Sommer 1999

von Schmaui
OneshotFamilie, Freundschaft / P6
Felix Brummer / Kummer Karl Schumann Max Marschk OC (Own Character) Steffen Israel / Tidde Till Brummer / Kummer
31.03.2018
31.03.2018
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Hallo ihr lieben!
Ich mal wieder mit 'nem kleinen One Shot :D Die Idee hatte ich schon letztes Jahr, er war sogar eigentlich fast komplette geschrieben, aber ich hatte nie die Zeit oder überwindung gefunden, ihn fertig zu stellen. Kennt ihr das, wenn ihr was so sehr liebt, dass ihr es nicht beenden wollt, weil ihr es einfach nicht "aufgeben" wollt?
So hab ich mich bei dem Oneshot gefühlt. Ich hoffe, er wird euch genau so im Herzen berühren wie mich! <3
Viel Spaß beim lesen :)

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Aufgeregt schnappt er sich seinen Rucksack und läuft zur Türe. Der Basketball, der dort wie immer liegt, wird unter den Arm geklemmt. Mit großen Schritten läuft er aus seinem Zimmer.
„Ich bin bei Till!“ ruft der Blonde und ist schon fast aus der Türe verschwunden.
„Um 7 gibts Essen!“ hört er von seiner Mutter nur noch durch die verschlossene Türe. Er läuft die Treppen des Familienhauses hinunter und schnappt sich sein Fahrrad, welches in der Garage steht. Der Ball wird umständlich in die Tasche gepackt, den er sich direkt auf den Rücken schwingt.
Die Straßen legt er schnell zurück und als er sieht, dass das Fenster seines kleinen Bruders offen steht, schmeißt er auch schon das Rad in den Vorgarten. Wenn das seine Mutter sehen würde, dürfte er sich wahrscheinlich erst einmal eine Predigt anhören, da er das Rad vor kurzem erst zu seinem Geburtstag geschenkt bekommen hat.
„TILLI! Ich bin da!“ ruft er, den Kopf Richtung des geöffneten Fensters gestreckt. Als sich jedoch nichts tut, ruft er erneut. „Ey, Till!“ Mit den Händen in die Hüften gestemmt, schaut er rauf und kann es eigentlich gar nicht glauben, dass sein Bruder immer noch schläft. Es ist schließlich schon Mittag! Es dauert eine Weile bis dieser endlich müde den Kopf rausstreckt.
„Schon?“ Er unterdrückt ein Gähnen und schaut zu seinem Bruder runter, der wartend im Vorgarten auf der Wiese steht. Das war typisch Till. Er konnte schlafen wie ein Stein bis in den tiefsten Nachmittag rein. Wenn er mal nicht seinen Schlaf bekam, den er brauchte, hatte er gleich schlechte Laune. Zwar hatten sie gestern ausgemacht, dass Felix heute vorbei kommt, aber jetzt hat er nicht wirklich lust, sich aus dem Bett zu pellen.
Unten geht plötzlich die Türe auf und seine kleine Schwester kommt heraus gestürmt.
„Feliiiiii!“ schreit sie freudig los und breitet ihre Arme nach ihm aus. Natürlich legt Felix seine Arme ebenfalls um seine kleine Schwester, denn niemanden liebt er mehr, als seine Geschwister und seine Eltern. An sich war er Einzelkind, aber trotzdem großer Bruder. Er fand es immer ganz cool, denn er kannte keinen, der Einzelkind und trotzdem der älteste unter den Geschwistern war.
Sein Vater steht ebenfalls in der Türe und schaut den Blonden an.
„Hallo Felix! Till schläft noch.“ begrüßt er seinen Ältesten, der direkt in das Haus stampft. Er schwingt seine Arme ebenfalls um seinen Vater, wie er das eben bei der kleinen Nina gemacht hat.
„Gar nicht wahr.“ Prompt steht Till am Treppenabsatz und schaut über das Geländer zu seinen Geschwistern und seinem Vater. Er trägt ein verwaschenes T-Shirt und eine kurze Hose. Schlafkleidung halt. Till legt nie viel wert darauf, ob etwas gut aussieht oder nicht, Hauptsache es ist praktisch. Nicht so Felix. Er schaut immer, dass alles irgendwie zusammen passt. Und wenn da bloß eine Falte in seinem T-Shirt drin ist, was er unbedingt anziehen wollte. In dieser Hinsicht waren die zwei Geschwister in zwei verschiedenen Welten.
„Ich komm gleich.“ Till verschwindet schnell wieder nach oben, um sich etwas anderes anzuziehen. Felix hingegen läuft in den Garten, Nina direkt hinterher.
