfach entspannter. Es gibt nicht diesen Druck des sichtbaren Orgasmus. Keine dämlichen 'Wer-hat-den-Längsten-Spiele', mal ganz abgesehen davon... Schwänze sind eh überbewertet. Toys machen den Job genauso gut", stellte sie in den Raum.
"Woah! Hallo? Ich glaube du spinnst wohl! So einen richtigen Schwanz kann man nicht ersetzen!", rief Felix empört.
"Mit Schwänzen kennst du dich ja aus", sagte Isa spitz und spielte auf die kurze Affäre an, die Felix vor einem Jahr mit dem Bruder von Tills Freundin gehabt hatte. Wie ein Fisch schnappte Felix nach Luft. Julie kicherte kurz auf. Der Satz hatte gesessen. Felix fing sich langsam wieder.
"Aber... du bist ja nicht lesbisch. Steffen ist meines Erachtens kein Mädchen und ich weiß, dass bei euch Einiges geht", gab er jetzt zu bedenken.
"Aber das ist ja privat. Privat steh ich auf Männer. Isa steht auf Männer. 'Isa la Belle' ist lesbisch. Die steht halt nur auf Frauen", versuchte Isa zu erklären.
"Aber waruhum? Du hast die Kunstfigur doch erschaffen, warum lässt du sie nur Mädels flachlegen?", hakte Felix weiter nach, obwohl er auch nicht wusste, worauf er hinauswollte. Isa war langsam richtig aufgebracht.
"Warum machen Menschen irgendwas? Warum stehst du auf der Bühne? Weil du es kannst! Warum ich Muschis lecke? Weil ich es kann!"
"Oooh, ja!", hörte Felix plötzlich seine Freundin mit einem unfassbar dreckigen Tonfall. Vollkommen konsterniert schaute er sie an.
"Bitte was... bitte wie... BITTE WAS?" Deutete sie da gerade an, dass sie wusste, wie Isa...? Bevor er weiter fragen konnte, hatte die ihn bereits unterbrochen.
"Ja, na was glaubst du denn? Wir wohnen seit sechs Jahren zusammen. Natürlich haben wir da das  eine oder andere mal..." Isa brach ab, grinste Julie verschwörerisch an. Und in Felix Kopf spielten sich Szenen ab, für die er fast rot wurde.
"Alter", brachte er heraus "wollt ihr mich verarschen... Alter!" Julie schaute ihren Freund an. Sie sah seine Verwirrung. Wie überfordert er war. Aber eben auch etwas anderes. Er fand die Vorstellung heiß. Sie sah es ganz deutlich. Ein irrer Gedanke schoss ihr durch den Kopf. Was wenn... also... sie alle drei... allein bei dem Gedanken daran kribbelte es schon in Julies Bauch. Schnell sah sie Isa an, sah ihr fest in die Augen. Felix hatte das Gefühl, dass hier gerade irgendeine nonverbale Unterhaltung zwischen Julie und Isa stattfand, die über seinen Kopf hinweg ging. Er kannte solche Gespräche ohne Worte, führte sie oft genug mit Karl oder Till. Trotzdem hätte er gern mehr als alles andere gewusst, was die beiden da gerade Geheimes zu besprechen hatten. Plötzlich nahm er wahr, dass Julie nickte und dann wieder zu Felix sah.
"Soll ich euch alleine lassen?", fragte er mit spöttischem Grinsen. Isa lachte.
"Nee, eigentlich haben wir gerade beschlossen, dass es ganz gut wäre, wenn du bleiben würdest", sagte sie und grinste ihn dreckig an. Felix' Lächeln verschwand von seinem Gesicht. Was meinte sie? Plötzlich bemerkte er, dass Isas Hand auf Julies nacktem Knie lag. Hatte sie da schon die ganze Zeit gelegen? Er sah, wie Isa begann mit einem Finger vorsichtig über die empfindliche Haut oberhalb des Knies zu streicheln. Sofort breitete sich auf Julies Haut eine Gänsehaut aus und sie presste die Lippen zusammen. Dann entspannte sich ihr Gesichtsausdruck wieder, sie schloss die Augen, schien sich ganz auf die Berührungen zu konzentrieren. Kaum merklich biss sie sich auf die Unterlippe. Felix wusste genau, was das hieß. Schließlich war sie seine Freundin. Er wusste, wann sie das normalerweise machte. Und er war sich noch nicht ganz sicher, ob er es gut oder schlecht fand, dass sie jetzt eben genau das tat. Obwohl nicht er selbst es war, der diese Reaktion hervorrief. Er bemerkte, wie seine Hände begannen, schwitzig zu werden. Schnell versuchte er sie möglichst unauffällig an seinem Shirt abzuwischen. Dann legte er seine Hände in den Schoss. Er spürte, dass das Blut langsam genau dorthin lief und er hatte nur seine Unterwäsche an. Isa musste ja nicht sehen, dass... Aber es blieb nicht unbemerkt.
"Macht es dich scharf, wenn ich dein Mädchen anfasse?", fragte Isa leise. Felix antwortete nicht, atmete zitternd aus. Er konnte seine Augen nicht von Isas Fingern lassen, ganz langsam strichen sie über Julies Oberschenkel. Felix traute sich kaum zu atmen. Zu gespannt war er, was hier als Nächstes passieren würde. Immer weiter ließ Isa ihre Finger aufwärts gleiten. Sie strich über die nackten Beine, das Shirt, fuhr sanft über ihre Brüste, ihren Hals, bis sie an ihrem Gesicht angekommen war. Vorsichtig lehnte Isa sich zu ihrer besten Freundin. Nur noch wenige Millimeter waren Isas Lippen von Julies entfernt. Julie drehte ihren Kopf, schaute zu ihrem Freund. Prüfend sah sie Felix an, er schien unsicher, überfordert von der ganzen Situation. Aber nicht so, als würde er das, was als nächstes passieren würde nicht gut finden. Julie drehte sich von ihm weg, schloss die Augen und überbrückte das letzte Stück zwischen sich und ihrer besten Freundin. Dann spürte sie Isas Lippen. Es war beim besten Willen nicht das erste Mal. Bestimmt hatte sie niemanden in ihrem Leben so oft geküsst, wie ihre beste Freundin. Trotzdem gab es ihr jedes Mal wieder ein ganz besonderes Gefühl. Felix hielt die Luft an, nur wenige Zentimeter von ihm entfernt knutschte seine Freundin mit einer anderen Person. Er müsste eifersüchtig sein, vielleicht sogar wütend. Aber ganz andere Gefühle machten sich in ihm breit. Er spürte ein Kribbeln ganz tief in seinem Bauch, das ihm die Luft nahm, sein Herz beschleunigte. Was zur Hölle passierte hier gerade? Bevor er es verarbeiten konnte, hatte Julie sich von Isa gelöst, ihren Kopf gedreht und legte ihre Lippen nun auf Felix' Mund. Er schmeckte sie. Aber er schmeckte auch mehr als das. Er schmeckte die andere Frau auf ihren Lippen und das ließ ihn kurz aufkeuchen. Schon war ihre Zunge in seinem Mund und wie automatisch griff er in ihre Haare, blendete alles andere aus. Egal, wer hier im Raum war. Wenn er Julie küsste, zählte nur sie. Niemand sonst. Trotzdem nahm er entfernt wahr, dass sich jemand neben ihn gesetzt hatte. Isa. Julie löste sich aus dem Kuss, sah ihn an. Plötzlich spürte er eine Hand auf seiner Wange und wie sein Gesicht sanft gedreht wurde. Er sah in die smaragdgrünen Augen von Isa, roch ihren süßen Duft, spürte ihren Atem auf seinen Lippen. Er wollte sie so sehr küssen. Aber er wusste, dass seine Freundin neben ihm saß. Also nahm er sanft Isas Hand von seiner Wange, drehte seinen Kopf wieder zu seiner Freundin. Zwei Mal musste er ansetzen, bevor er sprechen konnte.
"Randalemädchen...", flüsterte er. Bittend. Flehend. Unsicher. Fast ängstlich. Sie sah ihn fest an, sagte nichts.
"Ich... was... was tun wir hier? Ich kann doch nicht...", stammelte er. Julie küsste ihn kurz, um ihn zum Schweigen zu bringen.