„Ich will auch!“ Die Kleine streckt die Hände nach dem Ball aus.
„Aber ich muss üben! Ich will doch mal bei den Großen spielen!“ Beleidigt verschränkt die Kleine die Arme.
„Papaaaa, Felix lässt mich nicht mitspielen!“ quengelt sie und läuft zurück in das Haus.
Dieser schaut nur zu Felix und nimmt seine Tochter auf den Arm. Sie verschwinden nach oben, woher Till im Eiltempo in den Garten läuft. Wesentlich Besseres als die Schlafklamotten hat er trotzdem nicht an. Wieder ein verwaschenes T-Shirt und eine kurze Hose. Er legt halt einfach nicht viel Wert dadrauf.
„Wo sind die anderen?“ fragt dieser und nimmt den Ball an, dem ihm sein älterer Bruder zuspielt.
„Keine Ahnung! Dachte die sind schon hier. Karl muss bestimmt wieder Zusatzaufgaben machen. Der hat bei Frau Müller gestern im Unterricht Marie mit Papierkugeln abgeschmissen!“ lacht Felix und schmeißt den Ball zum Korb, der aber daneben fliegt. Plötzlich fliegt eine Tasche über den Zaun. Sie landet direkt neben dem Korb.
„Gar nicht! Ich musste mein Zimmer aufräumen“ meldet sich der Brünette und hievt sich über den Zaun.
„Papa hat dir schon 100 mal gesagt, dass du da nicht drüber klettern sollst! Du machst den Zaun damit kaputt.“ grummelt Till den Großen an, der nun neben ihm steht.
„Ach quatsch! Der hält das aus. Steffen, kommst du?“ Karl dreht sich zum Zaun. Alle drehen sich in die Richtung und warten, das Steffen folgt. Till schaut böse zu Karl rüber, da für Steffen natürlich das gleiche gilt, wie für ihn. Aber alle kennen Steffen, er wird da nicht drüber klettern.
„Nein, mach mir die Tür auf!“
„Steffen, du Memme! Komm endlich!“
„Nein! Das ist zu hoch!“
„Boah ey“ motzt Karl rum und schüttelt nur den Kopf.
„Wenn du berühmt werden wirst, musst du auch auf die Bühne. Die ist auch hoch!“ Felix geht zum Zaun und öffnet die Türe. Sofort kommt Steffen rein und schließt hinter sich das Tor.
„Wo ist Max?“ Verwirrt schaut Felix Steffen und Karl an.
„Ist der noch nicht hier?“ fragt Steffen und schnappt sich den Ball, den Felix in der Hand hat.
„Neee.“ kommt es von Till, der elegant Steffen den Ball ab dribbelt.
„Der ist bestimmt wieder bei seiner Freundin“ grinst der große Brünette mit den zerzausten Locken und intrigiert sich mit ins Spiel.
„Bestimmt knuuuuutschen!“ lacht Felix und wirft den Ball Richtung Korb. Treffer.
„Iiiih!!!“ kommt es von dessen kleineren Bruder.
Die Vier spielen eine Weile Basketball, bis Max plötzlich neben ihnen steht.
„Wo kommst du den auf einmal her?“ Irritiert sieht Steffen zu ihm.
„Zaun“ antwortet dieser knapp und schmeißt seine Tasche zu Karls.
„Auch du sollst nicht darüber, Max!“ Till motzt seinen Freund an, wie er es eben bei Karl getan hat. Max verdreht nur genervt die Augen.
„Schon wieder Basketball? Können wir kein Fußball spielen?“
„Du und dein Fußball.“ Felix schmeißt erneut den Ball in den Korb. Natürlich trifft er erneut.
„Du und dein Basketball!“ Max schnappt sich den Ball und läuft vor Felix weg.
„Lass mich halt! Wenn ich mal bei den Großen spiele, da wirst du dann doof gucken!“ grinst Felix seinen Freund frech an und dribbelt ihm den Ball zügig ab. Zwei Schritte vor, er wirft und trifft. Till jubelt seinem Bruder zu.
„Das ist doch noch fair. Gegen dich und Karl haben wir sowieso nie eine Chance!“ Steffen lässt sich auf den Stuhl an dem Tisch fallen, der auf der Terrasse steht.
„Dafür kannst du wenigstens Gitarre spielen. Ich kann das nicht!“ entgegnet der Blondschopf und wirft den Ball rüber zu Karl, der ihn ebenfalls, wie sein Kumpel, im Netz versenkt.
„Ich sag’s dir, wir werden mal berühmt! Bestimmt berühmter als du mit deinem Basketball.“ Max zieht Felix den Ball aus der Hand und wirft. Der Ball knallt erst auf dem Metallring, springt nochmal hoch, um dann perfekt im Korb zu landen.