"Shshsh, Felix... es ist okay. Du darfst alles tun, was du willst", sagte sie leise. Wieder spürte er, wie sein Kopf gedreht wurde, wieder sah er Isa an. Zu viele Gedanken waren in seinem Kopf. Er hatte keine Ahnung was er tun sollte. Und noch bevor er sich zu einer fundierten Entscheidung durchringen konnte, hatte die Neugier die Kontrolle über seinen Körper übernommen. Er küsste Isa. Er küsste die beste Freundin seiner Freundin. Während seine eigene Freundin im Raum war. Wie konnte sich etwas so verdammt Falsches nur so unfassbar gut anfühlen? Isa küsste so ganz anders als Julie. Stürmisch, wild, nicht weniger gut. Sie fasste in seine Haare, griff zu und zog ein bisschen daran. Felix keuchte auf. Fuck, was machte sie da nur mit ihm? Und... durfte er das gut finden? Er löste sich aus dem Kuss, blickte zu Julie. Er wollte nicht, dass sie sich unwohl fühlte, bei dem Gedanken, dass er ihre Freundin küsste. Sie sah entspannt aus, beobachtete die beiden. Wieder musste Felix seine Freundin küssen, wollte sich versichern, dass alles okay war. Aber lange dauerte der Kuss nicht. Isa hatte Julie sanft von Felix weggezogen. Sie wollte ihre beste Freundin für sich haben. Sprachlos sah Felix dabei zu, wie sie sich wieder küssten, wie Isas Hände über Julies Körper glitten, wie sich die beiden Frauen gegenseitig berührten. Isa fasste den Saum von Julies Shirt und zog es ihr mit einer flüssigen Bewegung aus. Nur noch in Höschen saß sie jetzt neben Felix. Wieder legte Isa ihre Lippen auf Julies, küsste sie leidenschaftlich. Ihre Hand wanderte über die nackte Haut, über das Tattoo an der Seite ihres Bauches. Felix konnte das alles hier nicht fassen. War es nur Spaß? Wollten sie nur sehen, wie weit sie das Spielchen hier treiben konnten? Oder... würde er hier gleich... Himmel! Sie würden doch nicht...! Und selbst wenn, was sollte Felix dann tun? Er gab es nicht gern zu aber er hatte noch keine Erfahrungen mit mehr als einem Mädchen gleichzeitig. Sollte er sich einmischen? Sie anfassen? Durfte er Isa anfassen? Felix war so verunsichert, dass er das, was da direkt vor seiner Nase geschah kaum genießen konnte.
Auch Julie hatte jetzt nach dem Saum von Isas Kleid gegriffen und zog es ihr aus. Schnell schaute Felix zur Decke. Isa trug keine Unterwäsche. Sie saß komplett nackt neben ihm. FUCK!
Felix hörte, wie sie sich küssten, wie seine Freundin bebend ausatmete. Moment... Wenn er sie atmen hören konnte, dann küssten sie sich nicht. Vorsichtig drehte Felix seinen Kopf zu den beiden. Er sah, wie Julie auf dem Rücken lag, Isa halb auf ihr, wie sie ihre Zunge über die Brüste ihrer besten Freundin gleiten ließ, sie immer wieder küsste, wie ihre Hände abwärts wanderten, sie Seiten von Julies Höschen griffen und es ihr in einer geschmeidigen Bewegung über die angewinkelten Beine zog.
Felix konnte kaum fassen, was er da beobachtete. Einen letzten Kuss drückte Isa ihrer besten Freundin auf die Lippen, dann verschwand ihr Kopf mit den blonden Dreadlocks zwischen Julies Beinen. Fasziniert beobachtete Felix das Gesicht seiner Freundin, wie sie leicht den Mund offen stehen hatte, die leicht erröteten Wangen, die fest geschlossenen Augen, wie Julie jede Sekunde von dem genoss, was da vor sich ging.
Dann öffnete sie die Augen, sah Felix an, biss sich wieder auf die Lippe. Kurz musste sie wieder die Augen schließen, zu gut fühlte es sich an, was Isa da tat. Wieder schaute sie ihn an. Zwei Mal musste sie ansetzen um zu sprechen.
"Felix", hauchte sie leise, fast flehend "küss mich." Er brauchte keine zweite Aufforderung. Vorsichtig beugte er sich über sie und legte seine Lippen auf ihre. Sofort spürte er ihre Zunge, ihre Hände auf seinem Rücken, wie sie zitterte, wie sie immer wieder aufstöhnte ausgelöst durch das, was Isa da mit ihr tat. Er kannte seine Freundin in- und auswendig und wusste, dass sie kurz davor war. Und nichts wollte er mehr, als dass es sich für sie unglaublich anfühlte. Er begann ihren Hals zu küssen, dann ihre Brüste. Er küsste, leckte, biss sie sanft und hörte, wie ihr Stöhnen immer dringlicher wurde. Fast konnte er es selbst nicht mehr halten, obwohl niemand ihn berührte. Aber zu sehen, wie seine Freundin sich so wandt, vor Lust wimmerte... Es machte Felix verrückt. Wieder küsste er ihre Lippen, ließ seine Hände über ihre Brüste streichen. Sie griff seinen Nacken, zog ihn ganz fest zu sich. Ihr Atem ging unregelmäßig, ihre Hände zitterten. Immer fester griff sie zu und dann mit einem letzten Keuchen fiel alle Anspannung von ihr ab, alle Muskeln entspannten sich und sie sank kraftlos in die Laken.
Felix strich über ihre Haut, konnte immer noch nicht glauben, was hier gerade passiert war. Er setzte sich wieder auf, musste selbst wieder Herr seiner Sinne werden. Kurz schloss er die Augen, um die Eindrücke zu verarbeiten. Als er sie öffnete, sah er in die grünen Augen von Isa. Wortlos presste sie ihren Mund auf seinen. Felix schmeckte seine Freundin auf ihren Lippen, die Vorstellung war fast zu viel für sein Hirn. Er legte seine Finger auf ihre Wange, ließ seine Zunge in ihren Mund gleiten. Dann spürte er eine Hand auf seiner Hand. Er beendete den Kuss, sah seine Freundin an. Julie hatte seine Hand gegriffen, und zog sie jetzt sanft von Isas Wange. Sie führte seine Hand zu Isas Brüsten, ließ sie leicht darüber streichen. Felix erschauderte. Die fremde Haut unter seinen Händen fühlte sich gut an. Immer weiter nach unten zog Julie seine Hand. Dann ließ sie los, begann erneut, Isa zu küssen. Felix traute sich nicht, seine Hand zu bewegen. Stattdessen näherte er sich zögerlich ihrem Hals, roch ihren unvergleichlichen, exotischen Duft und konnte nicht widerstehen. Sanft begann er, ihren Hals zu küssen, leicht zu saugen. Vorsichtig biss er in ihre zarte Haut. Er bemerkte, wie sie ihren Kopf in den Nacken fallen ließ, leise stöhnte. Julie küsste jetzt die andere Seite des Halses. So nah waren sich die beiden. Felix hat Mühe, die Tatsache zu verarbeiten, dass sie beide gemeinsam eine andere Frau küssten. Wieder griff Julie nach seiner Hand, zog sie nun noch weiter nach unten. Er spürte ihre Wärme. Nur noch wenige Zentimeter trennten seine Fingerspitzen von Isas Schoß. Felix begann zu zittern vor Erregung. Er wollte sie so sehr berühren. Doch noch bevor seine Finger sie weiter erforschen konnten, zog Isa seine Hand weg und setzte sich auf, kniete sich hin, kam Felix Gesicht ganz nah. Kurz war er überrascht. Was würde wohl als nächstes passieren? Er spürte ihre Hände, wie sie über seinen Körper wanderten. Dann griff sie den Saum seines Shirts, zog es nach oben. Julie half ihr und schon landete es achtlos auf dem Boden neben den anderen Kleidungsstücken. Sofort begannen beide damit, seinen Oberkörper zu küssen, ihn zu streicheln. Dann fühlte er wieder Julies Lippen auf seinen, ihre Hände auf seiner nackten Haut. Er spürte, wie Isa seinen Hals küsste. Es nahm Felix die Luft. Er hatte keinen Zweifel mehr daran, dass das hier kein Spaß war. Er würde gleich Sex haben. Mit Julie. Mit Isa. Mit beiden. Oh Fuck.
Felix hatte keine Ahnung, was er hier tat. Klar, Julie hatte ihm erlaubt, alles zu tun. Aber... meinte sie wirklich alles? Also... ALLES? Nicht, dass es nicht eh schon immer eine Gratwanderung war, mit jemand Neuem Sex zu haben. Was ist okay? Was zu viel? Aber das hier hatte einen ganz anderen Level. Ihm war gewaltig bewusst, dass, wenn er seine Karten schlecht ausspielen würde, er nicht nur keinen Sex bekommen würde, sondern möglicherweise auch seine Beziehung aufs Spiel setzen würde.
Das Einzige, was ihn davon abhielt, in vollkommene Panik zu verfallen, war die Tatsache, dass Isa ganz genau zu wissen schien, was sie da tat. Und zu seiner großen Überraschung bemerkte er auch bei seiner Freundin keine Unsicherheit. Wie selbstverständlich schenkte sie ihre Aufmerksamkeit ihm und Isa zu gleichen Teilen. War es möglich... dass sie... hatte sie Erfahrung mit solchen Situationen?