„Hey, du kannst ja doch was.“ Sofort macht Max einen großen Sprung auf Felix zu, der sich noch versucht zu bücken, es aber nicht wirklich hinbekommt. Erst bekommt er ‘nen leichten schlag gegen den Hinterkopf und schon hat sein Freund ihm im Schwitzkasten.
„Sag das noch einmal.“
„Du kannst nix! …Außer Schlagzeugspielen!“ lacht dieser gequält unter dem Schwitzkasten. Max grinst triumphiert und lässt Felix los.
„Sowas hör ich gerne!“ Till hat sich in der Zeit auf die Wiese geschmissen. Seine Schuhe hat er quer auf der Wiese verteilt, die Socken fliegen ebenfalls irgendwo herum. Mit den Armen ausgebreitet liegt er da im sommerlichen warmen Gras und schaut einfach in den strahlend blauen Himmel hinauf.
„Till, du musst noch deine Tabletten nehmen!“ Till's Mutter steht in der Terrassentüre und hat die Tabletten und ein Glas Wasser in der Hand. Er stützt sich auf seine Unterarme.
„Es ist Wochenende!“ ruft er ihr genervt entgegen. Er hasst es, seine Tabletten zu nehmen. Sie machen ihn oft noch müder, als er sowieso schon ist.
„Komm jetzt!“ Er rappelt sich auf und läuft zu seiner Mutter.
„2 Pillen am Tag und der Till ist normal!“ grunzt Felix frech und bekommt von Karl dafür ein High-Five. Natürlich hat Till den Spruch gehört. Er schluckt die Tabletten schnell runter, schenkt seiner Mutter das schönste Lächeln was er hat und wartet bis sie verschwunden ist. Böse funkelnd dreht er sich um und läuft auf seinen älteren Bruder zu, der erst viel zu spät versteht, was Till vorhat. Er versucht gerade noch einen Haken einzuschlagen, um vor ihm weg zu laufen, da liegt er schon im Gras. Till auf ihm drauf. Seine Hände hat Till ins Gras gedrückt, sodass er sich nicht wehren kann.
„Lass die Sprüche!“ knurrt Till den Blondschopf an, der unter ihm liegt.
„Ja, ja, lass mich los!“ Steffen, Karl und Max stehen nur grinsend neben den Beiden.
„Bist du selbst schuld“ kommt es von dem, weiterhin grinsenden, Steffen. Er war schon immer der loyalste in der Runde. Er liebte die fiesen Sprüche von Felix, aber wenn Till ihn dafür eine rein würgen wollte, tat er nie was dagegen. Denn dann war Felix wirklich selbst schuld. Aber dieser hatte immer frechen Spruch auf Lager und das machte ihn aus. Deswegen musste er oft von den anderen anderen Schläge einkassieren. Karl und Max hingegen wollten Till gerade von Felix runter ziehen, da ertönt eine Stimme hinter ihnen.
„Till, runter von deinem Bruder!“ Blitzartig drehen sich alle um. Felix stützt sich auf seine Unterarme, um zu gucken, was los ist. Till's Mutter steht mit einem Tablett voll mit Keksen und selbst gemachter Limo vor ihnen. „Und das ihr immer nur grinsend daneben stehen müsst.“ Till lässt sich neben seinem Bruder in das Gras fallen.
„Ach Mama, wir haben uns doch einfach nur lieb.“ Er rollt sich halb auf seinen Bruder zurück und umarmt ihn grinsend. „Nicht wahr Feli?“ Der Betroffene muss nur grinsen und lässt sich zurück ins Gras fallen.
„Dürfen wir?“ fragt Max lieb und deutet auf die Kekse.
„Klar, alles für euch. Ich stell es auf den Tisch.“ Und schon verschwindet sie wieder nach drinnen. Ein großer Punkt, warum alle immer gerne hier sind. Der Garten ist riesig und es gibt immer leckere Kekse und selbstgemachte Limo. Immer!
Alle holen sich ein Glas zu trinken und Kekse und lassen sich im Kreis auf die große Wiese fallen. Die Köpfe nah aneinander schauen sie gemeinsam in den Himmel.
„Irgendwann steht ihr auf der großen Bühne und ich steh mit den coolsten Kerlen auf dem Basketballfeld!“ Felix schaut verträumt in den Himmel. „Aber wenn das einmal so ist, ihr versprecht mir, wir bleiben trotzdem weiter befreundet! Egal, wer berühmter von uns ist!“
„Versprochen!“ kommt es gleichzeitig von den anderen Vier.
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