"Ihr... ihr macht das hier nicht zum ersten Mal, oder?", vermutete Felix leise. Kurz sah Julie verschämt nach unten, dann schüttelte sie leicht mit dem Kopf. Felix sog hörbar die Luft ein. Aber... sie war doch... sein kleines Randalemädchen... lieb... süß... unschuldig... niemals hätte er ihr zugetraut... Er konnte den Gedanken nicht weiter denken, denn er spürte, wie jemand über seine Shorts strich. Felix atmete aus und konnte ein leises Keuchen nicht unterdrücken. Die Berührung jagte Schauer durch seinen Körper. Die Hand begann ihn durch die Shorts zu massieren. Er schaute an sich herunter. Isa sah ihm fest in die Augen, legte ihre Hand auf seine Brust. Felix spürte einen bestimmenden Druck auf seinem Brustkorb. Sie drückte ihn auf das Bett. Schon lag er auf dem Rücken, spürte wie Isas Lippen seinen Bauch küssten, tiefer wanderten. Er konnte nicht mehr ruhig atmen. Zu sehr erregte ihn die Vorstellung, was Isa gleich tun würde. Jaaa, er hatte nicht widerstehen können. Ja, er hatte sich in einem schwachen Moment alte Pornos mit ihr angeguckt. Die, in denen nicht nur Mädels mitspielten. Er schämte sich unfassbar dafür, hätte das niemals gegenüber seiner Freundin oder Steffen zugeben. Aber es gab ihm in diesem Moment eine Idee davon, was ihn gleich erwartete und Felix war sich sicher, dass eine einzige Berührung von ihr ausreichen würde, dass er es nicht mehr halten können würde. Und so versuchte er sich auf etwas anderes zu konzentrieren. Auf die Tatsache zum Beispiel, dass seine süße, wunderschöne, so fragile Freundin neben ihm saß, ihn anschaute. Allein für sie musste er sich schon zusammenreißen. Was würde sie denken, wenn bloß eine minimale Berührung einer anderen Frau für Felix ausreichen würde? Er musste sich beherrschen. Krampfhaft versuchte er an etwas anderes zu denken. Auszublenden, wie sich ihre Zunge an seinem Bauch anfühlte, ihre Finger an der empfindlichen Haut über seinen Hüftknochen, wie sie endlich den Bund seiner Shorts griff und...
Isa war fast ein bisschen aufgeregt. So lange träumte sie schon genau davon. Sie stand schon ewig auf Felix. Schon lange bevor Julie mit ihm zusammengekommen war. Und wenn sie ganz ehrlich war, dann beneidete sie ihre beste Freundin manchmal um ihren Freund. Felix war einfach so verschissen sexy. Als sie ihm nun die Shorts ausgezogen hatte, konnte Isa sich ein kurzes Grinsen nicht verkneifen. Ihre beste Freundin hatte nicht übertrieben. Felix war verdammt gut gebaut. Sie wollte ihn so sehr. Und trotzdem, als er so nackt vor ihr lag, es kaum erwarten konnte, was sie als nächstes tun würde, war Isa wirklich nervös, ob sie seinen Erwartungen gerecht werden würde.
Und dabei war diese Unsicherheit mehr als unbegründet. Schon als ihr Mund ihn das erste Mal dort berührten, wo er es sich so herbeigesehnt hatte, war er wie elektrisiert. Er spürte ihre weichen Lippen, ihre feuchte Zunge, die Metallkugel ihres Zungenpiercings und das Zusammenspiel dieses Ganzen, das ihm die Sinne raubte. Er hätte schreien können, vor Erregung. Aber er wollte nicht, dass Julie sich zurückgesetzt fühlte, dass sie dachte, er würde lieber Sex mit Isa haben, als mit ihr. Also unterdrückte er mit aller Macht jegliche Geräusche.
Julie sah, dass er sich verkrampfte, dass er dort lag und scheinbar so gar nicht genoss, was Isa da tat. Julie war verwirrt. Nein, Felix war nicht der erste Mann, der hier mit ihnen beiden im Bett war. Aber spätestens an diesem Punkt, waren die Männer ihnen beiden verfallen. Julie konnte nur ahnen, wie gut Isa wirklich in dem war, was sie da tat. Sie hatte genug Männer um Gnade winseln gehört, wenn Isa ihre Lippen und ihre Zunge zum Einsatz gebracht hatte. Nur Felix lag dort und sah aus, als wünschte er sich ganz wo anders zu sein. Was war nur mit ihm los?
"Hey", flüsterte Julie sanft. Felix sah sie an. Hatte alle Mühe, die Augen offen zu halten. So verdammt gut fühlte sich das an, was Isa da tat.
"Alles gut?", fragte sie leise. Felix nickte. Julie sah, wie er seine Hände zu Fäusten ballte, wie die Fingerknöchel weiß hervortraten und plötzlich wusste sie, was sein Problem war. Sie lehnte sich noch näher an sein Ohr, Isa sollte nicht hören, was sie sagen wollte. Ganz langsam atmete sie aus, die warme Luft an Felix Ohr ließ ihn erneut die Augen verdrehen.
"Felix, Süßer, du darfst das gut finden, was Isa macht. Es ist okay. Du musst hier niemandem irgendwas beweisen. Ich will, dass du das hier genießt", versicherte sie ihm leise, atmete noch einmal zitternd ein und fügte hinzu "ich will sehen, wie heiß dich das macht". Felix drehte seinen Kopf, schaute in ihre Augen. Seine Hände griffen ihr Gesicht, er zog es zu sich, küsste sie. Leidenschaftlich, hemmungslos. Er hielt sie fest, wollte ihr einfach nur nahe sein.
"Ich liebe dich so sehr, Randalemädchen", brachte er hervor, dann konnte er ein Stöhnen nicht mehr zurückhalten. Julie antwortete nicht, aber Sekunden später fühlte er ihre Küsse an seinem Hals, ihre Hände auf seiner Haut. Er ließ sich vollkommen in den Moment fallen, genoss was auch immer Isa da mit ihrem Mund und ihren Fingern tat. Sie ließ ihn Dinge spüren, die er so noch nie gespürt hatte. Es versetzte ihm immer wieder ein ganz tiefes Kribbeln in seinem Bauch.
Er wusste, dass er dem Ende näher kam, merkte, wie seine Muskeln sich anspannten, er die Welt ausblendete. Doch dann spürte er sie plötzlich nicht mehr. Sie hatte sich von ihm gelöst und Felix konnte es kaum ertragen.
"Isa... bitte... hör nicht auf... ich... bitte...", flehte er und bereute es in der nächsten Sekunde schon wieder. Wie musste das für Julie klingen? Er öffnete die Augen, sah Isa an.
"Alles zu seiner Zeit, mein Süßer", sagte sie und legte sich neben ihn. Julie tat es ihr gleich. Sie küssten sich, küssten Felix.
Der schloss die Augen, konzentrierte sich nur auf das, was er fühlte. Er spürte Hände an sich. Lippen. Er wusste nicht mehr, wer ihn wo berührte. Eine Hand war in seinen Haaren, eine fuhr über seinen Bauch, Fingerspitzen, die seinen Hals streichelten, eine Hand, die zielsicher von seinem Bauchnabel nach unten strich und ihn Sekunden später so fest umschloss, dass er aufstöhnte. Er spürte Küsse an seiner Schulter, andere deutlich weiter unten. Ab und zu küssten ihn eine der beiden auf den Mund, dann wusste er, wer es war. Julies Lippen würde er überall erkennen. Auch er strich über die nackte Haut der beiden, wusste nicht, wer es war, wollte es auch gar nicht wissen.
Dann aber bemerkte er plötzlich, wie eine der beiden nachdrücklicher wurde. Er wurde auf jemanden gezogen und er wusste sofort, dass das nicht seine Freundin war. Vollkommen nackt lag er zwischen Isas Beinen. Felix wusste, dass es nur eine kleine Bewegung von ihm brauchen würde... Allein die Vorstellung sorgte schon dafür, dass er aufkeuchte. Er wurde an seinen Haaren heruntergezogen, spürte Isas Lippen, ihre Zunge. Felix war ganz und gar gefangen, war in genau diesem Moment, hatte seine Freundin ausgeblendet. Nichts wollte er in diesem Moment so sehr wie Isa.
Julie saß neben den beiden und starrte Felix Rücken an. Sie wusste nicht so recht wie sie mit der Situation umgehen sollte. Ihr Freund lag nackt auf ihrer besten Freundin und küsste sie als... als... als wäre Isa sie! So viel Leidenschaft, so viel Erregung. Es war fast zu viel für sie. Eine kurze Welle der Eifersucht überkam Julie als sie Felix stöhnen hörte. Natürlich hatte sie zusammen mit Isa dieses Spielchen begonnen und natürlich wusste Julie, dass man bei einem einem Dreier keine Pärchenansprüche stellen konnte. Dennoch war Julie einen winzigen Moment davor, alles abzubrechen, denn eine einzige Bewegung von Felix würde genügen und sie hätten Sex. Richtigen, echten Sex. Du solltest es besser wissen, schalt sie sich innerlich selbst. Julie wusste dass Isa das niemals zulassen würde.
Und Felix? Der löste in diesem Moment den Mund von Isas Lippen und zog eine Spur Küsse vom Mund hinab zur Isas Mitte. Julie seufzte erleichtert auf. Und irgendwie war es ziemlich heiß, Felix zu beobachten, wie er Isa berührte. Julie wusste, wie Isa sich gerade fühlte und vor allem wusste sie, was Isa gleich spüren würde. Denn wenn Felix eins wirklich richtig gut konnte... mindestens so gut wie Isa... Julie unterdrückte ein Stöhnen und begann mit zitternden Händen über Felix' Haut zu streicheln.
Nur entfernt nahm Felix wahr, wie Julie ihm über den Rücken strich. Immer weiter küsste er Isas Haut, sie schmeckte nach Kokos, nach Sommer. So unbedarft. Trotz der Tattoos war ihre Haut so weich. Schon war er an ihrem Bauchnabel angekommen. Und nur wenige Momente später ließ er seine Zunge zwischen ihre Beine gleiten. Immer weiter, quälend langsam bewegte er seine Zunge, bis er endlich dort angekommen war, wo sie ihn so sehnlichst erwartete. Fest packte sie seine Haare.
"Oh Gott, FELIX", hörte er sie ausrufen. Kurz musste er grinsen. So eine Wirkung zu haben, vor allem auf ein Mädchen wie Isa, fühlte sich fantastisch an. Kurz hielt Felix inne. Er spürte etwas, das er nicht kannte. Mit seiner Zunge versuchte er zu ertasten, was es war und lange dauerte es nicht, bis er es wusste. Sie war gepierct. Hätte er sich auch denken können. Felix war sich nicht sicher, wie er damit umgehen sollte. Und entschied sich dafür, das Metall vorsichtig zu umkreisen. Dass dies nicht die schlechteste Entscheidung war, wusste er direkt, als er Isa stöhnen hörte. Er wurde mutiger, übte mehr Druck aus, begann erst sanft, dann heftiger zu saugen. Er variierte sein Tempo, die Intensität.
"Verdammt, bist du gut!", kam es seufzend aus Isas Mund. Es klang ehrlich überrascht. So als hätte sie es ihm nicht zugetraut. Und irgendwie spornte Felix das noch an. Er nahm seine Finger dazu, strich über sie, bemerkte, wie sie sich ihm entgegendrückte, ihn in sich spüren wollte. Ein bisschen quälte er sie noch, dann ließ er zwei Finger hart und zielsicher in sie gleiten.
"OH...Fuck... jaaa!", rutschte es ihr raus und Felix begann seine Finger in ihr zu bewegen. Es dauerte nicht lange, dann spürte er, wie sie begann, sich zu verkrampfen, wie ihr Körper sich aufbäumte, wie sie kurz davor war. Und ein diabolischer Gedanke zog ihm durch den Kopf. Er verlangsamte seine Bewegungen, dann hörte er ganz auf, löste sich von ihr, sah sie an.
"FUCK... wieso hörst du auf? Hör doch nicht auf!", rief sie ungeduldig.
"Alles zu seiner Zeit, liebe Isa", imitierte er sie grinsend und sofort funkelte sie ihn vernichtend an.
"Felix, ich schwöre dir...", fing Isa an und wusste nicht, wie sie den Satz zu Ende bringen sollte. Ihr war klar, dass sie ihm gerade vollkommen ausgeliefert war. Etwas, das sie sonst nicht kannte. Etwas, dass ihr gerade einen unfassbaren Kick gab. Sie resignierte.
"Bitte, Felix, mach weiter. Bitte... ich...", wimmerte sie und irgendetwas in ihrem Tonfall ließ Felix schwach werden. Wieder ließ er seine Finger in sie gleiten, fuhr mit seiner Zunge über sie. Er fühlte, wie sie ihm ihr Becken entgegendrückte um ihn noch intensiver zu spüren, wie sie immer enger um seine Finger wurde, wie sie sich in seine Haare krallte, wie sie ihre Beine anzog, wie sie vollkommen die Kontrolle verlor. Und dann, mit einem letzten lauten Stöhnen, kam die süße Erlösung.
Vorsichtig streichelte Felix sie, spürte, wie sie bei jeder Berührung zusammenzuckte.
Er hob seinen Kopf aus Isas Schoß. Sah, wie Julie sie küsste, ihre Haut berührte. Isa hatte die Augen geschlossen, die Wangen waren errötet. Er sah ihr an, dass sie vollkommen befriedigt war und es erfüllte ihn verdammt nochmal mit Stolz. Felix richtete sich auf, er musste Isa einfach berühren, strich über ihre Brüste. Dann ließ er von ihr ab. Wie mechanisch lehnte er sich zum Nachttisch, holte ein Kondom heraus. Noch bevor er es öffnen konnte, nahm Isa es ihm aus der Hand. Sie sah ihn fest an, biss sich auf die Lippen. Felix sah, dass sie überlegte. Isa wollte es so sehr. Sie wollte Felix spüren. Ganz tief in sich. Aber... Er war nicht ihr Freund. Er war Julies Freund. Ihre große Liebe. Isa seufzte. Dann schüttelte sie lächelnd den Kopf. Sie setzte sich auf, drehte sich ein Stück von ihm weg und zog Julie zu sich. Wieder küssten sie sich, dann löste Isa sich, sah ihre beste Freundin an. Ohne dass sich ihre Blicke voneinander lösten drückte Isa Julie nach unten. Diese wusste, was zu tun war. Sie hinterließ eine Spur von Küssen auf Isas Bauch, ihre Hände griffen nach Isas Hüften. Dann versank sie mit ihrem Kopf zwischen ihren Beinen. Mit einem lauten Stöhnen ließ Isa ihren Kopf nach hinten fallen, schloss die Augen. Julie sah weiterhin nach oben. Mit offenem Mund schaute Felix sie an. Ihre Blicke trafen sich.
Der Anblick, wie seine Freundin gerade eine andere Frau befriedigte, wie Isa sich wandt unter den Berührungen von Julies Zunge. Wie Julie ihn anschaute... Felix konnte nicht mehr. Er konnte es nicht mehr aushalten. Er musste jetzt und hier... Schnell hatte er sich hinter seine Freundin gekniet, streichelte über ihren Hintern, berührte sie zwischen ihren Beinen. Er hörte, wie sie in Isas Schoß stöhnte, sah, wie die dadurch entstehende Vibration Schockwellen durch Isas Körper jagten. Das war er. Das hatte er verursacht. Es machte ihn verdammt heiß. Langsam, jeden Zentimeter genießend drang er in Julie ein, nahm jede Bewegung ihres Körpers bewusst wahr. Wie sie bebte, wie ihre Hände ruhelos über Isas Haut wanderten, wie sie immer wieder stöhnte. Er baute einen Rhythmus auf, strich über ihren Rücken, über ihre Seiten, über ihren Hintern, wollte sie am liebsten überall berühren. Felix sah ihr dabei zu, wie sie Isa leckte, wie diese wimmerte, das Bettlaken griff, sich festkrallte. Noch nie hatte er so etwas Heißes gesehen. Immer heftiger wurde sein Rhythmus. Er würde es sicher nicht mehr lange zurückhalten können. Plötzlich wurde die Tür geöffnet. Die drei waren wie erstarrt. Felix wusste, dass er eine Decke hätte greifen sollen, etwas sagen sollte, irgendwas. Stattdessen starrte er nur in das teils amüsierte, teils hoch irritierte Gesicht seines Kumpels.
"Was geht denn hier ab?", fragte Steffen vollkommen irritiert. Er hätte nicht zu fragen brauchen, das Bild, dass sich ihm bot war eindeutig. Felix. Julie. Isa. Alle drei nackt. Felix kniete hinter seiner Freundin. An dem, was er da gerade tat, bestand kein Zweifel. Julie hatte den Kopf gehoben, trotzdem war er noch in sehr eindeutiger Position zwischen den Beinen von Isa. Die lag auf ihrem Rücken und schaute zu Julie. Felix hatte wieder das Gefühl, dass eine Art Unterhaltung zwischen ihnen ablief. Kurz lachte Julie auf.
"Na, meinetwegen...", sagte sie grinsend. Ohne ein weiteres Wort stand Isa auf, ging langsam auf Steffen zu. Felix konnte seine Augen nicht von ihrem perfekten Hintern lassen. Isa sah Steffen herausfordernd an. Sanft aber bestimmt zog sie ihn in Julies Zimmer und schloss die Tür.
"Was... was... kannst du mit bitte sagen, was Isa vor hat?", fragte Felix seine Freundin halb neugierig, halb ängstlich.
"Ach Süßer...", flüsterte Julie lächelnd, bewegte ihre Lippen ganz nah an Felix' Ohr "alles zu seiner Zeit..."
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